Posts by BillyRot

    Danke für die Erläuterungen.


    Selbstverständlich heißt angemessene Größe im deutschen Rechtssprech: angemessen klein, also nicht zu groß.

    Ich hatte das versehentlich aus menschlicher Perspektive betrachtet und angenommen es gebe per Gesetz unangemessen kleine Wohnungen.


    Die Mietrückforderung steht rechtlich auf sicheren Beinen. Deswegen mach ich mir überhaupt keine Sorgen.

    Vermieter können natrlich 1000€ für ne 20qm Wohnung verlangen, aber sie dürfen keinesfalls behaupten es wären 25qm.

    Dann darf man fristlos kündigen und selbst wenn man schon 9 Jahre gezahlt hat, darf man den anteilig zuviel gezahlten Teil
    zurückverlangen. Verjährung gilt ab Kenntnisnahme des Mangels. Ab dem Zeitpunkt hat man dann 2 Jahre Zeit die Ansprüche

    geltend zu machen.


    Da das Amt schon gesagt hat, das es nur 700 der 750€ KM übernimmt, wird es wohl nichts dagegen haben, dass wir in eine

    Wohnung für 680€ kalt einziehen wollen. Ist mir es jetzt richtig bewusst geworden.

    Hallo alle beieinander!



    Ich würde Euch gerne diese komplexe Situation beschreiben (das Wichtigste in kursiv):


    Wir leben zu dritt (2 Erw. & 1 Kleinkind) in einer DG-Wohnung von 64qm (laut Mietvertrag). Die kostet 750€ kalt (NK 50€).

    Das Amt rechnet davon 700€ als angemessen und zahlt für 2 von 3 Personen entsprechend Kdu-Kosten.

    Leider ist es hier eine sehr teure Stadt. Wohnraum ist äußerst knapp, es gleicht einem Full-Time-Job, sich um eine preislich

    und räumlich angemessene Wohnung zu kümmern (inkl. Besichtigungsterminen mit 40 anderen Bewerbern).


    Kürzlich haben wir festgestellt, dass die tatsächliche Wohungsgröße über 15% kleiner ist als angegeben, da die Dachschrägen nicht korrekt gemessen wurden.

    Jetzt würden wir zum einen gerne die zuviel gezahlte Miete zurückverlangen. Wir bezogen allerdings nicht die ganze Zeit über Hartz4. In der Bezugszeit

    bezog es nur eine Person (die andere bezog Bafög). Ein Wohngeldanteil wurde auch für das Kind gezahlt.

    Jetzt ist außerdem die Wohnungsgröße laut verschiedenen Quellen (z.B. https://harald-thome.de/oertliche-richtlinien/) alles andere als angemessen für

    3 Personen. Deshalb steht zum anderen ein Umzug wegen der Größe an.


    1. Frage

    Inwiefern werden die Anteile der Mietrückzahlung berechnet bzw. als EInkommen angerechnet?

    (2/3 der Zeit haben wir die Miete selbst gezahlt, 1/6 der Zeit hat das Amt mit 750€ gerechnet und 1/6 mit 700€, wovon jeweils 2/3 als Kdu ausgezahlt wurden)


    2. Frage

    Wenn wir nun in eine Wohnung umziehen würden, die 75qm groß ist, bei einer KM von 680€, würde uns das allein aufgrund der jetzigen unangemessenen

    Größe genehmigt werden?



    Vielen Dank schonmal im Voraus!


    Billy