Posts by Bernd-GF

    Irgendwie sehe ich das Problem nicht.


    Das Jobcenter prüft die Erwerbsfähigkeit. So lange bei dir keine anderen Feststellungen erfolgten, ist von deiner Erwerbsfähigkeit auszugehen und du hast Anspruch auf SGB II-Leistungen. Dazu gehört (selbstverständlich) auch die aktive Seite, denn du sollst ja möglichst schnell in Arbeit kommen. Schön, wenn der Ortenaukreis das anscheinend intensiver versucht als deine vorher zuständigen Jobcenter.


    Sollte deine Erwerbsfähigkeit für mehr als sechs Monate zu verneinen sein, kommt es auf die ärztliche Prognose an. Bei mehr als sechs Monaten, aber nicht dauerhafter Erwerbsminderung wechselst du in die Sozialhilfe nach dem SGB XII und würdest dort Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten. Rückkehr ins SGB II ist bei Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit jederzeit möglich.


    Von einer dauerhaften Erwerbsminderung dürfte derzeit bei dir nicht auszugehen sein.

    Geh zu der "Tante", die deinen Fall bearbeitet, das ist in der Regel das beste. Und hab vielleicht ein wenig mehr Respekt denjenigen gegenüber, die im Jobcenter arbeiten. Du möchtest andersrum sicher auch nicht respektlos bezeichnet werden.

    Vertrauensschutz sehe ich hier nicht, ihr wusstet, dass das höhere Einkommen anzurechnen war. Das Nichtlesen der Bescheide schafft in der Regel auch keinen Vertrauensschutz. Das JC wird die Bescheide rückwirkend aufheben und eine Rückforderung aussprechen. VORHER müsstet ihr eine Anhörung bekommen, dabei kannst du alles einfließen lassen, was aus deiner Sicht gegen eine Aufhebung und Rückforderung sprechen könnte. Für den Fall der Rückforderung kannst du auch ein Ratenzahlungsangebot unterbreiten (z.B. 30 - 50 € mtl.). Wenn du laufende Zahlungsverpflichtungen hast, kannst du darauf hinweisen, vielleicht hilft das, um eine niedrige Rate zu bekommen.

    Übernommen wird keine Hausrat- und/oder Haftpflichtversicherung. Der Beitrag kann aber bei der Einkommensberechnung abgesetzt werden.

    ...was in der Regel der Fall ist ("in angemessenem Umfang", dazu gibt es aber regional unterschiedliche Auffassungen).


    Haus der 3 Sonnen: bevor du das jetzt wieder aufgreifst und fragst, was denn ein angemessener Umfang sei: frag das bitte auch das für dich zuständige Amt.

    Es sei denn, es wird § 35 Abs. 3 SGB XII angewandt:
    Der Träger der Sozialhilfe kann für seinen Bereich die Leistungen für die Unterkunft durch eine monatliche Pauschale abgelten (...).


    Deshalb der Hinweis unter Nr. 6 auf das Amt vor Ort. Ich glaube allerdings nicht, dass dort in diesem Sinne pauschaliert wird.

    Das musst du bei deinem Amt vor Ort erfragen. Vergleichbare Kosten wie bei einem Mietverhältnis werden auch bei Wohneigentum als Kosten der Unterkunft und Heizung anerkannt. Bei bezahltem Wohneigentum ist das aber in der Regel weniger als die sonst zu zahlende Miete.

    GrundSicherung


    Wenn du (kleines) Wohneigentum kaufst und selbst drin wohnst, dann kann es geschütztes Vermögen sein, würde also nicht angerechnet.


    Allerdings hast du dann vermutlich geringere Unterkunftskosten und erhältst keine GSi - also Grundsicherung - mehr. Dafür könnte vielleicht ein Anspruch auf Wohngeld bestehen. Das ist allerdings alles hypothetisch.

    Ich verstehe deine Frage so, dass deine Mutter in dem Reihenhaus lebt und es in ihrem Eigentum ist.


    Dann besitzt du insoweit kein Vermögen und könntest GSi bekommen.


    Sofern das Haus nach dem Tod deiner Mutter dir als Erbe gehört und du es nicht selbst nutzt, wäre der Wert als Vermögen einzuordnen. Bis zur tatsächlichen Verwertung könnte dann übergangsweise GSi als Darlehen gezahlt werden.


    Wie lange du mit dem Verkaufserlös auskommen musst, kann dir das Amt nicht vorschreiben. Sofern du das Vermögen allerdings schuldhaft oder leichtfertig verbrauchen solltest, könnte das bei einer erneuten Antragstellung leistungsrechtliche Nachteile haben. Du dürftest dir aber ein Lebensniveau über der Grundsicherung durchaus erlauben, aber eben nicht den Eindruck erwecken, du würdest das Vermögen leichtfertig verbrauchen. Das sind dann aber Bewertungsfragen im Einzelfall.


    Solltest du z.B 100.000 € dafür bekommen und würdest mtl. ca. 1.200 € ausgeben plus hin und wieder ein paar sinnvolle Anschaffungen und so ca. 17 - 18.000 € pro Jahr verbrauchen, so würde das für etwa 5 1/2 Jahre reichen. Kommst du vor Ablauf der 5 Jahre wieder zum Amt, dürftest du mit detaillierten Nachfragen rechnen müssen. Nur als Orientierung! Es gibt dafür keine einheitlichen Regelungen.