Posts by ubu

    Unterkunftskosten werden nur für eine tatsächlich bewohnte Wohnung anerkannt.

    Ziehst du vor Ende der Kündigungsfrist zu deinem Freund, endet auchdie Übernahme von Unterkunftskosten.

    Ob du dann noch bis zum Ende der Kündigungfrist Miete zahlen muss, ist sozialhilferechtlich irrelevant.

    Andere Frage: beziehst du Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII?

    Falls Grundsicherung (4. Kapitel SGB XII), bekommst du diese auch weiterhin, auch wenn dein Sohn Arbeitslosengeld 2 von Jobcenter erhält.


    Nur die Hilfe zum Lebensunterhalt (3. Kapitel SGB XII) würdest du zukünftig Leistungen vom Jobcenter erhalten (dein Sohn Arbeitslosengeld 2, du Sozialgeld).

    aber ich bin mal gespannt, wie das Sozialamt reagiert, wenn ein ganzer Mob Einwanderer vor der Tür steht, Dann lernen die Mitarbeiter dort die Sitten und Gebräuche anderer Länder kennen.

    Auweia. Die ganze Diskussion riecht mal wieder nach "wir Deutschen kriegen nix, die Ausländer kriegen alles"...:cursing:


    Im übrigen: Das Sozialamt wird das ganz einfach regeln. Pöbelt jemand herum oder wird handgreiflich, erfolgt Rausschmiss und ggfs. Hausverbot. Auch gerne mit Hilfe der Polizei. Und zwar völlig unabhängig von Herkunft, Staatsangehörigkeit, kulturellem Hintergrund oder Geschlecht.


    Zudem - und das kann ich aus meiner eigenen beruflichen Tätigkeit sagen - wissen sich Zuwanderer beim Sozialamt häufig besser zu benehmen als manche Deutsche. Schon allein aus dem Grund, weil sie in ihrem Heimatländern in Behörden ziemlich auf Granit beißen würden, wenn sie randalieren. Da greifen Behörden häufig schon mal zu rustikaleren Mitteln als in Deutschland.

    Wenn du bisher noch keinen Kontakt mit dem Sozialamt aufgenommen hast, die Mitarbeiter(innen) jetzt aber schon als "Trullas" bezeichnest, dann wirst du noch viel Spaß in deinem finanziell knappen Leben haben...

    Die Kosten für den Stellplatz werden nicht übernommen.


    Deine Gesamtmiete incl. Heizkosten und Stellplatz beträgt 593,36 € (wenn ich das richtig sehe). Zuzüglich 432,00 € Regelbedarf hast du einen Gesamtbedarf von 1.025,36 €.

    Tatsächlich bekommt du aber nur 965,36 € (also Gesamtbedarf abzüglich Stellplatz).


    Die Darstellung der Abzüge / Zuschläge ist in der Tat etwas verwirrend...

    Es gibt drei Möglichkeiten:

    1. Wohngeld wurde wegen fehlender Mitwirkung versagt. In diesem Fall ist der Hinweis auf die vorrangigen Leistungen korrekt.

    (Wobei "vorrangig" im Verhältnis Wohngeld ./. Sozialhilfe eigentlich Unfug ist, es gibt nur ein entweder / oder).


    2. Aufgrund bestimmter Konstellationen bei Miete und Einkommen besteht kein oder nur ein unter 10 € liegender monatlicher Wohngeldanspruch, der aber nicht zur Auszahlung kommt. In diesem Fall kann es durchaus passieren, dass trotzdem ein Sozialhilfeanspruch besteht.


    3. Wohngeld würde nicht ausreichen, die sozialhilferechtliche Bedürftigkeit zu beseitigen. In diesem Fall ist der Verweis auf Wohngeld natürlich Quatsch.

    mein Account sofort Löschen,alles was über mich gespeichert würde...ich ssagte alles.....ihr Holzpfosten

    Da bin ich gerne Holzpfosten.
    Im Gegensatz zu dir arbeitet Holz nämlich...

    Ach Gottchen,


    das übliche ultralinke Revolutionsgeschwafel...


    "Die Hartz IV-Regelungen widersprechen dem GG".
    Ach ja - wann hat das Bundesverfassungsgericht denn die Verfassungswidrigkeit des SGB II festgestellt? :huh:


    "Es werden meterdicke Akten über arme Menschen angelegt"
    Da sind viele arme Menschen bei, bei denen man feststellen muss: Hätten sie sich aktiv um Arbeit bemüht, wäre ihre Akte nicht so dick... :D


    "Viele Reiche mogeln sich so durch"
    Finde ich auch nicht immer in Ordnung. Und auch diese erwischt die Justiz ab und zu (z.B. Middelhoff).


    "Wenn Arme geknechtet und geknebelt werden"
    Ich habe noch keinen Alg 2-Besitzer mit Knebel im Jobcenter gesehen.


    "Hartz IV gehört durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzt"
    Der feuchte Traum jedes Arbeitsscheuen...


    Du hast ein geschäftlich genutztes Zimmer? Selbständig? Aha. Kapitalist !
    Da trifft die gewünschte Vermögenssteuer und der Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze ja den Richtigen... :thumbsup:

    Hallo zusammen,


    dumme Frage an die SGB II-Kundigen: wer ist für das Kind zuständig?


    Zwei Mädels, verlebenspartnerschaftet (sagt man das so?). Eine der Damen hat ein fünfjähriges Kind aus einer früheren Beziehung, der Vater ist ihr aber unbekannt (vermutlich One-Night-Stand mit besoffenem Kopp :cool:). Hierdurch hat sie (vor der Lebenspartnerschaft) auch keinen Unterhaltsvorschuss bekommen, da der Vater nicht bekannt war (oder das Jugendamt ihr nicht geglaubt hat hat, dass sie ihn nicht kennt). Alle drei beziehen derzeit SGB II-Leistungen.


    Jetzt trennen sich die beiden Mädels, die Mutter der Kindes zieht weg, das Kind bleibt bei der Lebenspartnerin. Jobcenter weigert sich, für das Kind weiterzuzahlen, da es ja nicht ihr Kind sei.


    Wer ist für das Kind zuständig? SGB II (auch wenn es nicht ihr leibliches Kind ist)? SGB XII? Jugendamt?
    Ich stehe da gerade etwas auf dem Schlauch...

    Hallo zusammen,


    ich brauche da mal einen Tipp.


    Eltern leben mit 17-jährigem Sohn zusammen.
    Die Eltern sind beide befristet voll erwerbsgemindert.
    Sohn erhält Alg 2, Eltern erhalten Sozialgeld.
    Sohn beginnt zum 01.10.2015 eine Berufsausbildung.

    Bleibt Sohn weiterhin in der Bedarfsgemeinschaft und hat ggfs. nur keinen Alg 2-Anspruch, und Eltern erhalten weiterhin Sozialgeld?
    Oder fallen die Eltern dadurch in die Sozialhilfe (3. Kapitel SGB XII)?

    Danke im voraus


    Naja, 'unsere' Wohnung ist es ja jetzt eher weniger. Wobei, wenn er diese nicht gekündigt hat, wird er die Miete zumindest zur Hälfte noch übernehmen müssen.


    Ansonsten zahlt Dir das Jobcenter möglicherweile für eine Weile die Miete. Einen ALG-II-Antrag solltest Du auf jeden Fall schleunigst stellen.


    Wenn die TE ab 01.11.2015 eine Rente bekommt, wird ihr das Jobcenter die Miete maximal bis zum 31.10.2015 finanzieren.
    Mit Bezug einer Altersrente ist sie nämlich aus dem SGB II-Bezug raus. Sollte es eine Rente wegen voller Erwerbsminderung sein, ebenfalls.


    Ab November wäre dann erstmal das örtliche Sozialamt zuständig.

    kann ich mich einfach so von der schule abbmelden ohne das mir das Jobcenter hinterläuft ?


    Klar kannst du abbrechen. Aber dann läuft dir das Jobcenter erst recht hinterher. Du bist dann ein ganz heißer Kandidat für Sofortmaßnahmen, Arbeitsangebote, 1-Euro-Jobs etc.


    Ich könnte den Jobcenter die Bestädigung vorlegen das ich am 1.September in die schule zur einschschulg


    Könntest du nicht nur, das musst du sogar.


    oder müsste ich arbeiten oder wie ?


    Willkommen im wahren Leben. Drei Monate Nichtstun bei gleichzeitigem Hartz IV-Bezug wird nicht klappen.


    Geh besser weiter zur Schule. Wenn dein Posting deine Rechtsschreibfähigkeiten zeigt, wundert mich nicht, dass du Probleme in der Schule hast.


    Grüße
    ubu

    Bochum hat für einen Zwei-Personen-Haushalt eine Miethöchstgrenze von derzeit 458,25 € incl. der kalten Betriebskosten (wobei die Quadratmeter zweitrangig sind, solange die Miete innerhalb des Rahmens bleibt): http://www.harald-thome.de/med…U-Bochum---01.12.2012.pdf
    Bei der 81 m²-Wohnung würdet ihr eine Miete von 525,00 € einschließlich Betriebskosten zahlen, zuzüglich Heizkosten von 50,00 € nach deiner Aussage - allerdings halte ich 50,00 € Heizkosten für 81 m² Wohnfläche bei den heutigen Gaspreisen für viel zu wenig, 100 bis 120 € wäre da realistischer.
    Die Wohnung ist also viel zu teuer für euch beide. Schon die Kaltmiete liegt rund 70 € über der Angemessenheitsgrenze. Das würde, wenn ihr die Wohnung ohne Zustimmung des Sozialamtes Bochum bezieht, nämlich bedeuten: keine Hilfe beim Umzug, keine Mietkaution, keine Übernahme einer eventuellen Nebenkostennachzahlung. Ich wage zu bezweifeln, dass du diese Mehrkosten, die das Sozialamt nicht übernehmen wird, aufbringen kannst.


    Wenn überhaupt, wird maximal die angemessene Miete bei der Sozialhilfe berücksichtigt.
    Wahrscheinlich tauchen auch irgendwann Probleme wegen der Heizkosten auf, denn ob man die angemessenen 65 m², oder 81 m² heizen muss, macht schon einen großen Unterschied.


    Grundsätzlich wären die Heizkosten allerdings von der Stadt Bochum zunächst anzuerkennen, und zwar in der Höhe, die der Gaslieferant monatlich berechnet. Da müsst ihr eigentlich nichts vorstrecken.


    Die Wohnungsgröße hat normalerweise mit der Pflegehilfe nichts zu tun, es sei denn, ihr beiden bekommt eine Haushaltshilfe (hauswirtschaftliche Verrichtungen) bezahlt, die z.B. die Wohnung putzt. Dementsprechend wäre natürlich der Aufwand für die Hilfe größer, weil mehr Wohnfläche sauberzuhalten ist.


    Und ganz davon abgesehen dürfte noch gar nicht sicher sein, dass der Umzug aus der bisherigen Wohnung überhaupt sozialhilferechtlich notwendig ist. Psychologen bescheinigen viel, wenn der Tag lang ist. Nur Streitigkeiten mit den Nachbarn reichen da nicht unbedingt aus, um ein Wunschkonzert beim Sozialamt zu bestellen. Da dürfte der Amtsarzt eures jetzt noch zuständigen Gesundheitsamtes auch noch ein Wort mitzureden haben.

    Das kann gut hinkommen mit der Auskunft der Krankenkasse.
    Kleiner Rechenfehler deinerseits ist, dass der Regelbedarf 391,00 €, nicht 382,00 €, beträgt.
    Damit kommst du auf eine jährliche Zuzahlung von 391,00 € x 12 Monate x 1 % = 46,94 €.
    Für die Zeit, in der du Grundsicherung beziehst, ist die Höhe der Rente völlig irrelevant, was die Zuzahlungen betrifft.


    Für die Zeit, in der du nur Rente hattest, darfst du nicht die Nettorente (also das, was du ausgezahlt bekommst), sondern die Bruttorente als Grundlage für die Berechnung nehmen (also Rente vor Abzug der KV- und PV-Anteile).
    Bei 540 € Nettorente dürfte deine Bruttorente bei ca. 600 - 650 € liegen.

    Als Azubi kriegst du keine Hilfe vom Jobcenter.
    Wenn dir deine Eltern (oder andere Verwandtschaft) nicht helfen können, musst du es bei einer Bank mit einem Kleinkredit versuchen.
    Oder google mal nach Mietkautionsbürgschaften (Kautionskasse, da zahlst du monatlich ein paar Euro).

    Möglicherweise wäre es hilfreich, deine SB dazu zu befragen.
    Die ist sogar verpflichtet, dir die Berechnung zu erklären (§ 33 Abs. 1 SGB X). Aus dem Ablehnungsbescheid sollte daher nicht nur hervorgehen, dass du nichts bekommst - daraus müsste auch hervorgehen, warum du nichts bekommst. Also lass dir von der SB die Berechnung zuschicken oder zumindest erklären.


    Abgesehen davon gibt es die ARGE seit über zwei Jahren nicht mehr. Es heißt seither Jobcenter.

    Zu unkuschelig ? Ach was, noch viel zu plüschig.


    Mir erscheint die Fragestellung eher in die Richtung zu gehen, dass man "ganz plötzlich" und möglichst kurzfristig um die Weihnachtsfeiertage eine gemeinsame Wohnung beziehen möchte, um dann entsprechend Druck machen zu können (auch gerne mit der Presse - "das böse Jobcenter lässt Schwangere ohne Möbel leben", macht sich immer gut, sowas :mad:).


    Was mir in diesem Fall fehlt, ist die Einsicht, das Selbsthilfe durchaus sinnvoll wäre. Die Schwangere ist wohnungsmäßig versorgt und bezieht Hartz IV, der werdende Papa ist ebenfalls wohnungsmäßig versorgt und scheint ebenfalls nicht in Reichtum zu schwimmen.
    Hier scheint irgendwie die Einsicht zu fehlen, dass man vielleicht erst mal finanziell dafür sorgen sollte, dass man sich Wohnung und Familiengründung auch leisten kann. Hartz IV als Grundlage für ein geordnetes Familienleben ist nicht die beste Voraussetzung...


    Nicht arbeiten, aber das Jobcenter soll nach Möglichkeit am besten 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche, für alle Notlagen bereitstehen. Leute, so geht es nicht. Wenn der Bedarfsermittler wegen Feiertagen nicht arbeitet, werdet ihr halt warten müssen. Und falls er dann noch aus anderen Gründen nicht kommen kann (krank oder ähnliches), wartet ihr auch noch länger.
    Welche Möglichkeiten bestehen, ist in diesem Thread deutlich gesagt worden. Kochplatte, im Waschbecken spülen, und ggfs. bei "Mutti" die Wäsche waschen. Das sollte sich vorübergehend so machen lassen.

    § 82 Abs. 1 Nr. 3 SGB XII: Vom Einkommen sind abzusetzen [...] Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherungen oder ähnlichen Einrichtungen, soweit diese Beiträge gesetzlich vorgeschrieben oder nach Grund und Höhe angemessen sind

    Was gilt als angemessen ? Solange sich mein Kreissozialamt keine Gedanken darüber gemacht hat, was als angemessen gilt (ich habe im übrigen auch wenig Interesse, Urteile aus den letzten 9 Jahren zu durchforsten, ob sich da mal irgendein SG/LSG ein Urteil zur angemessenen Höhe der Hausrat- und Haftpflichtversicherungen erlassen hat), erkenne ich die tatsächlich nachgewiesenen monatlichen Versicherungsbeiträge einkommensmindernd an.


    Ich gehe ohnehin davon aus, dass der Bund - wenn er ab 2014 100 % der Grundsicherung zahlt - neue Regelungen treffen wird, die auch die Einkommensbereinigung umfassen. Ich rechne eigentlich damit, dass es auch im Sozialhilferecht mittelfristig eine Pauschale für Versicherungen geben wird (wie im SGB II). Und da wird sich dann unser Kreis als örtlicher SH-Träger mit dranhängen.


    Zudem handelt es sich jetzt nicht um Beträge, die das Sozialamt ruinieren würden. Ob ich, wie HTK, nun prüfe, ob 8,00 € für die Hausratversicherung oder nur 5,95 € angemessen sind - da ist die Arbeitszeit für die Prüfung der Angemessenheit teurer als die eventuelle jährliche Einsparung...