Posts by Postman

    Quote from HaPe11;265298

    Privat insgesamt für Strom und Gas ca 700,00€
    Haus, gehört aber meiner Frau
    Sperre für kommende Woche Freitag


    Da deine Frau vermögend ist (Haus- und Grundbesitz), wird sich die Bedürftigkeitsprüfung stark hinauszögern, ihr bildet nämlich im Sinne des SGB II eine Bedarfsgemeinschaft. Mit einer baldigen Bewilligung rechne ich nicht.


    Bei Bewilligung käme ein Energiedarlehen über das Jobcenter (bei einigen Kommunen nicht über das Jobcenter, sondern über die Wohnraumsicherungsstelle) in Frage, bei 700,--€ wäre die Summe möglicherweise aber bereits zu hoch, so dass man nicht unbedingt mit einem Darlehen rechnen kann.


    Ausserdem laufen die Abschläge weiter, so dass sich die Summe laufend erhöht.


    Jenachdem, wie eure Energierechnung aufgebaut ist, kann von der Sperre nicht nur Strom und Gas erfasst werden, sondern auch das Wasser, das bedeutet, ihr steht bei einer Sperre vollkommen nackt da, kein Trinkwasser, keine Toilettenspülung, kein Strom, kein Gas, damit vermutlich wohl auch keine Heizung.


    Im Falle einer Sperrung ist wohl nicht damit zu rechnen, dass das Problem bis zum Winter gelöst ist, ihr müsst ggf. Schutzmassnahmen für die Heizungsanlage vor Einfrieren treffen, das betrifft auch die Trinkwasserleitungen (Entwässerung).


    Wenn das Haus finanziell noch unbelastet ist, könnt ihr versuchen, bei einer Bank ein Darlehen zu bekommen. Ihr geniesst aber trotz Haus- und Grundbesitz keine Bonität mehr, eine seriöse Bank wird euch mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Darlehen gewähren, allenfalls eine Verbraucherbank, die aber gnadenlos die Darlehensrückzahlung betreiben wird.



    Survivalmassnahmen:


    1. Bei einer anderen Bank ein P-Konto einrichten, damit evtl. Sozialzahlungen vor Pfändung geschützt sind.


    2. Kommunikation sicherstellen: Prepaid-Handy und Prepaid-Surfstick vom Discounter


    3. Mobilität sicherstellen: Geld für ÖPNV, damit die Agentur für Arbeit/Jobcenter erreicht werden kann


    4. Auf gültigen Personalausweis achten


    5. Sofort Bewerbungsmassnahmen einleiten, jede Arbeit annehmen (ZAF): das betrifft auch deine Frau!


    6. Die Zahlungen für die Kommunalgebühren aus dem Haus- und Grundbesitz sicherstellen, bei Zahlungsrückständen droht grundsätzlich die Gefahr der Zwangsversteigerung durch die Kommune, auch bei "lächerlichen" Rückständen, die in keinem Verhältnis zum Wert des Grundbesitzes stehen.


    7. Sollte die Lage so düster sein, wie ich sie beschrieben habe, umgehend die Sozialberatung von Diakonie oder Caritas aufsuchen und eine Beratung in Anspruch nehmen. Evtl. benötigt ihr für die Wintermonate ein beheiztes Notquartier.


    8. Alle Verträge kündigen oder ruhend stellen, die ihr nicht mehr zahlen könnt. Insbesondere Kommunikationsunternehmen und Versicherungen lassen da sehr schnell ihre Maske fallen. Kündigungen müssen schriftlich per Brief, fristgerecht und nachweisbar erfolgen!

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    Strom/Gas Rechnung ist weit überfällig


    Wie hoch ist denn die Rechnung/ Rückstand?


    Monatlicher Abschlag?


    Mietwohnung oder selbstgenutzer Haus- und Grundbesitz?



    Wurde bereits eine Stromsperre angedroht?

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    Müssen wir „Erben“ (wir haben nichts geerbt)


    Doch. Wenn das Erbe nicht ausgeschlagen wurde, wurden Rechte und Pflichten geerbt, unabhängig von materiellem Vermögen.


    Deshalb hat der Vermieter auch nun die Möglichkeit, die Nebenkosten zu fordern.


    Bei 180,--€ Nachforderung wird sich eine Beratung bei einem Rechtsanwalt nicht lohnen, wenn Beratungsbedarf besteht, würde ich mich an das Beerdigungsinstitut wenden, die Leute dort haben meistens einen gewissen Erfahrungshorizont und können die eine oder andere Frage sicherlich beantworten, z.B. wer ist eigentlich Erbe und wie wird ein Nachlass "verhackstückelt".

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    Sohn meiner Schwester [...] im Grundbuch eingetragen


    Wenn der Sohn ALG II bezieht, ist nur selbstbewohnter Haus- und Grundbesitz Schonvermögen.


    Siehe dazu § 12 SGB II.


    Wenn er aus dem selbstbewohnten Haus- und Grundbesitz auszieht, wird die Frage in den Raum gestellt, ob dieser Haus- und Grundbesitz zu verwerten ist. Offensichtlich steht das Jobcenter auf dem Standpunkt, dass er dann von dem/den Mitbesitzer(n) ausgezahlt werden müsste.


    Ob das dann wirklich so ist, müsste dann konkret festgestellt werden.




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    somit müßte er immer in seinem Kinderzimmer bleiben und kann nicht mit seiner Freundin eine Familie gründen.


    Das ist natürlich nicht so, er muss sich aber aus der Bedürftigkeit befreien und sich vom Jobcenter unabhängig machen.



    Man kann die Problematik eigentlich nicht isoliert betrachten.


    Man müsste die näheren Besitzverhältnisse kennen, wissen, ob die anderen Mitbesitzer ebenfalls bedürftig sind, ob die Immobilie in einem Zustand ist, der eine weitere Nutzung und Instandhaltung durch Hilfebedürftige erlaubt oder ob es sinnvoller ist, die Immobilie zu Geld zu machen, solange sie noch verkäuflich ist.


    Ausserdem müsste man wissen, wie alt der Sohn ist, wieviel Aufstockung er erhält und ob sich aus dem vorhandenen Einkommen eine Strategie entwickeln lässt.

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    was meine Stromrechnung angeht: die ENbW ist mit Abstand der teuerste Stromverein in DE, bis jetzt habe ich nicht jeden Monat den Zählerstand aufgeschrieben, werde das aber machen müssen.


    Um einen Überblick zu erhalten, würde ich eine zeitlang jeden Tag den Zählerstand ablesen und ausrechnen, wie hoch die täglichen Stromkosten sind.


    Dadurch fallen Unplausibilitäten auf.



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    Der Warmwasserboiler ist im Keller über Starkstrom angeschlossen,


    Mit dem Stromverbrauch dieses Gerätes würde ich mich näher beschäftigen. Schau mal nach, ob dort ein Typenschild zu finden ist mit technischen Angaben zum Stromverbrauch, evtl. gehst du dann mit diesen Daten zu deinem Elektriker und lässt dir das entsprechend übersetzen (ausrechnen).




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    muss aber knapp 80 Euro jeden Monat für Strom an die ENBW abdrücken


    Dieser Abschlag bedeutet nicht, dass damit der Strom bereits bezahlt ist. Wenn du keinen Überblick über deinen Stromverbrauch hast, müsstest du evtl. mit einer Nachforderung rechnen.




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    Die DM ist ja nun lange Geschichte und mit den aktuellen Lebenshaltungskosten nicht mehr vergleichbar.
    Außerdem enthält der Regelsatzfür Nachrichtenübermittlung: 33,73 €


    Die DM ist zwar Geschichte, man sollte sich aber trotzdem bemühen, durch eine Gegenüberstellung von DM : € die eigene Kaufkraft besser darzustellen.


    Früher wäre kein Sozialhilfeempfänger auf die Idee gekommen, sich einen Telephonanschluss installieren zu lassen, und wenn doch, hätte man diesen sparsamst genutzt.


    Ich will damit sagen: wenn man sich für Internet und Telephon entscheidet, muss man das auch zahlen können, wenn nicht, und es kommt zu Zahlungsrückständen, sind die Telekommunikationsunternehmen die ersten, die die Verbindung kappen und einem ein Inkassoinstitut auf den Hals schicken.


    Wer da an einen Vertrag gebunden ist, aus dem er nicht aussteigen kann, wird von dem Unternehmen zur Schnecke gemacht.

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    muss aber knapp 80 Euro jeden Monat für Strom an die ENBW abdrücken


    80€ für 1 Person, monatlich? kWh-Verbrauch?





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    Telefon mit Internet 30 Euro + Handy 10 Euro.


    Das macht 40€ oder rund 80,-- DM nur für Kommunikation, und das bei Bedürftigkeit.




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    Fahrkarte 43 Euro (9 Uhr Umwelt Ticket)


    Hier wäre zu prüfen, ob das Monatsticket wirtschaftlich ist oder ob man seinen Mobilitätsbedarf zurückschrauben muss.



    Du hast hier Kostenpositionen, die so bei Bedürftigkeit nicht vorgesehen sind.


    Du wirst also genau nachrechnen müssen, was entbehrlich ist.

    Die Mietzahlung ist absolut wichtig, die Miete müsstest du von dem 400€-Darlehen zahlen.


    Hinsichtlich der 186,--€ Mietkaution müsstest du eine Ratenzahlung mit dem Vermieter vereinbaren.


    Strom: die Zahlung des Stromabschlages kannst du hinauszögern, aber nur solange, bis dir eine Stromsperre droht, dann musst du mindestens soviel zahlen, dass du auf keinen Fall mehr als 99,--€ Stromschulden hast.
    Sonst wird gnadenlos gesperrt, hast die Sperrkosten am Hals und musst trotz Sperre auch noch die Abschläge zahlen.


    Damit ist dein Budget ausgereizt, für Lebensmittel etc. sind keine finanziellen Mittel mehr vorhanden.


    Das bedeutet: Tafel, kirchliche milde Gaben, kostenloser kirchlicher Mittagstisch (Obdachlosenbereich).
    Erkundige dich bitte, was in deiner Stadt möglich ist.


    Bitte trage das Problem bitte auch deinem Bewährungshelfer/Sozialarbeiter/Strafgefangenenhilfe vor, evtl. lässt sich hinsichtlich eines Jobcenterdarlehens noch etwas gestalten, wenn entsprechende Stellen intervenieren.


    Biete deinem Vermieter deine Arbeitskraft an, Gartenpflege, Hausmeistertätigkeiten, Winterdienst, wenn er gleichzeitig Unternehmer ist: Frage nach Arbeit in dessen Betrieb.
    Keine Schwarzarbeit, Abwicklung mindestens über Minijob.



    Achtung:


    Obwohl deine Finanzen ausgereizt sind, musst du dennoch deine Pflichten gegenüber der Agentur für Arbeit erfüllen, also Bewerbungen schreiben, Vorstellungsgespräche führen usw.
    Du benötigst also finanzielle Mittel für Briefmarken und Fahrkarten (Mobilität).
    Sollte sich hier ein Problem auftun, sprichst du die Agentur für Arbeit an und versuchst, eine Lösung herbeizuführen.
    Nicht Schwarzfahren, das wäre Gift für dich, da Straftat (~Bewährungswiderruf).


    Bitte lasse deinen Wohngeldanspruch prüfen (Wohnungsamt).


    Es gibt ZAF, die offensichtlich gerne mit (ehem.) Sträflingen zusammenarbeiten, das liegt u.a. daran, dass die feine Jobs in ihrem Portefeuille haben, also Arbeitsplätze für Leute, die Vater und Mutter dodgeschlagen haben:p, möglicherweise solltest du dir überlegen, einen solchen Job anzunehmen, bis deine prekäre Lage sich gemildert hat.

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    Muss ich jetzt zurück zu meinen Eltern ziehen? (Die Wohnung noch in der alten Wohnung, haben aber eine Frist zum Auszug in eine kleinere bekommen) Was ist mit der dreimonatigen Kündigungsfrist der Wohnung??


    Deine Eltern haben keine Frist zum Auszug bekommen, sondern eine Aufforderung zur Senkung der Kosten der Unterkunft, also Untervermieten, selber zahlen oder umziehen.


    So, und wenn deine Rechnung nicht aufgegangen ist und du dich nicht mehr mit einer eigenen Wohnung finanzieren kannst, dann kann man nur raten, sofort zurück in die elterliche Wohnung: dein Problem gelöst, das Problem der Eltern gelöst.


    Was die Kündigungsfrist angeht: da sprichst du mit dem Vermieter, vielleicht entlässt er dich auch ohne Kündigungsfrist aus dem Mietvertrag. Kommt wahrscheinlich darauf an, ob die Wohnung schnell wieder vermietet werden kann.



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    Aber soweit ich informiert bin fällt nun auch das Kindergeld weg..


    Du meldest dich bitte wieder sofort ausbildungssuchend bei der Agenur für Arbeit, dann müsste wieder nach Antrag Kindergeld fliessen.


    Wenn noch nicht geschehen, müsstest du dich wieder in der Familienversicherung deiner Eltern krankenversichern, denn die Krankenversicherung über den Ausbilder ist ja nicht mehr gegeben.



    Und jetzt weisst du auch, warum man seine Eltern nicht in einer zu grossen Wohnung mit einer Kostensenkungsaufforderung zurücklässt:cool:.

    Ich vermisse die Worte Wohngeld und Kinderzuschlag.


    Man müsste genau nachrechnen, aber ich könnte mir vorstellen, dass ein Einkommen aus deinem Verdienst, Wohngeld, Elterngeld, Kindergeld/Kinderzuschlag ausreichen könnte, um aus ALG II zu fallen, siehe dazu auch den § 12 a SGB II.


    Deine Freundin ist Studentin, damit wäre sie nicht ALG II - berechtigt, es wäre zu klären, ob die Beurlaubung eine ALG II - Berechtigung wieder herstellt bzw. studierende Mutter in den Genuss einer Härteregelung kommen können.


    Ferner müsste festgestellt werden, ob die bisherigen Studentenjobs ausgereicht haben, um deiner Freundin einen ALG II - Anspruch unter normalen Umständen zu generieren (§ 7 SGB II).



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    Vom Jobcenter mußte ich mir anhören, daß es nicht Deutschlands Aufgabe sei, irgendwelche Ausländer durchzufüttern (die Wortwahl ist nahezu ein Zitat)


    Das bezieht sich auf den Vorbehalt gegen das EFA, siehe Link:


    Geschäftsanweisung SGB II Nr. 8 vom 23.02.2012 - Vorbehalt gegen das Europäische Fürsorgeabkommen (EFA) - www.arbeitsagentur.de




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    Der eine sagt nach 5 Jahren Aufenthalt in Deutschland würden Europäer den Deutschen gleichgestellt. Die vom Jobcenter sagen, sowas gibt es nicht. Aber keiner kann mir die rechtlchen Grundlagen dafür auf den Tisch legen.


    Ausländerrecht enstpricht nicht unbedingt dem Sozialrecht.


    Ihr braucht eine Beratung bei einer Migrantenberatung und einer Sozialberatung, in deren Verlauf geklärt werden muss, ob deine Freundin grundsätzlich Arbeitnehmerstatus in Deutschland erworben hat und wie sich schlussendlich der Studentenstatus auswirkt.


    Vor allem solltet ihr dann schleunigst Anträge für gegenüber dem ALG II bevorrechtigte Leistungen stellen, also die bereits erwähnten Leistungen wie Wohngeld usw.
    Anträge sind bekanntlich nicht strafbar, was nicht zutrifft, wird eben abgelehnt.

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    Sie trennt sich gerade von ihrem Mann


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    Sie hat eine Liste beim Amt abgeben in der aufgelistet war was sie alles benötigt (im Prinzip alles).


    Übersetzung: der Mann behält alles und Frau und Kind bekommen nix.


    Hört sich irgendwie ungerecht an.




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    Die Beraterin sagt sie würde einen Gutschein bekommen


    Ist der Gutschein nur in diesem einen Sozialkaufhaus gültig oder kann dieser Gutschein auch in anderen Second-Hand-Läden eingelöst werden?


    Gibt es noch andere Sozialkaufhäuser in entsprechender Entfernung?

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    ist halt das er in einer WG wohnt.


    Das bedeutet dann aber auch, dass jemand verbindlich über die tatsächlichen Wohnverhältnisse Auskunft geben kann, sei es nun zu eurem Vorteil oder Nachteil.



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    Ich glaube das die mir das ganze Geld streichen werden.


    Abwarten und Tee trinken.


    Wenn sich das alles in tolerierbaren Grenzen bewegt, wird das Jobcenter wenig machen können, hat sich dein Partner allerdings bei dir bereits häuslich eingerichtet, werdet ihr darüber nachdenken müssen, wie es mit euch weitergeht.

    Ist dein "Partner" auch der Kindesvater?




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    Allerdings ist er am Wochenende da und hat auch dementsprechend Kleidung und Hygieneartikel da.


    Nun ja, Besuch ist ja nicht verboten und wenn da eine Reisetasche voll Wäsche steht, ist das auch nicht zu tadeln.


    Und wenn dein Partner tatsächlich nicht bei dir wohnt, kann er sicherlich seine Verbräuche (Wasser, Strom, Heizung) in seiner eigenen Wohnung nachweisen.



    Die Frage ist natürlich, was der Aussendienst des Jobcenters vorgefunden hat.


    Es geht um die Frage, ob eine Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft vorliegt, ob der Verdienst deines "Partners" zur Berechnung deiner Leistungen heranzuziehen ist.


    Wenn ihr keine VE wollt, müsst ihr das natürlich gegenüber dem Jobcenter sauber trennen, insbesondere dann, wenn ihr beobachtet werdet und mit Anzeigen zu rechnen habt.



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    Mit was muss ich denn jetzt rechnen?


    Was hat denn der Aussendienst gesagt?

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    Da wir noch kein Jahr zusammen leben wollen wir das jahr auf Probe anstreben.


    Es gibt kein Jahr auf Probe. Entweder seid ihr eine VE oder nicht.




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    Ich bringe eine 6 Jährige Tochter mit in die Wohnung, das Amt meinte dazu da sie nicht von meinem Freund ist gibt es dazu keine Schwierigkeiten.


    Solange kein schriftlicher Bescheid vorliegt, der diese Meinung unterstreicht, ist das nur unverbindlicher Smalltalk.




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    Was muss ich in die Anlage VE als Begründung schreiben warum er nicht für mich und meine Tochter auf kommt oder finaziell für mich einsteht?


    Da ihr keine VE sein wollt, kommt nur der Status einer Wohngemeinschaft (WG) in Frage. Die Begründung lautet also, dass ein Zusammenleben nicht angestrebt wird und der Wohnzweck der Maßstab aller Dinge ist.


    Trotzdem sollte es dir klar sein, dass eine Wohnsituation auf 77 qm mit Kind als WG gegenüber dem Jobcenter kaum durchzuhalten ist, die vom Jobcenter sind ja nicht völlig plemplem.


    Wenn dein Mitbewohner :rolleyes: keine VE will, solltest du die Wohnsituation sofort wieder auflösen.




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    Wie würdet ihr die Kosten der Untervermietung aufteilen?


    Ich würde die Kosten der Unterkunft pro Kopf und Nase aufteilen, also je 1/3 er, du, dein Kind. Bei 77 qm bezogen auf drei Personen erscheint mir das gerecht, den tatsächlichen Kosten entsprechend und konform gegenüber dem Jobcenter.


    Haushaltsstrom wird aus dem Regelsatz gezahlt, da könnt ihr eine x-beliebige Vereinbarung treffen.

    Fake?




    @ jagenauso


    ich wage zu bezweifeln, dass es dort so abläuft wie beschrieben.


    Ein Massnahmedozent wird nicht zuschauen, wie unerwünschte Internetinhalte "konsumiert" werden. Schon garnicht wochenlang.


    Ausserdem gibt es dort sicherlich jemanden, der die technischen Einrichtungen betreut (Admin), der wir sicherlich Protokolle lesen und kontrollieren und zweifelhafte Seiten sperren. Und dies nicht erst nach Wochen.


    Sehnsuchtsvolle Blicke in einer Massnahme? Dürfte wohl eher so sein, dass die schwul sind, die warten wohl eher auf Freitag (:p).


    Wenn Unreinlichkeit ein Thema wird: die Leute ansprechen und hören, ob man Hilfe anbieten kann.


    Denn in einer Massnahme können sich auch Obdachlose befinden oder Personen, die völlig pleite sind und unter katstrophalen Bedingungen vegetieren (Leistungen noch nicht bewilligt, Stromsperre). Da kann ein zivilisatorischer Zustand problematisch sein, insbesondere dann, wenn Diakonie/Caritas [... ]in der Stadt nicht ausreichend vertreten sind.


    Ausserdem: es gibt immer jemanden, den die Massnahme anödet und der einen Grund sucht, sich dort zu verabschieden. Der würde dem Jobcenter brühwarm von den Zuständen erzählen, der Massnahmeunternehmer wäre sofort seinen Auftrag los.


    Ich kenne aber niemanden, der sich sein Geschäftsmodell kaputt machen lässt.



    Insofern neige ich der Ansicht zu, dass du masslos übertreibst und du selber ein psychisches Problem vor dir herschiebst.

    Erstausstattung wird nur für Dinge geleistet, die du noch nicht besessen hast, es geht also über den Zeitraum der Partnerschaft hinaus.


    Ersatz für defekte Geräte wird nicht geleistet.


    Die Frage wäre also, was hast du bisher nicht besessen und kannst du das unter Berücksichtigung deines Alters glaubhaft darlegen.



    Evtl. kommt ein Darlehen in Frage, das müsste aber mit 10% des Regelsatzes monatlich abgezahlt werden, da du aber bereits einen ordentlichen Batzen hinsichtlich der KdU selber zahlst, würde ich das nicht empfehlen.


    Kühlschränke und TV bekommt man kostenlos per Tauschbörsen, Herd beim Second-Hand-Händler, Waschmaschine würde ich mir neu holen (Elektro-Discounter).

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    Das Problem ist, dass meine Eltern keine Miete von mir verlangen wollen, ein bisschen ambivalent. Wäre das Wohngeld dann quasi im ALG II enthalten?


    Wenn keine Kosten der Unterkunft ("Miete") anfallen, freut sich das Jobcenter:D.


    Bei Bewilligung erhälst du dann eben nur den Regelsatz und das Jobcenter zahlt noch die Beiträge an die Krankenkasse.

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    Jetzt sieht es so aus, dass sie mich nicht mehr unterstützen können. Sie selbst wollen in eine günstigere Wohnung.


    Die Frage ist, wieviel Miete deine Eltern derzeit aufbringen müssen.


    Und wieviel Einkommen dem gegenübersteht.


    Wenn die Miete das Einkommen auffrisst, ist es verständlich, dass deine Eltern nervös werden.



    Offensichtlich bist du gehalten, deinen Beitrag zu den Mietkosten beizutragen.


    Wenn du auf Grund geringen Einkommens nicht in der Lage bist, Mietanteile zu zahlen, könntest du - sofern nicht bereits geschehen - ALG II beantragen. Du würdest dann entsprechend vom Jobcenter unterstützt werden, dazu gehören auch anteilige Kosten der Unterkunft, das bedeutet, deine Eltern würden durch deinen Beitrag zu der Miete entlastet. Das Jobcenter zahlt übrigens auch Beiträge zur Krankenkasse :).


    Wenn bereits beschlossen wurde, dass die Familie die derzeitige Wohnsituation auflöst, heisst das, deine Eltern sollte sich eine "angemessene" Wohnung suchen und du auch.


    Was angemessen ist, sagt euch euer Jobcenter.



    Deine Eltern sollten prüfen, ob ihnen auch Sozialleistungen zustehen (Wohngeld, ALG II, Grundsicherung im Alter).




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    mu[ü]sste ich ALG II beantragen, um diese Kosten decken zu können, was mir total peinlich ist.


    Ein weiser Mensch hat mal die Frage gestellt, was einen dann im Falle eines Falles umgebracht hätte: der Kohldampf oder der Stolz.




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    Mein Freund verdient sehr wenig und wohnt auch noch zu Hause.


    Ich würde jetzt erstmal die aktuelle Situation lösen.


    Wenn zunächst noch nicht an Familiengründung gedacht wird, würde ich nicht zusammenziehen, es sei denn, man hat sich vorher ausreichend über das Thema Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft erkundigt und akzeptiert dann später auch ein gemeinsames Wirtschaften (Beratung beim Jobcenter oder sonstige Sozialberatung)



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    Gibt es keine Weiterbildungsmöglichkeiten oder Überbrückungen? Meine Betreuerin hat das verneint.
    Forumregeln


    Du wirst wohl derzeit leistungslos von der Agentur für Arbeit betreut?


    Dann wird es so sein, dass die AfA zumindest derzeit keine Fördermittel bereitstellen will, Hintergrund ist wohl die grundsätzliche Möglichkeit, dich einigermassen gut in Arbeit vermitteln zu können, insbesondere auch im Hinblick darauf, dass es keinen Berufsschutz gibt und deine Vorbildung/Studium relativ wertlos sind.


    Aber egal, ob du nun von der AfA oder vom Jobcenter betreut wirst, es wird darauf hinauslaufen, dass man dich ausbildungsfern vermitteln wird bzw. du wirst dich auch in Eigenbemühungen entsprechend bewerben müssen.