Posts by Postman

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    Ich bin 25 Jahre alt und wohne derzeit noch bei meiner Mutter. In diesem Jahr hat man bei mir eine chronische Rückenerkrankung festgestellt, weswegen ich momentan nicht arbeiten gehen kann. Ich möchte nun einen Antrag auf Arbeitslosengeld II stellen, da ich sonst keine Einnahmen habe.


    Dann stelle den Antrag, das ist noch nicht strafbar :).




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    Ich habe mir gerade auf der Seite des Arbeitsamtes die Anträge angeschaut und weiß nun nicht weiter.


    Lebe ich mit meiner Mutter in einer Bedarfsgemeinschaft oder in einer Haushaltsgemeinschaft?


    Du bildest mit 25 deine eigene BG, die dann aber trotzdem in eine HG eingebettet ist. Ausserdem greift der § 9 SGB II/ Absatz 5 (Unterstützungsvermutung).
    Das sind jetzt erstmal nur zwei Sätze, die dahingeschnoddert sind, aber leider ist die Thematik umfangreich und man könnte dazu seitenlange Romane schreiben.



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    Meine Mutter befindet sich zur Zeit in der privaten Insolvenz und ist nicht in der Lage mich finanziell zu unterstützen.


    Wegen der von mir vermuteten Anwednung des § 9 SGB II/Absatz 5 wird deine Mutter Angaben machen müssen, was dann dabei herauskommt, wird man sehen.



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    Welches Amt ist für mich zuständig? Bin ich beim Arbeitsamt richtig? oder muss ich zum Sozialamt? Ich wurde beim Arbeitsamt gefragt ob ich mehr als 3 Stunden arbeiten könne, was aber nicht der Fall ist.


    Die Frage nach den drei Stunden beruht u.a. auf dem § 8 SGB II: volksnah und verständlich ausgedrückt: wer drei Stunden am Tag einen Bleistift halten kann ohne ohnmächtig zusammenzubrechen, ist erwerbsfähig und fällt der Zuständigkeit des Jobcenters zu. Wer weniger als drei Stunden arbeiten kann, fällt dem Sozialamt oder der Verrentung zu.


    Meine Ansicht der Dinge wäre, dass du zunächst einen Antrag beim Jobcenter stellst und dort drei Stunden Erwerbsfähigkeit angibst. Das dürfte auch korrekt sein, denn bei ALG II gibt es keinen Berufsschutz und es interesiert auch nicht, ob ein geeigneter Arbeitsplatz überhaupt vom Arbeitsmarkt bereitgestellt werden kann. Näheres hinsichtlich der Zumutbarkeit von Arbeit regelt der § 10 SGB II.


    Wenn das Jobcenter keine amtsärztliche Untersuchung veranlasst, gibst du den Anstoss zu einer Untersuchung.


    Sollte deine gesundheitliche Situation insgesamt schwerwiegend sein, benötigst du sowieso fachkundigen Rat von Behindertenorganisationen und Sozialverbänden, wie z.B. dem VDK.


    Meiner Kenntnis nach ist z.B. eine Verrentung ohne Rechtsanwalt so gut wie unmöglich, die Verfahrensdauer kannst du durchaus nicht in Wochen rechnen, sondern in Jahren.



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    Ich brauche dringend Hilfe da man mich beim Arbeitsamt deswegen schon abgewiesen hat, mir aber an anderer Stelle versichert wurde, dass das Arbeitsamt so lange zahlen würde bis meine Arbeitsunfähigkeit bewiesen ist.


    Wenn du beim Jobcenter vorgesprochen und erklärt hast, weniger als drei Stunden arbeiten zu können, hat das Jobcenter natürlich den Aktendeckel zugeklappt und erklärt, für dich nicht zuständig zu sein.


    Du stellst bitte den ALG II - Antrag, wie sich das gehört, veranlasst eine amtsärztliche Untersuchung, bringst möglichst aktuelle Unterschungsergebnisse deiner bisherigen Ärzte bei und dann wird man sehen, wie es weitergeht.

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    Zu 1. Ja, weil ich ohnmächtig mitansehen muss wie ein Mensch kaputt gemacht wird. Jede Form von Stress verstärkt ihre Symptome, wenn sie aufs Amt geht und um Unterstützung bittet wird sie ausgelacht (sagt sie, ob es so ist weiß ich natürlich nicht) und mit leeren Händen weggeschickt.


    Ich neige der Ansicht zu, dass deine Bekannte in Kombination Rente und Sozialamt versorgt ist, daher wird es seitens des Sozialamtes zu keiner weiteren zusätzlichen Versorgung kommen. Wenn deine Bekannte also das Sozialamt aufsucht, stösst sie dort auf Unverständnis.




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    Zu 2. Sie wird dazu gedrängt putzen zu gehen, in einer Einrichtung wo besagte Betreuerin die Leitung hat und sie hasst diese Arbeit und kommt immer nervlich sehr angespannt Zuhause an, sie wird auf dieser Arbeit immer stark kritisiert (Von den anderen Mitarbeitern dort, nicht von der Betreuerin, die ist immer sehr nett und hat Fehler ihrer Mitarbeiter auch schon eingeräumt), was sich nicht gut auf ihren Zustand auswirkt.


    Wenn deine Bekannte arbeitet, erzielt sie auch Einkommen, das berücksichtigt wird. Man müsste prüfen, wo dieses Einkommen in den Bescheiden auftaucht.




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    Zu 3. Die Kontoauszüge sagen mir das da was nicht stimmen kann, da sie deutlich weniger zum leben hat als jeder andere Mensch in Deutschland, den ich kenne. Auch ohne ihre Vodafone-Pakete wäre es zu wenig. Oder?


    Nein, es scheint so zu sein, dass sie die übliche Unterstützung erhält, sei es nun im Zuständigkeitsbereich des Sozialamtes oder des Jobcenters.


    Allerdings ist der Regelsatz (~ / = Rente) so bemessen, dass man sich schon genau überlegen muss, wie man damit auskommt.


    Vodafone und Kabelgebühren fressen bereits einen beträchtlichen Anteil auf, so dass man sich überlegen muss, ob diese Kostenanteile notwendig sind.



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    Zu 4. Wenns Grundsicherung wäre, müsste es zum leben 382 Euro sein, da steht aber nur 360 Rente, und von dieser werden immer 180 abgezogen von den Stadtwerken. Gleichzeitig wird ihr aber die Miete von der Stadt bezahlt... Also, ich hab keine Ahnung. Ehrlich.


    Hier müsste man prüfen, wie diese 180,--€ sich zusammensetzen.


    Ich zähle mal ein paar Möglichkeiten auf:


    - deine Bekannte hat einen ungeheuerlichen Energieverbrauch
    - in dem Betrag sind noch Kosten der Unterkunft (Heizkosten) enthalten
    - deine Freundin zahlt den üblichen monatlichen Abschlag und zahlt noch Energieschulden aus vorangegangenen Abrechnungszeiträumen ab




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    Zu 6. Ich habe sie im Internet kennengelernt, irgendwann offenbarte sie mir, das sie nichts mehr zu essen habe und völlig verzweifelt sei. Und trotz ihrer Angst vor fremden Menschen konnte ich sie dazu überreden mich zu treffen, und einkaufen zu gehen. So habe ich sie persönlich kennen gelernt. Sie hat auch viele Tricks um über die Runden zu kommen, die Tafel, rotes Kreuz und Eine-Welt-Läden... Aber es reicht eben nicht, ich helfe ja, aber sie soll ja nicht von mir abhängig sein sondern ihr Leben selbst meistern können. Die Betreuerin meint, sie könne bei ihr putzen, für 10 Euro, damit sie über die Runden komme.


    Man muss ein bisschen vorsichtig sein.


    Die Aussage "nichts zu essen" sehe ich kritisch, vornehme Köstlichkeiten wird man nicht bunkern können, aber Grundnahrungsmittel sollten vorhanden sein.


    Wenn du materiell hilfst, musst du auch aufpassen, möglicherweise wäre das eine Leistung, die angerechnet werden müsste.




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    Zu 7. Ja, ich will nicht alleine sein mit diesem Problem, wir brauchen Hilfe...


    Alle Bescheide sammeln und prüfen, Beratung bei örtlichen Beratungsstellen in Anspruch nehmen, private Ausgaben auf Notwendigkeit prüfen und ggf. Verträge fristgerecht schriftlich (!) und nachweisbar kündigen. Haushaltsbuch führen. Armenspeisung ("Tafel") in Anspruch nehmen, und zwar immer und nicht nur in den letzten zwei Wochen des Monats, wenn am Ende des Geldes noch viel Monat übrig ist.

    @ muni62


    Du bist gesperrt, aber du kannst sicherlich noch lesen.


    Deshalb antworte ich noch wie folgt:


    ALG II ist eine solidarische Leistung durch den Steuerzahler, und so, wie die grosse Gemeinschaft der Steuerzahler für den Einzelnen eintritt, so erwartet der Gesetzgeber, dass der Einzelne auch für die Steuerzahlergemeinschaft eintritt.


    Sobald sich also zwei Personen in einer ALG II-subventionierten Wohnung zusammenfinden, und absehbar ist, dass es sich eben nicht um einen Gästestatus handelt, sondern sich ein - in welchem Rahmen auch immer - Zusammenleben ergibt, steht die Frage nach einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft im Raum.


    Im Umkehrschluss bedeutet das: je regelmässiger, länger und dauerhafter Besuche stattfinden, desto mehr nähert man sich einer VE - und nicht zuletzt dem Vorwurf eines Sozialbetruges.


    Abschlussbemerkung:


    ALG II ist eine Leistung, die nicht so selbstverständlich ist wie oft angenommen, diese Leistung überhaupt zu erlangen, kann ganz schön bitter werden, und die Leistung kann auch sehr schnell eingestellt werden.


    Eine eingestellte Leistung kann einem Hilfesuchenden ganz schön teuer zu stehen kommen, 2x Miete nicht gezahlt, und schon kommt die fristlose Wohnungskündigung, 2x Krankenkassenbeitragsrückstand, und der volle Krankenversicherungsschutz ist weg. 1x Schwarzgefahren wegen Bargeldmangel und kein erhöhtes Beförderungsentgelt bezahlt, und man bekommt Post vom Rechtsanwalt des Verkehrsbetriebes.


    ALG II erfordert, dass man sich mit seinen Pflichten auseinandersetzt, und möglicherweise muss man sich selber früher Grenzen setzen, als der Gesetzgeber das vorgesehen hat. Denn wenn man in einen Unschärfebereich gerät, kann das den persönlichen Ruin bedeuten.

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    Ich habe eine Freundin, die ALG2 bezieht.


    Deine Freundin darf natürlich Gäste empfangen und beherbergen.


    Aber die Betonung liegt auf Gäste, wer sich da mit einem Schrankkoffer breitmacht und/oder den Eindruck eines regelmässigen Wohnens erzeugt, bereitet deiner Freundin Ärger.


    Es sollte also so sein, dass die Gästesituation auch den strengen Augen eines Jobcenter-Aussendienstmitarbeiters bei einem Hausbesuch Genüge tut.



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    Darf sie bei mir übernachten?


    Diese Frage ist etwas kritischer, deine Freundin bezieht ALG II, also muss sie die Voraussetzungen für ALG II erfüllen, und eine wesentliche Voraussetzung ist, dass sie ihre Post jeden Tag persönlich in Empfang nehmen können muss, sprich: sie muss die Erreichbarkeitsanordnung beachten.


    Die Antwort auf diese Frage ist ein klares und eindeutiges "jein":p, mein Rat wäre, du besuchst deine Freundin, dann gibt es auch keinen Stress.



    Hier wird ja das Thema einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft angeschnitten, wenn jeder streng darauf achtet, dass die Kassenbons des nahen Supermarkts gesammelt werden und die Verbräuche der jeweiligen Wohnung (Energie, Wasser, Heizung) echt und lebensnah sind, und dies dann zu gegebener Zeit dokumentierbar ist, sollte es keine Probleme geben.

    Rechtsgrundlage für eine Einstellung dürfte wohl der § 331 SGB III sein.



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    Ich wusste bis zu dem Anruf nichts von einem Praktikum. Dieses Praktikum soll ein Bildungsträger besorgt haben, den ich bis zum 30. August 2013 besuchen musste.


    Die Info kommt ein bisschen kurz daher.


    Es gibt Massnahmen/Bewerbungstrainings, an die ein mehrwöchiges Praktikum angehängt wird.
    Darüber wird man aber normalerweise informiert bzw. es finden Gespräche statt, wo und wie.


    Ausserdem sollte es so sein, dass das irgendwo dokumentiert wird, z.B. in einer Eingliederungsvereinbarung.


    Wenn da irgendwo der Informationsfluss gestockt hat, kann es zu Irrtümern kommen, dann dürfte eine Leistungssperre nicht umsetzbar sein.


    Wenn du aber eine Praktikumsinformation gefliessentlich ignoriert und dich einfach mal ein bisschen dumm gestellt hast, sieht es schlecht für dich aus.

    Wenn dein Freund zu dir zieht, zahlt das Jobcenter dir nur noch 50% der Kosten der Unterkunft. Wenn euch das Jobcenter als BG einstuft, wird auch noch der Regelsatz abgesenkt.


    Wenn dein Freund ein nicht leistungsberechtigter Ausländer ist, müsste er seinen Anteil der Miete aufbringen, ausserdem noch - wegen der in Deutschland bestehenden Krankenversicherungspflicht - ca. 160,--€ Krankenkassenbeiträge monatlich.


    Die Realität dürfte so aussehen, dass jeder in seinem Sozialsystem verbleibt, bis sich eine Möglichkeit ergibt, sich aus der Bedürftigkeit zu lösen.

    @ AlexM


    Wende dich an die Diakonie oder Caritas.


    Deren Sozialberatung oder Jugendberatung kann dich zu deiner Situation beraten, im übrigen auch deine Eltern. Deine Eltern sitzen nämlich auch mt im Boot, ob sie wollen oder nicht.


    Eigene Wohnung hört sich toll an, du müsstest aber erstmal einen Vermieter finden, der an einen 19jährigen mit deinen minimalen Einkommensverhältnisen vermietet.


    Wenn überhaupt, läuft das auf ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft hinaus oder möglicherweise über die Schiene Jugendamt/Stadt/Kommune auf eine Unterkunft in einem Jugendwohnheim.


    Also: kannst schon mal anfangen, Brötchen zu backen, aber ganz kleine ... :cool:

    Quote from LaievomFach;269472

    Hallo,


    ich bin Verheiratet und habe 3 Kinder. Zu meinem Missgunst hatte letzte Donnerstag unser alter Fernseher den Geist aufgegeben. Doch Glück im Unglück, schon am Freitag hatten wir unser Geld vom JobCenter überwiesen bekommen und ich konnte noch einen Fernseher kaufen (vor dem WE). Bei Amazon fand ich ein sehr günstiges Gerät von etwa 169 EUR, nun frage ich mich, ob es irgendwie möglich ist, ein wenig Geld vom JobCenter zurück zu bekommen da ein TV Gerät ja eigentlich zur Wohungsausstatung gehört bzw. ich bzw. meine Familie ja am kulturellen Leben teilnehmen möchten....


    Jemand eine Idee? Wie kann ich da vorgehen?


    So drückt sich kein Hilfebedürftiger aus, den Text (Fake) hat wohl ein neoliberales Ar***loch geschrieben.


    :mad:


    Mal eine Frage an die Community:


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    Zu meinem Missgunst hatte letzte Donnerstag unser alter Fernseher den Geist aufgegeben. Doch Glück im Unglück, schon am Freitag hatten wir unser Geld vom JobCenter überwiesen bekommen und ich konnte noch einen Fernseher kaufen (vor dem WE). Bei Amazon


    Liefert Amazon so schnell?




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    da ein TV Gerät ja eigentlich zur Wohungsausstattung gehört


    Verwechselt unser "Freund" vielleicht Erstausstattung mit Wohnungsausstattung?



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    ob es irgendwie möglich ist, ein wenig Geld vom JobCenter zurück zu bekommen


    Eine bedürftige Familie gibt vor, nicht zu wissen, dass man jeden Dreck vorher beim Jobcenter beantragen muss?



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    meine Familie ja am kulturellen Leben teilnehmen möchten....


    Ach, guck mal, er hat mal was von Bildung und Teilhabe gehört :rolleyes:

    Quote from sechzgerboy;269226

    Kannst du mir bitte Infos zukommen lassen, bei welcher Bank es solche p-konten gibt?


    Siehe Post #6:


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    Die Sparkassen stellen sogenannte Bürgerkonten auf Guthabenbasis aus.
    Es sollte also so sein, dass du bei der Sparkasse in deiner Stadt ein Konto beantragen kannst, dass gleich umgestellt wird zum P-Konto.

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    1. Auch wenn ich bezweifle viel nettere zu finden, wäre es möglich den SB zu wechseln?


    Unwahrscheinlich. Und zwar einfach deswegen, weil kein Jobcenter über genug Personal verfügt, um jedem Beschwerdeführer einen anderen Sachbearbeiter zuzuteilen.




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    2. Meine mündliche Beschwerde vor Ort war nutzlos. Auch die Gefahr hin darauf hin immer Probleme mit der SB zu haben: Bringt es weiter sich schriftlich zu beschweren?


    Dazu müsstest du erstmal wissen, über was du dich beschweren willst und dies auch in die passenden Worte kleiden können.




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    3. Ich dachte allein die Tatsache dass ich älter als 25 bin schließt uns bereits als Bedarfsgemeinschaft aus?! Zusammen wirtschaften würde sich ja auf Finanzen und Nahrung beziehen. Ich dachte das hätte ich abgedeckt?


    Du bist ü25, also bildest du deine eigene Bedarfsgemeinschaft.


    Das Jobcenter wendet aber den § 9 SGB II, Absatz 5, an, der eine Unterstützungsvermutung durch Verwandte aufstellt.



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    4. Telefonisch wurde mir keine Begründung mitgeteilt, wie muss ein Wideruf im allgemeinen aussehen?


    Siehe Punkt 2



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    5. In den 4 Monaten habe ich kaum Miete abstottern können, meine Eltern haben deswegen dieses Jahr noch nicht ihren Kredit eingezahlt.


    Der Mieter schuldet dem Vermieter die Miete, wenn der Vermieter dadurch selber in Bedrängnis kommt, ist das sein Bier.


    Üblicherweise kündigt der Vermieter dann dem Mieter fristlos und vermietet an einen finanzstarken Mieter.




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    Wie lange dauert die Bearbeitung des Widerrufs?
    Das hätte ja gerade noch gefehlt, dank der freundlichen Sachbearbeiterin meine Eltern in die Schulden zu treiben...


    Siehe Punkt 5, deine Eltern müssen sich nicht in Schulden treiben lassen.


    Wenn deine Eltern abhängig von Mieteinkommen sind, müssen sie dir kündigen und du suchst dir eine andere angemessene Wohnung gemäss den Vorgaben deines Jobcenters.


    Damit wäre dein Problem mit dem § 9 SGB II, Abs. 5, gelöst.




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    Kein Wunder, dass mir keiner eine Wohnung vermieten will: Hartz4? Nein, danke!


    Wie Vermieter Hilfeempfängern gegenüberstehen, hängt nicht zuletzt vom örtlichen Wohnungsmarkt ab.




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    6. Können meine Eltern die Miete beim JC beantragen?


    Nein, du bist der ALG II - Antragsteller.



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    7. Bringt es an diesem Punkt etwas einen Anwalt einzuschalten?


    Du könntest dich beraten lassen. Zunächst würde ich aber eine örtliche Arbeitsloseninitiative, Sozialverband, Diakonie/Caritas aufsuchen und mich beraten lassen, die können dann deinen Schriftwechsel sichten und erforderliche Schriftsätze verfassen. Oder entscheiden, ob juristsiche Schritte erfolgversprechend sind.

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    ich habe am 16.Juni 2013 ALG2 beantragt, ich bin 23 Jahre Jung


    Hast du eine abgeschlossene Berufsausbildung?




    Seit wann bist du 23, werden seitdem Krankenversicherungsbeiträge bezahlt?


    Vermutlich wäre es sinnvoller gewesen, deine Mutter hätte den ALG II - Antrag gestellt und du wärest dann als Mitglied der elterlichen Bedarfsgemeinschaft versorgt.


    Dein Bruder (26) bildet ab 25 seine eigene BG, deshalb gab es da keine Probleme.


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    Wie seht ihr dass ob ich nun ALG2 bekomme oder nicht? Ich bin schon seit Juli mit der Miete im Rückstand. Ich habe vorher ALG1 bekommen.


    Die Miete zahlst du an deine Mutter?

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    Nur haben die dann nur 78 € überwiesen. Auf persönliche Nachfrage bei der Agentur für Arbeit, nach dem dann halt nur die 78 € überwiesen wurden, hat man mir dann gesagt das ich ja das Übergangsgeld aus dem Knast bekommen hätte und das dann damit im ersten Monat verrechnet würde. Ich also mit dem Geld acht Wochen hätte auskommen müssen. Und erst ab Ende September dann die bewilligten 714 € regelmäßig überwiesen würden.


    Bitte wende dich an deine Agentur für Arbeit und lasse dir dazu die Rechtsgrundlage sagen, also den Paragraphen, auf den sich die Agentur für Arbeit anlässlich der Anrechnung bezieht.


    Bei ALG II wäre eine Anrechnung nachvollziehbar, bei ALG I ist mir das nicht geläufig.


    Der Sozialdienst deiner JVA müsste dir eigentlich auch eine wasserdichte Auskunft geben können und dir ggf. bei der Lösung des Problems helfen können.

    @ jette


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    Solange er einen Anspruch Alg2 hat,


    Frage zum besseren Verständnis:


    Er hat 972,--€ netto. Damit dürfte er keinen eigenen Anspruch auf ALG II haben, er ist nur Kraft der BG mit dem SGB II verbunden.


    Wenn er sanktioniert werden würde, könnten Sanktionen sich doch nur (zeitlich: Jahresfrist gemäss § 31a SGB II)) auswirken, nämlich dann, wenn er selber arbeitslos werden würde und müsste selber ALG II beziehen (evtl. aufstockend zu ALG I).


    Oder denke ich falsch?

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    Nun soll ich aber auch eine [EGV] unterschreiben und meinem Betrieb um mehr Geld bitten. ..odr einen höheren Posten bekleiden oder mehr Stunden arbeiten. Ansonsten soll ich mir andere Arbeit suchen. Ist das seitens vom Jobcenter statthaft?


    Es sollte erstmal geklärt werden, was in der EGV vereinbart werden soll.


    Das hört sich alles so an, als sei das alles zunächst in einem Gespräch einfach so dahergesagt worden, ob das dann alles angesichts der persönlichen Situation auch umsetzbar ist, sei mal dahingestellt.




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    Wem wollen sie sanktionieren wenn ich die egv verweigere...


    Du kannst die Unterschrift verweigern, bekommst die EGV dann aber in Form eines Verwaltungsaktes.


    Sanktionieren könnte man nur die Person, die gegen Pflichten aus der EGV verstösst, es wird also nicht die BG insgesamt sanktioniert und es haftet keiner für den anderen.


    Da du aber deinen Bedarf deckst, stellt sich die Frage, was man bei dir im Falle eines Fehlverhaltens sanktionieren könnte. Meiner Ansicht nach würde die Frage akut werden, wenn du selber arbeitslos werden würdest, dann könnte es durch aufgelaufene Sanktionen bitter werden.

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    Nur am Ende des Monats hat man mir dann nur 78 € überwiesen. Auf Nachfrage beim Amt wurde mir dann dort mitgeteilt das ich ja die 900 € bekkommen hätte und das das dann erstmal mit dem Arbeitslosengeld verrechnet würde. Und davon hätte ich dann die ersten 8 Wochen erstmal hätte leben müssen.


    Reden wir hier von [ALG I und der Agentur für Arbeit] oder von [ALG II und dem Jobcenter]?

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    Dieses Gespräch wurde von einer Dame hospitiert, die mir nur mir Namen vorgstellt wurde und wo ich nicht gefragt wurde, ob ich mit der Hospitation einverstanden bin.
    Meine 1. Frage: Ist so ein Vorgehen vom JC rechtens???


    Du wirst vom Jobcenter betreut und nicht von einer ganz bestimmten einzelnen Person.


    Wenn das Jobcenter mehrere Mitarbeiter bemüht, kann dir das zunächst wurscht sein, du solltest dir aber die Frage stellen, warum dieser Aufwand getrieben wird.




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    denn ich bilde keine BG mit ihm, auch keine HG und auch keine WG


    Ist das eine separate abgeschlossene Wohnung, die du alleine bewohnst?





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    Bei den Unterlagen handelt es sich um Dokumente, die an den Hauptmieter geschickt werden und wo ich keinen Zugriff darauf habe. Gefordert innerhalb von 14 Tagen sind: Kopie des Hauptmietvertrages, Kopie Betriebskostenabrechung, Nachweis akt. Miethöhe aus dem Hauptmietvetrag sowie akt. Energierechnung für Strom und Gas. Dem Jobcenter liegt der Untermietvertrag, der Dauerauftrag meiner Mietzahlung sowie die Genehmigung des Hausverwalters das Untervermietung gestattet ist vor. Darf das JC nun auch Dokumente abverlangen, die ich als Untervermieter gar nicht bekomme, weil sie an den Hauptmieter geschickt werden und ich keinen Zugriff drarauf habe??? Gibt es da irgendwelche § oder Gesetzestextes wie ich mich gegen diese Aufforderung wehren kann?


    Gegenfrage: erstellt der Untervermieter dir gegenüber Nebenkostenabrechnungen?



    Ich vermute, dass es grundsätzlich um die Frage geht, ob der Untervermieter für dich einsteht, die Problemstellung also in Richtung eheähnlicher Gemeinschaft geht.

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    Ich bin 18 Jahre alt und komme aus Polen.


    Demzufolge hast du die polnische Staatsbürgerschaft, aber NICHT die deutsche Staatsbürgerschaft?




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    Bin Schülerin und


    Was lernst du, wo bist du Schülerin?


    Wie hast du dich während der Schulzeit bisher finanziert?




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    in 8 Monat schwanger.


    Wer ist der Vater, ein Deutscher?




    Kannst du in den elterlichen Haushalt zurückkehren, wärest du dort in Polen krankenversichert?

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    Wenn er jetzt abhaut, meint er, bekommt er eine Sanktion für drei Monate, aber das ist ihm auch egal. Er sagt, er hält es da nicht mehr aus.


    Das sieht er richtig, er würde Lebensmittelgutscheine und Kosten der Unterkunft bekommen (1. Sanktionsstufe), anlässlich der nächsten Sanktion wäre er geliefert, da gäbe es nur noch Lebensmittelgutscheine.


    Daher die Frage: hat er bereits vollendete Tatsachen geschaffen und das Ausbildungsverhältnis gekündigt?


    Wenn nicht, soll er dies nicht tun und sich aus dem bestehenden Ausbildungsverhältnis für eine andere Ausbildung bewerben.


    Sollte das Kind bereits in den Brunnen gefallen sein, kann er sich darauf einrichten, dass das Jobcenter nicht auf Fingerschnippen reagieren wird, das Jobcenter wird ihn erstmal auf elterlichen Wohnraum verweisen, und wenn das nicht durchsetzbar ist, kann er sich zunächst auf Obdachlosigkeit einstellen.


    Wie alt ist er (genau) ?


    Befindet er sich hinsichtlich seiner Ausbildung noch in der Probezeit?

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    ihre Wohnung ist gekündigt (Da wir zusammen ziehen wollen!) [...] Umziehen "kann" ich erst Mitte Oktober (Da wird die Wohnung, die wir zusammen nehmen wollen erst frei)


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    Und warum hast Du den Zettel noch nicht ausfüllen lassen?


    In Post #1 steht, dass die beiden eine bestimmte Wohnung im Auge haben.


    Man wird daher wohl abwarten, ob die Wohnung wirklich zur Verfügung steht und zu gegebener Zeit die Bewilligung des Jobcenters anstreben.




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    Ich vermute, die Zusage für die Whg wird er von der Ersteinrichtungsgeschichte abhängig machen wollen.


    Es mag zwar nett sein, wenn man noch eine Erstausstattung bekommen kann, aber die ist ja zeitlich nicht unbedingt festgelegt, und wie hoch würde die tatsächlich sein? Die Erstausstattung kann nicht wirklich Motivation sein.