Posts by Alo445

    Ich bin ab Mitte September ausgesteuert und habe letzte Woche sämtliche (aktuellen) Berichte meines Facharztes für Psychiatrie an den ärztlichen Dienst und separat die ALG-1 Meldung eingeworfen.


    Wie erwartet, verlangt der ärtzliche Dienst jetzt weitere Schweigepflichtsentbindungen für den Gutachter der DRV (woher wissen die überhaupt, dass ich dort war?) sowie den Entlassbericht der Klinik. Letzterer ist vom Januar, mittlerweile hat sich der Zustand deutlich verschlechtert. Daher ist das imho sowieso sinnlos.



    Den aktuellen Gesundheitszustand kann somit eigentlich nur mein behandelnder Arzt oder der ärztliche Dienst selbst feststellen.
    Den Bericht vom Gutachter habe ich selbst nie zu Gesicht bekommen, ich weiß nur dass er einer LTA Maßnahme auch zugestimmt hat.


    Dann läuft seit ! Januar ! noch immer der Antrag auf diese LTA bei der Rentenversicherung, auch nach mehrfachem Nachfragen inkl. besuchtem Gutachter von denen tut sich hier einfach nichts.



    Allein durch dieses Hin-und Her bin ich wieder deutlich mehr belastet.


    Was ist jetzt nun der richtige Weg?
    Sich auf die Freiwilligkeit berufen?


    Mir stinkt das irgendwie, da ja nur mein Arzt den Ist-Zustand beurteilen kann.


    Andererseits kann ich es mir nicht leisten dann möglicherweise kein Geld zu bekommen.

    Angenommen jemand hat einen fiktiven Betrag von 2500 EUR brutto verdient und war jahrelang in einer Firma beschäftigt.


    Im Dezember 2018 hatte derjenige noch eine Einmalzahlung von 5000 EUR brutto erhalten.


    Seit März 2019 ist derjenige arbeitsunfähig krankgeschrieben, dazwischen gab es eine medizinische Reha mit Übergangsgeld, im September 2020 wird er ausgesteuert und erhält Nahtlosigkeits ALG 1.



    Wie wird jetzt der ALG 1 Betrag errechnet? Vom niedrigen Krankengeld bzw. Übergangsgeld, oder vom Gehalt der letzten 12 Monate vor der Erkrankung, also vor März 2019?
    Berechnet sich das ALG 1 dann vom Durchschnittsgehalt der letzten 12 Monate vor der Krankschreibung oder quasi vom Restzeitraum (6 Monate) indem überhaupt Gehalt bezogen wurde?



    Also nochmals in Kurzform:


    Seit März 2019 krankgeschrieben, Im September 2020 ausgesteuert.



    Berechnung:


    Zeiraum: März 2019 - September 2020 = 1,6 Jahre ohne Gehalt



    Wird dann das ALG 1 nur noch von dem Gesamtgehalt in den verbliebenen 6 Monaten vor März 2019 berechnet (weil auf 2 Jahre ausgedehnt) oder von März 2019 dann 12 Monate zurückgerechnet und dann vom Schnitt des monatlichen Bruttoeinkommens?



    Ich hoffe die Frage ist klar, weil ich irgendwo gelesen habe dass auch ein fiktives Gehalt berechnet werden könnte, wenn man vor der Krankheit nicht auf 150 Tage kommt..?

    Habe folgendes gefunden:


    Grundsätzlich können Versicherte ein Arbeitslosengeld nur dann erhalten, wenn sie für die Vermittlung durch die Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen. Dies ist bei einem arbeitsunfähigen Versicherten nicht der Fall, weshalb hier grundsätzlich der Anspruch auf Arbeitslosengeld zu verneinen wäre.

    Durch die Nahtlosigkeitsregelung des § 145 SGB III muss das Arbeitslosengeld trotz fehlender Verfügbarkeit geleistet werden, wenn ein Versicherter nur deshalb nicht arbeitslos ist, weil die Leistungsfähigkeit voraussichtlich mehr als sechs Monate gemindert ist und deshalb keine Beschäftigung mit mindestens 15 Stunden/Woche ausgeübt werden kann.


    Versteht ihr, warum ich mich mit diesen 15 Stunden so schwer tue?


    es heißt:


    Unter 15 Stunden = nicht vermittelbar = kein ALG 1

    Über 15 Stunden = vermittelbar = "normales ALG1"

    Bis 15 Stunden = ????


    andererseits greift die Nathlosregelung ja grade dann wenn ein Versicherter nur deshalb nicht arbeitslos ist, weil die Leistungsfähigkeit voraussichtlich mehr als sechs Monate gemindert ist und deshalb keine Beschäftigung mit mindestens 15 Stunden/Woche ausgeübt werden kann.



    Also warum soll man sich dann mit seinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen?

    Nein war noch nicht dort.


    Es geht ja um die Nahtlosigkeitsregelung (=Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit) nach Aussteuerung der Krankenkasse.



    Dazu steht im Gesetzestext:



    Anspruch auf Arbeitslosengeld hat auch eine Person, die allein deshalb nicht arbeitslos ist, weil sie wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung ihrer Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigungen nicht unter den Bedingungen ausüben kann, die auf dem für sie in Betracht kommenden Arbeitsmarkt ohne Berücksichtigung der Minderung der Leistungsfähigkeit üblich sind, wenn eine verminderte Erwerbsfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung nicht festgestellt worden ist.



    Kann mir das jemand in einem Satz verständlich erklären?


    Was bedeutet das konkret für mich, wenn ich voraussichtlich weiter vom Facharzt krankgeschrieben werde? Wie hängt das mit diesen 15 Stunden zusammen? Ist das nur fiktiv?



    Und bedeutet es, dass ich erstmal bis zum Bescheid über die LTA Maßnahme ohne Probleme ALG1 bekomme?


    Wenn ja, was passiert dann wenn die RV den Antrag z.B. nach 2 Monaten ALG1 ablehnt?



    Fragen über Fragen, aber wenn man auf das Geld angewiesen ist nunmal sehr wichtig.

    Das habe ich auch bis heute nicht verstanden:


    ich bin arbeitsunfähig krankgeschrieben, ausgesteuert und der Antrag auf berufliche Reha läuft. Was haben jetzt diese 15 Stunden genau für Auswirkungen? Wenn ich weniger als 15 Stunden arbeiten kann = Kürzung des ALG1 oder Ablehnung?



    Sorry ich versteh das nicht, insbesondere das Beamtendeutsch im Gesetzestext nicht.


    Die Dame bei der Arbeitsagentur hat mich genau danach gefragt mit den 15 Stunden.

    Ich will beim Ausfüllen nacher keinen Fehler machen.

    Angenommen jemand hat einen fiktiven Betrag von 2500 EUR brutto verdient und war jahrelang in einer Firma beschäftigt.


    Im Dezember 2018 hatte derjenige noch eine Einmalzahlung von 5000 EUR brutto erhalten.


    Seit März 2019 ist derjenige arbeitsunfähig krankgeschrieben, dazwischen gab es eine medizinische Reha mit Übergangsgeld, im September 2020 wird er ausgesteuert und erhält Nahtlosigkeits ALG 1.


    Wie wird jetzt der ALG 1 Betrag errechnet? Vom niedrigeren Krankengeld bzw. Übergangsgeld, oder vom Gehalt der letzten 12 Monate vor der Erkrankung, also vor März 2019?

    Was heißt das jetzt konkret für die weitere Vorgehensweise?

    Mein Facharzt wird mich auch nach Ende des krankengelds weiter krank schreiben.


    Ich habe nur leider keine Ahnung wann die RV dem Antrag auf Teilhabe zustimmt oder nicht. Deshalb gehe ich davon aus, bis dahin ausgesteuert zu sein. Selbst wenn sie zustimmt, bekomme ich auch nicht über Nacht einen Platz in der beruflichen Einrichtung.


    Was ist also der sinnvollste Weg?

    Was soll ich genau gegenüber der Arbeitsagentur melden/beantragen?

    Hallo,


    ich habe ein Anliegen das mich belastet.



    Kurze Chronologie:


    - Seit März 2019 krankgeschrieben
    - im April 2019 Antrag bei der DRV auf medizinische Reha gestellt
    - erst im August 2019 Bewilligung für medizinische Reha
    - erst im Dezember 2019 freier Therapieplatz
    - Ab Anfang Dezember 2019 zweimonatiger stationärer Klinikaufenthalt.
    - Noch vor Entlassung wurde mit Hilfe des Sozialdienst der Klinik Antrag auf LTA (Teilhabe am Arbeitsleben) gestellt.
    - Rentenversicherung lehnte 2 Monate später ab, dagegen wurde Widerspruch erhoben
    - Erst weitere 2 Monate später will die RV Unterlagen meines behandelnden Arztes bzw. man soll erneut Formulare ausfüllen, obwohl sowohl von der Klinik als auch vom Facharzt bereits dieselben Diagnosen ausführlich dargelegt wurden und eine LTA Maßnahme dringend empfohlen wird
    - Jetzt im Juli 2020 verlangte die RV zu einem weiteren Gutachter zu gehen, obwohl mittlerweile von 3 unabhängigen Stellen (Klinik, Facharzt und auch berufliche Trainingseinrichtung) die Maßnahme als notwendig bescheinigt wird. Gutachter Termin hat stattgefunden und auch dieser meinte die berufliche Reha zu empfehlen.


    Durch dieses ewige Hin- und Her komme ich jetzt zum Ende des Krankengeldbezugs und habe Angst wie es weitergehen soll.


    Einerseits lese ich dass die Nahtlosregelung greift wenn ein Antrag bei der RV anhängig ist, andererseits dass die Afa erneut einen Gutachter beauftragen kann und wenn dieser eine Leistungsfähigkeit von mind. 15 Stunden/Woche bescheinigt, ich ein riesen Problem bekomme falls das ALG I nicht oder nur viel weniger gezahlt würde.


    Dann heißt es, man solle die Afa nicht wissen lassen dass man weiter krank geschrieben ist, weil man nur ALG I beziehen kann wenn man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht?


    Das Arbeitsverhältnis besteht derzeit noch, Kündigung oder Beendigung ist momentan nicht gegeben.
    Ist es ein Unterschied ob das Arbeitsverhältnis noch besteht oder nicht? Muss eventuell gar nicht die Afa, sondern hier die RV zahlen?


    Das Ziel war ursprünglich, noch während des Krankengeldbezugs in die LTA Maßnahme überzugehen, um dadurch Übergangsgeld zu erhalten und aus der Maßnahme heraus beruflich wieder Fuß zu fassen.

    Fakt wird sein, dass der Arzt mich nach Ende des Krankengelds aber weiter krankschreiben wird.


    Ich weiß einfach nicht wie ich mich richtig verhalten soll.


    Kann mir jemand helfen?