Posts by Alba

    Alba, was hat die Leistungsabteilung mit dem Vermittlungsbudget zu tun?

    Nichts...wohl aber mit Umzügen.


    Umzüge können sowohl per Arbeitsvermittlung als auch per Leistungsrecht finanziert werden. Die Anforderungen sind in beiden Fällen allerdings unterschiedlich.


    Übers Leistungsrecht können z.B. auch aus sozialen Gründen erforderliche Umzüge finanziert werden - aber grds. eben auch solche aufgrund Arbeitsaufnahme.


    Die Arbeitsvermittlung kann Umzugsleistungen aus dem Vermittlungsbudget gewähren, aber eben nur bei Arbeitsaufnahme.


    Üblicherweise ist es im Ergebnis einfacher, bei Arbeitsaufnahme über die Arbeitsvermittlung umzuziehen. Aber nicht immer und nicht unter allen Bedingungen. Theoretisch könnte es übrigens sogar sein, dass das Vermittlungsbudget mal "leer" ist. Die Töpfe der passiven Leistungen wären davon aber nicht betroffen.

    Dein erster Ansprechpartner ist das Bafögamt. Das Schlagwort sind "Vorausleistungen nach §§ 36 und 37 BaföG"


    Vermutlich wird man Dir allerdings sagen, dass Du erst von Deinem Vater mindestens Auskunft über seine Einkommensverhältsnisse - also Schritt beim Geltendmachen von Unterhaltsansprüchen - erfolglos verlangt haben musst.


    Dann marschierst Du zum örtlichen Amtsgericht und holst Dir einen Beratungshilfeschein, von dort weiter zu einer Anwältin für Familienrecht, die dann ggf. das übrige erledigt. Falls Du noch Kontakt zu Deinem Vater hast, könntest Du vorher anfragen, warum er nicht mehr zahlt und ihn auffordern, weiter zu zahlen, falls er keine sehr gute Begründung haben sollte.


    Das alles gilt natürlich nur, wenn Du nicht genug Einkommen oder Vermögen hast um - rechtlich gesehen - damit auszukommen. Wir wissen hier ja z.B. nicht, wie hoch Deine Einkünfte aus den Renten sind.

    Letztendlich ist es im ersten Schritt nicht einmal sonderlich relevant, ob Jemand vor Ort persönlich erreichbar ist.


    Schritt 1: Schick nachweisbar Schreiben an Deinen Arbeitsvermittler und die Leistungsabteilung, in denen drin steht, dass Du die Übernahme der Kosten des Umzugs beantragst.


    Bei der Leistungsabteilung beantragst Du noch dazu die Zustimmung zum Umzug nach München.


    Erwähne jeweils die relevanten Zeiten/Daten und betone die Dringlichkeit.

    Kurzfassung:


    Ihr produziert gerade ein Bürokratieschlammassel. Schnapp Dir am besten Morgen Deine Unterlagen - auch Dein Attest - und geh erst zum Arbeitsamt und dann bei Bedarf zum Jobcenter. Dein Bruder sollte parallel dem Jobcenter mitteilen, dass Du bei ihm eingezogen bist.

    Falls es vor Ort Sozialberatungen gibt - inklusive Mutter/Kind-Beratungen o.ä. - kannst Du Dich dort auf die Listen setzten lassen. Ansonsten bliebe nach z.B. mal zu schauen, ob es beim Amtsgericht für einen Beratungshilfeschein reicht und zu einer bzw. einem guten Familienrechtsanwalt/-anwältin zu gehen und das ganze mal durchzusprechen.


    Überlegen könnte man sich auch, ob es vor Ort eine brauchbare Sozialarbeit gibt, mit der man sich beraten kann.

    Normalerweise rechnet das Jobcenter Löhne nur an.


    Ein denkbarer Grund, warum es evtl. Geld von Dir haben will, könnte darin bestehen, dass Du in einem Monat, für den das Jobcenter Leistungen überwiesen hast, danach noch Lohn bekommen hast.


    Es wird nach Monaten gerechnet. Wenn das Jobcenter zum Monatsanfang zahlt und zum Monatsende kommt der Lohn, ist der Lohn trotzdem in dem Monat zugegangen und minus dem Freibetrag zu erstatten.


    Ansonsten werden Gehälter aber nur angerechnet. Es gibt also weniger vom Jobcenter, aber den Lohn behält man.

    Das Thema ist aus Sicht der neuen Partnerin evtl. noch etwas heißer, als man denken mag.


    Auf dem Papier besteht für ihn mit der neuen Partnerin eine Bedarfsgemeinschaft und *sie* arbeitet offiziell. Bedeutet, dass er sie a) in eine BG mitgezogen hat und b) sie auf dem Papier ihn mit durchzufüttern hat. Folge: Wenn alles auffließt - und das ist dank diverser verschiedener Gründe wie dem neuen Melderecht für Mietwohnungen, der Eintragung des Vaters in der Geburtsurkunde beim Standesamt, dem gemeinsamen Mietvertrag, dem gemeinsamen Konto, das bei jeder Überprüfung der Konten auftauchen würde etc. sehr wahrscheinlich - dann ist die neue Partnerin auch hier die Gekniffene. Da kann es am Ende sehr schnell sein, dass er plötzlich einen Berg Schulden hat und die neue Partnerin ihn nicht nur rechnerisch mit durchzufüttern hat, sondern auch noch einen Teil der Rückforderungen trägt - vom Unterhaltsproblem mal nicht zu reden.

    Hallo zusammen,
    ich bin selbständig und nach Ausgaben (Anerkennumg durch EKS) wie Einnahmen Festsetzung, bekomme einen monatlichen Betrag von 140 EUR zzgl. Miete und weiterer Kosten vom Jobcenter überwiesen.


    Seit Anfang des Monats habe ich allerdings keine Aufträge. Sollte dies bis Ende des Monat so bleiben, wäre mein Verdienst bei null. Kann ich dann rückwirkend für Mai 2016 den normalen Regelsatz (Differenz) beantragen.?


    netten Gruß
    Martin

    Hallo Martin,


    wie Du dem Bescheid sicher entnehmen kannst, wird bei Selbständigkeit ein Durchschnittseinkommen gebildet. Bedeutet, dass Du Rücklagen bilden musst und in den schlechten Monaten vom Überschuss der besseren Monate leben musst. Bei einer Durststrecke geben viele Jobcenter - falls insoweit die besonderen Voraussetzungen vorliegen und nachgewiesen werden - eher ein Darlehen wegen unabweisbarem Bedarf, das dann in den Folgemonaten aufgerechnet wird.

    Ich war beim Fallmanager, da die Sachbearbeiterin in Geldangelegenheiten nicht da war.

    1. Das sind zwei völlig unterschiedlich Abteilungen.


    Arbeitsvermittler/Fallmanager können allenfalls bei Arbeitsaufnahme einen Umzug aus dem Vermittlungsfonds fördern. Da ist ein "Nein" zu einem Umzug der angestrebt wird, weil die Wohnung zu teuer wird, die automatische Antwort.


    2. Mal ganz abgesehen davon: oben schreibst Du, man habe gesagt, es könne keine Zustimmung geben, bis der Mietvertrag vorgelegt wird.


    Das ist etwas völlig anderes, als eine Verweigerung der Zustimmung. Es fehlt schlicht und ergreifend noch das nötige Minimum an Nachweisen, denn die hast Du halt noch nicht vorgelegt

    Es geht mir um ALG2 , ja er ist noch unter 25 Jahre ! Könnte er sich jetzt noch eigenständig eine Wohnung suchen bevor er ins harz 4 eintritt ohne das einer dann in ein halben Jahr sagen könnte wenn er harz 4 beantragen muss das geht nicht deine Eltern sind für dich verantwortlich.
    Ja es geht darum, das wir nicht im harz 4 sind .
    Vielleicht können wir das so noch umgehen?

    Ich nehme das der Einfachheit halber mal Ernst:


    Es wäre evtl. sinnvoll, wenn Ihr finanziell mal anfangt, mit zurechnen und mitzudenken. Das sollte man aber - gerade wenn das Geld knapp ist - eigentlich schon vor Beginn der Ausbildung des Kindes machen.


    Nun mal zu den Zahlen:


    Ihr wollte also jetzt und heute Eurem Sohn einen Umzug finanzieren, um ihn "für Hartz IV klarzumachen"?
    Anders gesagt: Ihr wollt also *Miete* Umzug, Kaution, die Grundausstattung der Wohnung etc. jetzt und heute bezahlen?


    Für einen Umzug in eine Wohnung, die er vielleicht mit Ende der Lehre gleich wieder kündigen muss, falls er anderswo einen guten Job bekommt?


    Zum Mitdenken:


    Wenn Euer Sohn aktuell Ausbildungsgehalt bekommt und die 2-3 Jahre Lehre durchsteht, bekommt er danach erst einmal ein Jahr lang 60 % des Nettogehaltes des letzten Lehrjahrs als ALG I. Wir wissen ja nicht, was sein Nettolehrlingsgehalt ist. Sollte er im letzten Jahr z.B. 500 Euro monatlich bekommen, wäre das ALG I schon 300 Euro zuzüglich Krankenversicherung. Nicht selten ist es deutlich mehr.


    Der ALG II - Satz für eine alleinstehende Person sind gerade mal 404 Euro. Selbst bei einem niedrigen Lehrlingslohn und falls Euer Sohn 12 Monate lang nicht mal einen ungelernten Minijob fände, würde ALG II keinen großen finanziellen Unterschied machen.


    Unterm Strich sind 404 Euro ALG II in der eigenen Wohnung aber meistens sehr viel weniger als 300 Euro als Mitbewohner in der Familienwohnung, denn für die Familie fallen viele Kosten nur anteilig an.


    Das Ganze ist also eher eine wirre Idee: Ihr spekuliert darauf, dass Euer Sohn über ein Jahr lang keinen Job findet und er Euch dann im großen Stil auf der Tasche läge. Nur dann läge er Euch *vielleicht* in größerem Maß auf der Tasche. Aber dafür wollt ihr nun *jetzt und hier* die ganzen Einzugs- und Umzugskosten einschließlich der Mieten für 2 Wohnungen ausgeben`? Wie soll sich das rechnen?