Posts by Adalan

    Das Sozialamt hat mir einen Brief geschickt, dass der Folgeantrag auf Grundsicherungsleistungen nicht eingegangen ist. Sie fordern mich auf, die Kontoauszüge der letzten drei Monate, eine Bankbescheinigung und das Antragsformular bis spätestens 8.9.2020 einzureichen, andernfalls kann eine Weitergewährung der Leistungen ab dem 1.10.2020 nicht erfolgen. Der Wert meines Depots ist inzwischen auf über 7.000,- € angestiegen und wird voraussichtlich bis zum 1.10. noch auf mindestens 8.000,- € ansteigen.


    Da dieser Wert erheblich über dem Freibetrag liegt, wird der Antrag ja ohnehin abgelehnt, also brauche ich ihn doch eigentlich auch gar nicht erst einreichen. Auf der anderen Seite werden meine Vorräte vielleicht ungefähr drei Monate reichen, so dass ich ab Februar 2021 einen erneuten Antrag stellen müsste.


    Jetzt frage ich mich, was mich als "Strafe" erwartet, wenn ich jetzt keinen Antrag stelle und die gewünschten Belege nicht einreiche. Dass mir ab November die Leistungen eingestellt werden, ist natürlich klar, aber kann mir dann ab Februar nächsten Jahres die Leistung versagt werden wegen der jetzt fehlenden Mitwirkung? Oder habe ich sonst irgendwelche Nachteile zu befürchten, wenn ich jetzt keine Reaktion zeige?

    Du hast die Grundsicherung im Frühjahr beantragt und musst im September einen Folgeantrag stellen? Normalerweise wird für zwölf Monate bewilligt, nur eine vorläufige Bewilligung läuft in der Regel für sechs Monate.

    ja, genau. Bei mir wurde der Bescheid nur vorläufig für 6 Monate bewilligt, weil damals schon abzusehen war, dass der Kurswert stark ansteigen wird. Vielleicht schaffen wir auch bis September den endgültigen Durchbruch, so dass ich in Zukunft keine Grundsicherung mehr benötige. Wir arbeiten momentan an wirklich großartigen Projekten, wie z.B. ein dezentrales Facebook, ein verschlüsselten Messenger mit Geldübertragungsfunktion und noch weitere aussichtsreiche Projekte).

    vielen Dank für Deine Antwort. Das hilft mit schon mal weiter und beruhigt mich auch. Ich hatte Angst, dass ich mich vielleicht strafbar machen würde. Dass ich den gestiegenen Depotwert im Folgeantrag angeben muss, ist mir natürlich klar. Dann wird man wohl auch die Unterstützung verweigern, so dass ich den Folgeantrag eigentlich auch gar nicht mehr abgeben muss. Dafür habe ich aber noch Zeit bis September.

    schade, dass ich keine Antwort mehr erhalte. Ich weiß jetzt echt nicht, was ich machen soll. Auf dem Papier ist der Kurswert inzwischen auf fast 6.000,-€ gestiegen, aber ich habe nichts verkauft. Muss ich das jetzt beim Sozialamt melden oder nicht?

    ich habe noch eine Frage: Gilt ein Kursgewinn schon als Gewinn, obwohl er nur auf dem Papier steht, oder erst, wenn er realisiert wurde? Also ich habe die Wertpapiere ja nicht verkauft, sondern nur durch den Kursanstieg ist der Wert theoretisch (auf dem Papier) inzwischen auf 5.600 € gestiegen.

    Aktiengewinne sind kein Vermögen sondern Einkommen. Dein Vermögen bleibt immer gleich.

    was bedeutet das jetzt in der Praxis?

    Heißt das, ich muss alle Gewinne in voller Höhe ans Sozialamt abführen, bleibe aber auf den Verlusten sitzen? Bei stark schwankenden Kursen wäre das gesamte Depot sehr schnell aufgezehrt.

    Hallo,


    ich hatte lange Zeit ein Vermögen, das über dem Freibetrag (meines Wissen nach 5.000,- €) lag. Im Frühjahr aber war es bis auf ca. 1500,- € abgeschmolzen, so dass ich Grundsicherung im Alter beantragt habe. Das Sozialamt hatte die Auszahlung hinausgezögert, so dass ich fast auf 0 war, und dann auf einmal die ganzen Monate nachgezahlt. Ich habe das Geld umgehend wieder angelegt und durch Kurssteigerungen komme ich jetzt wieder auf über 5.000,- €. Wenn mir die Grundsicherung jetzt wieder gestrichen wird, und ich von dem Restvermögen leben soll, bin ich natürlich schnell wieder unter dem Freibetrag und kann erneut einen Antrag stellen. Was würdet Ihr mir raten, wie ich mich verhalten soll?


    Wenn alles regelkonform laufen würde, müsste ich jeden zweiten Monat Grundsicherung beantragen und kann dann einen Monat davon leben. Im zweiten Monat müsste ich dann wieder vom eigenen Geld leben, was mein Vermögen aber wieder schnell aufzehren würde.


    Dann habe ich noch eine weitere Frage: was ist mit dem Monat, in dem das Vermögen die Freigrenze übersteigt, steht mir für den Monat die Grundsicherung zu? Also zum Beispiel war mein Vermögen gestern bei fast 5200,- €, heute dagegen ist es wieder bei ca. 4900,-. Steht mir jetzt für den Monat Juni Grundsicherung zu oder nicht?


    Vielen Dank Euch allen

    vielen Dank für die schnelle Antwort.


    Ich habe jetzt die Mieterhöhung und die Nachzahlung beantragt und bereits eine Antwort bekommen. Die Nachzahlung wird übernommen, aber die Mieterhöhung kann nicht genehmigt werden, weil angeblich eine genaue Verteilung der Erhöhung auf Heiz- und Betriebskosten nicht möglich wäre. Ich hatte dem Sozialamt die gesamte, ausführliche Jahresabrechnung mit Berechnung der Verteilungsschlüssel über die gesamte Wohnanlage sowie auch die Einzelabrechnung für meine Wohnung eingeschickt. Die Wohnanlage umfasst insgesamt 72 Wohnungen und die Abrechnung wurde von einer professionellen Hausverwaltung erstellt. Ich weiß, dass es in der Wohnanlage noch weitere Bewohner gibt, die auch vom Sozialamt leben und die sicherlich eine ähnliche Abrechnung erhalten haben.


    Jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll. Mit dem Vermieter habe ich schon gesprochen, aber er kann mir nicht weiterhelfen, weil er nichts anderes hat. Im Übrigen handelt es sich um die gleiche Betriebskostenabrechnung (mit anderen Zahlen natürlich), wie sie dem Sozialamt auch schon bei der ursprünglichen Genehmigung meiner Grundsicherung vorlag.


    Vielleicht wisst Ihr eine guten Rat?

    Hallo,


    ich erhalte seit März diesen Jahres Grundsicherung. Vorher konnte ich sie nicht beantragen, weil mein Vermögen über dem Freibetrag lag. Jetzt erhielt ich eine Nebenkostenabrechnung, aus der hervorgeht, dass ich knapp 400,- € für die Zeit vom 1.1.2019 bis 31.12.2019 nachzahlen soll. Außerdem wurde mir die Nebenkostenvorauszahlung ab dem 1.6. um monatlich 40,- € erhöht.


    Ich denke also, dass ich beim Sozialamt einen Antrag stelle, damit die monatliche Grundsicherung ebenfalls um 40,- € erhöht wird. Aber wie sieht es mit der Nachzahlung in Höhe von knapp 400,-€ aus? Übernimmt die auch das Sozialamt oder muss ich die von meinen Rücklagen bezahlen, weil sich die Nachzahlung auf einen Zeitraum bezieht, in dem ich noch keine Grundsicherung erhielt?


    Vielen Dank

    Hallo,


    nachdem meine Ersparnisse aufgebraucht sind, habe ich bei der Stadt einen Antrag auf Grundsicherung gestellt. Dabei hat mir das Sozialamt erklärt, dass sie unbedingt eine "Bankbescheinigung" benötigen. Das Formular habe umgehend an meine Bank (ING-DiBa) geschickt, doch die Bank antwortet nicht. Kontoauszüge und alle anderen Ausküfte habe ich beim Sozialamt abgegeben.


    Was kann ich machen?

    Kann mir das Sozialamt die Leistungen verweigern, wenn ich diese Bankbescheinigung nicht vorlegen kann?


    Gruß Adalan