Posts by Powerschaf

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    Gemessen daran ist nach Deinem Vortrag festzustellen, dass Dein Freund beim vorliegenden Not- und Wechselfall des täglichen Lebens nicht bereit ist, für Dich einzustehen. Also liegt offenbar (noch) keine so tiefe Beziehung vor, dass man von einer eheähnlichen Gemeinschaft sprechen kann. Die Dauer des Zusammenlebens von gerade einem Jahr im Todeszeitpunkt Deines Vaters wird auch zu gewichten sein.


    Hier solltest Du den Hebel ansetzen, ist meine Empfehlung. Das ist eine echte Chance!


    Vielen Dank für Deine/Eure Worte und die Sachlichkeit, ich finde es sehr fair und korrekt von der Community, dass hier keine verurteilenden Worte gegen jemanden gerichtet werden, sondern einfach der Fall diskutiert wird, um mir und meiner Familie zu helfen!

    Wiederspruch werde ich auf jeden Fall stellen und hoffe, dass die Sachlage neu bewertet wird. Ich wäre nämlich mit meinem Einkommen (deutlich) unter der Grenze und hätte Anspruch auf die Hilfe.

    Vielen Dank Luca für deine ausführliche Antwort.

    Der Sachbearbeiterin wurde während des laufenden Antrags mehrfach telefonisch mitgeteilt, das mein Partner bei Antrags Ablehnung das Familienverhältnis auflösen würde , sprich Ausziehen/Trennung etc. und das ich keinerlei Finanzielle Unterstützung in der Sache von ihm erwarten kann, weil er meinen Vater nicht kannte. Auch weitere Einkommensnachweise hat er nicht bei ihr eingereicht.

    Ihre Antwort daraufhin: Was ist denn das für eine Partnerschaft? ... Und: Ausziehen würde nix bringen weil wir zum Zeitpunkt der Antragsstellung zusammen gewohnt haben.


    Es war der Dame also schon bewusst, dass der Wille füreinander einzustehen wie es in einer Einsatzgemeinschaft ja angenommen wird, absolut nicht vorhanden ist und ich finanziell allein dastehe. Ich habe ja auch nichts von seinem Einkommen, wir haben ein Konto für die Lebensmittel, teilen die Miet/Neben/Essenskosten wie es in jeder WG auch üblich ist, ansonsten führen wir getrennte Konten.


    Zudem kommt hinzu, dass wir gerade erst ein Jahr zusammen gewohnt haben als mein Vater gestorben ist. Eine Einsatzgemeinschaft und der feste Wille dem Partner auch finanziell (sehr großzügig) zu helfen, wächst ja oft erst mit den Jahren.


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    Dabei spielt natürlich die Nähe zum Verstorbenen eine besondere Rolle. Je näher man dem Verstorbenen gegenüber stand, desto höher der Mitteleinsatz, der gefordert werden kann


    Die Sachbearbeiterin hat das ganze mit 75% berücksichtigt. Aber ich denke auch bei 50% würde uns das leider nicht helfen.



    Ich habe ziemlich Angst Widerspruch einzureichen weil es ja offenbar korrekt ist das Einkommen meines Partners zu berücksichtigen, selbst wenn dadurch eine Familie auseinander brechen könnte. Das einzige was mir einfällt wäre, mich auf den §2 Abs.1 zu beziehen

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    [...]oder der die erforderliche Leistung nicht von anderen, insbesondere von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen, erhält

    Denn es war der Sachbearbeiterin klar das ich keine finanzielle Hilfe bekommen werde.

    Vielen Dank nochmals für eure Hilfe und die Kraft Wünsche, vielleicht fällt euch ja noch was ein.

    Das vermute ich auch, aber fassen wir mal die Gesetzeslage zusammen:

    Nach §74 SGB 12 werden die Kosten übernommen insofern den Verpflichteten nicht zugemutet werden kann die Kosten zu tragen.

    Mein Freund ist als Schwiegersohn (anders als zb. in Bayern) nicht verpflichtet zu zahlen -> §8 BestG NRW.

    Ich bin also alleinig die Bestattungspflichtige und mein Einkommen reicht nicht aus.

    Nun ist nach §19 Abs. 3 SGB 12 das Einkommen des nicht getrennt lebenden Partners zu berücksichtigen.


    Mein Freund wird hier ja offenbar zum " Mit-Zahlungspflichtigen" erklärt, da sein Einkommen für eine Bestattungsangelegenheit angerechnet wird. Schlussfolgernd gilt er für mich als Verpflichtet im Sinne des §74 SGB 12 , finanziell für meinen Vater aufzukommen. Das ist aber meiner Meinung nach unzumutbar, für einen Fremden ein paar tausend Euro zu Zahlen.

    Hallo liebe Community, ich brauche dringend euren Rat.


    Die Sachlage:


    Mein Vater ist am 29.01.20 verstorben, ich bin seine einzige Tochter und habe das Erbe ausgeschlagen , ebenso alle anderen die in Frage kommen könnten.

    Er wohnte 40 Jahre mit meiner Mutter zusammen die ihn bis zum Tod auch gepflegt hat - jedoch waren die beiden nie verheiratet.


    Ich bekomme BaföG und habe einen 8 jährigen Sohn, wohne mit meinem Freund seit 1,5 Jahren zusammen, er ist aber nicht leiblicher Vater meines Kindes.

    Leider habe ich als Studentin nichts ansparen können und musste einen Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten beim Sozialamt stellen.


    Nun wurde der Antrag abgelehnt mit der Begründung, das wir als Bedarfsgemeinschaft den Freibetrag überschreiten und wir die Kosten somit übernehmen müssen - obwohl wir nicht verheiratet sind und keine eingetragene Lebenspartnerschaft haben oder sowas. Ich habe viele Telefonate mit der Sachbearbeiterin geführt und auch gesagt, dass mein Freund nicht bereit ist Kosten von mehreren tausend Euro für einen Menschen zu tragen , den er nicht mal kannte. Das hat sie nicht interessiert, sie meinte das ist nun mal so wenn man zusammen wohnt.


    Meine Frage nun an euch, stimmt das? Es geht hier doch um Bestattungskosten, keine Lebenshaltungskosten! Wenn es um Geld für Essen ginge könnte ich das absolut nachvollziehen, aber eine Bestattung MUSS doch um Himmels Willen anders gehandhabt werden als ein HarzVII Anspruch.


    Vielen Lieben Dank fürs Lesen.