Posts by andrea45

    Wahrscheinlich hat das Amt die Leistungen vorläufig nach § 44a SGB XII bewilligt und rechnet die Einnahmen wie beschrieben an. Nach Ablauf des Bewilligungszeitraums legt man alle Unterlagen über die tatsächlichen Geldeingänge vor und das Amt macht einen neuen abschließenden Bescheid mit den jeweiligen tatsächlichen Einnahmen und rechnet auf.

    Ob das so klar ist...

    Also mir wurde nach einem Umzug einer HE in einen anderen Landkreis von der für die dort zu zahlenden Leistungen zuständigen Behörde mitgeteilt, dass wir, also die alte Behörde, weiterhin auch für die GruSi zuständig seien, da unser Landkreis Eingl.hilfe zahlen würde. Der zahlte die Eingl.h. aber nicht fürs betreute Wohnen, sondern für sonstige Leistungen. Unser Landkreis sah auch bei sich nach dem Umzug keine Zuständigkeit mehr für die Eingl.h. Aber das focht den neuen Landkreis und dessen nachgeordnete Behörde nicht an, das sei egal, es gelte § 98 V, wir am alten Wohnort seien weiter zuständig. Unser Kreis wollte klagen. Ich muss da mal nachfragen, wie da der Stand der Dinge ist.

    Kontoauszüge der letzten 3 Monate und, sollte eigentlich selbstverständlich sein, lückenlos.


    Auch wenn keine Umzugskosten benötigt werden, würde ich mich beim jetzigen Grundsicherungsamt rechtzeitig abmelden, so dass die Leistungen auch noch ordnungsgemäß eingestellt werden können und keine Überzahlung entsteht. Vielleicht kann man das auch telefonisch machen. Denen die neue Adresse mitteilen, damit der Einstellungsbescheid auch zugestellt werden kann, falls die den nicht direkt ausstellen können. Den Einstellungsbescheid legt man dann auch dem neuen Träger vor.


    Nicht vergessen: Beim Einwohnermeldeamt des neuen Wohnortes anmelden, die machen dann die Abmeldung beim vorherigen Einwohnermeldeamt.


    Mit dem Lohn muss die Freundin ja auch erst mal den eigenen Bedarf decken, also anteilige Miete, Belastungen, ihren eigenen Lebensunterhalt, etc.

    Bereinigt wird ihr Einkommen nach den Vorschriften des SGB II, weil sie ja erwerbsfähig und -tätig ist. Und nur, wenn ihr individueller Bedarf mit dem Einkommen gedeckt ist, ist der Restbetrag bei dir anzurechnen.


    Wird noch Kindergeld für dich gezahlt?

    Bei einem Umzug stellt der bisherige Grundsicherungsträger die Leistungen zum Umzugstermin ein und der neue Grundsicherungsträger bewilligt nahtlos, sofern die persönlichen bzw. finanziellen Voraussetzungen für eine Bewilligung weiterhin vorliegen.


    Wenn die dauerhafte Erwerbsminderung bereits bestätigt ist, wird dies nicht neu geprüft, sondern der neue Träger fordert die Akte oder Unterlagen mit deinem Einverständnis beim letzten Träger an. Dann kann sich das zukünftig zuständige Amt die relevanten Unterlagen kopieren.


    Grundsätzlich genießt man Freizügigkeit, d.h. jeder kann hinziehen, wohin er will. Aber wenn du z.B. eine Beihilfe für die Umzugskosten beantragen willst, muss geprüft werden, ob der Umzug aus sozialhilferechtlicher Sicht notwendig ist. Wenn du eine nachvollziehbare Begründung für den Umzug hast, bitte dem bisherigen Amt zusammen mit dem Antrag auf Umzugskosten schriftlich mitteilen. Das kann formlos geschehen, also ein Schreiben genügt. Wenn eine Notwendigkeit vorliegt, können notwendige Umzugskosten als Beihilfe bewilligt werden. Für die Kostenermittlung drei Kostenvoranschläge einreichen. Wird keine Notwendigkeit gesehen, kannst du immer noch umziehen, dann aber auf eigene Kosten.


    Vor dem Umzug in jedem Fall mit dem neuen Amt Kontakt aufnehmen und die für eine Bewilligung relevanten Unterlagen vorlegen (Perso, Kontoauszüge, Mietvertrag, Abschlag Heizkosten, Lohnbescheinigung der Freundin, eigene Einkommensnachweise, Versicherungen, etc.).

    Bei der Einkommensanrechnung der Freundin sind auch das Netto und ggf. weitere Angaben (Fahrkosten o.ä.) notwendig, um ausrechnen zu können, wie hoch ein Anrechnungsbetrag sein könnte.