Posts by Vitales

    Quote from Folato;51281

    Schon mal daran gedacht, die Angelegenheit einem Anwalt zu übergeben?


    Ich wollt erst klären, wie die Chancen sind und mich dann genau darum kümmern. Die letzen 10 Seiten dieses Threats bestätigen, dass es einige Ungereimtheiten in diesem Fall gibt und ermutigen mich zu diesem Schritt, den ich wohl nächste Woche machen werde. Nur müsste ich dazu wissen, unter welchen Vorraussetzungen ich diesen "Schein" bekomme, den ich beim Amtsgericht/Anwalt brauche, da ich bisher noch keinen neuen Bescheid habe bzw. noch bis zu 4 Wochen auf diesen warten muss.

    Wie ich oben schon erwähnte, bin ich im April umgezogen und habe auch umgehend das alte Jobcenter mit Meldebescheinigung, Veränderungsmitteilung und neuem Untermietsvertrag darüber in Kenntnis gesetzt.
    Auch wenn die Telefonate weder hilfreich noch ergibig in Auskunft waren, wurde dort zumindest ebenfalls Kenntnis von meinem Umzug genommen. Am 30. Juli erhielt ich einen Brief, dass zum 31. Juli keine weiteren Zahlungen erfolgen und ich mich im neuen Jobcenter zu melden habe. Bei einem persönlichen Vorsprechen beim alten JC bevor ich diesen Brief erhalten habe, wurde mir zugesichert, dass das neue JC auch rückwirkend meine neuen Mietkosten übernimmt und ich nur einen Fortzahlungsantrag zu stellen habe. Im neuen JC wollte man davon nix wissen und seitdem durchlaufe ich einen Neuantrag dort.

    Oh...zum 19.8. ist der Brief datiert, der mir vermittelt, dass ich kein Anrecht auf meine erhöhten Mietkosten habe die seit April gemeldet wurden.



    "[...] da Sie ohne Zustimmung vom Jobcenter A zum 1.4.2009 umgezogen sind, können nach § 22 SGB II nur die bisherigen Kosten der Unterkunft in Höhe von 100 € berücksichtigt werden. [...]"


    Jobcenter A hat April-Juli den Regelsatz + die 100 € gezahlt und die Zahlung dann eingestellt, mit dem Verweis, dass Jobcenter B zuständig ist seit April.


    Das Jobcenter B fühlt sich nur ab dem Punkt meiner Anmeldung (6.8.09) zuständig (verständlich irgendwo).

    Nun, ich benötige ja einen Bewilligungsbescheid um diesen Schein zu bekommen (davon gehe ich mal aus) und die Sache, um die es hier geht, ist für das JC seit dem 19.8.09 erledigt. Seit dem läuft meine einmonatige Frist dagegen Einspruch zu erheben. Mein Antrag auf Fortzahlung bzw. der Neuantrag wurde am 6.8. gestellt und alle Unterlagen liegen seit dem 21.8. vor. Ab dem Punkt 4-6 Wochen Wartezeit bis zur Bewilligung...

    Ich meinte, ich hatte/habe keinen triftigen Grund, warum ich es versäumt habe dem JC mitzuteilen^^


    Wir reden hier von einer Differenz gegenüber dem Bezahlten von 188.88 € x 5 Monate also 944.40 €. Nach manchen Maßstäben keine grosse Sache, aber ich möchte einen nicht-familären Vermieter sehen, der knapp 1k € als offene Mietschulden toleriert, nur weil ein JC 5 Monate braucht, um einen Kunden seine neue Zuständigkeit mitzuteilen und ihm vorher sagt, nicht auf Eigeninitative zu handeln.

    Wie gesagt, genau das ist der Punkt. Ich habe keinen triftigen Grund: Ich wusste es einfach nicht. Punkt :( Ergo, wird mir die Leistung laut dem schicken SGB II § 22 nicht zugesagt. Auch wenn ich der Meinung war, mich bei dem anderen Amt zu melden, was immernoch nicht einschliesst, dass ich eine Erlaubnis geholt habe, wurde mir das wiederholt untersagt (am Telefon). Als ich dann beim zuständigen JC vorstelling wurde, hat der sich nur an den Kopf gefasst - nach dem Motte: Sowas weiss man doch und hätten Sie sofort machen müssen. Dann hätte ich sofort nach Meldung (beim anderen JC) die neue Miete erhalten (sofern sie im Rahmen ist).

    Das ist ja das, was ich meine. Sicherlich habe ich meine (Mit-)schuld, da ich nicht die Zusicherung eingeholt habe, aber das hätte man mir dann auch schon in einem der 5-6 Telefonate sagen können, bzw. früher innerhalb der 5 Monate. Noch schlimmer als die Dauer der Klärung von Zuständigkeit ist dann auch noch die ausdrückliche Anweisung mich nicht bei dem zuständigen Amt zu melden!
    Ich würde schon gern wissen, ob es sich lohnt einen Anwalt einzuschalten, aber man wird im Netz erschlagen von Seiten, die mit 0900 Nummern gefüllt sind. Hat jemand eine Seite, wo gute Erfahrungen gesammelt wurden?

    (2) Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll der erwerbsfähige Hilfebedürftige die Zusicherung des für die Leistungserbringung bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers zu den Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. Der kommunale Träger ist nur zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind; der für den Ort der neuen Unterkunft örtlich zuständige kommunale Träger ist zu beteiligen. [....]


    Das Fette ist eher mein Problem. Der Umzug war aber erforderlich, sonst hätte ich auf der Straße gesessen. Und die veränderten Kosten sind auch noch im "angemessenen Rahmen".


    (2a)
    Unter den Voraussetzungen des Satzes 2 kann vom Erfordernis der Zusicherung abgesehen werden, wenn es dem Betroffenen aus wichtigem Grund nicht zumutbar war, die Zusicherung einzuholen.


    Hier hätte man noch einen Haken, obwohl ich dazu wissen müsste, was ein "wichtiger Grund" wäre. ^^

    Hallo, mit folgendem Problem sehe ich mich konfrontiert:


    Ich bin über 25 und lebe mit meiner Mutter zusammen in Berlin. Meine Mutter ist nicht Teil meiner Bedarfsgemeinschaft.

    Wir sind im April in einen anderen Bezirk gezogen.


    Die Mietkosten (Untermiete) habe ich vom Jobcenter vor unserem Umzug auch bekommen.
    Diese haben sich für mich nun erhöht.


    Ich habe im April dem Jobcenter (Bezirk A), wo ich gemeldet war, mitgeteilt, dass ich umgezogen bin und habe neben der Veränderungsmitteilung die Kopie der Meldebescheinigung und den neuen Untermietsvertrag abgegeben.
    In 5-6 Telefonaten innerhalb der nächsten Monate bis August (!) wurde mir mehrmals mitgeteilt, mich zu gedulden, nicht im anderen Jobcenter (neuer Bezirk wie gesagt) vorstellig zu werden und abzuwarten. Die "alten" Mietkosten wurden genau wie das ALG II weiterhin bezahlt.
    Im August habe ich dann in einen persönlichen Gespräch klären können, dass - oh wunder, wunder - Jobcenter A nicht mehr für mich zuständig ist und ich mich doch bitte bei Jobcenter B (der neue Bezirk) melden soll. Mir wurde bei diesem persönlichen Gespräch erläutert, dass Jobcenter B also für mich seit April zuständig ist, und diese auch rückwirkend die Differenz zu meinen bezahlten Mietkosten zu übernehmen haben. Darüber gibt es auch ein halbherzig verfassten Schriftstück aus dem für mich nichts in dieser Richtung zu erkennen war, aber gut.


    Im Jobcenter B angekommen durchlief ich den kompletten Prozess des Neuantrages. Die wollten (natürlich) von nichts wissen, was vor meinem ersten Vorstellen dort passiert ist. Also keine Erstattung von Mietkosten der letzten Monate.


    Ich also wieder zurück zu Jobcenter A, um mir nochmals etwas schriftliches geben zu lassen, das mehr aussagekräftig ist, als der Wisch, der mir dummerweise vom Bearbeiter (Jobcenter B) weggenommen wurde.


    Nun kommt von Jobcenter A folgendes:
    Da ich nicht der Pflicht nachgekommen bin, vor meinem Umzug die Erlaubnis einzuholen, solle ich doch froh sein, bis Juli meine "alten" Mietkosten bekommen zu haben und könnte auch höchstens mit einer Fortführung dieser Kosten rechnen.


    Nun stehe ich mit voller Wut im Bauch da und weiss nicht weiter - inwieweit die alleinige Schuld bei mir liegt.
    Ich meine, wenn das Jobcenter A mir 4 Monate lang sagt, dass ich NICHT zum neuen Jobcenter gehen soll und mir dann noch zuerst versichert, dass mein Anspruch rückwirkend von Jobcenter B übernommen wird, dann ist das das eine. Eine andere Sache ist es aber mich 4 Monate in der Luft hängen zu lassen und dann zu sagen: "Pech gehabt. Sie haben ja keine Erlaubnis zum Umzug."



    MfG
    Vitales