Posts by 8472

    Ich hab eher das Gefühl dass das Sozialamt mir eine EM "aufschwatzen" will, obwohl keine vorliegt. Oder sie ist gesetzlich dazu verpflichtet standardmäßig bei jedem der Eingliederungshilfe bezieht und in einer Einrichtung lebt, das zu beantragen.

    Im Brief steht:


    [...]
    sie erhalten Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung in einer Einrichtung oder haben dies beantragt. In diesem Zusammenhang muss geprüft werden, ob die Voraussetzungen von Grundsicherung in Einrichtungen nach dem 4. Kapitel des SGB XII vorliegen.
    [...]
    (Unterlagen zusenden)
    [...]
    Nach Eingang werden wir den Rentenversicherungsträger mit der Begutachtung zur Feststellung der dauerhaften und vollen Erwerbsminderung beauftragen.
    [...]


    Bei mir ist es andersherum; ich möchte die EM gar nicht beantragen, da ich a) keinen Vorteil für mich darin sehe, b) keinen Sinn in der Beantragung sehe und c) es sowieso offensichtlich ist dass ich keine EM habe.


    Mir ist nur unklar wieso das Sozialamt das von mir will und welchen Sinn dieses Schreiben überhaupt hat.


    Die BA hat für das JC schon mal festgestellt dass keine Erwerbsminderung vorliegt.


    Ich mache mein Abitur und gehe dann studieren, was das mit der EM soll, weiß ich nicht.


    Aber meine Schule hat einen Sozialdienst, den werde ich zuerst mal fragen und anschließend nochmal das Sozialamt.

    Hallo, Erst mal vorab: Ich beziehe Eingliederungshilfe für ein Internat, d.h. ich gehe dort zur Schule und wohne auch dort. Letzens kam vom Träger der Eingliederungshilfe, dem Sozialamt, ein Brief in dem stand dass ich doch bitte eine Schweigepflichtsentbindung für die Rentenversicherung unterschreiben sollte und diese an das Sozialamt zurücksenden soll. Dort soll ein Gutachten erstellt werden, in dem es darum geht ob eine Erwerbsminderung vorliegt oder nicht.


    Da das so aus dem Nichts kommt habe ich erst mal keine Ahnung was das sein soll, aber eine Sozialarbeiterin meinte mal dass das eine Masche vom Sozialamt sei, um die Kosten auf die Rentenversicherung abzuwälzen und selbst nichts zahlen zu müssen.


    Also bei mir liegt auf jeden Fall keine Erwerbsminderung vor und ich habe auch keine Lust sinnlos Daten an die Rentenversicherung weiterzuleiten; deswegen habe ich erst mal vor das Schreiben zu ignorieren oder es gleich getrost in die Tonne zu werfen.


    Sicherheitshalber möchte ich euch trotzdem mal fragen: Ist das ganze Pflicht und was hat es damit überhaupt auf sich?

    Ich weiß den konkreten Umzugstermin noch nicht. Aber entweder ist es der 3.9. oder der 9.9. Am 10.9. beginnt die Schule. Ab 10.9. übernimmt das Bafög-Amt. Ich muss allerdings schon spätestens am 9.9. umziehen, da ich mindestens 1 Tag für den Umzug brauche. Die Person die mir diese Frage beantworten kann ist erst wieder Ende August/Anfang September zu erreichen. Kapische?


    "Du hast doch sicherlich zwischenzeitlich mitbekommen, dass es um die Frage geht, wer ab wann für was zuständig ist!"


    Klar und zwar weil die Frage von mir kam und sie der Grund ist wieso ich diesen Thread erstellt habe. :P


    Die Miete wird immer am 1. fällig und das Jobcenter überweist immer am Ende des Monats für den nächsten Monat. Da ich bis zum 1. (und auch wenige Tage darüber hinaus) noch hier wohne, ist das JC für die Miete zuständig. So zumindest meine Ansicht.


    Seht ihr das anders? Begründung?


    Bis zum Tag an dem ich in nicht mehr hier wohne, ist das hiesige JC für mich zuständig. Also müsste ich bis zum 3.9 oder zum 9.9 auch noch ALG 2 beziehen.


    Auch hier: Seht ihr das anders? Welche Begründung habt ihr dafür?


    Ich beziehe auf jeden Fall Bafög ab dem 10.9. UND zusätzlich ALG 2 vom neuen JC, WENN das Geld nicht reicht und ich dort einen Antrag auf Aufstockung (oder wie der heißt) stellen möchte und kann.


    Was ist denn noch unklar?

    Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund die Miete erst nachträglich zu überweisen; die steht ja schon fest. Einzig und allein die Anzahl der Tage die ich noch hier wohne stehen noch nicht fest und ich kann sie auch nicht beweisen, sondern erst dann wenn ich umgezogen bin und eine Meldebescheinigung des dortigen Einwohnermeldeamtes dem Jobcenter vorgelegt habe. Deswegen kann ich diesen einen Punkt nicht nachvollziehen. Ebenfalls kann ich nicht nachvollziehen wieso der Sachbearbeiter mir empfiehlt den Weiterbewilligungsantrag erst NACH Ablauf des Bewilligungszeitraums einzureichen. Er meinte es sei praktischer wenn ich diesen, zusammen mit der Meldebescheinigung einreichen würde, dann müsste ich nämlich nur einen Brief und nicht zwei verschicken. Wenn der Bewilligungszeitraum abläuft, dann bin ich nicht mehr beim JC gemeldet und dementsprechend müssen mir auch nichts mehr überweisen. Das ergibt also keinen Sinn.

    <p>Ich ziehe aus zwei Gründen um: Erstens weil ich an eine Schule gehe und zweitens weil ich wegen einer Mietaufhebungsvereinbarung sowieso umziehen muss. Grund zwei dürfte als "berechtigter Umzug" aus Sicht des Jobcenters gelten. Wenn ich umgezogen bin, dann befinde ich mich nicht mehr im Landkreis für den das Jobcenter hier zuständig ist. Meiner Ansicht nach ist das Jobcenter hier aber solange für mich zuständig, solange ich hier noch wohne und der Umzug fällt meiner Ansicht nach auch darunter. Das "neue" Jobcenter hat das ebenfalls bestätigt; sie seien erst dann für mich zuständig sobald ich umgezogen bin und wenn ich einen Antrag auf Aufstockung stellen will. Sobald ich zur Schule gehe (zeitgleich mit dem Umzug) beziehe ich Schüler-Bafög. Das Bafög-Amt hat auch bestätigt dass sie erst ab Schulbeginn für mich zuständig wären. Mein Vorschlag an das hiesige Jobcenter ist dass diese mir bis Ende des Monats für den nächsten Monat die volle Miete überweisen und anteilsmäßig das restliche ALG 2 für die Tage die ich noch hier im Landkreis wohne. Wie das juristisch ist weiß ich nicht, aber das ist zumindest meine Ansicht. Ich habe den Vorschlag in einem Begleitsschreiben, zusammen mit dem Weiterbewilligungsantrag dem Jobcenter zukommen lassen. Der Sachbearbeiter selbst schien überfordert zu sein und schien selbst nicht wirklich zu wissen wie sich das verhält. Er hat am Anfang auch erst mal gesagt dass das neue Jobcenter oder das Bafög-Amt zuständig wären, hat es aber dann verworfen als diese es ihm dann selbst verneint haben. Er selbst hat ja aber auch schon bestätigt dass das hiesige Jobcenter die Kosten übernimmt; jedoch will er diese erst nachträglich überweisen.<strong></strong></p>

    Ich ziehe nächsten Monat um. Der Bewilligungszeitraum geht bis Ende August. Ich habe letztens mit dem Sachbearbeiter für Leistung geredet und der meinte nach langem Hin und Her dass er es so vorschlägt: Ich ziehe erst mal um und reiche DANACH den Weiterbewilligungsantrag zusammen mit der Meldebescheinung des Einwohnermeldeamtes und der Zusage von der Schule auf die ich gehen werde, ein. Begründung: Das wäre viel weniger kompliziert und er könne mir die Miete für die Wohnung und den Rest des ALG 2 nicht - wie sonst normal - im Voraus für den Monat bezahlen. Ich müsste also erst mal damit leben dass ich die Miete für September nicht bezahlen kann und das Geld erst rückwirkend nachgezahlt bekomme. Er müsse das auch erst mal mit der Leitung absprechen und könne mir nicht einfach Geld überweisen, weil es ja sonst sein könnte dass am Ende zu viel überwiesen wird.


    Ich halte diesen Vorschlag von dem Sachbearbeiter nicht für klug. Wie seht ihr das?


    Ich habe 3 Optionen:


    1. Ich rede nochmal mit dem Sachbearbeiter (ich glaube nicht dass das was bringen würde).


    2. Ich wende mich an seinen Vorgesetzten.


    3. Ich akzeptiere seinen Vorschlag. (halte ich nicht für sinnvoll)

    Es besteht kein schriftlicher Untermietsvertrag, jedoch ist die Untervermietung dem Vermieter bekannt und dieser hat sie auch erlaubt. Und damit gibt es auch keine Koppelung des Untermietvertrages an den Hauptmietvertrag bezüglich Kündigung.


    Das Jobcenter besteht dennoch darauf die Kündigung des Hauptmieters eingereicht zu bekommen. Auf die Frage welche Relevanz diese Kündigung für das Jobcenter hat wird nicht wirklich eingegangen. Es wird nur gesagt dass alle Änderungen, also auch Änderungen des Mietverhältnisses mitzuteilen sind und die Kündigung unter diese Pflicht fällt. Weigert sich der Leistungsbezieher könne das Jobcenter schlimmstenfalls die Mietzahlungen einstellen. Auf die Frage ob bestimmte Teile der Kündigung geschwärzt werden dürfen (zb. die Adresse des Hauptmieters) wurde nicht eingegangen.


    Angenommen der Hauptmieter weigert sich die Kündigung dem Untermieter auszuhändigen - steht der Untermieter dann trotzdem in der Pflicht die Kündigung (welche nicht mal seine eigene ist) vorzulegen?


    Das ist nur meine Laienansicht aber ich finde das sehr fragwürdig. Das ist so als würde von einem verlangt werden die Steuererklärung des Nachbarn vorzulegen. Das ergibt doch gar keinen Sinn.


    Am Rande: Eine Frau vom Telefonservicecenter meinte dass es absolut keinen Sinn machen würde die Kündigung jetzt schon vorzulegen. Das würde erst Sinn machen wenn man unmittelbar vor der Unterzeichnung eines Mietvertrages stehen würde. Dann könnte man nämlich die Kündigung mitsamt dem Mietvertrag beim Jobcenter vorlegen und so die Angemessenheit der Wohnung und die Begründung für das Umziehen prüfen lassen. Eine neue Wohnung steht dem Leistungsbezieher aber nicht unmittelbar bevor.


    Klar... Rein theoretisch könnte man einen Rechtsanwalt konsultieren oder schlimmstenfalls vor dem Sozialgericht darüber debattieren aber das wäre nicht sehr sinnvoll oder verhältnismäßig.


    Mit sich reden lässt das Jobcenter aber anscheinend auch nicht.


    Man könnte jetzt sagen "Wieso legt man die Kündigung nicht einfach vor?". Naja. Man sollte auch mal selbst nachdenken was man muss und was sinnvoll ist und nicht nur naiv alles machen was einem gesagt wird. Thema Datenschutz. Auch im Jobcenter arbeiten nur Menschen und auch die können sich irren.


    Siehe die Mietbescheinigung die der Vermieter ausfüllen soll, die meines Wissens von einem Gericht bereits als rechtswidrig erklärt wurde und die aber trotzdem bei einigen Jobcentern noch herausgegeben wird.


    Ich verstehe nicht was dem Jobcenter diese Kündigung überhaupt bringen soll. Der Leistungsbezieher bewohnt nach wie vor die Wohnung und hat meines Wissens damit auch weiterhin den Anspruch auf eine Zahlung der Miete vom Jobcenter. Sollte der Vermieter eine erfolgreiche Räumungsklage durchziehen oder der Leistungsbezieher vorher schon eine neue Wohnung haben, dann ist das wieder etwas anderes. Eine Kündigung allein hat aber keine bindende Wirkung wie ein vom Gericht angeordneter Räumungstitel. Ergo sind keine Änderungen eingetreten und ergo muss dem Jobcenter auch meines Wissens nichts vorgelegt werden. Für die rechtlichen Angelegenheiten sind Rechtsanwälte und Gerichte zuständig und nicht das Jobcenter.

    Angenommen jemand bezieht ALG 2 und bewohnt als Untermieter eine Wohnung, deren Anschrift dem Jobcenter bekannt ist. Plötzlich wird dem Mieter der Wohnung die Wohnung gekündigt. Der Untermieter und gleichzeitig derjenige der beim Jobcenter gemeldet ist, teilt seinem Sachbearbeiter der für die Arbeiter zuständig ist, mit dass die Wohnung gekündigt wurde, diese aber ungerechtfertigt ist und er keine Gefahr sehe von heute auf morgen die Wohnung zu verlieren.


    Im Weiterbewilligungsbescheid heißt es dann plötzlich von dem Sachbearbeiter der für die Finanzen zuständig ist, dass eine Kopie der Kündigung dem Jobcenter vorgelegt werden soll und dieses auf dem Laufenden gehalten werden soll.


    Frage: Muss der Leistungsbezieher diese Kündigung vorlegen? Falls ja, darf diese geschwärzt werden und falls ja, was genau darf nicht geschwärzt werden?


    Ich sehe folgende Punkte:


    1. Der Mieter (dem gekündigt wurde) ist NICHT der Leistungsbezieher. Der Leistungsbezieher darf die Kündigung aus datenschutzrechtlichen Gründen gar nicht vorlegen.


    2. Dem Jobcenter muss eine neue Anschrift mitgeteilt werden, solange der Leistungsbezieher aber keine neue Wohnung hat, hat er keine neue Anschrift.


    3. Die Kündigung muss erst dann vorgelegt werden wenn der Leistungsbezieher unmittelbar davor ist einen Mietvertrah zu unterschreiben. Dann muss er nämlich VOR dem unterschreiben, den Mietvertrag mitsamt Kündigung zum Jobcenter bringen und prüfen lassen ob er a) umziehen darf und b) die Wohnungskosten angemessen sind.


    Wie seht ihr das?

    Was ich auch nicht verstehe ist wieso eine Meldepflicht - unabhängig von Grund des persönlich geforderten Erscheinens - besteht. Wenn es erforderlich ist dass zur Arbeitssituation ein persönliches Gespräch geführt wird, dann verstehe ich das. Aber wenn es seit vielen Monaten keinen Grund für ein Gespräch gibt, da erst noch die gesundheitliche Eignung der Person bezogen auf die Integration in das Arbeitsleben festgestellt werden muss und in dieser Zeit keine Jobangebote o.ä. vorgeschlagen werden, dann verstehe ich nicht wieso die Person dann dennoch weiterhin regelmäßig persönlich erscheinen muss.


    Da wäre es viel sinnvoller solange es keinen Grund für ein persönliches Erscheinen gibt, dieses auch nicht zu fordern und erst wenn es wieder nötig wird, dieses zu verlangen.


    Oder ist das vom Gesetz bzw. von den Vorschriften so vorgeschrieben, dass es unmöglich ist daran etwas individuell zu ändern? Also sagt das Gesetz "Jeder der ALG 2 bezieht muss jeden Monat persönlich erscheinen, ganz egal aus welchem Grund."?


    Oder aus welchem Grund gibt es überhaupt eine Meldepflicht mit regelmäßig gefordertem persönlichen Erscheinen?

    Ich habe ein paar Fragen zur Meldepflicht. Soweit ich weiß ist man wenn man ALG 2 bezieht, verpflichtet sich regelmäßig, sobald man eine Einladung vom Jobcenter bekommt, dort auch zu erscheinen und sich mit seinem Sachbearbeiter über die berufliche Situation zu unterhalten.


    Angenommen jemand ist in einer anderen Stadt, als die in der er wohnt, gemeldet und muss um seiner Meldepflicht nachzukommen, in diese Stadt regelmäßig fahren. Angenommen die Person ist aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, bzw. ihr ist das gesundheitlich nicht zumutbar der Meldepflicht auf diese Art und Weise nachzukommen. Kann man dann einen Ersatz für diese Meldepflicht schaffen (telefonischer Kontakt statt persönlich erscheinen) oder gar diese Meldepflicht abschaffen?


    Falls ja, wie hat die Person dann vorzugehen? Streng genommen kann sie natürlich bei jedem anstehenden Termin sich eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung besorgen und diese dem Jobcenter zusenden. Dieses hätte dann aber nach einer Weile Unmengen an AUs und das ist ja auch wenig zielführend würde ich meinen. Ist es möglich dass ein Arzt der Person dann ein Dokument ausstellt, dass bescheinigt dass die Person allgemein nicht in der Lage dazu ist der Meldepflicht auf diese Art und Weise nachzukommen?


    Ist es relevant was in diesen Terminen besprochen wird? In dem Fall kommt die Person sowieso schon zur Reha-Beratung, da sie aus gesundheitlichen Gründen keine Jobangebote vom Sachbearbeiter bekommt. Zwar hat sie nach wie vor Termine beim Sachbearbeiter, diese bestehen allerdings ausschließlich in der Form "sich kurz melden und dann wieder gehen" und haben keinen wirklichen Inhalt.


    Verstehe ich das richtig?: Die Reha-Beratung ersetzt nicht die Termine beim Sachbearbeiter, sondern existiert einfach parallel dazu. D.h. die Person hat sowohl Termine bei der Reha-Beratung als auch Termine beim Sachbearbeiter.

    Ich habe letztens bei einer Behörde (nicht dem Jobcenter) Akteneinsicht genommen. Das ganze verlief auch wunderbar, ich bin vorbeigekommen konnte mir die Akte ansehen und man hat mir die gesamte Akte kopiert und dafür nicht mal Geld für die Kopien verlangt. Die Akteneinsicht hat sich gelohnt.


    Jetzt überlege ich bei anderen Behörden ebenfalls Akteneinsicht zu nehmen, falls es sich lohnen könnte. Soweit ich aber zumindest gelesen habe sollen da Sozialbehörden wie das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit usw. aber gerne mal sich quer stellen und - rechtswidrigerweise - Akteneinsicht verweigern oder behindern.


    Jetzt weiß ich nicht was dran ist aber ich hätte einige Fragen dazu:


    1. Wie sieht eure Erfahrung als Mitabeiter/Kunde da aus? Sind Akteneinsichtsverweigerungen häufig (stimmt das Gerücht?) oder eher selten der Fall?


    2. Ich kann mich irren aber soweit ich weiß benötigt man keinen bestimmten Grund um eine Akte einzusehen. Die eine Behörde hat von mir auch keinen Grund verlangt. Stimmt das? Oder benötigt man einen bestimmten Grund um beim JC/AfA die Akte einzusehen? Scheinbar argumntieren die oft mit dem Kann-Ermessen aber das Kann-Ermessen liegt nicht bei der Behörde, sondern beim Kunden.


    3. Wie sieht eine Akte beim Jobcenter grob aus? Also mit was kann man da rechnen, was wird da drin sein (durchschnittlich)? Die Frage ist ob die Anreise sich lohnt oder der Aufwand oder ob da eh nur Infos drin sind die ich eh schon habe.


    4. Interessanterweise werden - zumindest scheinbar - sehr selten vorgenommen. Obwohl sie - zumindest in meinem Fall - sie sich durchaus lohnen können. Wieso ist das so? Liegt das einfach daran dass die Leute nicht wissen dass sie so etwas dürfen/dass eine Akte über sie existiert oder interessiert es sie ganz einfach nicht?


    5. Was sind noch Behörden (ganz allgemein) bei denen sich eine Akteneinsicht lohnen könnte?


    6. Wenn eine Behörde mit einem Ärztlichen Dienst kooperiert, der NICHT im selben Gebäude ist (zb. Vertragsarzt, ärztlicher Dienst einer anderen Agentur für Arbeit), sind die Akten dann getrennt gelagert?


    Also heißt dass das ich einmal Akteneinsicht bei der Behörde UND beim Ärztlichen Dienst nehmen muss? Also zwei mal um an alle Daten zu kommen?


    Also werden medizinische Daten getrennt von der Behörde gelagert?

    Kurz: Nein ich bin nicht von einer Sanktionierung, d.h. einem 10% Abzug (bei unentschuldigtem Nichterscheinen bei einem Termin) betroffen. Ich hörte nur dass ein Sozialgericht das Ganze für verfassungswidrig erklärt hätte und ich würde gerne wissen ob das Bundesverfassungsgericht darüber schon entschieden hat oder nicht. Ansonsten bitte nur Argumentationen die eine Rechtsgrundlage haben. D.h. zb. sowas wie "Ich sehe nach Gesetzbuch X Paragraph XY das so und so" und nicht "Das ist scheiße!/Das ist toll!". Das wäre sonst nur eine unnötige Endlosdiskussion ohne jegliche Fakten und ohne Mehrwert.


    Weiß jemand worauf das Sozialgericht seine Entscheidung begründet? Also nach welchen Gesetzen?

    Wie sinnvoll ist es, Energie in Abwehrstrategien gegen Möglichkeiten zu investieren, von denen du nicht weißt, ob sie überhaupt eintreten?
    Mit den Fragen "Was mache ich gegen sinnlose Maßnahmen?" oder "Was mache ich, wenn man mir den Besuch einer WfbM anrät?" kannst du dich (und uns) auch durchaus beschäftigen, wenn sich diese Fragen konkret (und nicht abstrakt) stellen.


    Ich denke das ist Ansichtssache. Natürlich irgendwann macht es keinen Sinn mehr sich endlos vorzubereiten, aber ich denke es macht schon Sinn sich im Vorfeld schon mal einen Plan B für den Fall zurechtzulegen, bzw. sich informationstechnisch so weit es geht zu informieren.


    Dann ist man einerseits sicherer im späteren Gespräch, macht weniger Fehler und kann auch besser argumentieren, da man ja selbst weiß wie weit die eigenen Rechte gehen und in wie weit nicht. Also zumindest mir hat es bisher immer geholfen mich vorzubereiten, aber natürlich macht es nur zu einem bestimmten Grad Sinn.


    Klar, die Frage nach der beruflichen Orientierung ist aber erst mal die wichtigste, das sehe ich auch so.


    Ich beschäftige mich auch regelmäßig mit der Recherche usw. nach möglicherweise passenden Berufen/Studiengängen. Nicht erst seit gestern, sondern schon seit längerem.


    Das Thema wurde ja bei dem Gespräch bei der Berufsberaterin letztens angesprochen.


    Natürlich ist nichts davon was sie sagte irgendwie rechtsverbindlich, aber dennoch; Sie meinte zb. es gäbe Schulen in denen in der Klasse nur 5 Schüler wären und Klausuren zb. auch in einem Einzelraum abgelegt werden können.


    Fakt ist ja dass ich damals nach der 11. Klasse Gymnasium (Jahrgangsstufe) mein Abitur abbrechen musste, da es mir aus gesundheitlichen Gründen einfach nicht möglich war bei diesen Rahmenbedingungen (viel Lärm, viele Menschen, Reizüberflutung...) das Abitur abzulegen.


    Falls ich da Nachweise bräuchte (die belegen dass ich nicht einfach aus Faulheit das abgebrochen habe), das ist auch kein Problem. Ich habe ein Attest dass das Ganze sehr aussagekräftig belegt.


    Jedenfalls natürlich möchte ich nach wie vor mein Abitur ablegen und das hat mir auch mein früherer Schulleiter und die Lehrer eindeutig empfohlen. Nachweise dass ich die Eignung habe um das Abitur abzulegen habe ich auch, dafür wurde auch ein Test gemacht.


    Und in einer Schule, die die nötigen Rahmenbedingungen stellt die ich aufgrund meines Autismus gesundheitlich benötige, könnte ich mein Abitur nachholen.


    Danach würde ich ein Studium beginnen, was für ein Studiengang, da bin ich mir noch nicht sicher.


    Aber mögliche Richtungen habe ich auch schon bereits und was mir gesundheitlich an beruflichen Rahmenbedingungen zumutbar wäre, ebenso.


    Richtung Informatik habe ich mir auch schon überlegt, bin mir aber noch nicht sicher.


    Aber so eine Berufsfindung geht auch nicht von heute auf morgen. Wichtig ist da eher dass man jeden Tag etwas mehr vorankommt.

    Ich möchte nicht pauschalisieren und ich weiß auch nur die Erfahrungsberichte von anderen Autisten die in WfbMs waren, aber grundsätzlich hieß es meist folgendes:


    - WfbM werden angeblich immer gerne als "Standardmaßnahme" vorgeschlagen, ungeachtet der individuellen Begebenheiten der Person


    - Gerade bei Autismus sollen WfbMs stark kontraproduktiv sein. Grund: Sehr viele Menschen, auf relativ geringem Raum, hohe Belastung und Überforderung.


    Autisten brauchen meistens eine sehr ruhige Umgebung, mit wenigen Menschen und wenig Lärm.


    Einer meinte mal dass ihn die Leute dauernd umarmen wollten, was für ihn unglaublich belastend war.


    Ich möchte nicht pauschalisieren, aber das ist "nur" die Erfahrung von mehreren Autisten und was ich so mitbekommen habe.


    Und ich weiß dass ein WfbM nichts für mich persönlich, individuell wäre.


    "Was wäre für Dich eine Alternative? Ein Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt? "


    Wieso denn nicht?


    Laut ärztlichem Gutachten bin ich für den allgemeinen Arbeitsmarkt geeignet, wenn auch mit gewissen Besonderheiten die beachtet werden müssen.


    Zb. "Nur Berufe mit festen Arbeitszeiten. Keine Schichtarbeit".


    Das deckt sich auch mit dem wie ich mich fühle und was ich benötige.


    1. Arbeitsmarkt = allgemeiner Arbeitsmarkt?


    Ich persönlich und viele andere sehen Autismus nicht als Krankheit, sondern einfach als "anders sein". Besonderheit.


    Aber klar offiziell gilt es natürlich so.


    Klar jeder Mensch ist anders und gerade bei Autismus gibt es so unendlich viele Formen.


    Es gibt einen sehr guten Spruch:


    "Kennst du eine Person mit Autismus, dann kennst du eben genau nur eine Person mit Autismus. Jeder Autist ist anders."

    Edit: Ich habe schon von einigen Autisten gehört die in sinnlose Maßnahmen gesteckt wurden oder Werkstätten für behinderte Menschen, die aber wiederum völlig kontraproduktiv bei Autismus sind.


    Da ich nicht davon ausgehen kann dass meine Reha-Beraterin eine Spezialistin für Autismus sein wird, habe ich vor selbst tätig zu werden um solche unnötigen und kontraproduktiven Maßnahmen schon im Vorhinein möglichst auszuschließen und dagegen vorzugehen.

    Hallo,


    Vorab: Sollte ein Admin/Mod der Meinung sein das Thema passt in ein anderes Unterforum, so darf er das natürlich gerne verschieben. Ich war mir nicht einig, da das Thema thematisch in mehrere Unterforen passt. Also habe ich mich für eines entschieden, das meiner Meinung nach am besten passt.


    Und es geht darum dass ich seit einigen Monaten beim Jobcenter arbeitssuchend gemeldet bin. Beim ersten Termin bekam ich einen Gesundheitsfragebogen den ich ausfüllte und u.a. Darin kenntlich machte dass ich eine Autismus-Diagnose habe. Das ganze ging dann an den ärztlichen Dienst. Dieser erstellte innerhalb von 3 1/2 Monaten ein Gutachten. Während dieser Zeit musste ich zwar 1x monatlich zum Jobcenter gehen um "mitzuteilen wie die aktuelle Lage ist", jedoch durften mir keine Jobangebote unterbreitet werden, da davor erst vom ärztlichen Dienst entschieden werden muss was mir zumutbar ist und was nicht.


    Teil B des Gutachtens (der für die Sachbearbeiter des Jobcenters angefertigt wird) konnte ich schon einsehen.


    Ich hatte einen Termin bei der Agentur für Arbeit – bei der Berufsberatung. Diese erklärte mir dass ich von nun an nicht mehr beim Jobcenter sein werde, da mir eine Reha-Beraterin zur Verfügung gestellt wird und das Jobcenter keine Reha-Beratung hat.


    Da im gleichen Ort aber eine Agentur für Arbeit ist, die eine Reha-Beratung hat, wird von nun an die Agentur für Arbeit in dieser Hinsicht für mich zuständig sein.


    Geldzahlungen und alles finanzielle wird jedoch weiterhin über das Jobcenter abgewickelt.


    Jedenfalls stand im Gutachten eine sehr lange Liste von Dingen die mir aufgrund des Autismus nicht zugemutet werden können, so zb. "Nachtschicht" (also nachts arbeiten in einem Beruf).


    Die Berufsberaterin erklärte mir dass ich noch ein zweites Gutachten erstellt werden muss – ein IQ Test (den ich vor 2 Jahren schon mal gemacht habe) und ein Gespräch bei einem Psychologen.


    Anschließend komme ich zur Reha-Beraterin, die dann entscheiden wird was für (finanzielle) Förderung und Gelder ich erhalten werde um letztendlich einen Beruf zu finden für mich.


    Da Autismus als Behinderung offiziell gilt hätte ich ein Recht auf Unterstützung vom Staat.


    Jetzt hörte ich aber mal dass ich selbst, von mir aus schon Anträge stellen sollte um das ganze abzusichern.


    Es muss zwar nicht sein, aber es könnte sein dass das mit der Reha-Beratung auch schief geht und mir unnütze Maßnahmen vorgeschlagen werden, die mir nicht helfen.


    Deswegen die Frage:


    Welche Möglichkeiten habe ich vor, während und eventuell nach der Reha-Beratung selbst,


    eigenständig etwas dafür zu tun?


    Evtl. Verlinkung von Formularen die ich ausfüllen kann um das ganze abzusichern...


    Ich möchte wenn möglich alles dafür tun dass das Ganze auch funktioniert und ich nicht am Ende dumm da stehe...


    Man sollte sich nicht auf eine Behörde verlassen, sondern immer versuchen selbst etwas zu tun, parallel dazu.


    Aber was kann ich dafür alles tun? Rechtlich zb.?


    Diagnose und medizinische Unterlagen sind kein Problem. Die habe ich bereits.


    Ich benötige nur eine Vorgehensweise wie zb.:


    1. Du kannst bei der Bla Bla Behörde das Formular XY einreichen. Das hilft dir später bei Bla Bla...
    2. Du kannst außerdem Bla Bla machen, das erhöht auch deine spätere Erfolgschance auf Bla Bla


    [...]


    Ich möchte den ganzen Prozess (von der Reha-Beratung bis zu meinem späteren Beruf/Ausbildung/Schulabschluss) rechtlich und verwaltungstechnisch absichern, zumindest soweit möglich.