Posts by Catrice

    So, jetzt gebe ich noch ein letztes Mal meinen Senf hierzu ab. Timeras ist sowieso der Einzige, der mich anscheinend verstanden hat.


    @ Jette


    Wenn du den Thread von Anfang an liest, stellst du fest, dass bei mir leider zwei Monate hintereinander eine Versorgungslücke auftritt. Im August wegen dem ALG 1, im September wegen dem ersten Lohneingang.


    Zu Folato sag ich gar nichts mehr.


    Und für alle die es interessiert, die vielleicht auch mitlesen und in einer ähnlichen Situation sind. Ich habe Widerspruch eingelegt und hatte mit diesem Widerspruch Erfolg!


    Übrigens tritt diese Versorgungslücke auch bei Retnern ein, wenn sie vom ALG II zur Rente wechseln. Das nur mal so am Rande.


    Ich wünsche allen noch viel Spaß hier. Bis dann.

    Quote from Siebenstern;51371


    Jeder Cent, der vom 1. des Monats bis zum letzten Tag des Monats eingenommen wird, wird für die Bedarfsdeckung dieses Monats angerechnet. Die Leistungen werden monatlich im Voraus erbracht, es besteht aber nur ein Anspruch auf Regelsatz + KdU abzüglich sämtlichen Einkommens in dem Monat, Wäre das anders, hätte jeder, dessen Gehalt am Monatsende gezahlt wird, einen Anspruch auf ALG II Leistungen.


    Genau, in dem Monat an dem der erste Arbeitslohn eingeht, hätte jeder Arbeitnehmer, der einen Antrag stellt, Anspruch auf ALG 2 Leistungen. Wenn jemand dann am Ende des Monats meinetwegen 1500 € netto bekommt, kann er im darauffolgenden Monat wahrscheinlich selbst weiter seinen Lebensunterhalt bestreiten, ist nicht mehr hilfebedürftig. Das zu viel gezahlte ALG 2 kann/wird dann von der ARGE zurückgefordert werden, aber der Arbeitnehmer steht im ersten Monat nicht komplett ohne Geld dar. Er könnte sonst nämlich Anfang des Monats seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, sich nichts zu Essen kaufen etc. Da müsste er erst mal 30 Tage warten.


    Man kann erst über Geld verfügen, ab dem Zeitpunkt, dem Tag, an dem es zugeflossen ist, also in meinem Fall, Ende des Monats. Bis dahin muss die ARGE meiner Ansicht nach überbrückungsweise in Vorleistung treten, so wie es auch aus § 41 SGB II hervorgeht.

    Quote from Siebenstern;51350

    Ich habe den Verdacht, dass die TE das Prinzip der Anrechnung von Einkommen nicht verstanden hat.
    Dafür spricht auf jeden Fall, dass das ALG I für August dem September zugeschlagen wird, das ALG I im September gar nicht erwähnt wird und ein Widerspruch gelobt wird, der mit dem Thema nicht wirklich was zu tun hat.
    Scheinbar ist sie aber mit den Ergebnissen des anderen Forums glücklicher (hat da ja auch Recht bekommen) und wird wohl nicht vorbeikommen und Bescheid sagen, dass der Widerspruch unbegründet war...


    Ich habe das ALG 1 für August, dem August zugerechnet (siehe Beitrag 13). Der Restbetrag ALG 2 in Höhe von 342,05 € ergibt sich schließlich aus der Verrechnung mit dem ALG 1. Nur bekomme ich das ALG 1 ja 30 Tage später (also einen Monat zu spät). Ich muss es daher für September verwenden und stehe im August mit leeren Händen da (mal abgesehen von dem Darlehen, was ich deshalb bekommen habe). Aber im September habe ich genau das gleiche Problem und bisher keine Genehmigung für ein Darlehen. Wieviel Schulden soll ich auch noch machen?


    Mir geht es nicht darum Recht zu bekommen, sondern darum, den Fall zu klären.


    345,05 ALG2 + 300,- € Darlehen, richtig. Mit dem Darlehen konnte ich den Monat dann auch einigermaßen überbrücken. Das ALG 1 habe ich ja noch nicht erhalten. Das kommt am 31, und ich muss es für den nächsten Monat (September) verwenden. Denn die Miete etc muss ich alles am 1. zahlen, nicht am 31. Im September habe ich das gleiche Problem mit meinem Lohn, was erstmals vorraussichtlich am 30.September kommt. Dadurch, dass ich nun ALG 1 bekomme und meinen Lohn im darauffolgenden Monat, verschiebt sich alles jeweils 30 Tage (1 Monat) nach hinten. Darum fehlt mir für diese Monate Geld.


    Den Widerspruch habe ich selbstverständlich gelesen. Es ist ein natürlich ein anderer Fall. Trotzdem treffen einige Paragraphen auf meinen Fall zu:
    "Gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 2 SGB II sind sie verpflichtet, meinen Lebensunterhalt zu sichern.
    Gemäß § 41 Abs. 1 Satz 3 SGB II sind sie verpflichtet, die mir dafür zustehenden Leistungen monatlich im Voraus zu erbringen. "


    Und im ersten Link, den ich in meinem ersten Beitrag hier reingesetzt habe, steht: "Beide Urteile haben für die betroffenen Arbeitslosen Rechtssicherheit geschaffen. Das Geld ist nämlich nicht verloren, weil das Zuflussprinzip natürlich auch „nach hinten" gilt. Das bedeutet: Wer als Hartz IV-Empfänger eine neue Arbeit findet, kann dann im ersten Arbeitsmonat noch das Alg II bekommen." Also der Monat in dem das Erste Gehalt kommt.

    Nein, mir wurde auch noch der Link zu dem Widerspruch gegeben, den ihr für schwachsinnig haltet und man hat zumindest versucht mir zu helfen.


    Außerdem seht ihr einfach nicht ein, dass mir das Geld fehlt. Das ist so etwas von offensichtlich und rechnerisch nachvollziehbar. Deshalb fühle ich mich, als wolltet ihr mich auf den Arm nehmen.


    Seis drum.

    Und so liebe Herren Sachbearbeiter, sieht eine vernünftige Antwort aus:


    Hartz IV Forum • 2 Monate keine Grundsicherung wegen Zuflussprinzip?


    Hartz IV Forum • Ratgeber Zuflussprinzip (ALG II trifft auf Lohn)


    Hartz IV Forum • Widerspruch gegen Anrechnung eines nicht vorhandenen Einkommens


    Es gibt anscheinend doch noch Menschen, die einem helfen wollen und die Betroffenen nicht auch noch verarschen!

    @ Folato Du versuchst mich anscheinend zu veräppeln. Da fällt mir echt nichts mehr zu ein. Unglaublich.


    @ Cherdak: Ich bekomme mein erstes Gehalt erst nach zwei Monaten arbeiten. Am 03.08. habe ich angefangen, am 31. September bekomme ich das erste Gehalt, höchstens 260,- €.


    Die ARGE hat den ersten Arbeitsmonat nicht bezahlt. Sie hat mir stattdessen ein Darlehen gegeben. Und dies wiederspricht sich meiner Meinung nach mit der Aussage in dem Link, den ich gepostet hab:


    Hartz IV Urteil zum Zuflussprinzip Hartz IV 4, ALG II, Arbeitslosengeld 2 Hilfe und Ratgeber

    Ehrlich gesagt, habe ich den Eindruck man will mich nicht verstehen. Ich glaube nicht, dass ich mich unklar ausgedrückt habe und es ist zum Verständnis eigentlich auch nicht notwendig, dass ich die Berechnung meiner Leistung im Einzelnen hier aufführe.


    Meine Frage bezog sich unter anderem auf diesen Sachverhalt (siehe Link): Hartz IV Urteil zum Zuflussprinzip Hartz IV 4, ALG II, Arbeitslosengeld 2 Hilfe und Ratgeber


    Wenn ihr den mal lesen würdet, müsste es vielleicht bei euch Klick machen, weshalb zwei Monate lang, trotz oder gerade wegen Arbeitsaufnahme meine Sicherung zum Lebensunterhalt nicht ausreicht.


    Ich versuche es noch mal zu erklären mit den genauen Zahlen.
    Monat Juli: letzter Monat, in dem ich die Sicherung vom Lebensunterhalt vollständig im Voraus erhielt (hab ja mit meinem letzen Job immer ergänzend ALG 2 erhalten).


    Monat August: Aufgrund von Arbeitslosigkeit Anspruch auf ALG 1. Daher verrechnet die ARGE das ALG 1 direkt am Anfang des Monats mit dem ALG 2. Ich bekomme von der ARGE Anfang August 342,05 € (setzt sich zusammen aus 47,- € zur Sicherung des Lebensunterhaltes und 295,05 € Kosten der Unterkunft). ALG 1 erhalte ich erst am 31. August! Bei einem Gesamtbedarf von 654,05 € fehlen mir also 312,- €, nur weil das ALG 1 noch in diesem Monat zufließt. Würde es nur 1 Tag später gezahlt werden, wäre es nicht verrechnet worden.


    Monat September: Nun werde ich endlich das ALG 1 auf meinem Konto haben (am 31. August) in Höhe von 342,- €. Allerdings wird jetzt mein Einkommen angerechnet, was ich erst Ende September erhalten. Das bedeutet konkret, dass ich 342,- € ALG 1 bekomme + 134,05 ALG 2 (ALG 2 ist zusätzlich abzüglich 50,- € zur Begleichung des Darlehens, welches ich zwangsläufig im August aufnehmen musste. :mad: ) Das macht insgesamt nur 476,05 € für die Sicherung meines Lebensunterhaltes und die Kosten der Unterkunft. Es fehlen also wieder 178,- €!


    Insgesamt hat sich die ARGE also 312 € + 178 € = 490,- € eingesackt! Das ist Geld was mir fehlt. Sonst müsste ich ja auch kein Darlehen aufnehmen!


    Mein Gehalt schwankt übrigens jeden Monat. Ich gehe davon aus, dass ich höchstens 260 € verdienen werde. Mit dem Betrag rechnet die ARGE auch zur Zeit. Bei 260 € ergibt sich ein Freibetrag von 102,- € auf ALG 2. (Die Arbeitsagentur verrechnet mein Gehalt erst später, wenn ich nachreiche, wie viel ich verdient habe).


    Da mir 470,- € nun fehlen kann ich also mindestens 4 Monate arbeiten, dass ich das Geld wieder reinbekomme und der Job sich rechnet! Ja, und dann soll mir jemand erzählen, ich stünde mit Arbeit besser da. Das ist einfach totaler Blödsinn! Und wer das jetzt nicht nachvollziehen kann, dem kann ich auch nicht helfen.


    So, jetzt noch zu euren weiteren Fragen.


    Quote from folato

    Du bekommst ergänzend ALG2, da ist insgesamt dann mehr als ohne Erwerbstätigkeit.

    Bis jetzt hast Du noch keinen Bescheid, woher willst Du also wissen, dass Du weniger hast?


    Siehe Erklärung oben. Außerdem schrieb ich bereits, dass ich bis zum 03.09. Zeit habe Widerspruch einzulegen, also werde ich logischerweise auch einen Bescheid erhalten haben.


    Quote from floeckchen

    Eines musst Du allerdings "begreifen", beim ALG2 gibt es kein Anfang Mitte oder Ende des Monats.
    Hier gibt es nur einen Gesamtmonat der zählt, alle Einnahmen eines Monats egal ob 1. oder 30. werden zusammengerechnet und von dem ALG2 Bedarf abgezogen und in der Summe ist es dann das gleiche. Auch wenn Du das jetzt nicht verstehen willst.


    Ich zitiere § 41 SGB II (man achte auf das fett Gedruckte):


    "(1) Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts besteht für jeden Kalendertag. Der Monat wird mit 30 Tagen berechnet. Stehen die Leistungen nicht für einen vollen Monat zu, wird die Leistung anteilig erbracht. Die Leistungen sollen jeweils für sechs Monate bewilligt und monatlich im Voraus erbracht werden."


    Mein Lebensunterhalt ist im August und September (wie wir nun alles verstehen) nicht gesichert. Auch habe ich in den ganzen Folgemonaten finanzielle Einbußen, aufgrund des Darlehens, welches ich aufnehmen musste.


    Quote from timeras

    Es kann aber passieren dass sich das ganze zeitlich verschiebt. Das wird nachträglich gegen gerechnet.


    Ja, und genau darum ist das Geld verloren.

    Flöckchen
    Nein, die ARGE zahlt im Vorraus. Die Arbeitsagentur zahlt im Nachhinein. Mein Gehalt kommt im Nachhinein. Dadurch entsteht doch die Lücke!


    Mein Job ist bei der Arbeitsagentur gemeldet und bei der ARGE. Ich bekomme ALG 2, ca. 150 € Anfang September für den Monat September. Dann bekomme ich noch 342 € von der Arbeitsagentur rückwirkend für August. 492,- € für diesen Monat wovon ich meine Miete und meinen Lebensunterhalt bestreiten muss!

    Völliger Blödsinn. Mit Arbeit bekomme ich jetzt insgesamt ca. 450 €. Davon muss ich auch meine Miete in Höhe von 300 € bestreiten. Also bleiben noch 150 € für alles andere. Ohne Arbeit hätte ich 650 €.


    Lest ihr überhaupt was ich schreibe? Oder nehmt ihr überhaupt das Gerichtsurteil zur Kenntnis?

    Ja, genau. Ich kann Anfang September meinen Lebensunterhalt nicht sicherstellen, weil der Lohn erst Ende September kommt. Das Problem hatte ich im August schon mit dem ALG 1 (wofür ich deshalb ein Darlehen bekommen habe). Ich werde dafür bestraft, dass ich mir eine neue Arbeit gesucht habe. Denn ohne Arbeit, wäre ich finanziell besser dran gewesen. Das mir fehlende Geld streicht sich die ARGE für insgesamt zwei Monate ein. Das kann doch nicht in Ordnung sein.


    Meine Frage bezieht sich auf das Gerichtsurteil. So, wie ich das verstehe, müsste ich im September noch volles ALG 2 bekommen, weil das Zuflussprinzip auch "nach hinten" gilt. :confused:

    Hallo,


    vielleicht weiß jemand Rat.


    Bis Ende Mai diesen Jahres war ich teilzeitbeschäftigt. Wärend dieser Zeit habe ich ergänzendes ALG 2 bezogen. Mein Vertrag wurde nicht verlängert. Aufgrund der Arbeitslosigkeit habe ich nun bis Dezember Anspruch auf ALG 1 mit ergänzendem ALG 2. Bis der Antrag auf ALG 1 genehmigt war, verging einige Zeit. Bis dahin hatte mir die ARGE (im Juni und Juli 09) noch meinen kompletten Satz gezahlt und sich das Geld von der Arbeitsagentur zurück geholt. Dann war der Antrag durch. Das Problem war dann, dass die Arbeitsagentur am Ende des Monats zahlt, die ARGE aber im Vorraus. Darum hat die ARGE Anfang August das ALG 1 schon auf das ALG 2 angerechnet, obwohl ich das ALG 1 erst Ende August erhalte. Das bedeutet, ich habe diesen Monat keine volle Grundsicherung.


    Daraufhin bin ich zur ARGE gegangen. Dort wurde mir ein Darlehen in Höhen von 300,- € gewährt, dass ich nun in monatlichen Raten Höhe von 50,- € begleichen muss.


    Jetzt kommt hinzu, dass ich seit Anfang August einen Minijob habe. Dort werde ich höchstens 250,- € verdienen. Ich habe nun Ansprüche auf den Lohn + ALG 1 + ALG 2. Mein erstes Gehalt bekomme ich allerdings erst Ende September! Jetzt hat die ARGE mein Gehalt schon für den Monat September mit dem ALG 2 verrechnet. Das heißt, mein Lebensunterhalt ist für zwei Monate in Folge nicht gesichert.


    Nach meinen Recherchen im Internet bin ich auf das Gerichtsurteil vom Bundessozialgericht in Kassel vom 31.07.2008 gestoßen (BSG, Az.: B 14 AS 26/07 R und B 14 AS 43/07 R). Es heißt, "Entscheidend sei immer der Zahlungseingang". Ist damit nun der Tag des Zahlungseingangs gemeint oder der Monat?


    Anscheinend werden nach wie vor unterschiedliche Meinungen bezüglich des Zuflussprinzipes vertreten. So habe ich unter anderem gelesen, "dass das Zuflussprinzip auch „nach hinten" gilt. Das bedeutet: Wer als Hartz IV-Empfänger eine neue Arbeit findet, kann dann im ersten Arbeitsmonat noch das Alg II bekommen." (vgl. Sozialversicherung - Hartz IV: Es gilt das Zuflussprinzip - Experto.de - der Online-Ratgeber).


    Wie habe ich das nun zu verstehen? Ist mein Geld verloren oder nicht? Bis zum 03.09. könnte ich noch Widerspruch einlegen.


    Grüße
    Catrice