Posts by Turtle1972

    A) Es steht in deinem Eingangsbeitrag nicht, welche Listen du gesichtet hast. Es gibt im Internet diverse Quellen.


    B) Der Tonfall gegenüber einer Person, die helfen will, ist unangebracht.


    C) Mache dich mit dem Stichwort "Produkttheorie" im Zusammenhang mit Kosten der Unterkunft im SGB II vertraut und du wirst feststellen, dass Einzelbeträge für Kaltmiete und kalte Nebenkosten völlig unrelevant sind.

    Im Normalfall erklärt die Behörde von sich aus, dass sie den verfristeten WS als Überprüfungsantrag wertet. Steht da nichts weiter darunter, ein Hinweis oder so? Ganz am Ende, unter der Unterschrift des Widerspruchssachbearbeiters?


    Ansonsten ist es korrekt: wenn die Frist versäumt ist, ist sie versäumt, auch, wenn es nur ein Tag ist. Der Ü-Antrag ist da der richtige Weg.

    Ich weiß nicht, welche Hilfe du erwartest. Strom ist im Regelsatz enthalten und normalerweise gibt es da gar keine Hilfe.


    Ob du den Anbieter wechseln kannst, siehst du, wenn ein anderer Anbieter einen Vertrag mit dir abschließt.

    Ich finde es nach wie vor vollkommen übertrieben. Mein Haus ist Baujahr 1910, Teilfachwerk, Lehmputz. Zu DDR Zeiten mangels Baustoffen wurde nicht viel gemacht. Nach der Wende dann, wie allgemein üblich, neue Fenster und Türen, 1995 dann die Heizung. Ansonsten innen neue Elekroleitungen und neu veputzt, gemalert, Laminat wegen des Nachwuchses und Umzug der Schwiegermutter von oben nach unten (Mehrgenerationenhaus). Das ist Dach ist uralt, da wurden nur Schneefanggitter und Stufen für den Schornsteinfeger angebracht.


    Vor 4 Jahren Fassadenerneuerung, jepp, die war teuer. Aber das war auch nur der Schönheit wegen und nicht nutzungsbedingt, außerdem war die Zeit gerade günstig, da ein Förderprogramm lief. Ansonsten hatten wir in den letzten Jahren genau einen einzigen Handwerker da gehabt, nämlich den Dachdecker, weil eine Stelle feucht war.


    Klärgrubenentleerung kostet auch nie und nimmer 2000 Euro. Die Rechnung will ich mal sehen. Wir zahlen alle 2 Jahre ca. 180 Euro, was auch der normale Durchschnitt ist:

    https://kostencheck.de/abwassergrube-leeren-kosten


    Auch deine Einlassungen zur Lebensdauer einer modernen Heizanlage sind mit 10 Jahren völlig unrealistisch:

    https://praxistipps.focus.de/l…iss-und-haltbarkeit_98439


    https://www.baunetzwissen.de/a…echnikkomponenten-2333439



    Angesichts dessen muss ich mich wirklich langsam fragen, ob es nur ums Jammern geht. Was tatsächlich für Kosten anfallen, davon scheinst du ja noch nicht mal ansatzweise Ahnung zu haben.

    Wie bereits erwähnt, besitze ich selbst ein Haus, deine Belehrungen über die Kosten kannst du dir also schenken. Jeden Monat braucht man keinen Dachdecker oder andere Handwerker, auch nicht bei älteren Häusern. Fenster muss man ab und zu mal putzen, Türen hängen in den Angeln, was sollen die für Kosten verursachen?! Eine Heizung ist auch langlebiger als 10 Jahre. Meine wurde vor der Geburt meines heute 24 jährigen Sohnes eingebaut und hat bis auf ein paar kleinere Reparaturen keine Probleme gemacht. Klärschlamm wird auch nicht monatlich gefahren. Müll sind garantiert keine 55 Euro im Monat. Wir sind zu viert und zahlen 2 x jährlich 45 Euro Grundgebühr und ca. 80 Euro für die Entleerungen. Du scheinst keinen Überblick über die tatsächlichen Kosten zu haben oder willst einfach dramatisieren.


    Selbst, wenn deine 520 Euro stimmen, seid ihr noch meilenweit von 1450 Euro (2250 Euro Einkommen - 800 Euro Regelsätze) entfernt. Im Übrigen scheinst du nicht zu wissen, was Mieten teilweise kosten. Denn das, was du aufzählst, sind die reinen Betriebskosten, die der Vermieter natürlich zu 100% vom Mieter wieder haben will und zwar zuzüglich einer Kaltmiete, an der er verdient. Miete ist daher im Gegensatz zu einer abbezahlten Immobilie immer teurer, das geht logischerweise gar nicht anders, sonst hätte der Vermieter überhaupt keinen Gewinn.


    Ihr habt bisher mit 3000 Euro für 2 Personen auf hohem Niveau gelebt. Aber das ist meilenweit vom Existenzminimum entfernt. Das Abgleiten auf "nur" 2250 Euro im Monat ist bedauerlich, aber selbst das ist weit mehr als vergleichbare Familien mit ALG2 erhalten, nämlich ca. 1320 Euro (800 + 520 Euro).


    Sozialleistungen sind nicht dazu da, einen gewissen Lebensstandard zu sichern.

    Ich habe auch ein Haus und alle Kosten zusammen genommen übersteigen garantiert keine 300 Euro im Monat (ohne Strom). Schulden interessieren bei Sozialleistungen niemanden. Deine Frau kann die Steuerklasse in III wechseln, wenn sie das noch nicht gemacht hat, dann hat sie etwa 1700 Euro netto. Plus deine 550 Euro sind es dann 2250 Euro für 2 Personen. Immer noch zu wenig trotz mietfreiem Wohnen?


    Dann müsst ihr wirtschaften lernen. Normale ALG2 Empfänger mit z. B. Betriebskosten von 300 Euro hätten im vergleichbaren Fall ca. 1100 Euro zur Verfügung für alles. Nur mal als Vergleich, wo hier der Unterschied liegt.


    Was hattest du bisher für Einkommen? Krankengeld? Arbeitslosengeld?

    Das wird dir niemand beantworten können, das entscheidet dein zuständiger Sachbearbeiter. Was steht in deinem Arbeitsvertrag zu Stunden und Lohn? Und wurde der geändert, wenn du jetzt weniger arbeiten sollst? Das unternehmerische Risiko, keine Arbeit anbieten zu können, entbindet den Arbeitgeber nicht von der Pflicht, entsprechend des Arbeitsvertrages zu zahlen.

    Es gibt kein ALG2 für Deutsche im Ausland, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 SGB II.


    Und die vorherige Antwort ist nur im Ergebnis richtig. Im SGB II gibt es keine Verfügbarkeitsklausel wie im SGB III. Mangelnde Verfügbarkeit ist also nicht der Grund, wieso Studenten vom ALG 2 ausgeschlossen sind. Der Grund ist schlicht, weil es gesetzlich so in § 7 Abs. 5 SGB II geregelt wurde.

    Du bist unter 25 und daher dürftest du bereits aktuell ALG2 bekommen, nämlich in der Bedarfsgemeinschaft deiner Mutter. Von ihrem ALG2 wird sie wohl auch kaum 100 Euro Taschengeld sponsorn können. Da das Taschengeld also nur dein ALG2 ist, wird es da keine Probleme geben.


    Ob du zum Freund ziehst oder in eine eigene Wohnung oder beide zusammen in eine größere Wohnung, das müsst ihr selbst entscheiden. Das ist theoretisch alles möglich. Auch für Säuglingserstausstattung und Schwangerschaftsbekleidung kannst du natürlich Anträge stellen.

    Du kannst gegen den dann folgenden Bescheid, mit dem deine Kosten der Unterkunft nicht mehr voll berücksichtigt werden, in Widerspruch gehen. Bedenke aber: selbst alte und bettlägrige Menschen können und müssen unter Umständen umziehen und sei es nur in ein Altenheim. Von daher dürfte ein Attest eines Wahlarztes tatsächlich keine hohe Beweiskraft haben. Wenn es vor Gericht geht, wird das Gericht einen unabhängigen Gutachter bestimmen.