Grundsicherung für Kinder

Von führenden Wohlfahrtsverbänden und Sozialverbänden wird eine Grundsicherung für Kinder gefordert.

Die Kinder-Grundsicherung ist konzipiert als staatliche Transferleistung. Sie soll den Lebensunterhalt der Kinder sicherstellen und ist folglich mit der Sozialhilfe vergleichbar. Sie gehört zum Bereich des Familienlastenausgleichs. Der Anspruch auf die Leistung soll dem Kind, nicht dessen Eltern zustehen. Da es einkommensunabhängig gezahlt werden soll, ist es unbürokratisch und viel praktikabler als das bisherige Fördersystem.

Bündnis Kindergrundsicherung

Die Grundsicherung für Kinder ist bisher eine politische Forderung. Das Bündnis Kindergrundsicherung verlangt die Einführung einer Pauschale in Höhe von monatlich 500 Euro je Kind. Diese Geldsumme besteht aus zwei Teilen - aus 320 Euro zur Existenzsicherung sowie 180 Euro für Betreuung und Ausbildung. Ein Anspruch auf diese Kindergrundsicherung sollen alle Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 27 Jahren haben, also bis sie das 27. Lebensjahr vollendet haben. Eine ähnliche Altersregelung besteht aktuell beim Kindergeld. Dieses sowie weitere soziale Leistungen, wie etwa das BAföG oder das Sozialgeld, also das Hartz IV für Kinder, würden durch die Grundsicherung für Kinder ersetzt werden.

Das Bündnis Kindergrundsicherung besteht aus Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und anderen sozialen Organistionen sowie prominenten Einzelpersonen. Mitglieder sind etwa die AWO, der Kinderschutzbund, Pro Familia oder die GEW, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Es sieht das gegenwärtige Sozialsystem und Fördersystem für Kinder als ungerecht an und ist der Ansicht, es sei ungeeignet die Kinderarmut in Deutschland, also die Armut von mehr als 2,4 Millionen Kindern zu beseitigen. Unterstützt wird die Forderung des Bündisses Kindergrundsicherung von einigen politischen Parteien, etwa den Grünen und der Linkspartei. Die Kindergrundsicherung sollen - wie oben ausgeführt - alle Kinder erhalten, allerdings soll sie unter die Einkommenssteuer fallen. So würden Reiche weniger erhalten, nämlich maximal 240 Euro. An Kosten müßte der Staat 100 Millionen Euro pro Jahr aufbringen, wovon jedoch 90 Prozent aus dem Wegfall der bisherigen Familienleistungen finanziert werden könnten.