Posts by ubu

    Es gibt drei Möglichkeiten:

    1. Wohngeld wurde wegen fehlender Mitwirkung versagt. In diesem Fall ist der Hinweis auf die vorrangigen Leistungen korrekt.

    (Wobei "vorrangig" im Verhältnis Wohngeld ./. Sozialhilfe eigentlich Unfug ist, es gibt nur ein entweder / oder).


    2. Aufgrund bestimmter Konstellationen bei Miete und Einkommen besteht kein oder nur ein unter 10 € liegender monatlicher Wohngeldanspruch, der aber nicht zur Auszahlung kommt. In diesem Fall kann es durchaus passieren, dass trotzdem ein Sozialhilfeanspruch besteht.


    3. Wohngeld würde nicht ausreichen, die sozialhilferechtliche Bedürftigkeit zu beseitigen. In diesem Fall ist der Verweis auf Wohngeld natürlich Quatsch.

    mein Account sofort Löschen,alles was über mich gespeichert würde...ich ssagte alles.....ihr Holzpfosten

    Da bin ich gerne Holzpfosten.
    Im Gegensatz zu dir arbeitet Holz nämlich...

    Ach Gottchen,


    das übliche ultralinke Revolutionsgeschwafel...


    "Die Hartz IV-Regelungen widersprechen dem GG".
    Ach ja - wann hat das Bundesverfassungsgericht denn die Verfassungswidrigkeit des SGB II festgestellt? :huh:


    "Es werden meterdicke Akten über arme Menschen angelegt"
    Da sind viele arme Menschen bei, bei denen man feststellen muss: Hätten sie sich aktiv um Arbeit bemüht, wäre ihre Akte nicht so dick... :D


    "Viele Reiche mogeln sich so durch"
    Finde ich auch nicht immer in Ordnung. Und auch diese erwischt die Justiz ab und zu (z.B. Middelhoff).


    "Wenn Arme geknechtet und geknebelt werden"
    Ich habe noch keinen Alg 2-Besitzer mit Knebel im Jobcenter gesehen.


    "Hartz IV gehört durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzt"
    Der feuchte Traum jedes Arbeitsscheuen...


    Du hast ein geschäftlich genutztes Zimmer? Selbständig? Aha. Kapitalist !
    Da trifft die gewünschte Vermögenssteuer und der Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze ja den Richtigen... :thumbsup:

    Hallo zusammen,


    dumme Frage an die SGB II-Kundigen: wer ist für das Kind zuständig?


    Zwei Mädels, verlebenspartnerschaftet (sagt man das so?). Eine der Damen hat ein fünfjähriges Kind aus einer früheren Beziehung, der Vater ist ihr aber unbekannt (vermutlich One-Night-Stand mit besoffenem Kopp :cool:). Hierdurch hat sie (vor der Lebenspartnerschaft) auch keinen Unterhaltsvorschuss bekommen, da der Vater nicht bekannt war (oder das Jugendamt ihr nicht geglaubt hat hat, dass sie ihn nicht kennt). Alle drei beziehen derzeit SGB II-Leistungen.


    Jetzt trennen sich die beiden Mädels, die Mutter der Kindes zieht weg, das Kind bleibt bei der Lebenspartnerin. Jobcenter weigert sich, für das Kind weiterzuzahlen, da es ja nicht ihr Kind sei.


    Wer ist für das Kind zuständig? SGB II (auch wenn es nicht ihr leibliches Kind ist)? SGB XII? Jugendamt?
    Ich stehe da gerade etwas auf dem Schlauch...

    Hallo zusammen,


    ich brauche da mal einen Tipp.


    Eltern leben mit 17-jährigem Sohn zusammen.
    Die Eltern sind beide befristet voll erwerbsgemindert.
    Sohn erhält Alg 2, Eltern erhalten Sozialgeld.
    Sohn beginnt zum 01.10.2015 eine Berufsausbildung.

    Bleibt Sohn weiterhin in der Bedarfsgemeinschaft und hat ggfs. nur keinen Alg 2-Anspruch, und Eltern erhalten weiterhin Sozialgeld?
    Oder fallen die Eltern dadurch in die Sozialhilfe (3. Kapitel SGB XII)?

    Danke im voraus


    Naja, 'unsere' Wohnung ist es ja jetzt eher weniger. Wobei, wenn er diese nicht gekündigt hat, wird er die Miete zumindest zur Hälfte noch übernehmen müssen.


    Ansonsten zahlt Dir das Jobcenter möglicherweile für eine Weile die Miete. Einen ALG-II-Antrag solltest Du auf jeden Fall schleunigst stellen.


    Wenn die TE ab 01.11.2015 eine Rente bekommt, wird ihr das Jobcenter die Miete maximal bis zum 31.10.2015 finanzieren.
    Mit Bezug einer Altersrente ist sie nämlich aus dem SGB II-Bezug raus. Sollte es eine Rente wegen voller Erwerbsminderung sein, ebenfalls.


    Ab November wäre dann erstmal das örtliche Sozialamt zuständig.

    kann ich mich einfach so von der schule abbmelden ohne das mir das Jobcenter hinterläuft ?


    Klar kannst du abbrechen. Aber dann läuft dir das Jobcenter erst recht hinterher. Du bist dann ein ganz heißer Kandidat für Sofortmaßnahmen, Arbeitsangebote, 1-Euro-Jobs etc.


    Ich könnte den Jobcenter die Bestädigung vorlegen das ich am 1.September in die schule zur einschschulg


    Könntest du nicht nur, das musst du sogar.


    oder müsste ich arbeiten oder wie ?


    Willkommen im wahren Leben. Drei Monate Nichtstun bei gleichzeitigem Hartz IV-Bezug wird nicht klappen.


    Geh besser weiter zur Schule. Wenn dein Posting deine Rechtsschreibfähigkeiten zeigt, wundert mich nicht, dass du Probleme in der Schule hast.


    Grüße
    ubu

    Bochum hat für einen Zwei-Personen-Haushalt eine Miethöchstgrenze von derzeit 458,25 € incl. der kalten Betriebskosten (wobei die Quadratmeter zweitrangig sind, solange die Miete innerhalb des Rahmens bleibt): http://www.harald-thome.de/med…U-Bochum---01.12.2012.pdf
    Bei der 81 m²-Wohnung würdet ihr eine Miete von 525,00 € einschließlich Betriebskosten zahlen, zuzüglich Heizkosten von 50,00 € nach deiner Aussage - allerdings halte ich 50,00 € Heizkosten für 81 m² Wohnfläche bei den heutigen Gaspreisen für viel zu wenig, 100 bis 120 € wäre da realistischer.
    Die Wohnung ist also viel zu teuer für euch beide. Schon die Kaltmiete liegt rund 70 € über der Angemessenheitsgrenze. Das würde, wenn ihr die Wohnung ohne Zustimmung des Sozialamtes Bochum bezieht, nämlich bedeuten: keine Hilfe beim Umzug, keine Mietkaution, keine Übernahme einer eventuellen Nebenkostennachzahlung. Ich wage zu bezweifeln, dass du diese Mehrkosten, die das Sozialamt nicht übernehmen wird, aufbringen kannst.


    Wenn überhaupt, wird maximal die angemessene Miete bei der Sozialhilfe berücksichtigt.
    Wahrscheinlich tauchen auch irgendwann Probleme wegen der Heizkosten auf, denn ob man die angemessenen 65 m², oder 81 m² heizen muss, macht schon einen großen Unterschied.


    Grundsätzlich wären die Heizkosten allerdings von der Stadt Bochum zunächst anzuerkennen, und zwar in der Höhe, die der Gaslieferant monatlich berechnet. Da müsst ihr eigentlich nichts vorstrecken.


    Die Wohnungsgröße hat normalerweise mit der Pflegehilfe nichts zu tun, es sei denn, ihr beiden bekommt eine Haushaltshilfe (hauswirtschaftliche Verrichtungen) bezahlt, die z.B. die Wohnung putzt. Dementsprechend wäre natürlich der Aufwand für die Hilfe größer, weil mehr Wohnfläche sauberzuhalten ist.


    Und ganz davon abgesehen dürfte noch gar nicht sicher sein, dass der Umzug aus der bisherigen Wohnung überhaupt sozialhilferechtlich notwendig ist. Psychologen bescheinigen viel, wenn der Tag lang ist. Nur Streitigkeiten mit den Nachbarn reichen da nicht unbedingt aus, um ein Wunschkonzert beim Sozialamt zu bestellen. Da dürfte der Amtsarzt eures jetzt noch zuständigen Gesundheitsamtes auch noch ein Wort mitzureden haben.

    Das kann gut hinkommen mit der Auskunft der Krankenkasse.
    Kleiner Rechenfehler deinerseits ist, dass der Regelbedarf 391,00 €, nicht 382,00 €, beträgt.
    Damit kommst du auf eine jährliche Zuzahlung von 391,00 € x 12 Monate x 1 % = 46,94 €.
    Für die Zeit, in der du Grundsicherung beziehst, ist die Höhe der Rente völlig irrelevant, was die Zuzahlungen betrifft.


    Für die Zeit, in der du nur Rente hattest, darfst du nicht die Nettorente (also das, was du ausgezahlt bekommst), sondern die Bruttorente als Grundlage für die Berechnung nehmen (also Rente vor Abzug der KV- und PV-Anteile).
    Bei 540 € Nettorente dürfte deine Bruttorente bei ca. 600 - 650 € liegen.

    Als Azubi kriegst du keine Hilfe vom Jobcenter.
    Wenn dir deine Eltern (oder andere Verwandtschaft) nicht helfen können, musst du es bei einer Bank mit einem Kleinkredit versuchen.
    Oder google mal nach Mietkautionsbürgschaften (Kautionskasse, da zahlst du monatlich ein paar Euro).

    Möglicherweise wäre es hilfreich, deine SB dazu zu befragen.
    Die ist sogar verpflichtet, dir die Berechnung zu erklären (§ 33 Abs. 1 SGB X). Aus dem Ablehnungsbescheid sollte daher nicht nur hervorgehen, dass du nichts bekommst - daraus müsste auch hervorgehen, warum du nichts bekommst. Also lass dir von der SB die Berechnung zuschicken oder zumindest erklären.


    Abgesehen davon gibt es die ARGE seit über zwei Jahren nicht mehr. Es heißt seither Jobcenter.

    Zu unkuschelig ? Ach was, noch viel zu plüschig.


    Mir erscheint die Fragestellung eher in die Richtung zu gehen, dass man "ganz plötzlich" und möglichst kurzfristig um die Weihnachtsfeiertage eine gemeinsame Wohnung beziehen möchte, um dann entsprechend Druck machen zu können (auch gerne mit der Presse - "das böse Jobcenter lässt Schwangere ohne Möbel leben", macht sich immer gut, sowas :mad:).


    Was mir in diesem Fall fehlt, ist die Einsicht, das Selbsthilfe durchaus sinnvoll wäre. Die Schwangere ist wohnungsmäßig versorgt und bezieht Hartz IV, der werdende Papa ist ebenfalls wohnungsmäßig versorgt und scheint ebenfalls nicht in Reichtum zu schwimmen.
    Hier scheint irgendwie die Einsicht zu fehlen, dass man vielleicht erst mal finanziell dafür sorgen sollte, dass man sich Wohnung und Familiengründung auch leisten kann. Hartz IV als Grundlage für ein geordnetes Familienleben ist nicht die beste Voraussetzung...


    Nicht arbeiten, aber das Jobcenter soll nach Möglichkeit am besten 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche, für alle Notlagen bereitstehen. Leute, so geht es nicht. Wenn der Bedarfsermittler wegen Feiertagen nicht arbeitet, werdet ihr halt warten müssen. Und falls er dann noch aus anderen Gründen nicht kommen kann (krank oder ähnliches), wartet ihr auch noch länger.
    Welche Möglichkeiten bestehen, ist in diesem Thread deutlich gesagt worden. Kochplatte, im Waschbecken spülen, und ggfs. bei "Mutti" die Wäsche waschen. Das sollte sich vorübergehend so machen lassen.

    § 82 Abs. 1 Nr. 3 SGB XII: Vom Einkommen sind abzusetzen [...] Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherungen oder ähnlichen Einrichtungen, soweit diese Beiträge gesetzlich vorgeschrieben oder nach Grund und Höhe angemessen sind

    Was gilt als angemessen ? Solange sich mein Kreissozialamt keine Gedanken darüber gemacht hat, was als angemessen gilt (ich habe im übrigen auch wenig Interesse, Urteile aus den letzten 9 Jahren zu durchforsten, ob sich da mal irgendein SG/LSG ein Urteil zur angemessenen Höhe der Hausrat- und Haftpflichtversicherungen erlassen hat), erkenne ich die tatsächlich nachgewiesenen monatlichen Versicherungsbeiträge einkommensmindernd an.


    Ich gehe ohnehin davon aus, dass der Bund - wenn er ab 2014 100 % der Grundsicherung zahlt - neue Regelungen treffen wird, die auch die Einkommensbereinigung umfassen. Ich rechne eigentlich damit, dass es auch im Sozialhilferecht mittelfristig eine Pauschale für Versicherungen geben wird (wie im SGB II). Und da wird sich dann unser Kreis als örtlicher SH-Träger mit dranhängen.


    Zudem handelt es sich jetzt nicht um Beträge, die das Sozialamt ruinieren würden. Ob ich, wie HTK, nun prüfe, ob 8,00 € für die Hausratversicherung oder nur 5,95 € angemessen sind - da ist die Arbeitszeit für die Prüfung der Angemessenheit teurer als die eventuelle jährliche Einsparung...

    Quote from Yorick;274789

    Die haben ihr 6 Monate zeit gegeben um eine Wohnung im Raum Berlin zu finden. Sie wohnt über 30 Jahre in der Wohnung. Jetzt haben sie einfach ihr Lebensunterhalt für die Miete eingezahlt auf deutsch die lassen meine Mutter verrecken weil wär kommt mit 30 Euro im Monat aus also wird sie verhungern.


    Üblicherweise werden die SGB II-Leistungen nur dann an den Vermieter gezahlt, wenn der Hilfeempfänger hierzu sein Einverständnis gegeben hat - oder wenn Gründe dafür vorliegen, dass Mietzahlungen in der Vergangenheit nicht zweckgebunden genutzt wurden und deshalb Mietschulden aufgelaufen sind. Also wird es ja offensichtlich Gründe geben, warum das Jobcenter weiterhin die volle Miete an den Vermieter auskehrt.


    Quote from Yorick;274789

    Sie hat alles gemacht was in ihrer macht steht. Wohnungen angeguckt, sich beworben, selbst beim Sozialamt hat sie nach Hilfe gefragt.


    Wenn sie stichhaltig nachweisen kann, dass sie tatsächlich keine angemessene Wohnung finden konnte, muss das Jobcenter auch länger als 6 Monate die volle Miete anerkennen.


    Quote from Yorick;274789

    Im Raum Berlin ist es nicht möglich eine 1 zimmer Wohnung zu bekommen weil da bis 50 Mitbewerber stehen. Hat man schulden und bekommt Hartz 4. Keine Chance.


    Wenn das so sein sollte, frage ich mich, warum Berlin eine Städte mit der höchsten Zahl an Hartz IV-Empfängern ist, die aber nicht obdachlos sind. Offensichtlich kann man auch als Hartz IV-Empfänger eine Wohnung bekommen.
    Möglicherweise nicht in Berlin Mitte, Zehlendorf oder Charlottenburg, aber in Wedding, Marzahn oder Kreuzberg.


    Und wenn man tatsächlich nichts bezahlbares in Berlin finden sollte, muss man sich halt im Umland umsehen (Königs Wusterhausen, Erkner, Brieselang, Nauen, Hennigsdorf, Zossen, Bernau - die Liste ist lang... (und ob man im fortgeschrittenen Alter in Berlin arbeitslos ohne Aussicht auf einen Job ist, oder in Erkner oder Nauen, bleibt sich zudem gleich).

    Quote from Yorick;274789

    Vor zwei Monaten ist eine Frau aus einem Hochhaus gesprungen, da sie nicht weiter wusste und man ihre Miete nicht übernehmen wollte und dann auf der Strasse leben müsste.


    Woher weißt du das ? Hörensagen ? Gerüchteküche ? Bildzeitung ?


    Quote from Yorick;274789

    Soweit geht der staat. Er Mordet für freie Wohnungen so sehe ich das.


    Ich kann mich nicht erinnern, dass der Staat Killerkommandos losschickt, um Menschen, deren Einkommen nicht für die Miete ausreicht, zu erschießen. Also rede nicht so einen Blödsinn.


    Quote from Yorick;274789

    Ich bekomme wirklich langsam genug von Hartz 4. Man wird andauernt erpresst und nichts anderes ist es. Geh Klo putzen oder wir lassen dich verhungern. Man muss auch unzumutbare Arbeit annehmen.


    Wirf einen Blick ins SGB II und mach dich mal schlau, was unzumutbare Arbeit ist. Toilettenreinigung ist nicht unzumutbar. Es ist ja nicht so, dass du einen Job als Kloputze zugewiesen bekommest, und den müsstest du dann bis zu deinem Lebensende machen. Du kannst dir jederzeit einen anderen Job suchen - du musst das dann aber auch wollen.


    Nebenbei: glaubst du wirklich, mir würde es Spaß machen, jeden Morgen früh aufzustehen, um zu arbeiten - um dann zu sehen, wie viele Menschen schon am frühen Morgen mit der Bierflasche am Hals durch die Straßen laufen, mit der Spritze im Arm im Park liegen oder als Punks oder ähnliches arbeitsscheu in der Fußgängerzone sitzen und Passanten belästigen ?
    Meinst du, es macht mir Spaß, den Lebensunterhalt solcher Leute durch meine Steuern- und Abgabenlast mitzufinanzieren ?


    Quote from Yorick;274789

    Hartz 4 nimmt alle rechte eines Menschen und wir schimpfen uns ein Sozialstaat.


    Du darfst wählen, du darfst deinen Wohnsitz frei in Deutschland (und mittlerweile in der EU) wählen, du wirst nicht erschossen, nur weil du die Regierung kritisierst, freie Religionsausübung, freie Berufswahl, weitgehend freie Bildung usw. Schau in die ersten 20 Kapitel des Grundgesetzes. Davon wird dir auch bei Hartz IV-Bezug kein Recht abgesprochen.


    Und ja, Deutschland ist ein Sozialstaat. Nämlich so sozial, dass jeder, der gewisse "Spielregeln" (diese stehen im Sozialgesetzbuch) einhält, in die Lage versetzt wird, seinen Lebensunterhalt sicherzustellen. Und zwar unabhängig von Intelligenz, Bildungsstand, sozialer Herkunft.
    Wer meint, dass diese Spielregeln für ihn keine Bedeutung haben, muss sich dann aber auch im Klaren darüber sein, dass Konsequenzen und Nachteile drohen.
    Oder wären dir amerikanische Verhältnisse lieber ? Maximal 5 Jahre Sozialhilfe im Leben, darüber hinaus gibt es gar nichts mehr ? Keine Mietzahlungen, keine Krankenversicherung ? Oder Sozialleistungen wie z.B. in afrikanischen Ländern - nämlich nichts ? Hast du dort keinen Job oder eine Familie, die dich unterstützt, verhungerst du.


    Quote from Yorick;274789

    Warum sollte jemand steuern zahlen für sowas denn wenn er selber in die Situation kommt wird das Jobcenter auch den im stich lassen.


    Nein, wird er nicht. Vorausgesetzt, man hält sich an gewissen Spielregeln. Aber das sagte ich ja schon.


    Quote from Yorick;274789

    Ich selber habe 1 Jahr jetzt auf der Strasse gelebt ich bin jung und kann damit leben auch überleben aber meiner mutter wird das nicht können. Auch ich habe vergeblich nach einer Wohnung gesucht ohne erfolg.


    Wenn du das konntest - bitte schön. Hättest du auch vermeiden können, den Anspruch auf Hilfe hättest du sicherlich auch gehabt. Aber nimm das nicht als Maßstab für andere Menschen.


    Quote from Yorick;274789

    Mit den Leuten kann man nicht reden also habe ich mich wieder bei ihr angemeldet will aber diese Unterdrückung nicht mehr dulden.


    Du fühlst dich also unterdrückt, weil du nicht mehr obdachlos bist, sondern wieder bei deiner Mutter wohnst ? Zudem muss das JC mit dir auch gar nicht reden, wenn deine Mutter Hartz IV-Leistungen erhält, es sei denn, du hast eine Vollmacht oder bist ihr Betreuer.


    Quote from Yorick;274789

    Das man nachweisen kann das man keine Wohnung bekommen hat aber sich bemüht hat so das die miete weiter gezahlt wird, davon weiß keiner beim JC.


    Wenn man das nicht nachweisen kann, muss man die Nachteil in Kauf nehmen. Wenn deine Mutter nachweisen kann, dass sie trotz Bemühungen um eine Wohnung keine billigere Wohnung kriegen konnte, aber das JC akzeptiert dies nicht, soll sie von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und sich ggfs. zusätzlich ans Sozialgericht wenden.


    Quote from Yorick;274789

    SPD und die Linken haben die Sozialwohnungen privatisiert was ein großer Fehler war


    Bei der planlosen Privatisierung öffentlichen Wohnungsbestandes (den im übrigen nicht nur SPD und Linke, sondern auch die anderen Parteien in den letzten Jahren forciert haben), ist sicherlich so einiges schiefgelaufen. Da gebe ich dir sogar recht.


    Quote from Yorick;274789

    dann muss die Stadt Berlin sich dazu verpflichten [...] oder schwache Menschen dabei helfen ihr Lebenstandart zu sichern.


    Falsch. Mit den Sozialleistungen ist nicht der Lebensstandard, sondern nur der notwendige Lebensunterhalt zu sichern.


    Zum Abschluß eine persönliche Meinung (ob du diese akzeptierst oder nicht, ist mir relativ egal): Wenn du in deinem Leben weder eine geregelte Arbeit noch den Bezug einer eigenen Wohnung auf die Reihe bekommen haben solltest, wundert mich das bei deiner schadhaften Rechtschreibung und Ausdrucksweise nicht im geringsten. Von dem dir verfassungsmäßig zugestandenen Grundrecht der Bildung hast du offensichtlich keinen übermäßigen Gebrauch machen wollen. Also schieb die Schuld an der Misere nicht auf den Staat, sondern schau in den Spiegel.



    Hallo,


    ich gehe mal davon aus, dass du alleinstehend bist.
    Dann kommt es zunächst darauf an, ob die Rente unbefristet (d.h. bis zum Erreichen der Altersgrenze gewährt wird ==> Grundsicherung nach 4. Kapitel SGB XII.
    Ist die Rente befristet ==> Hilfe zum Lebensunterhalt nach 3. Kap. SGB XII.


    Beides kann bei deinem örtlichen Sozialamt beantragt werden.


    Die Hilfe errechnet sich im großen und ganzen nicht wesentlich anders als die Hartz IV-Leistungen (Regelbedarf + Warmmiete), allerdings jetzt natürlich abzüglich der Rente, also in deinem Fall 382,00 € Regelbedarf + 460 € Kaltmiete + ? € Heizkosten ./. 491 € Rente = x € Hilfe zum Lebensunterhalt/Grundsicherung.
    Daszu käme ggfs. noch ein Mehrbedarf wegen Schwerbehinderung, falls du einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen "G" hast.
    Wenn das Jobcenter bisher schon deine Miete voll anerkannt hat und du auch noch nicht aufgefordert wurdest, deine Unterkunftskosten zu senken, wird das Sozialamt die Miete (einschließlich Heiz- und Nebenkosten) ebenfalls in gleicher Höhe anerkennen.


    Wenn du jetzt Rente bekommst, können Beiträge zur Hausrat- und Haftpflichtversicherung einkommensmindernd berücksichtigt werden. Wenn du diese Versicherungen hast, nimmst du für den Antrag die aktuellen Versicherungscheine mit.


    Solltest du nur Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt haben, müsste das Sozialamt allerdings überprüfen, ob deine Eltern Unterhalt zahlen können. Deshalb Adresse der Eltern mitnehmen. Falls Grundsicherungsanspruch besteht, wird Unterhalt aber nur geprüft, wenn Eltern über 100.000 € jährlich verdienen.

    Quote from Birgit63;273385

    Dein Schwager bezieht mit 76 Jahren Waisenrente? Da kann doch was nicht stimmen.


    Doch, kann schon sein.
    Nämlich dann, wenn der Schwager keine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht (da gibt's die Waisenrente maximal nur bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres), sondern als Kriegerwaise eine Rente nach dem BVG erhält - da kann nämlich die Waisenrente bei Behinderten, die sich nicht selbst unterhalten können, ggfs. lebenslang weitergezahlt werden (§ 45 Abs. 3 Buchst. d BVG): BVG - Einzelnorm
    Und bei einem Herrn, der offensichtlich Baujahr 1937 ist, kann das mit der Eigenschaft eines Kriegerwaisen ja durchaus hinkommen.

    Ich würde mal sagen, dass du hier im Sozialhilfe-/Grundsicherungsforum falsch bist.
    Du bekommst nach eigenen Angaben Rente in Höhe von 1.000 €.
    Als Alleinstehender steht dir ein Regelbedarf von 382 €, zzgl. deiner Warmmiete von 445 € hast du also einen Bedarf zum Lebensunterhalt von 827 € monatlich. Da liegt deine Rente drüber und somit bist du nicht hilfebedürftig.


    Wenn du unterhaltspflichtig bist, liegt normalerweise dein Selbstbehalt bei 1.000 €, kann bei leiblichen minderjährigen unterhaltspflichtigen Kindern aber bis auf 800 € abgesenkt werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstbehalt_%28Unterhalt%29 D.h. es könnte durchaus etwas von deiner Rente gepfändet werden, damit du zumindest teilweise deiner Unterhaltspflicht nachkommst. Mehr als rechnerisch 173 € kann man dir allerdings nicht wegpfänden, da du durch die Pfändung nicht hilfebedürftig werden darfst - weil du 827 € für deinen notwendigen Lebensunterhalt brauchst.
    Wenn 150 € von der Rente gepfändet werden, kann das also durchaus hinkommen. Dann bleibt dir immer noch soviel, dass du deinen notwendigen Lebensunterhalt sicherstellen kannst.


    Inwieweit die Kosten für die zeitweise Betreuung der eigenen Kinder berücksichtigt werden können, müsste dein Betreuer dann mal abklären.
    Ist aber eher eine Unterhaltsfrage - und somit hier im falschen Forum.

    Normalerweise bedeutet 100 %-Sanktion, dass kein Regelbedarf gezahlt wird, die Unterkunftskosten hingegen schon. Sollte das allerdings nicht die erste Sanktion sein, kann das dann auch die Miete betreffen.
    Zudem darf, wenn das so richtig sein sollte, nur dein Regelbedarf gekürzt bzw. gestrichen werden, nicht der Regelbedarf deiner Familienangehörigen.


    Was den Anwalt angeht - du kannst dir beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein holen. Kostet 10 €, mit dem Schein kannst du dann zum Anwalt gehen.