Der Hartz 4 Regelsatz soll im Jahr 2012 mehr ansteigen, als ursprünglich geplant. So soll der Satz von derzeit (2011) 364 Euro auf dann 374 Euro ansteigen. Das wäre ein Erhöhung um 10 Euro. Die Bundesregierung soll einen entsprechenden Entwurf der Regelsatzverordnung 2012 vorbereitet haben, so die Süddeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 5.9.2011. Für Kleinkinder bis fünf Jahren sei eine Erhöhung des Regelsatzes um vier auf 219 Euro vorgesehen. Bei älteren Kindern hingegen bleiben die Hartz 4 Sätze unverändert. Eine Bestätigung dieser Zahlen durch die Bundesregierung ist noch nicht erfolgt.

Diese Hartz 4 Erhöhung würde nach Berechnung der Zeitung 570 Millionen Euro kosten. Der Bund müsste hiervon 540 Millionen, die Kommunen 30 Millionen Euro tragen.

Viele Wohlfahrtsverbände sehen den Hartz 4 Regelsatz als viel zu gering an. Daran würde auch eine Erhöhung um 10 Euro nichts ändern. Auch der DGB kritisiert den derzeitigen Stand der Hartz 4 Sätze. Ein von der DGB nahen Hans-Böckler-Stiftung in Auftrag gegebenes Rechtsgutachen hatte ergeben, dass die Grundlagen für die Berechung der Regelsätze fehlerhaft sind. Das Gutachten geht deshalb von einer Verfassungswidrigkeit der derzeitigen Hartz IV Leistungen aus. Insbesondere die Ausgaben für langlebige Gebrauchsgüter – wie Fahrräder, Kühlschränke oder Fernseher – seien nicht vernünftig erfasst worden. Bedenklich sei zudem, dass der Gesetzgeber einen Teil der Ausgaben aus normativen Gründen gestrichen hat, etwa für Alkohol bis bis hin zu den Kosten für die chemische Reinigung von Kleidung, ohne dass es hierfür einen Ausgleich gabt. Schließlich seien die Fallzahlen bei Kindern so gering, dass die erhobenen Daten  nicht vernünftig verwertbar seien. Vor diesem Hintergrund ist nicht auszuschließen, dass sich das Bundesverfassungsgericht erneut mit dem Hartz 4 Regelsatz befassen muss.