Die Bundesagentur für Arbeit meldet für April 2011 die geringste Erwerbslosenzahl seit 19 Jahren. Der Aufschwung hat sich also auch auf dem Arbeitsmarkt voll durchgesetzt. Im Jahr zwei nach der Krise gewinnt der Jobaufschwung an Schwung und Tempo.

Arbeitslosigkeit im Mai 2011 unter 3 Millionen

Für Mai 2011 rechnet die BA damit, dass die Arbeitslosenzahl bundesweit unter die Drei-Millionen-Marke sinkt. Im April hatte sich die Zahl der Erwerbslosen dank der Frühjahrsbelebung und der stabilen Konjunktur um 132.000 auf 3,078 Millionen verringert, so die BA.  Im Vergleich zum Vorjahr waren 321.000 Menschen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote nahm seit März 2011 um 0,3 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent ab. Am April 2010 stand die Arbeitslosenquote bei 8,1 Prozent.

So kommt es, dass in Deutschland einer der niedristen Aprilstände in Sachen Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung gegeben ist.

Nichtsdestotrotz gibt es Risiken. Neben den wirtschaftlichen Problemen in den USA bereiten auch die hohen Verschuldungen in einigen EU-Staaten Sorge. Zudem könne sich die restriktive Sparpolitik von Bund, Ländern und Kommunen negativ auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen, erklärt der Chef der Bundesagentur für Arbeit.

Bisher seien aber keine Auswirkungen der Schuldenkrise auf dem deutschen Arbeitsmarkt erkennbar. Auch die Lieferengpässe im Zusammenhang mit der japankrise seinen lediglich  minimal gewesen. Nur etwa 1000 Beschäftigte hätten deswegen Kurzarbeit leisten müssen.

Arbeitslosenquote April 2011 in den Bundesländern:

Schleswig-Holstein: 7,4 %

Bremen: 11,8 %

Hamburg: 8,2 %

NRW: 8,3 %

Niedersachsen: 7,0 %

Rheinland-Pfalz: 5,4 %

Hessen: 6,0 %

Saarland: 7,0 %

Baden-Württemberg: 4,2 %

Bayern: 3,9 %

Mecklenburg-Vorpommern: 13,2 %

Sachsen-Anhalt: 11,9 %

Berlin 13,9 %

Brandenburg: 11,0 %

Thüringen: 9,2 %

Sachsen: 11,3 %