Die FDP fordert eine Leistungskürzung beim Arbeitslosengeld I für ältere Arbeitnehmer. Sie will Älteren nicht mehr wie bisher zwei Jahre Arbeitslosengeld zahlen, sondern lediglich für einen kürzeren Zeitraum. Die CSU will die von der FDP geforderte Kürzung des Arbeitslosengeldes für ältere Arbeitslose nicht hinnehmen. Bayerns Sozialministerin wies den FDP-Vorschlag scharf zurück. Er sei ungerecht und leistungsfeindlich und nicht mit der CSU zu machen.Wer jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt habe, solle bei Verlust des Arbeitsplatzes auch länger Arbeitslosengeld bekommen, als jemand, der nur kurz einbezahlt habe.

Der Arbeitsmarkt erfordere keine Quasi-Frühverrentung hatte hingegen der FDP-Generalsekretär erklärt. Ältere Arbeitnehmer würden als Fachkräfte gebraucht.

Hintergrund. Die Bezugsdauer für Ältere war erst Anfang 2008 von der großen Koalition unter Führung der CDU/CSU verlängert worden. Es war gerade dder CDU-Arbeitnehmerflügel, der seinerzeit darauf gedrängt hatte, älteren Arbeitslosen länger das Arbeitslosengeld I zu zahlen, um sie vor dem Abgleiten in den Hartz IV Bezug zu schützen.

Auch der DGB zeigte sich empört, da Ältere immer noch die großen Verlierer am Arbeitsmarkt seien.

Was denkt sich der FDP-Generalsekretär bei seinem Vorschlag?  Wenn der Arbeitsmarkt tatsächlich ältere Fachkräfte braucht, dann ist sein Vorschlag überflüssig, das Problem löst sich von selbst. Vielleicht handelt er nach der Devise: egal, ob man gut oder schlecht über die FDP redet, Hauptsache die Partei ist im GesprächA.