Posts by LorenzoMorenzo

    Mir macht eine Sache ganz schön Magenschmerzen. Meine Ex-Freundin (51) bezieht seit einigen Jahren ALGII, darin sind auch die kompletten Mietkosten enthalten, wodurch sie die Miete an den Vermieter monatlich entrichten kann. Nun hat sie sich Hals über Kopf in einen anderen Mann verliebt und ist bereits nach knapp 5 Wochen zu ihm gezogen. Ihre Wohnung will sie aber behalten und irgendjemand hat ihr die Idee in den Kopf gesetzt, dass die sie Wohnung für Urlauber usw. zeitweise untervermieten könne. Inzwischen ist die Wohnung soweit “entpersonalisiert”, dass eine solche Vermietung nun wohl jederzeit möglich ist. Dass sie vom Vermieter die Genehmigung benötigt, ist klar. Aber ich mache mir Sorgen wegen des Jobcenters. Ich fürchte, dass das doch eine Art von Betrug ist? Von mir hat sie nichts zu befürchten, aber wenn das JC auf irgendeine Art davon erfahren würde, denke ich, dass sie ganz schön Ärger bekommen wird. Über eine sachkundige Meinung dazu würde ich mich freuen. Danke,

    Mich würde interessieren, wie der Fall jetzt am Ende ausgegangen ist?

    Im Recht der Sozialhilfe gibt es eine Bestimmung, wonach die Leistung auf das bis zum Lebensunterhalt Unerlässliche eingeschränkt werden soll, wenn jemand sein Einkommen oder Vermögen in der Absicht verringert hat, die Voraussetzungen für die Gewährung der Sozialhilfe herbeizuführen. Und die Ausschlagung eines Erbes, evtl. zugunsten dann "nachrückender " Erben, wäre dann ursächlich für die Gewährung der Sozialhilfe. Somit könnte diese gekürzt werden.


    Wenn man ein Erbe ausschlägt, weil es eh überschuldet ist, dann wird natürlich nicht gekürzt. Hätte man ein überschuldetes Erbe angetreten, wären die Voraussetzungen für die Leistung ja auch nicht weggefallen.

    Ich verstehe was du meinst. Mir geht es eher darum, dass man ja in manchen Fällen nicht weiß, ob es Schulden oder ein Vermögen sind/ist. Jetzt mal unabhängig von dem Case der hier vorliegt. Zum Beispiel wenn man der verstorbenen Person nicht sehr nahe Stand und aus diesem Grund keine Ahnung hat, was das Erbe anbelangt. Kommen dann trotzdem solche Konsequenzen auf einen zu wie gekürzte Leistungen?

    Das ist so nicht ganz richtig. Grundsätzlich stellt das Erbe Einkommen dar, wenn man zum Zeitpunkt des Anfalls der Erbschaft, also bei Tod des Erblassers, laufend Sozialhilfe oder ALG 2 bezieht. Barvermögen wird dann in der Tat im Monat des sogenannten Zuflusses angerechnet und je nach Höhe auch auf insgesamt sechs Monate aufgeteilt. Ist "nur" Betongold, also eine Immobilie vorhanden, muss diese erst einmal verwertet, also in der Regel verkauft werden. Bis zum Zufluss des Verkaufserlöses werden aber weiter Leistungen erbracht, die auch nicht zurückzuzahlen sind.


    Kann man das Erbe als Leistungsempfänger ausschlagen? Ja, das darf man. Wenn man dann aber weiter Leistungen bezieht, kann es sein, dass die Leistungen zumindest eine gewisse Zeit nur gekürzt geleistet werden. Immerhin hätte man durch Annahme des Erbes ja die Hilfsbedürftigkeit für lange Zeit beenden können.


    Sollte Mutter also das Erbe ausschlagen, wären in der Erbfolge deren Kinder erbberechtigt. Wenn diese keine Leistungen beziehen, haben sie insoweit nichts zu befürchten und müssen auch keine Leistungen erstatten.

    Ich habe eine kleine Verständnisfrage zu der Antwort. Warum werden die Leistungen eine gewisse Zeit gekürzt, wenn man das Erbe ausschlägt? So genau weiß man ja nie was man wirklich erbt, da man das doch vorher nicht einsehen kann, oder? Es könnte ja auch sein, dass es sich bei dem Erbe um Schulden handelt rein theoretisch.

    Was meinst du denn mit dem "neuen Jobcenter"? Ziehst du in eine andere Stadt oder nur in einen anderen Bezirk?

    Hallo liebe Community,


    meine Freundin kriegt aktuell ALG 2, jedoch hat sie vor kurzem festgestellt, dass sie von mir schwanger ist. Mir ist das alles ziemlich unangenehm und ich weiß nicht so genau, wie ich mit der Situation umgehen soll. Sie ist im 2. Monat. Laut der folgenden Seite, bedeutet, dass das sie in diesem Zeitraum vor der Geburt, noch dazu verpflichtet ist, sich auf Jobs zu bewerben und ihre Schwangerschaft auch dem Arbeitsamt melden muss. Das ist die Seite, wo ich die Informationen her habe:


    https://www.hartz4.org/arbeitslos-schwanger/


    Hat jemand schon einmal eine ähnliche Situation erlebt und kann mir die Leistungen erklären, die ihr zustehen bzw. auch nicht? Mich würde vor allem interessieren, ob sich etwas an den Leistungen ändert, die sie bezieht. Auf der oben angegeben Seite steht, dass die Schwangerschaft keine direkten Auswirkungen auf die Leistungen hat.

    Ich hoffe sehr auf Hilfe von Euch :(


    Lg

    Najaaa, man will ja auch immer nichts unterstellen. Ich habe selbst auch schon in einem Amt gearbeitet und im Grunde will da meist keiner jemanden etwas böses tun, die sind halt teilweise nur von der optionalen Gemütlichkeit geplagt oder halt total unterbesetzt. Das ist dann natürlich frustrierend für Personen, die auf eine schnelle Bearbeitung einfach angewiesen sind...

    Aber wie gesagt, mach da Druck, manchmal brauchen die das ;) und die Idee den Vermieter zu kontaktieren find ich auch super!

    Eure internen Klüngeleien wird die Arbeitsagentur aber auch nicht interessieren. Die Vereinbarung, die der Arbeitgeber mit dir schließt, von wegen der Kündigungsschutzklage ist für den Papierkorb. Wenn es keinen triftigen Grund gibt (Insolvenz, Diebstahl deinerseits etc.) dann wird dich die BfA auffordern, Kündigungsschutzklage einzureichen.

    Sehe das genauso, die Arbeitsagentur wird sich an den sachlichen Fakten orientieren und auf persönliche Beweggründe leider nicht viel Rücksicht nehmen...

    Ich würde an deiner Stelle versuchen Druck zu machen. Ämter sind leider bei sowas echt nachlässig..."Dienst nach Vorschrift" halt....bleib hartnäckig und versuch da am besten so häufig wie Möglich anzurufen oder vielleicht sogar mal hinzugehen, wenn das zeitlich bei dir funktioniert? Du solltest denen in jedem Fall zu verstehen geben, wie dringend du auf das Geld angewiesen bist und wer weiß, vielleicht sind die Unterlagen auch "unter den Tisch gefallen" man weiß ja nie...immer nachfragen wenns zu lange dauert. Aber Anträge beim Amt brauchen halt Zeit....würde mich nicht wundern, wenn sie es einfach noch nicht geschafft haben, deinen Fall zu bearbeiten.


    Liebe Grüße

    Wenn ihr Freund nur ab und zu mal bei ihr übernachtet, wird er doch keinen großen Wasserverbrauch/ Stromverbrauch haben. Das paar mal Zähneputzen....allerdings wenn es sich wiederholt wäre ich auch vorsichtig. Lieber nicht den Bogen überspannen, aber dass das Verhältnis der beiden mit ehelich verglichen wird, find ich schon sehr merkwürdig....was die so unter normalen Eheverhältnissen verstehen...