Posts by zorana

    Ob Du Sozialhilfe bekommst oder Alg 2, hängt davon ab, ob Du arbeitsfähig bist. Und hierüber entscheidet der Rentenversicherungsträger. Der Rentenversicherungsträger kann seine Entscheidung aber nur treffen aufgrund der Ärzte, die dich behandeln und Arztbriefe schreiben. Das heißt, der Arzt entscheidet zwar nicht darüber, ob Du arbeitsfähig bist oder nicht. Aber er schreibt einen Brief über Deinen Gesundheitszustand und je nachdem, was er schreibt, beeinflusst dies die Entscheidung des Rentenversicherungsträgers. Wenn Du also raus willst aus der Grundsicherung, dann solltest Du den Ärzten, die Dich behandeln , sagen, dass Du wieder arbeiten möchtest und sie bitten, einen Arztbrief zu verfassen, in dem Dein Gesundheitszustand als möglichst gut dargestellt wird (soweit sie dies vertreten können). Dann kannst Du Deinen Rentenversicherungsträger anrufen und mitteilen, dass sich Dein Gesundheitszustand verbessert hat und eine Neubewertung erbitten, da Du denkst, dass Du nun wieder arbeiten kannst. Dann müsste der Wechsel eigentlich klappen, denn die sind natürlich froh, wenn sie nicht weiter für Dich zahlen müssen. Allerdings solltest Du Dich vorher wirklich beraten lassen, da dieser Schritt dann vielleicht auch weitere Konsequenzen hat (vielleicht ist der Wohnplatz an die Grundsicherung gebunden oder Du verlierst Zuschüsse oder was auch immer). Also vorher genau erkundigen. Arbeitsfähig bist Du übrigens, wenn Du mehr als drei Stunden täglich arbeiten kannst.

    Hallo zusammen,

    ich habe heute die Aufforderung bekommen, medizinische Unterlagen für ein Gutachten des medizinischen Dienstes einzureichen. Ich war zwar mal schwer krank und zeitweise erwerbsunfähig, aber seit Mitte letzten Jahres bin ich wieder gesund. Mein damaliger Antrag zur Weiterbewilligung der Arbeitsunfähigkeitsrente wurde (von mir auch so beabsichtigt) abgelehnt und seither beziehe ich AlG II, da ich bislang leider noch keine Stelle gefunden habe. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum ich meinen Gesundheitszustand offenlegen soll. Ich bin zwar mit Schwerbehinderten gleichgestellt, aber trotzdem voll arbeitsfähig und habe auch nichts anderes gegenüber dem Jobcenter erklärt und will auch wieder voll arbeiten. Die Gleichstellung habe ich vor allem erwirkt, um bessere Chancen für Bewerbungen im Öffentlichen Dienst zu haben. Ich habe dem Jobcenter gegenüber niemals erklärt, dass ich nur eingeschränkt vermittelbar bin. Ich kann von meiner Gesundheit her in dem Beruf weiterarbeiten, für den ich ausgebildet bin und da bewerbe ich mich auch. Also, warum sollte ich dem Jobcenter Einblick in meine medizinischen Daten geben? Ich will weder eine Umschulung noch Teilzeit, insofern gibt es doch gar keinen Grund. Ich finde das Ansinnen des Jobcenters ziemlich unverschämt. Hat jemand entsprechende Erfahrungen oder kennt die Regeln, wann solche Gutachten eingefordert werden können?

    Vielen Dank und schöne Grüße, Zorana