Posts by Alba

    Ja, auch das ist komisch, gibt es doch Kindergeld bei Schwerbehinderung nur, wenn klar ist, dass der Lebensunterhalt nicht durch Erwerbstätigkeit sichergestellt werden kann, man also im Prinzip nicht erwerbsfähig ist.


    Ich sag doch, dass hier was äußerst komisch ist.

    Es gibt durchaus einige Konstellationen wie man ein Kindergeld bei SchwB, fortgeschrittene, Alter und gleichzeitiger Zuständigkeit des Jobcenters konstruieren kann. Die setzten aber üblicherweise recht ausführliche oder recht ungewöhnliche Sachverhalte voraus.

    Jobcenter und Arbeitsamt sind zwei verschiedene Behörden. Sie sind allerdings an vielen Orten im gleichen Gebäude und teilen sich teils Infrastruktur.


    Die Chancen sind also vorhanden, dass die falsche Behörde für Deine Arbeitslosmeldung erwischt hast.


    Also erst einmal schnellstmöglich zum Arbeitsamt und schauen, wie man den Fall dort behandelt.

    Wenn Jemand 13 Jahre IT-Erfahrung mitbringt und einen Stellenwechsel in der Branche nach Deutschland geschafft hat, dann sind reale Qualifikationen da.


    Das ist eine, wenn nicht die Branche, in der tatsächliches Können, Erfahrungen und Zertifizierungen völlig ausreichen können.


    Warum hier ein einjähriger Integrationskurs ohne jede Bewerbungsbemühungen im gleichen Zeitraum umgesetzt wurde, ist ebenso unklar.


    Dito bzgl. einer Rückkehr nach Brasilien. Wenn sprachlich Englisch und Portugiesisch vorhanden sind und in Brasilien die Qualifikationen völlig ausreichend waren für eine solide Existenz - warum dann in Dt. herumgammeln?

    Zunächst mal die praktische Seite:


    Deine Denkweise macht wenig Sinn, denn es ist nichts Konstruktives dran. Was solls es Deiner Tochter bringen, den Job Ihrer Wahl nach ewiger Arbeitslosigkeit hinzuschmeissen und dann im "Hartz IV" zu verschimmeln?


    Wenn Sie keinerlei Unterkunft vor Ort hat, aber dort bereits einen Wohnsitz, müsste sie eigentlich eine Obdachlosenunterkunft bei der zuständigen Behörde beantragen. Die wird ihr dann auf die Schnelle zugewiesen. Ist realiter allerdings selten eine sinnvolle Option.


    Bleibt also die Suche nach einer Unterkunft:
    Die Zumutbarkeitskriterien der Agentur für Arbeit und der Jobcenter sind nicht unbedingt bequem, aber durchaus realistisch.


    Bei 90 Minuten Pendelzeit kommt extrem viel zusammen. Wenn man z.B. mit dem ICE nach Stuttgart pendelt, reden wir da von einer Anreise z.B aus dem Raum Mannheim oder aus Rheinland-Pfalz.


    Auf dem Land sind auch Pensionszimmer oft für eine Weile halbwegs machbar. Wenn die Gegend nicht gerade von Flüchtlingen oder Wohnungsmangel geprägt ist, kommt man auch in Reichweite der Top 5 mit 20-25 Euro pro Tag aus.


    Wenn man mit einem Roller oder sogar einem Auto pendelt, kommt im Umkreis von 50-100 km vom Arbeitsort üblicherweise einiges in Frage. Das gilt auch in Stuttgart.


    Überbrückung per Jugendherbergs-, Pensions- oder Hotelzimmer ist ebenfalls eine Option. Es ist ein gewaltiger Unterschied auf ewig mit den Kosten zu planen und mit 2-4 Wochen.


    Ansonsten gilt: Möglichst Intelligent suchen. Über Immobilienscout und Konsorten reißt man in München HH und Stuttgart wenig und muss deshalb oft lange probieren. Es gibt aber im Regelfall lokale Websites für WG-Zimmer und Wohnungen, bei denen man deutlich bessere Chancen hat.


    Den Job hinzuschmeissen und zu Hause wieder Alg II zu beantragen, ist im Mindestfall gefährlich.


    Heutzutage geht es nicht mehr bloß um eine Sanktion. Wenn sehenden Auges der Job hingeschmissen wird, kommt eine Haftung per § 34 SGB II realistisch in Frage. Dann ist das komplette ALG II später zurückzuerstatten. Da kommen auf die Schnelle Beträge zusammen, die jenseits allem sind, was man mit Sanktionen erreichen kann

    Doch ist es seit 2013. Ich habe auch schon gegoogelt deswegen. Da gab es eine Gesetzesänderung.


    Eine Kündigung wegen nicht gezahlter NK-Nachzahlung hingegeben geht so oder so nicht.

    Es geht beides.


    Eine fristlose Kündgung mag zwar grundsätzlich nur zulässig sein, wenn Ausstände in Höhe von zwei Monatsmieten erreicht werden. Das ginge allerdings auch mit nicht gezahlten Nebenkosten.


    Das Hauptproblem ist allerdings die ordentliche Kündigung. Wenn nachhaltig genug - also trotz Mahnungen und Zeitablauf - Mieten ausstehen, kann auch dafür eine ordentliche Kündigung erklärt werden.

    Nein, gibt es nicht.


    Bei einem Vermittlungvorschlag bewirbst Du Dich entweder (und darfst arbeitsrechtlich nicht über den Zustand des Führungszeugnisses lügen, denn dort bist Du sofort im Betrug und der arglistigen Täuschung) oder Du machst es nicht.


    Falls Du Dich nicht bewirbst, musst Du es sachlich rechtfertigen. Der sachliche Rechtfertigungsgrund wäre nun einmal die Wahrheit. Wenn Du die aber nicht offenlegen möchtest, musst Du mit einer Sanktion rechnen.

    Mir sind Urteil bekannt, bei denen die Sozialgerichte auch 25 und 20 Bewerbungen gehalten haben. Das waren beides Fälle der Agentur für Arbeit, bei denen die verfügbaren Stellen sogar noch eingeschränkt waren durch die für das Arbeitslosengeld I geltenden viel Anforderungen an die Stellen, auf die man sich bewerben muss.


    5 beliebige ungelernte Stellen pro Monat in einem Radius von z.B. 100 Kilometern deckt über 31000 Quadratkilometer Fläche ab. Die finden sich überall im Bundesgebiet.

    Dessen bin ich mir bewusst, mir gehts dann um die Wohnung hier Deutschland, mag deswegen nicht kündigen ...

    Nach Deiner Logik zahlt der Staat also als "Existenzminimum" für rund 12 Monate eine leerstehende Zweitwohnung in Deutschland ?


    Der Gedanke kommt Dir nicht komisch vor?

    Alles klar, Danke für eure Antworten. Mein Sohn darf einfach nicht mehr als 850€ verdienen. Wenn er mehr als 850€ verdient, wird das Geld vom Jobcenter abgezogen, weil er Überstunden hat. Es wird anders angerechnet, er kommt in eine andere Verdienst Stufe .

    Das ist völlig falsch.

    Halten wir es mal präzise:


    Die Kündigung der Krankenkasse war leistungsrelevant und es wurde dafür Geld bewilligt. Also hättest Du eine Kündigung der KV beim Jobcenter unverzüglich melden müssen. Nach 2 Wochen war das eine Ordnungswidrigkeit.


    Interessant ist allerdings, wie Du überhaupt in die private Krankenkasse gekommen sein willst. Aber evtl. habe ich hier Wissenslücken.
    Durch den Antrag beim Jobcenter warst Du gesetzlich pflichtversichert. § 5 Abs. 5a SGB V sieht keine Ausnahme von der Pflichtversicherung vor, wenn man nicht bereits vor der Antragstellung privat versichert war.


    Könnte also interessant werden mit der privaten Krankenversicherung, denn da hast Du vermutlich auch nicht vor Vertragsschluss angegeben, dass Du gerade beim Jobcenter bist?


    Die Bewilligung auf 3 Monate war übrigens vermutlich ein Geschenk. Gesetzlicher Bewilligungszeitraum sind 6 Monate und es zählt der Gesamtgewinn in diesem Wirtschaftshalbjahr, der dann auf die 6 Monate im Durchschnitt verteilt wird. Bei 3 Monaten mit nur einer Zahlung in Monat 3 dürfte das ursprünglich mal deutlich harmloser ausgesehen haben.


    Seit 01.08.16 gibt es allerdings eine neue Rechtsfolge, die auch "rückwirkend" gilt: Wer seine Abrechnung samt Belegen nicht liefert, der wird als nicht hilfebedürftig angesehen und muss alles zurückzahlen.


    Es wäre also vermutlich sehr sinnvoll, Du fragst beim Jobcenter nach, ob Du die Zahlen und Belege noch nachreichen kannst im Rahmen der Anhörung und machst das dann auch. Vorher würde ich persönlich noch einmal sehr vorsichtig nachfühlen, ob es für die PKV wirklich relevant war, dass man beim Jobcenter war, denn evtl. irre ich da ja auch.

    Ihr könnt Euer Haus verkaufen oder einfach beleihen. Ein 4-Familienhaus ist selbst im hintersten Winkel des Landes normalerweise genug wert, um lange davon zu leben.


    Mit dem Geld bezahlt ihr dann auch die Krankenversicherung und fertig.


    Die Sache ist ganz einfach.


    Wie viel Miete ihr bekommt für die Vermietung ist im Großen und Ganzen ziemlich egal.

    Wenn Ihr beide im Studiums- und Ausbildungsalter (oder knapp drüber) seid, ist aus den verschiedensten Gründen die Frage "Wieso beziehst Du ALG II und erwartest, dass das in einem Jahr noch so ist?" vermutlich der Kern Deines Problems.


    Statistisch gesehen halten in dem Alter Beziehungen "so gut wie nie", wenn ein Partner hoffnungs- und perspektivelos vor sich hinvegetiert und der/die andere durch eine karrieretragende Ausbildung geht.


    Die Höhe der Beträge vom Amt spielen da im Regelfall eine völlig untergeordnete Rolle.

    Von den Rahmenbedingungen her könnte es sein, dass wir hier einen U25 Sozialgeldfall haben.


    Mit einem GdB von 70 bei jungen Erwachsenen durchaus nicht unrealistisch.


    Weshalb Ina nun "Gar nichts" bekommt, darüber kann man spekulieren. Die Wahrnehmung ist durchaus nicht unüblich in den Fällen, in denen das Geld an den Vertreter der Bedarfsgemeinschaft geht oder auch in den Fällen, in denen aufgrund Einkommens anderer BG-Mitglieder Ü25 sich kein eigener Anspruch ergibt bzw. die KdU direkt an den Vermieter gehen o.ä.


    Das sind die klassischen Fälle, in denen es mit Erreichen des Alters von 25 direkt ins SGB XII gehen könnte und es tatsächlich kein eigenes ALG II bekommen wird.

    Es gibt keinen echten Urlaub beim Jobcenter.


    Wenn ihr ohne Genehmigung des Jobcenters abwesend seid, wird für die Zeit die komplette Leistung gestrichen einschließlich Miete und Krankenversicherung.


    Ob ihr überhaupt eine Genehmigung bekommen könnt, hängt von den näheren Umständen ab. Mehr als "3 Wochen" sind aber üblicherweise nicht genehmigungsfähig, wenn keine besonderen Gründe vorliegen.


    Auch die 3 Wochen können abgelehnt werden, je nach den Umständen.

    Es kann m.E. vom Grunde her klappen, sollte aber vorher vorsorglich mit den Behörden geklärt werden.
    Die Kliniksozialarbeit sollte Dir dabei helfen können.


    Es ist aber wichtig, dass Du auch wirklich rechtlich betrachtet nicht mehr bei Deiner Mutter unterkommen kannst. Falls sie das Ihrerseits anders sehen sollte, könnte es komplizierter werden.