Posts by Musiker

    Was machst du denn dann mit dem Kindergeld? Verwendest du es für deinen eigenen Bedarf? Fakt ist: Das Kindergeld ist Einkommen und auf Sozialhilfe bzw. Alg II anzurechnen, normalerweise beim Kind.

    Du musst schnellstens Kontakt mit deinem Vermittler aufnehmen bezüglich der Existenzgründung. Es müsste dann die Integrationsstrategie geändert (Existenzgründung statt Bewerbung als Arbeitnehmer) und auch der Gründungszuschuss (§ 93 SGB III) beantragt werden

    Quote from Jabba;305120

    Frage: Wenn ich Beispielsweise 2 Aushilfsjobs habe jeweils ca. 200 Euro im Monat, wie funktioniert das mit Hartz 4


    Ganz einfach: Dann werden die beiden Verdienste zusammengezählt, der Freibetrag abgezogen und der Rest aufs Alg II angerechnet.

    1. Hättest du überhaupt einen Anspruch auf Kindergeld? Dazu müsstest du dich in einer Ausbildung oder auf der Suche nach einer Ausbildung befinden.


    2. Das JC macht es ich etwas leicht. Geld, das du nicht erhältst, kann man nicht anrechnen. Da Kindergeld eine vorrangige Leistung ist, ist diese natürlich heranzuziehen. Im Rahmen deiner Mitwirkungspflicht musst du dich um die Beantragung des KG kümmern. Das JC muss bei der Familienkasse einen Erstattungsanspruch anmelden, so dass eine eventuelle Nachzahlung an das JC geht. Bis dahin ist dir das volle Alg II zu zahlen.


    Der Anspruch für die Übergangszeit besteht nur, wenn in diesem Zeitraum tatsächlich eine Ausbildung aufgenommen wird (damit soll zum Bsp. die Zeit zwischen Schulende und Beginn Studium überbrückt werden). Da im voliegenden Fall keine neue Ausbildung aufgenommen wurde, entfällt der Anspruch ab Ende Ausbildung.

    Quote from mpumpe;304768


    Denn m.E. zählt die schulische Ausbildung auch für BAB als Erstausbildung und deshalb hast du keinen Anspruch auf BAB.


    Richtig. Sobald ein Berufsabschluss erworben wurde, egal in welcher Form, ist eine weitere Ausbildung eine Zweitausbildung und kann nur in den Ausnahmefällen (§ 57 Abs. 2 SGB III) gefördert werden.

    Quote from mcavus;304740


    Wenn ich mein Kindergeld durch die Situation die ich habe ABZWEIGEN muss, will ich eindeutige Quellen haben die das bestätigen.
    Persöhnliche Meinungen kann ich hier kaum gebrauchen, da ihr sowieso nicht objektiv antwortet.
    Könnt ihr mir eine Quelle senden die eure These stützt ?


    Bitte schön:


    http://www.arbeitsagentur.de/w….sid=L6019022DSTBAI383314


    "Bei volljährigen hilfebedürftigen Kindern, die nicht im Haushalt der Eltern leben, ist festzustellen, ob die Eltern Kindergeld für sie bezie-hen. Ist dies der Fall, ist das volljährige Kind aufzufordern, von den Eltern die Weiterleitung des Kindergeldes an sich selbst zu verlan-gen, ggf. ist ein Antrag auf Auszahlung des Kindergeldes gemäß § 74 EStG zu stellen. Voraussetzung für eine solche Auszahlung ist jedoch, dass die Eltern keine Unterhaltsleistungen erbringen bzw. keine in der Höhe dem Kindergeld entsprechenden Zahlungen leis-ten. Wird dieser Antrag ohne wichtigen Grund nicht gestellt, ist zu prüfen, ob das Kindergeld als fiktives Einkommen zu berücksichti-gen ist "


    Außerdem noch § 12a SGB II: "Leistungsberechtigte sind verpflichtet, Sozialleistungen anderer Träger in Anspruch zu nehmen und die dafür erforderlichen Anträge zu stellen, sofern dies zur Vermeidung, Beseitigung, Verkürzung oder Verminderung der Hilfebedürftigkeit erforderlich ist."


    http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__12a.html

    Quote from mcavus;304654

    Einen moment mal.
    MUSS ich mein Kindergeld abzweigen lassen, wenn meine Eltern keinen Unterhalt mehr zu zahlen brauchen, da ich schon eine schulische Ausbildung hinter mir habe ?


    Ja. Das Kindergeld dient als Ausgleich für die Aufwendungen der Eltern für ihre Kinder. Auch wenn nach bürgerlichem Unterhaltsrecht kein Unterhalt mehr zu zahlen ist, steht das Kindergeld dem Kind zu. man kann es auch so beschreiben: Unterhaltsrechtlich brauchen die Eltern aus ihrem eigenen Einkommen keinen Unterhalt mehr bezahlen. Kindergeldrechtlich zahlt aber der Staat noch Unterhalt in Form des Kindergeldes und dieses ist dann auch für das Kind zu verwenden.

    Quote from arbeiternet;304600

    Ok, wenn ich ALG II abtrette so werde ich auch nur ALG I Regeln haben, oder?
    WIe sieht es dann mit dem Betreuer aus?
    Bekomme ich den Betreuer von ALG I wieder?


    Ja.


    Quote from arbeiternet;304600

    Haben die auch das Recht zu sagen, " du willst von ALG II keine Aufstockung haben, so bekommst du auch ALG I nicht " ?


    Absolut nicht! [/QUOTE]

    Quote from babbel;304508

    Danke für die Antwort, das hat mir schon weitergeholfen.


    Ich hatte gerade versucht mich durch den Dschungel der Anträge zu wühlen, vom Hauptantrag über Arbeits- und Einkommensbescheinigung, den Durchblick habe ich allerdings noch nicht.


    Kannst du mir sagen, welche Anträge man denn genau bräuchte um diese Leistungen geltend zu machen ?


    In der Einkommenserklärung Seite 3:
    http://www.arbeitsagentur.de/w….sid=L6019022DSTBAI378214


    Volle Zustimmung. Wir lebten sogar zu viert (2 Erw., 2 Kinder) ein paar Jahre in einer 2-Raum-Wohnung von 49 qm.

    Da du unmittelbar vor dem Mutterschutz/Erziehungszeit Alg I bezogen hast, zählt diese Zeit als Versicherungszeit (§ 26 Abs. 2 u. 2a SGB III). Somit hast du nach 360 Tagen nach dem Beginn Mutterschutz/Erziehungszeit einen neuen Anspruch erworben. In meinem Beitrag ist ein Schreibfehler. Der Neuanspruch entsteht am 02.02.2016.


    Ja richtig. Wenn in den vorherigen 2 Jahren bereits Alg I-Bezug vorlag, wird als alte Bemessungsentgelt genommen, sofern es höher als das neue ist.

    Den Umzug kann dir keiner verbieten. Du bekommst aber nur die Wohnkosten in der bisherigen Höhe bezahlt (den Rest musst du aus deiner Regelleistung selbst aufbringen) und auch keine Umzugskosten usw., da der Umzug nicht zwingend notwendig ist.

    Ene Neuberechnung erfolgt, wenn ein neuer Alg I-Anspruch erworben wurde. Die Anwartschaftszeit beginnt bei dir ab dem 07.02.2015. Somit hättest du nach 360 Tagen ab dem 07.02.2015 einen Neuanspruch. Da in der Rahmenfrist keine 150 Tage Arbeitsentgelt vorliegen, würde die berchnung nach § 152 SGB IIIfiktiv erfolgen. Es gibt aber noch eine Bestandschutzregelung: § 151 (4) SGB III: "Haben Arbeitslose innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Entstehung des Anspruchs Arbeitslosengeld bezogen, ist Bemessungsentgelt mindestens das Entgelt, nach dem das Arbeitslosengeld zuletzt bemessen worden ist."

    Quote from Vegas;303776


    Du hättest anstelle der Bürgerarbeit Dir ja auch einen sozialversicheurngspflichtigen Job suchen könne. Den hat Angie (wer immer das ist) sicher nicht verhindert.


    Kein guter Beitrag. Die Bürgerarbeitjobs wurden durch das JC zugewiesen und nur an solche wo nachweislich trotz aller Bemühungen eine Integration in den 1. Arbeitsmarkt bisher erfolglos war.