Posts by timeras

    Quote from alida;52701




    PS: Ich sprach im anderen Thread von einem sozialversicherungspflichtigen Job als Zeitungsausträger mit entsprechend großem Bezirk.


    Ich weiß, aber du verstehst meinen Einstieg in das Thema.


    Ich fürchte nämlich, rein formal hat die ARGE Recht.

    Weil laut §11 bzw 30 SGB II nach Erwerbseinkommen aus Arbeit und anderen Einkommen unterschieden wird. Und den Hunni gibt es nur auf Arbeit, aber vielleicht hat ja einer der SBs eine Idee. Zumal mir kurz bevor ich da reingezogen wurde, dieser ominöse Rat: "Nimm doch einen Zeitungsaustragejob an" mein Auge erfreute."


    Wie motiviert man unter diesen Umständen die Kinder?

    Flöcken, die rechnen 61,50 € = kleiner als Grundfreibetrag also anrechnungsfrei. Aber die 30 € bei dem Kindergeld fallen weg.
    Für den Knaben stellt es sich so dar, 61,50 € Einkommen sind seine, basta. Kann jeder nachvollziehen.


    Für die Mutter fallen die 30 € Einkommensbereinigung weg. Sie sagt dann will sie das Geld von dem Knaben haben.


    Der sagt dann stehe ich für 31,50 nachts auf, du hast ne Macke, die 61,50 € sind wenig genug. Dann kündige ich. Das war meine Frage nach der Sanktion.

    Tja wie wird die Frage wohl lauten?


    1. Hat die ARGE Recht, oder wird der Rest des Grundfreibetrags auf das KG übertragen?


    2. Wenn die ARGE Recht hat, wie sollen junge Menschen motiviert werden Geld dazuzuverdienen?


    3. Droht gar eine Sanktion wegen Aufgabe des Minijobs?

    Ich wurde grade bei Nachbarn Zeuge eines erbitterten Streits zwischen Mutter und Sohn.


    Worum geht es?


    Der Knabe ist 19, 12. Klasse Gymnasium bekommt Kindergeld, worauf es eine Einkommensbereinigung von 30 € gibt.


    Er kommt auf den glorreichen Gedanken Zeitung auszutragen, und erhaält dafür 61,50 € im Monat.


    Mutter fragt mich muss die ARGE informiert werden, ist ja unter dem Grundfreibetrag. Ich sage jede Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse musst du melden. Ist aber uschädlich da unter dem GF.


    ARGE schickt Änderungsbescheid und will die 30 € Einkommensbereinigung für das KG zurück.


    Ich sage kann nicht sein, der Überschuss des GF von 38,50 € muss auf+s KG angerechnet werden.


    Mutter sagt Knabe, wenn ich die 30 zahlen muss, dann zahlst du.


    Der Sohn sagt ich bin doch nicht bekloppt und gehe für 31,50 € Zeitungen austragen.


    Und dann solche Kommentare hier.


    Quote from alida;52647

    Ach verdammt!


    .......

    Warum trägt sie nicht früh morgens Tageszeitungen aus, zumindest bei uns wird das sehr gut bezahlt, praktisch in allen Bezirke wird mehr Verdienst erzielt als in einem Minijob, Krankenversicherung inbegriffen.


    Quote from mainzerin;52651

    bei uns wird es gut bezahlt. Unser Zeitungsträger ist
    toll verläßlich.

    Warum wird jemanden, der seinen gelernten Beruf ausübt zum Vorwurf gemacht er kann sich nicht selber ernähren?


    Liegt es am AN oder weil die AG die Regeln des SGB II zu Lasten der Steuerzahler oder wie ihr immer so schön formuliert zu Lasten der Solidargemeinschaft ausnutzen.


    Wer sind die wahren Schmarotzer? Die, die arbeiten und sich dafür noch entschuldigen sollen?

    Schüttelt ihr da vielleicht das Kind mitsamt der Wanne weg?


    Ihr werft euren Kunden vor, dass sie mit Vollzeitarbeit ihren Lebensunterhalt nicht decken konnen und aufstocken müssen. Liegt es also an den Arbeitnehmern, dass die AG so besch... zahlen?


    Die Regierung Schröder hat doch unter anderen den §10 SGB II entworfen und durchgesetzt.


    Wie zynisch ist es eigentlich einem Menschen zu sagen, dann schicken wir dich als Produktionshelfer zu einer ZAF.


    Die wirklichen Schmarotzer sind nicht die paar Faulenzer in der sozialen Hängematte, denn die meisten Arbeitslosen wollen arbeiten, die Sozialschmarotzer sind diejenigen, die sich mit der Arbeitsleistung ihrer AN eine goldene Nase verdienen, und unter Hinweis auf die Regeln des SGB II Hungerlöhne zu Lasten der Steuerzahler zahlen.


    Und das wird von euch liebe SBs unterstützt, indem ihr die Menschen in solche Arbeitsverhältnisse zwingt.


    DANKE.

    Wenn ich die Regeln für den Bezug von ALG I richtig verstanden habe, dann ist eine Voraussetzung die Verfügbarkeit.


    Während der Diplomarbeit bist du aber nicht verfügbar.


    Ist kein Bafög oder ähnliches möglich?


    Dann bliebe noch das ALG II als Darlehen nach §7 Abs5 SGB II oder der >Abs 6 wenn kein Bafög möglich.


    SGB II § 7 Berechtigte


    das musst du mit der Bafög Stelle klären.

    Der §2 SGB II verpflichtet dich deine Arbeitskraft bzw dein Vermögen (so vorhanden) zur Sicherung deines Lebensunterhalts einzusetzen, von daher kannst/sollst/musst du jede (legale) Möglichkeit wahrnehmen, um aus dem Leistungsbezug zu kommen.


    Dein SB meinte es mit Sicherheit gut mit dir, weißt du wieviel pleite gegangene Nageldomptösen es gibt?


    Trotzdem ist der Weg dir über einen EEJ etwas Einkommen zuzuschanzen nicht der richtige. Laut Gesetz und Rechtsprechung sind EEJ Arbeitsmarktinstrumente, die dazu dienen sollen den eHE in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.

    Quote from Grubenpony;51314

    Das sind dann wohl offenbar die, die sich jetzt am laufenden Band beschweren. Denn die Leute, die gezwungenermaßen erstmalig mit sozialen Leistungen in Kontakt kommen, können sich merkwürdigerweise damit arrangieren.


    Merkwürdig, wenn ich so in anderen Foren lese, dann sind es genau die "Frischlinge", die am lautesten jaulen, die anderen scheinen weitestgehend gebrochen zu sein.


    Aber vielleicht kennst du ja empirische Untersuchungen, oder ist das dein persönlicher Eindruck?


    Ich habe eher das Gefühl dass die Leute erst dann aufjaulen, wenn gerade jemand auf das Hühnerauge gelatscht ist.

    Scheint mir etwas sehr konstruiert, ob da die Gerichte mitspielen würden?


    Denn der Vermieter hätte Anspruch nicht auf den Zeitwert sondern auf die Wiederherstellung des vertragsgemäßen Zustandes des Mietobjektes.


    Egal, Versuch macht kluch :)

    Die Haftplicht spring mit Sicherheit nicht ein, denn der Schaden wurde vorsätzlich verursacht.


    Da hilft nur Ohren anlegen und Bittsteller spielen, denn anjurob ist inb einer ganz miesen Position.


    Eventuell Zuschüsse für den behinderten gerechten Umbau beantragen, ich weiß nur nicht bei welcher Stelle.

    Am Ende des ersten Postings


    Quote

    vermieter wusste von bad renovierung nichts, hatte aber im nachhinein nichts dagegen...
    nur für die kosten will er jetzt nicht aufkommen!

    Bei einer Renovierung verlangen die ARGEn in der Regel die Ausführung in Eigenleistung und übernehmen das Material. Hier die Regelung für Berlin, wir wissen jede Kommune hat eigene Regeln.


    Quote

    (1) Bei dem Personenkreis der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die leistungsberechtigt nach dem SGB II sind, ist in der Regel davon auszugehen, dass die notwendigen Renovierungsarbeiten in Eigenleistung (ggf. Nachbarschaftshilfe) erbracht werden können.

    http://www.google.de/url?sa=t&source=web&ct=res&cd=1&url=http%3A%2F%2Fwww.diakonie-portal.de%2Fportal%2FMembers%2Feui%2FDokumente%2FSGB_II%2FFile_1146729374.doc&ei=YWyaSsOKEsOO_Aby1qC3BQ&rct=j&q=Rundschreiben+I+Nr.+8+%2F2006+vom+28.+April+2006+Senatsverwaltung+f%C3%BCr+Gesundheit%2C+Soziales+und+Verbraucherschutz+I+A+25+%28928%29+2009+%C3%9Cbernahme+von+Renovierungskos-ten%2FSch%C3%B6nheitsreparaturen+nach+SGB+II+und+SGB+XII&usg=AFQjCNEDS5xPg9WaPfxX-SuUWM4DffzlpA


    Das Bad war nutzbar, wurde aber vom Mieter demontiert (freundlich umschrieben)


    Quote

    ..wir haben dann gemeisam "altes" bad komplett rausgerissen..

    Obwohl das Mietrecht ein privatrechtliches Schuldverhältnis nach BGB ist, gilt ähnlich wie im Sozialrecht erst Antrag stellen -> Mängelrüge dann Fristen setzen und erst dann Eigenhilfe (Ersatzvornahme)

    Quote from Vegas;51445

    Falsch. Es gilt im ALg II nicht der TAG sondern der MONAT des Zuflusses.


    Das ist zwar korrekt, es gilt aber auch das Prinzip dass der Bedarf dann gedeckt werden muss, wenn er auftritt. Wenn die Miete Anfangs des Monats bezahlt werden muss nutzt das Gehalt am 31 auch nix mehr denn in den 30 Tagen davor muss man auch essen und zur Arbeit kommen. Dafür gibt es ja diese Darlehen.

    Was bezeichnest du als Bad-Renovierung?


    Unter Renovierung wird im Allgemeinen das Tapezieren der Wände, Streichen der Decke, Fenster und Türen verstanden.


    Welchen Umfang hat deine Bad-Renovierung? Neue Fliesen und Objekte? Normalerweise ist der Vermieter für die Mängelbeseitigung (wenn die Objekte defekt sind, die Fliesen von der Wand fallen) zuständig. Du hast den Zustand aber selber herbeigeführt. Nix mit Mängelbeseitigung.


    Vorschlag stelle einen Antrag auf Darlehen - unabweisbarer Bedarf nach §23 SGB II - und hoffe auf Verständnis deines SBs.


    Bei der Behinderung gibt es eventuell Zuschüsse für den behinderten gerechten Umbau von anderer Stelle, da kenne ich mich nicht mit aus.


    Mach dich aber schon mal auf die Frage gefasst, wie hättest du denn den Umbau des Bades finanziert, wenn der treue Freund sich nicht verdünnisiert hätte?


    Die Lohnkosten sind der geringste Teil.

    Der §23 Abs 1 SGB II ist eindeutig

    Quote

    Das Darlehen wird durch monatliche Aufrechnung in Höhe von bis zu 10 vom Hundert der an den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
    und die mit ihm in Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen jeweils zu zahlenden Regelleistung getilgt.


    Das bedeutet aber dass die Rückzahlung bei Einkommen geringer ausfällt, wegen der Anrechnung sinkt die Regelleistung.

    Quote from nachtvogel;51353

    Oder ihr macht einen Anständigen Mietvertrag mit fließender Miete,
    welche deine Eltern auch beim Finanzamt als Einkommen melden müssen.



    - der nachtvogel -


    Nach Abzug der kalten Betriebskosten, Heizkosten, Strom usw.

    Quote from martschee;51010

    Dort bewohne ich 1 1/2 Zimmer (mit Wasch-/Kochgelegenheit) + WC. Die Größe des kompl.Wohnraumes sind 18-20qm. Der von mir bewohnte Wohnraum ist abgetrennt vom Wohnraum meiner Eltern und nur über das Treppenhaus (seperat) zu erreichen.
    Ich zahle hierfür einen Pauchalbetrag von 150,- Euro monatlich an meine Eltern (inkl.Strom/Wasser/Abwasser/Müllgeb.)!


    Du bist nicht verpflichtet Angaben zu Dritten zu machen, deine Eltern sind nicht unterhaltverpflichtet. Einer vermuteten Haushaltsgemeinschaft kannst du bereits im Vorfeld widersprechen.