Posts by Dude23



    Das ist für wieviele Personen gedacht?

    Quote from Elaina;270965


    Umziehen kann ich leider nicht, da ich auf die Hilfe meiner Eltern angewiesen bin.



    Deine Kinder gehen doch beide zur Schule, gibt es da keine Ganztagsklassen oder ähnliches? Darauf wird man eventuell im Hinblick auf die enormen Unterkunftskosten hinweisen.

    Quote from Elaina;270965


    Und meine Eltern dann auch ausziehen müssten, da sie die komplette Miete allein nicht gestemmt bekämen, davon ab, hätten sie dann so viel Wohnfläche, die sie mit 2 Personen nicht brauchen.



    Ihr und deine Eltern habt also das Haus gemeinsam gemietet? Sprich deine Eltern haben nicht schon vorher darin gewohnt?

    Wenn du nicht vor hast, in eine angemessene Wohnung umzuziehen, dann wird man auch nicht zeitweise die volle Miete berücksichtigen, sondern von vornherein nur die angemessenen Unterkunftskosten.

    Quote from Elaina;270965


    Einen Nachweis über die monatlichen Mietzahlungen habe ich, also per Kontoauszug dann. Den habe ich jetzt nicht mit eingereicht :eek: Sollte ich den noch nachreichen?



    Sollte das notwendig sein, wird man dir das mitteilen denke ich. Es ist jedenfalls ein Beleg dafür, dass es sich bei den Unterkunftskosten um tatsächliche Aufwendungen für dich handelt. Da du nicht im Mietvertrag stehst und auch keinen schriftlichen Untermietvertrag hast, wirst du eventuell nachweisen müssen, dass du verpflichtet bist dich überhaupt an irgendwelchen Kosten zu beteiligen. Da ihr sozusagen einen mündlichen Untermietvertrag geschlossen habt, sind die regelmäßigen Mietzahlungen ein guter Beleg dafür.

    Kann das sein, dass deine Eltern 1.600 EUR Kaltmiete und 600 EUR Heizkosten, also 2.200 EUR Warmmiete/Monat zahlen? Oder sind die von dir angegebenen Kosten die Gesamtkosten?

    Interessant wäre natürlich auch, welche Unterkunftskosten an deinem Wohnort noch als angemessen gelten. 800 zwar sicher nicht, jedoch bin ich der Meinung, in deinem Fall die unangemessene volle Miete bis zu sechs Monatre lang übernommen werden könnte - soweit du dich um eine wesentlich günstigere/angemessene Wohnung bemühst. Andernfalls kann im besten Fall die nur angemessene Miete berücksichtigt werden.

    Hast du Nachweise darüber, dass die Miete regelmäßig von dir gezahlt wurde?

    Sorry, dass ich nochmal nachfrage, aber ich dachte die Infos wären schon gegeben:
    - wieviel Erwerbsminderungsrente bekommst du?
    - sonstige Einkünfte (Kindergeld, Unterhalt, etc.)? Von was hast du vorher gelebt?
    - wie hoch sind die Unterkunfts- und Heizkosten?
    - existiert ein Mietvertrag oder eine andere vertragliche Vereinbarung bezüglich der zu tragendenen Kosten (Kaltmiete, Betriebskosten, Heizkosten)?

    Ich nehme an, dass die Wohnung einen vollkommen eigenen Haushalt möglich macht, also eigene Küche, eigenes Bad, usw.?

    Quote from Elaina;270858

    Ich frage mich, ist so ein Onlinerechner ernst zu nehmen?



    Durchaus, wenn man ihn richtig bedient :)

    Wieviele Kinder hast du denn und wie alt sind die?

    Die Berechnung ist nicht sonderlich schwer.

    Zunächst rechnet man deinen sozialhilferechtlichen Bedarf aus. Das ist das, was du laut Gesetz zum Leben brauchst: Normalerweise Regelsatz + Kosten der Unterkunft und Heizung.

    Mal angenommen man ist alleinstehend und erwachsen, dann beträgt die Regelbedarfsstufe 1 aktuell 382,00 EUR. Zusätzlich Unterkunftskosten von (nur als Beispiel) 250,00 EUR und Heizkosten von 50,00 EUR. Was man dann nach dem Gesetz zum Leben braucht (Bedarf) sind also 682,00 EUR.
    Von diesem Betrag wird das abgezogen, was man selbst schon dafür aufbringen kann. Also das Einkommen, z. B. die Rente. Angenommen es gibt 400 EUR Rente, dann rechnet man 682-400 und kommt so auf einen monatlichen Auszahlungsbetrag von 282,00 EUR, also eben die Differenz. Das ist jetzt natürlich stark vereinfacht ausgedrückt, aber im Grunde rechnet man so.

    Findest du im Bescheid offensichtliche Fehler (z.B. trotz Rente kein Einkommen angerechnet o.ä.), dann musst dich schon rühren. Aber man kann nicht verlangen, dass du das Gesetz in allen Details kennst.

    Quote from Hessenmike;270847


    Ein Schreiben eines Anwalts hat immer mehr Gewicht und wird offiziell empfunden als ein Wiederspruch der ´nur´ von einem Harzer kommt.



    Ich bin eigentlich immer erstmal verärgert, wenn ich ohne Umschweife Post von einem Anwalt erhalte. Meistens könnte man die Probleme durch einfaches "miteinander sprechen" aus der Welt schaffen. Da denk ich mir immer: Zuerst recht nett getan am Telefon und dann hinter meinem Rücken zum Anwalt laufen.

    Übrigens: Ist nicht böse gemeint, aber dir wurde nun mehrfach vorgemacht, dass das Woirt Widerspruch ohne "ie" geschrieben wird.

    Warum ist die Tochter denn ausgezogen? War das vorher schon absehbar oder kam das recht plötzlich?
    Seit wann bist du erwerbsgemindert?

    Ich frage aus dem Grund, da das bei uns unter anderem Kriterien für die übergangsweise Übernahme der zu hohen Unterkunftskosten sind. War z. B. der Auszug deiner Tochter zu diesem Zeitpunkt schon seit Monaten klar und hast du schon seit Monaten nur die Erwerbsminderungsrente als Einkommen, dann wird man dir sagen, dass du genug Zeit hattest dich nach einer günstigeren Wohnung umzusehen.

    Ist deine Tochter aber "über Nacht" ausgezogen ist klar, dass du nichts für die plötzliche Notlage kannst.

    Quote from pAp;270238

    Genau.
    Nicht mal der Antragsteller muss Anträge ausfüllen, das SGB II verlangt keine Schriftlichkeit :cool:



    Mal davon ausgegangen, dass der Kunde zwingend und unbedingt ein ausgefülltes Antragsformular abgeben möchte :)

    Quote from neuankömmling;270069

    Ich kann Dir nur zu folgendem raten:

    Geh zum zuständigen Jobcenter/Arge und lass Dir beim Aufüllen der Formulare behilflich sein, dazu sind die Mitarbeiter verpflichtet.



    Die Aussage ist mir schon zu pauschal und suggeriert, dass Mitarbeiter verpflichtet wären für Kunden die Anträge auszufüllen.

    Quote from Hilfe82;269686

    Nur ich. Hab nen Uralten Durchlauferhitzer, alten Kühlschrank und sowas. Alles Stromfresser.



    Oh, verstehe. Dann wünsch dir mal viel Glück, dass du das mit dem Führerschein gut hinbekommst. Und dann nach und nach in die Wohnung investieren, so spart man auf Dauer Geld (wir zahlen zu zweit 45 EUR Stromabschlag pro Monat und müssen kaum nachzahlen).

    Ist auch extrem unwahrscheinlich. Immerhin müssten, abgesehen von der Möglichkeit, dass Anspruch auf Mehrbedarfe o.ä. bestehen könnte, über 600 EUR monatlich (!) für Nebenkosten zusammenkommen. Selbst mit Darlehenszinsen wäre das nahezu unmöglich.

    Das ist klar. Und deshalb würde ich an deiner Stelle auch Widerspruch einlegen. Da reicht theoretisch ein Zwei-Zeiler. Der Widerspruch muss nicht begründet werden, aber in den allermeisten Fällen empfiehlt es sich natürlich - einfach um der Behörde zu verdeutlichen, was genau einem nicht passt.

    EDIT: Ok, diese Entscheidung war mir fremd. Bei uns wird das auch so nicht gehandhabt.

    Also diese Regelung mit den vier Monaten sehe ich sehr argwöhnisch und ist mir, zumindest in dieser Form und mit dieser Begründung, absolut neu. Hier könnte ein Widerspruch durchaus Klarheit schaffen.

    In den Bayerischen Sozialhilferichtlinien heißt es hierzu übrigens:

    Quote

    "Bei nahen Verwandten ist grundsätzlich das gesamte im Todesmonat übersteigende Einkommen (vgl. HessVGH, Urt. v. 10.2. 2004, FEVS 55, 400) und Vermögen für die Bestattung einzusetzen."




    Zunächst würde sich meiner Meinung nach der anzusetzende Regelsatz von 382,00 EUR auf 306,00 EUR verringern. Das ist der Ansatz für eine volljährige haushaltsangehörige Person, die weder alleine noch in irgendeiner Form von Lebenspartnerschaft gemeinsam mit einem Partner einen Haushalt führt. Als Haushaltsvorstand würdest du gelten, da anzunehmen ist, dass du durch dein Einkommen den größten Beitrag zum Haushaltseinkommen leistest.

    Bezüglich der Miete ist zu empfehlen, dass ihr dann entweder einen neuen Mietvertrag mit dem Vermieter aufsetzt, in dem dann deine Mutter auch als Mieterin eingetragen wird. Oder aber du machst in Absprache mit dem Vermieter einen Untermietvertrag mit deiner Mutter - musst dann die Mieteinnahmen aber versteuern!

    Ohne Vertrag können meiner Meinung nach keine Unterkunftskosten für die Mutter in der Bedarfsberechnung berücksichtigt werden, gemäß der Rechtsprechung vom Bundessozialgericht. An die Experten: Bitte korrigiert mich hier, falls ich falsch liege.

    Diese Möglichkeiten am besten mal vorab mit dem örtlichen Sozialamt durchsprechen.

    Bei Grundsicherungleistungen sind Kinder ggü. den nachfragenden Eltern übrigens nur unterhaltspflichtig, wenn deren jährliches Einkommen 100.000 EUR übersteigt. Das ist bei dir nicht gegeben.
    Den Begriff Bedarfsgemeinschaft gibt es bei der Sozialhilfe so nicht.

    Das ist falsch. Nur dein Wohngeld fällt weg. Nach der Beispielberechnung hättest du künftig 560 EUR EMR und 122 EUR HLU, insgesamt also den errechneten Bedarf von 682 EUR im Monat zur Verfügung. Zusätzlich wirst du von den Rundfunkgebühren befreit.

    Alles natürlich unter der Voraussetzung, dass die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

    Was verstehst du denn nicht?

    Ich nehme an, dass deine Miete und Heizkosten angemessen sind un daher voll berücksichtigt werden können.

    Die Berechnung sieht dann (grob) wie folgt aus:

    Bedarf:
    382,00 EUR Regelsatz
    235,00 Bruttokaltmiete
    65,00 Heizkosten
    = 682,00 EUR
    ./. Einkommen aus Rente 560,00 EUR
    = mögliche Hilfe zum Lebensunterhalt statt Wohngeld i.H.v. 122,00 EUR

    Und dazu gibt's auch eine Befreiung von den Rundfunkgebühren.

    Da die Hilfe zum Lebensunterhalt taggenau berechnet wird, würde ich an deiner Stelle noch heute einen Antrag stellen. Im Gegensatz zur Grundsicherung wirkt dieser nämlich nicht auf den Ersten des Monats zurück.