Posts by Sachbearbeiter

    Reiche einfach sowohl den Auszug mit der Abbuchung, als auch mit dem Eingang als Kopie im Jobcenter ein. Lege dazu einen Zweiteiler, worin du genau das schreibst, was du hier geschrieben hast. Dann dürften keine Rückfragen kommen. Der Eingang des Garantiebetrages stellt kein Einkommen dar, wenn überhaupt eine unschädliche Vermögensumschichtung.

    Niemand kann dir verbieten, deine Sachen zu verkaufen. Es handelt siich dabei lediglich um eine Vermögensumwandlung. Der Wert der Gegenstände, der ja schon da war, wird lediglich verflüssigt. Nur wenn du deine Gegenstände teurer verkaufen würdest, als was du dafür ausgegeben hattest, müsstest du die Differenz als Einkommen anzeigen.

    Sofern da Jobcenter zum Umzug auffordert, heißt es nicht, dass das Jobcenter zwingend die Kosten für ein Umzugsunternehmen bezahlen muss. Vorrangig ist hier immer der Umzug in Eigenregie, wie es auch die meisten Nichtleistungsempfänger machen. Dazu kann es vom Jobcenter dann Kostenerstattung für einen Mietwagen, Umzugskartons sowie für die Verköstigung einer gewissen Anzahl von Umzugshelfern geben. Es gibt, auch wenn das Jobcenter zum Umzug auffordert, entgegen der Aussage von Spejbl, keinen Anspruch in jedem Fall auf die Erstattung von Kosten für ein Umzugsunternehmen. Dies ist nur in begründeten Einzelfällen möglich, wie zum Beispiel nachgewiesenen gesundheitlich Unmöglichkeit selber mit anzupacken und glaubwürdig über überhaupt kein soziales Umfeld zu verfügen.


    Warum behauptest du etwas, was nicht stimmt, Spejbl? Das machst du öfters. Ich finde dies echt störend.

    Unabhängig, was man davon hält, es ist möglich:



    "Auf Antrag der leistungsberechtigten Person können durch
    Bewilligungsbescheid festgesetzte, zum nächsten Zahlungszeitpunkt
    fällige Leistungsansprüche vorzeitig erbracht werden. Die Höhe der
    vorzeitigen Leistung ist auf 100 Euro begrenzt. Der Auszahlungsanspruch
    im Folgemonat verringert sich entsprechend. Soweit eine Verringerung des
    Auszahlungsanspruchs im Folgemonat nicht möglich ist, verringert sich
    der Auszahlungsanspruch für den zweiten auf die Bewilligung der
    vorzeitigen Leistung folgenden Monat. Die vorzeitige Leistung ist
    ausgeschlossen,


    1. wenn im laufenden Monat oder im Monat der Verringerung des Leistungsanspruches eine Aufrechnung zu erwarten ist,


    2. wenn der Leistungsanspruch im Folgemonat durch eine Sanktion gemindert ist oder


    3. wenn sie bereits in einem der vorangegangenen zwei Kalendermonate in Anspruch genommen wurde." (§ 42 Absatz 2 SGB II)


    Bis zu 100 Euro von seinem nächstmonatlichen Anspruch kann er somit erhalten (wenn nicht die Nummern 1 bis 3 zutreffen sollten), wird aber direkt in voller Summe mit der nächsten Zahlung verrechnet.

    Normalerweise sucht man erst Arbeit, um dann dort in diese Richtung umzuziehen. Macht ja kein Sinn, nun nach NRW zu ziehen und dann erst Arbeit zu suchen. Kann ja sein, dass die Arbeitsstelle mit Pendeln nicht erreichbar ist und dadurch in kurzer Zeit ein erneuter Umzug notwendig wäre. Wer sein eigenes Geld verdient und daher weiß, wie teuer ein Umzug sein kann, wird sich erst Arbeit suchen und dann hinterher ziehen. Wenn man natürlich bei dem Steuerzahler nur die Hand aufhalten möchte, ist einem natürlich nicht bewusst, wie teuer zwei Umzüge in kurzer Zeit sind...

    Meine RD wurde zu diesem "Problem" einmal angefragt und hatte mitgeteilt, dass im Monat, in dem der Abschlag gezahlt wird, kein Freibetrag zu berücksichtigen sei, auch nicht die Versicherungspauschale. Der Abschlag soll mit 30 Euro addiert werden (da ALLEGRO automatisch die Versicherungspauschale abzieht) und als sonstiges Einkommen eingepflegt werden. Im eigentlichen Zuflussmonat muss dann der gesamte Freibetrag berücksichtigt werden. Soweit der Abschlag so hoch ist, dass der Freibetrag im Monat der Restzahlung die Restzahlung übersteigt, ist der übersteigende Freibetrag im Abschlagsmonat zu berücksichtigen.

    Nein, schon alleine, weil es seit Jahren keine ARGE mehr gibt.


    Aber das Jobcenter kann sich das Guthaben auch nicht ohne deine Zustimmung vom Vermieter holen, da fehlt es am Vertratg zwischen Vermieter und Jobcenter.

    "Werden ergänzende Sachleistungen oder geldwerte Leistungen gewährt, tritt hingegen die Versicherungspflicht nach § 5 Abs.1 Nr. 2a SGB V und § 20 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2a SGB XI mit Beginn des Monats wieder ein, für den die Sach- oder geldwerten Leistungen erbracht werden (siehe Rz. 31.49). In der Regel sind im Falle der Vollsanktion ergänzende Sachleistungen zu gewähren."


    Fachliche Hinweise der Bundesagentur für Arbeit zu den §§ 31, 31a, 31b SGB II, Randziffer 31.50, Seite 15.


    https://www.arbeitsagentur.de/….sid=L6019022DSTBAI377970


    Dies ist eigentlich sehr eindeutig.

    Wenn du deine private Sachen verkaufst und dafür nicht mehr Geld als den damaligen Anschaffungswert dafür erhälst, handelt es sich um eine sogenannte Vermögensumwandlung und stellt kein Einkommen dar.

    Die "stellen" sich nicht an, sondern setzen die gesetzlichen Grundlagen um. So lange du auch nur einen Cent vom Jobcenter, also von der Allgemeinheit bekommst, bist du verpflichtet weiter zu versuchen, deine Hilfebedürftigkeit zu verringern. Und wenn es besser bezahlte Berufe gibt, für die du qualifiziert bist, dann musst du dich auch auf entsprechend andere Stellen bewerben. Und ja, so lange du auch nur einen Cent von der öffentlichen Hand erhälst, ist der Einladungsgrund "berufliche Situation besprechen" gerechtfertigt. ALG II soll keine Dauerrente zur Aufstockung sein. Vielmehr soll es nur vorübergehend gezahlt werden, bis du deinen Lebensunterhalt selber sicherstellen kannst. Und was spricht gegen Bewerbungen für besser bezahlte Tätigkeite? Was hast du bei Absagen zu befürchten? Du hast ja trotzdem noch die aktuelle Beschäftigung.


    Das die Frau beim Jobcenter oben steht is normal. In einer BG ist IMMER die Frau auf die es läuft. und auch nur sie kann den Antrag stellen.

    Woher möchtest du das wissen? Kennst du alle Jobcenter deutschlandweit, um dies zu beurteilen? Immerhin hast du "immer" gar in Großbuchstaben geschrieben und somit besonders hervorgehoben.


    Dann lass dir von jemandem wie mir, der nunmehr im dritten Jobcenter arbeitet, gesagt sein, dass dies jedes Jobcenter so handhaben kann, wie es möchte. Ich hatte in drei Jobcentern drei verschiedene Varianten, wer Vorsteher der BG ist.


    Jobcenter 1: Immer die Frau, wenn eine Frau in der BG ist
    Jobcenter 2: Die Person des Paares, egal ob männlich oder weiblich, die alleinstehend den höheren Bedarf hätte, meist also die Person ohne Einkommen oder mit dem geringeren Einkommen
    derzeitiges Jobcenter: Vorsteher ist, wer den Antrag stellt, egal ob weiblich oder männlich.


    Und selbstverständlich können auch wir Menschen mit dem Ding zwischen den Beinen einen Antrag stellen. Wo im Gesetz soll denn stehen, dass nur die Frauen den Antrag stellen dürfen? Diskriminierung im SGB II? Davon wusste ich bisher noch nichts. Muss ich nach meinem Urlaub unbedingt meinen Kollegen erzählen, damit diese die Männer unverrichteter Dinge wieder fortschicken, wenn die es wagen sollten, einen Antrag stellen zu wollen.

    umziehen kannst du trotzdem, nur wird dir keine Miete übernommen werden.

    Das denke ich so nicht. Er ist nicht u25. Also wird das Jobcenter auch nach einem nicht genehmigten Umzug vermutlich die angemessenen KdU zahlen. Das Jobcenter dürfte vor dem SG mit gar nicth gezahlten KdU wohl nicht durchkommen. Es werden aber keine Umzugskosten erstattet und kein Kautionsdarlehen gewährt, wenn der Umzug als nicht notwendig anerkannt wird.

    Bei dem Beispiel Musiker auf dem Bau ist zu sagen, dass dies ggf. tatsächlich nicht zumutbar wäre. Denn ein Musiker, der Fingerspitzengefühl braucht, z. B. für ein Klavier, könnte seine Finger durch die Arbeit auf dem Bau ruinieren. Aber sicherlich ist hier zu prüfen, ob der Musiker überhaupt bzw. in absehbarer Zeit eine Stelle im Musikbereich oder anderen, nicht körperlich anstrengenden Berufen finden wird. Sonst wird man ihn wohl oder übel auch auf Stellen im Baugewerbe vermitteln müssen. Die Gemeinschaft der Steuerzahler kann ja nicht ewig warten, bis der Musiker einen tollen Job in einem Orchester oder so findet.

    Bei den Kosten der Unterkunft handelt es sich um kommunale Leistungen. Egal ob der Umzug rechtzeitig oder zu spät mitgeteilt wurde, Kommune A zahlt keine Kosten der Unterkunft für Kommune B und zahlt auch keine Kosten der Unterkunft für Zeiten, in denen der Leistungsberechtige nicht in seinem Zuständigkeitsbereich gewohnt hat. Eine Klage dagegen dürfte als unbegründet zurückgewiesen werden.