Der Arbeitsmarkt in Deutschland profitiert vom anhaltenden Wirtschaftsaufschwung.  Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni um 67.000 auf 2.893.000 gesunken, also weit unter die drei Millionengrenze.  Das waren 255.000 Arbeitslose weniger als im Juni 2010. Das berichtet die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg.  Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozent auf 6,9 Prozent zurück. Im gleichen Monat 2010 lag sie bei 7,5 Prozent.

Die BA erklärte, die Nachfrage nach Arbeitskräften sei hoch. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten steige weiter.  In den zurückliegenden 12 Monaten nahm die Zahl um 680.000 auf 28,23 Millionen zu. Circa 60 Prozent des Zuwachses entviel auf Vollzeitjobs. Die Zahl der Erwerbstätigen lag zuletzt mit knapp 41 Millionen um 488.000 über dem Wert des Vorjahres.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften nimmt weiter zu. Das Arbeitskräfteangebot hingegen geht seit mehreren Jahren zurück. Die Zahl der offenen Stellen lag im Juni mit 480.000 um 109.000 über dem Wert von 2010.

Auch in NRW ist die Bilanz durchweg positiv. Dort gibt es die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 18 Jahren. Die Arbeitslosenquote liegt dort aktuell bei 8,0 Prozent. Die niedriste Arbeitslosenquote hat derzeit Bayern mit 3,5 % zu verzeichnen. In den östlichen Bundesländern liegt sie über 10 Prozent, mit Ausnahme von Thüringen, wo die Zahl bei 8,4 % steht.