Posts by Donosi

    Wieso kannst Du nichts daran ändern, dass sie Sozialgeld erhalten? Man kann es ja versuchen. Dazu müsste man allerdings wissen, was in den Untersuchungsnachweisen der Amtsärztin genau steht.


    Man geht mit den Unterlagen zum zuständigen Sozialamt und nimmt die medizinische Stellungnahmen des amtsärztlichen Dienstes mit. Dazu die Erstbewilligungsbescheide des Schwerbehindertenausweises sowie weitere Arztberichte seit der Kindheit. Wenn möglich noch die Schulzeugnisse aus der Schule, wenn sie denn in einer Sonderschule etc. waren.

    Dann spricht man mit dem zuständigen SB durch, ob evtl. Grundsicherungsleistungen in Frage kommen und stellt dort den Antrag. Vom Sozialamt wird dann eine Anfrage beim RV-Träger gestartet, der über eine dauerhafte Erwerbsminderung entscheidet.


    Aber, nicht jede Behinderung ist gleich Erwerbsminderung und normalerweise wären die Beiden doch eigentlich in einer Werkstatt beschäftigt, oder? Das vermiss ich hier.

    Was machen denn die Söhne? Gehen sie noch zur Schule? Da nicht automatisch eine Behinderung = Erwerbsminderung bedeutet, wäre mein Vorschlag , zunächst zu klären, ob ein Anspruch auf Grundsicherungsleistungen nach dem SGB XII für die Söhne besteht.


    Ich würde mich zudem nach einer geeigneten Wohnung umschauen. Die dürfte auch nicht so einfach zu finden sein. Wenn dann ein konkretes Angebot vorliegt, müsste mit dem Jobcenter der Umzug besprochen werden.

    Das hängt davon ab, ob der Arbeitsverdienst 150,00 € + Arbeitsförderungsgeld von 52,00 € ist oder ohne. Wenn das AFöG drin enthalten ist, dann muss man natürlich mit 98,00 € rechnen. im 1. Thread steht 150,00 € Arbeitsverdienst , 52,00 € Arbeitsförderungsgeld. Daraus ist nicht zu erkennen, ob der Betrag enthalten ist oder nicht.


    Der Freibetrag rechnet sich nur vom Arbeitsverdienst ohne Arbeitsförderungsgeld. Wenn in den 150,00 € schon 52,00 Arbeitsförderungsgeld enthalten sind, wäre der Freibetrag falsch.


    Aus einem Bescheid ist nie der Rechenweg zu erkennen, sondern nur das Ergebnis.

    150,00 € Arbeitsverdienst ohne Arbeitsförderungsgeld

    ./. 55,75 € = 1/8 Regelbedarf

    94,25 € davon 50 % = 47,13 €


    55,75 € + 47,13 € = 102,88 € Freibetrag

    zusätzlich wird gewährt 5,20 € Arbeitsmittelpauschale

    angerechnet wird von 150,00 € als Einkommen: 41,92 €

    Ich würde sagen, der Anspruch ist vom Jobcenter zu klären. Keine Rentenansprüche, kein Gutachten des RV-Trägers über eine dauerhafte Erwerbsminderung und kein Gutachten des amtsärztlichen Dienstes der Arbeitsagentur (für den Jobcenter). Damit ist zumindest zunächst von einer Erwerbsfähigkeit auszugehen. Nicht jeder, der einen Schwerbehindertenausweis hat kann nicht mehr arbeiten gehen.


    Das Einkommen der Ehefrau ist auch für den Ehemann einzusetzen. Schulden werden im Normalfall nicht berücksichtigt.

    Echt? Also ich vertrete hier immer noch das Motto, dass fehlende Barabhebungen über Monate Zweifel an der Hilfebedürftigkeit darstellen und zur Ablehnung der Leistungen führen.

    Wegen der Begründung "fehlende Barabhebungen" kann man in der heutigen Zeit aber nicht mehr die Leistungszahlung einstellen wegen Zweifel an der Hilfebedürftigkeit. Auf meinem Konto würdest du diese auch nicht mehr finden. Wozu gibt es denn die Supermärkte etc :thumbsup:. Da könnte man auch nur 20 € abholen und man braucht manchmal nur ein Teil zu kaufen.

    Aber dann hat man wenigstens diese Abbuchungen auf dem Konto.

    Manche Betreuer kommen schon her und schließen Bestattungsvorsorgeverträge ab, weil schon alles gekauft wurde. Es wird der Regelbedarf gezahlt und dann i. d. R. noch der Mehrbedarf für schwerbehinderte Menschen. Soviel wird dann nicht gebraucht. Fußpflege, Friseur, Ausflüge etc. ist in 2020/2021 fast alles ausgefallen. Dann waren die Einrichtungen auch noch ziemlich oft unter Quarantäne. Wo sollte dann das Geld ausgegeben werden. So kommen ruckzuck höhere Beträge zusammen.


    Hinzu kam zum 01.01.2020 wahrscheinlich auch noch, dass alle bestehenden Heimkonten aufgelöst und mit dem Girokonto oder Sparbuch zusammengeführt wurden.

    Es ist doch in Zeiten von Corona nun einmal so, dass in einer besonderen Wohnform auch die ganze Zeit über keine Ausflüge etc unternommen werden konnten. Bei einem gewissen Teil der Bewohner erhöht dies die Sparkonten entsprechend. Die Möglichkeiten, Geld auszugeben, sind bei ihnen relativ begrenzt und zudem bleibt in der Regel auch mehr übrig als ein Barbetrag wie früher.


    Daher finde ich die Idee mit dem Fernseher gut oder eine neue Matratze, Bettwäsche etc.


    Eigentlich dürfte auch für die laufenden Fälle die Coronagrenze gelten beim Vermögensfreibetrag und die ist deutlich höher

    Selbst wenn die Rente jetzt in eine dauerhafte Rente umgewandelt würde, würde sich mir die Frage stellen, ob der Grundsicherungsleistungsanspruch nicht verwirkt ist nach § 41 Abs. 4 SGB XII aufgrund der langen Reisen.

    Hängt meines Erachtens davon ab, wieviel Geld bei den Reisen vom Vermögen ausgegeben worden ist, da man weiß, dass man bei der Rückkehr auf Sozialleistungen angewiesen ist.

    Die Frage ist doch, ob überhaupt die Zahlungen eingestellt werden. Es liegt noch kein Gutachten vor und damit besteht eine Erwerbsfähigkeit. Ist eine Nachfrage per E-Mail möglich?


    Warum wurde überhaupt das Schreiben hinsichtlich der Überprüfung der gesundheitlichen Einschränkung zugesandt? Es müssen danach ja Anhaltspunkte vorliegen, die dies vermuten lassen wie z. B. eine entsprechende Äußerung beim Arbeitsvermittler bezüglich einer Erkrankung.


    Was auf jeden Fall dann als nächstes kommen wird ist die Klärung von Rentenansprüchen.

    Die Frage ist auch noch, warum ist die Rente abgelehnt worden? Fehlende Vorversicherungszeiten oder Erwerbsfähigkeit? Falls keine Vorversicherungszeiten vorhanden sind, müssten zunächst die Gutachten des medizinischen Dienstes beim Jobcenter angefordert werden. Ohne die wird kein Sozialamt tätig werden.