Posts by Postman

    Wenn Obdachlosigkeit droht bzw. unmittelbar bevorsteht, wendest du dich an die Wohnraumnothilfe/Wohnraumsicherungsstelle/ Fachdienst für [...] deiner Stadt. Diese Dienststellen sind zu finden unter dem Suchbegriff Soziales/Obdachlosigkeit.


    Dort würde man prüfen, ob eine städtische Notunterkunft für dich in Frage kommt.


    Möbel, die du zunächst nicht mitnehmen kannst, müsstest du an geeigneter Stelle unterstellen, z.B. Garage, Möbelspedition.


    Die KdU, auch die Lagerkosten, würde das Jobcenter zahlen.


    Eine Pensionsunterbringung sehe ich kritisch, die ist grundsätzlich auch möglich, dürfte aber aus Kostengründen so ziemlich das Letzte aller Mittel sein.


    Kleine Warnung: wir haben jetzt September, der Winter steht unmittelbar bevor, damit eine akute Verknappung von Notwohnraum: es gibt inzwischen Städte, in denen bereits im Sommer die Notunterkünfte fast voll belegt sind.


    Bitte unternimm alles, um eine Obdachlosigkeit zu vermeiden.


    Beispiel Köln: Hilfen bei Obdachlosigkeit - Stadt Köln


    Beispiel Offenbach: Obdachlosenbetreuung | Offenbach.de




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    Da mir Wohnungslosigkeit


    Bitte wende dich umgehend an die Sozialberatung von Diakonie oder Caritas. Evtl. benötigst du im Falle eines Falles eine Obdachlosen-Postanschrift, damit dich das Jobcenter postalisch erreichen kann, diese stellen Diakonie bzw. Caritas für Obdachlose zur Verfügung.

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    Dass die Kinder nicht versichert werden, ist ein Unding


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    Das Jobcenter wiederum schreibt mir aber, dass für meine Kinder keine Krankenversicherungsbeiträge übernommen werden, da für erwerbsunfähige Sozialgeldempfänger ( also meine Kinder) grundsätzlich keine Krankenversicherungsbeiträge übernommen werden


    Ich würde jetzt auch vorsorgehalber einen Antrag beim Sozialamt stellen.


    Ich kann nicht sagen, ob das zum Erfolg führt, aber schlimmeres:o als ein Ablehnungsbescheid kann dabei ja nicht herauskommen.

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    Die Reaktion des Arbeitgebers in diesem Falle zeugt von wenig bis gar keiner Seriösität


    Das kann man sehen wie man will.


    Ich sehe das so: wenn ich ein Arbeitsverhältnis eingehe, muss ich dem Unternehmen zur verfügung stehen, und zwar in dem Rahmen, der im Arbeitsvertrag vereinbart ist.


    Wenn ich als Arbeitnehmer dann den Betriebsablauf störe, weil ich dem Unternehmen eben nicht im zugesagten Rahmen zur Verfügung stehe, muss ich als unzuverlässiger Arbeitnehmer mit der arbeitgeberseitigen Kündigung rechnen, insbesondere dann, wenn eine Kündigung problemlos ist, also in der Probezeit.



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    Ich hatte schließlich nur noch Angst, dass ich dadurch über kurz oder lang ganz und gar ohne Job dastehen würde.


    Da muss man keine Angst haben. Wenn der Arbeitgeber mir keinen Job anbieten kann, der mindestens die Grundversorgung sicherstellt und mich abhängig vom Jobcenter macht und das Jobcenter die Institution ist, die mich schlussendlich versorgt, mache ich das, was das Jobcenter will. Natürlich sage ich dem Jobcenter dann auch, dass der Job verlorengeht, wenn die Terminvereinbarungen nicht angepasst werden können, die Entscheidung liegt dann beim Jobcenter.


    Man kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen, das ergibt nicht doppeltes Einkommen, sondern doppelt Prügel und Tadel.


    Am Ende wäre dann immer das Jobcenter der Verlierer, denn das Jobcenter müsste dann nach Arbeitsplatzverlust wieder volle Leistungen erbringen, spätestens nach Ablauf einer Sanktion.

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    Der Vater der Kinder zahlt weder Unterhalt, noch seine Krankenversicherungsbeiträge,


    Wenn da nicht böser Wille, sondern mangelndes Einkommen dahintersteht, sollte der Vater umgehend ALG II beantragen.


    Denn er sammelt Beitragsschulden an, er kann die Beiträge nicht sparen.




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    Ab dem Zeitpunkt, wo ich über meinen Mann familienversichert bin, sind die Kinder ohne Krankenversicherungsschutz. Ganz fatal, denn es sind 2 behinderte und chronisch kranke Kinder dabei, die wöchentlich Arzttermine haben.


    Vorsicht! Wenn der Krankenversicherungsschutz erloschen ist, besteht nur noch eine Notfallversorgung.


    Siehe dazu § 16 SGB V (GKV) bzw. § 193 VVG (PKV).


    Bei ALG II hat eine Familienversicherung Vorrang, ich befürchte, das Jobcenter wird da nicht so schnell aus Spass an der Freude zusätzlich Geld für die KV locker machen, wenn ein anderer zahlungspflichtig ist.

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    Kennt jemand diese Anlage?Ohne diese gibt es keine Unterstützung!


    Kannst du die Anlage mal einscannen/photographieren?




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    Warum darf man nicht nach einem *vernünftigen* Job suchen?


    Man muss die Rahmenbedingungen des SGB II beachten. Als Bedürftiger ist man besonders verpflichtet, seine Bedürftigkeit zu mindern bzw. zu beenden, nachzulesen im § 2 SGB II, und es gibt keinen Berufsschutz.


    Das SGB unterscheidet nur dahingehend, ob ein Job zumutbar oder nicht zumutbar ist, und für ältere Personen mit absehbaren gesundheitlichen Einschränkungen wäre dann bei ALG II der § 10 SGB II interessant und wichtig.

    @ Kleine Maus


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    Und ganz ehrlich,scheint es mir,das Du einer der Menschen bist,der ohne großes Hintergrundwissen,Menschen schnell vorverurteilst.


    Turtle1972 steht ziemlich nahe an der Materie, dass kann natürlich auch mal dazu führen, dass eine Lage auch falsch eingeschätzt wird.


    Daher ist es gut, dass du deine Situation dargestellt hast.



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    Achja,und *Nein. ALG 2 gibts bei Hilfebedürftigkeit und ist nicht abhängig von irgendwelchen in der Vergangenheit liegenden Bemühungen um Arbeit.* stimmt nicht!


    Du darfst dich absolut auf Turtles Aussage verlassen:


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    Nein. ALG 2 gibts bei Hilfebedürftigkeit und ist nicht abhängig von irgendwelchen in der Vergangenheit liegenden Bemühungen um Arbeit.


    Wenn euer Jobcenter euch also einen Bremsschuh auf die Schiene gelegt hat, solltet ihr das hinterfragen und euch das genau erklären lassen, siehe dazu §§ 13 bis 17 SGB I


    [EMAIL="http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/"]http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/[/EMAIL]




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    Nach einer überbetrieblichen Ausbildung hat er schon gefragt.Vorraussetzung:Schulabschluss


    Es gibt Ausbildungsmodelle, bei denen kein Schulabschluss erforderlich ist und ggf. zusammen mit der überbetrieblichen Ausbildung erworben wird.


    Möglicherweise werden derartige Ausbildungsmodelle nicht überall angeboten, sondern nur in der nächsten Großstadt. Da muss man sich erkundigen, bei der Agentur für Arbeit/BIZ, bei den Trägern, die mit der Agentur bzw. dem Jobcenter zusammenarbeiten. Da müsste man auch ggf. intensiv am Ball bleiben, wer da an irgendeinen Informationsschalter tritt und sich innerhalb von drei Minuten abwimmeln lässt, muss sich nicht wundern, wenn er abserviert ist.
    Ggf. müsste man dann auch über eine auswärtige Unterbringung nachdenken, z.B. ein WG-Zimmer, Wohnklo, Finanzierung der Ausbildung über Jobcenter, BAB usw.



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    Unser Busunternehmen vor Ort ist ein Privatunternehmen.


    Ähnliche Erfahrungen kann ich bestätigen.


    Sobald private Busunternehmen im Auftrag von Verkehrsverbünden fahren, erlebt man die dollsten Dinge, entweder kommt der Bus oder auch nicht, oder man macht sich seinen eigenen Fahrplan, so dass keiner weiss, kommt der Bus noch oder ist er schon weg, einmal fuhr ein Fahrer den Bus, dem mussten die Fahrgäste den Weg weisen:), der gute Mann war neu auf der Linie und war noch nicht eingewiesen worden.


    Wenn der Busverkehr in infrastrukturschwachen Gebieten funktioniert, darf man sich freuen, das ist aber eben nicht immer gegeben, insbesondere dann nicht, wenn Verkehrsaufträge an Seelenverkäufer und Sparbrötchen vergeben werden.

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    Ich stand 8 Stunden am Band,hatte Schmerzen im Rücken und Beine und wurde krank.


    Ich schätze mal, dass du so ca. 40 Jahre alt bist (+/-).


    Damit erreicht man ein Alter mit einer bestimmten Leistungsgrenze und man ist auch nicht mehr unbedingt uneingeschränkt vermittelbar.


    Solltest du der Meinung sein, dass du z.B. orthopädische Probleme hast, solltest du diese vom Arzt feststellen lassen und beim Jobcenter eine amtsärztliche Untersuchung veranlassen. Das Ergebnis schlägt sich dann nieder in der "Zumutbarkeit" von Arbeit.


    Wenn ihr im Nirgendwo wohnt, solltet ihr euch überlegen, in eine verkehrstechnisch günstigere Lage umzuziehen, dem Sohn wird wahrscheinlich sowieso nichts anderes übrigbleiben und wenn eure Wohnung dann nicht mehr angemessen ist, steht für euch als Eltern die Entscheidung ebenfalls an.

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    Also,es ist die Anlage zum Antrag auf Leistung.Den die Fallmanagerin unterschreiben muß,damit der Sachbearbeiter überhaupt Gelder zahlt.
    Und das könne sie nicht ohne Bewerbungsnachweise.
    D.h.verweigert sie die Unterschrift,gibt es auch kein Geld.
    Ist das so richtig??


    Die übliche Reihenfolge wäre:


    Ihr seid bedürftig, ihr stellt einen ALG II-Antrag, der Antrag wird bewilligt, es wird eine Eingliederungsvereinbarung erstellt und unterschrieben, ihr schreibt Bewerbungen.


    Den Antrag selber von der Vorlage von Bewerbungsnachweisen abhängig zu machen, ist seltsam und mich würde da schon die Rechtsgrundlage interessieren.


    Liegt da vielleicht ein Missverständnis vor? Wurden vom Jobcenter vielleicht Sofortangebote vorgelegt?




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    Dann bekam er einen neuen Job.Doch das war nicht sein Ding.


    Der Sohn muss aufpassen. Er ist unter 21 und würde bei Fehlverhalten scharf sanktioniert, er wäre ganz schnell bei Null.




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    Mein Sohn ist seid August 21.Hat leide keinen Schulabschluß.


    Der Sohn müsste sich beraten lassen, ob er eine überbetriebliche Ausbildung machen kann für Personen mit Vermittlungshemmnissen.


    Solche Personen werden gerne in den Beruf einer Lagerfachkraft vermittelt, dazu gehört meistens dann auch der Gabelstablerführerschein.

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    allerdings lese ich grade eben das ich die heizölfirma veranlassen soll,mit dem landkreis abzurechnen...


    Die eigentliche Frage ist doch, ob der Heizöllieferant überhaupt willens ist, zu liefern und sich anschliessend mit einer Behörde wegen der Bezahlung herumärgern will.


    Es ist wohl notwendig, dass man erst dieses Problem löst und die Zahlung durch die Behörde sicherstellt sowie ggf. die Akzeptanz von Zahlungsmitteln (z.B. Gutschein) durch den Lieferanten.

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    und da ich ja ohne festen Wohnsitz bin, bei einer sozialen Einrichtung eine "Postadresse" eröffnen, damit die mich postalisch auch erreichen.


    Um ALG II beziehen zu können, musst du für das Jobcenter postalisch erreichbar sein und deine Post täglich persönlich in Empfang nehmen können.


    Du gehst also zur Diakonie/Caritas, trägst deinen Wunsch nach einer Odachlosen-Postanschrift vor und dann sollte die Einrichtung einer derartigen Empfangsanschrift kein Problem mehr sein.




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    eine Bestätigung über Eröffnung eines P-Kontos vorlegen


    Die Sparkassen stellen sogenannte Bürgerkonten auf Guthabenbasis aus.
    Es sollte also so sein, dass du bei der Sparkasse in deiner Stadt ein Konto beantragen kannst, dass gleich umgestellt wird zum P-Konto.
    Sollte man dir das Konto verweigern, lässt du dir ein Ablehnungsschreiben für das Jobcenter ausdrucken. Dann sollte die Auszahlung des ALG II per Sozialscheck kein Problem sein.


    Bitte kein Geld auf ein Konto überweisen lassen, dass noch nicht als P-Konto geführt wird, denn sonst besteht die Gefahr, dass auch das ALG II weggepfändet wird!




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    Auch habe ich keine Klamotten mehr, kann ich welche beantragen?


    Ja, im Rahmen einer Erstausstattung nach Haftentlassung.


    Allerdings stellt sich die Frage, wo deine Habe geblieben ist und ob die Haft für die Gewährung einer Erstausstattung nicht zu kurz war.


    Du musst also grundsätzlich mit einer Ablehnung rechnen.


    Du solltest dich daher zunächst an die Kleiderkammern der verschiedenen Sozialeinrichtungen wenden (Heilsarmee, Diakonie, Caritas usw.).

    alleswirdgut


    Deine Fragestellung geht in Richtung Leistungsperre.


    Da schliesse ich mich auch der Meinung an, dass du dich bewerben solltest, um deinen Pflichten zu genügen.



    Allerdings hast du wohl auch einen Vermittlungsvertrag mit dem PV abgeschlossen (?) und man sollte prüfen, ob vorgesehen ist, dass der PV dich in Anspruch für die Vermittlungsgebühr nehmen kann, für den Fall, dass sich der Vermittlungsgutschein als wertlos herausstellt.

    Offensichtlich liegt doch folgender Tatbestand vor:


    Durch Arbeitsaufnahme ist eine Überzahlung von Krankenkassenbeiträgen entstanden, das heisst, bei der Krankenkasse liegt jetzt ein Guthaben von drei Monatsbeiträgen zu deinen Gunsten.


    Das Problem lässt sich dadurch lösen, dass du zu deiner Krankenkasse gehst und veranlasst, dass die Krankenkasse diese Beitragszahungen an das Jobcenter zurücküberweist.


    Oder du zahlst aus eigenen Mitteln die Beiträge zurück.


    Allerdings solltest du vorher (!) mit dem Jobcenter klären, ob eine Überweisung ohne Rückforderungsbescheid überhaupt buchhalterisch zugeordnet werden kann oder irgendwo im Behördennirwana versickert.




    Das Jobcenter könnte vermutlich auch so vorgehen, dass es sich mit der Krankenkasse in Verbindung setzt und Zahlungen wieder zurückholt.


    Allerdings halte ich diese Methode für Hilfeempfänger für bedenklich, denn ich glaube nicht, dass jede Abteilung über Bedürftigkeit oder Beschäftigung vollumfänglich informiert ist: daher könnte ein bedenkenloses Abpumpen von Zahlungen an die Krankenkasse zu einer Unterdeckung des Krankenkassenkontos eines Krankenkassenmitgliedes führen und damit zu Beitragsschulden, die zum Erlöschen des vollen Krankenversicherungsschutzes führen.



    Kümmert man sich aber selber, könnte man in dem Fall, in dem man evtl. nicht in der Lage wäre, die Überzahlungen zu erstatten, eine Ratenzahlung mit dem Jobcenter vereinbaren, der KV-Schutz bliebe vollumfänglich erhalten.



    Also: Klären, mit welchem Aktenzeichen die Überzahlung auf welches Konto überwiesen werden soll, und der Fall dürfte erledigt sein.



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    Da Sie die Überzahlung dadurch verursacht haben, weil Sie
    wesentliche Angaben nicht oder verspätet mitgeteilt haben, sind diese Beiträge von ihnen zu erstatten (§ 40 Abs. 2 Nr. 5 SGB ll i. V. m. § 335 Abs. 1 SGB lll).


    Der Anschuldigung musst du natürlich noch entgegentreten, sonst könnte noch jemand auf die Idee kommen, dir wegen des § 60 SGB I noch ein Bussgeld überzubraten.

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    Der Freund ist 26 Jahre alt und hat einen deutschen Pass.


    Offensichtlich will jemand heim in's Reich:p.


    Wenn er ALG II bezieht, muss er sowieso jede zumutbare Arbeit annehmen.


    Also wo ist das Problem?

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    habe ich natürlich Post vom Jobcenter bekommen das meine Wohnung zu groß sei und ich mir einen neue Wohnung suchen soll.


    Du solltest dir das Schreiben des Jobcenters noch einmal genau durchlesen.


    Das, was du bekommen hast, ist sicherlich eine Aufforderung zur Senkung der Kosten der Unterkunft.


    Das bedeutet, dass dir das Jobcenter zukünftig nur noch die angemessenen Kosten der Unterkunft zahlen wird. Damit ist für dich die Wahl verbunden, ob du die überschiessenden Kosten selber zahlst, untervermietest oder umziehst.


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    aber den Rest könnt man ja aus eigener Tasche bezahlen


    Du müsstest feststellen, wie hoch dieser Eigenanteil wäre und ob dieser Eigenanteil aus dem Regelsatz finanzierbar ist.

    @ Kathilang


    So, wie du dir das vorstellst, wird das nicht funktionieren.



    Selbst, wenn das Jobcenter euch zunächst als WG anerkennt, hättet ihr nach einem Jahr das Problem der Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft.


    Wenn die Kosten der Unterkunft unangemessen sind, und du/ihr zuzahlen müsstet, würde euch das stark belasten, denn die Kosten für ein Haus sind deutlich teurer als für eine Mietwohnung.


    Ein Problem wäre auch bei der Gewährung der Heizkosten zu erwarten, denn es würden voraussichtlich keine monatlichen Heizkosten gewährt werden, sondern Winterbrandhilfe, und die kann sich durchaus als nicht enden wollendes Elend herausstellen.


    In ein Haus würde ich nur einziehen, wenn von Anfang an die Angelegenheit als BG angedacht ist und wenn klar ist, dass im Falle von Arbeitslosigkeit die Zahlung der KdU über das Jobcenter sichergestellt ist.

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    Ich 22 Jahre Alt oder jung beziehe jetzt seit fast einem Jahr für mich alleine Hartz 4 und wohne schon seit 5 Jahren nicht mehr bei meinen Eltern.


    Da meine wohnlichen Umstände aber dringend einen Umzug nötig haben aus vielen Gründen wie z.b. Defekte Heizungen streit und Zoff mit dem Vermieter usw...



    Normalerweise bin ich der Erste, der dazu rät, bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den elterlichen Haushalt zurückzukehren.


    Doch das, was ich hier lese, reicht mir, um zu sagen, dass es wohl besser wäre, nicht zurückzukehren.


    Das würde Mord und Totschlag geben.


    Dein Vater und seine Partnerin verdienen beide, bilden im Sinne des SGB II eine Bedarfsgemeinschaft, was mich vermuten lässt, dass es möglicherweise nicht für ALG II reicht und diese deine Familie dich voll finanzieren müsste.


    Ab 23 verschärft sich die Situation, dann fällst du aus der Familienversicherung heraus und es wären dann nochmals jeden Monat ca. 160,--€ für die Krankenversicherung fällig.


    Ausserdem solltest du den anderen Sohn einkalkulieren. Was ist, wenn der auch zurückkehren möchte?


    Die Partnerin deines Vaters ist die Mieterin der Wohnung, wenn der Topf überkocht, kann sie den Zirkus ganz schnell beenden und deinen Vater und dich aus der Wohnung schmeissen/kündigen.



    Im Gegensatz dazu erbringt das Jobcenter offensichtlich volle Leistungen für dich, daran würde ich lieber nichts ändern.


    Das Verhältnis zu deinem Vermieter würde ich versuchen zu verbessern - was auch immer das heisst - oder ich würde mich auf einen Auszug vorbereiten, aber nicht selber die Wohnung kündigen, sondern die Kündigung des Vermieters abwarten.


    Solltest du die Kündigung dann irgendwann in der Hand haben, besprichst du die Situation mit dem Jobcenter, wie es weitergeht.


    Da du den Zoff mit dem Vermieter nicht näher definiert hast, würde ich mich auch von einem Mieterschutzverein beraten und die Wohnvertragssituation auseinanderdröseln lassen, es hilft nämlich, wenn man weiss, wer was falsch gemacht hat und welche Folgen das hat.


    Eine Rückkehr in den elterlichen Haushalt kann man später immer noch erwägen, wenn die Probleme wirklich so gross sind, dass man kaum eine Wahl hat, weil sich z.B. einfach keine Wohnung finden lässt.


    Bitte beachte: solltest du deine jetzige Wohnung aufgeben, darfst du deine Habe/Möbel nicht verschrotten, solltest du dies nämlich tun, bekommst du Probleme mit einer späteren Erstausstattung. Zumindest die wirklich wichtigen Sachen müsstest du dann in einer Garage oder Möbelspedition einlagern. Oder du fängst irgendwann mit eigenen Kräften wieder bei Null an.



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    die schulden so enorm geworden sind das ich leider schon Verbraucher Insolvenz beantragen musste..


    Dann müsste die Situation so aussehen, dass du aus allen Himmelsrichtungen gelbe Briefumschläge und Besuche von Gerichtsvollziehern bekommst.


    Ich rate dazu, das nicht der Familie zuzumuten. Gerichtsvollzieher und Paketzusteller erkennt man am energischen Klingeln, spätestens dann, wenn die Partnerin deines Vaters hitzige Diskussionen mit dem GV führt, dürfte der Haussegen schief hängen.

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    aktuellen Kontoauszug in den Umschlag gestopft


    ... hoffentlich kein Original ...




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    und das Ganze mit der Post abgesendet


    Die Erfahrung lehrt, dass es vom Absender bis zum Empfänger mehrere Verlustmöglichkeiten gibt, insofern kannst du den Zugang nicht nachweisen und stehst im Verlustfall ganz dumm da.


    Auch wenn sich das dumm anhört: ich würde den Antrag noch einmal ausfüllen und gegen Nachweis persönlich abgeben.




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    (soll ja so um die 2 Wochen dauern bis der Antrag bearbeitet ist,


    Du solltest dich erkundigen, was bei deinem Jobcenter üblich ist.


    Vier Wochen wären auch nicht ungewöhnlich, sechs Wochen sind auch möglich.