Posts by TeamU

    hallo Mammut68,
    danke für das Feedback. Du liegst natürlich richtig. Ich hätte besser,: "falscher Stolz" gesagt.

    Ein Anekdötchen aus dem Arbeitsalltag in Deutschland:
    Meine Frau und ich sind für ein sehr grosses Touristikunternehmen mit weit über 100 Mitarbeitern und einem riesigen Gelände tätig. Auf diesem Gelände befindet sich ein gewältiger Baumbestand.

    Im Herbst 2009 nahm unser Vorarbeiter Kontakt zum Jobcenter/Arge auf, mit folgender Bitte,: wir benötigen fünf Arbeiter für drei Monate, um unsere Gärtnerkolonne bei der Laubbeseitigung zu unterstützen. Die zwei Besten werden mit Festanstellung übernommen.

    Es wurde ein Vorstellungstermin vereinbart, an dem sich alle Bewerber vorstellen und fünf werden am selben Tag eingestellt und können sofort anfangen. Der Termin kam und es bewarb sich...... eine Person!

    Es folgte ein Anruf bei der Dame im Jobcenter, ob es womöglich zu einem Missverständnis bezüglich des Termins kam, oder ob der (Ironie) "einzige" Arbeitslose der Region bei uns aufgetaucht ist? Die Dame antwortete glaubhaft, daß es zu keinem Missverständnis bezüglich des Vorstellungstermins kam, es war lediglich der offensichtlich einzige "Arbeitssuchende".

    Nachdem das allgemeine Gelächter abgeklungen war, kehrte Nachdenklichkeit ein...

    Der einzige Bewerber steht auch heute noch in Lohn und Brot und zum Herbst 2010 hat unser Chef sehr moderne Maschinen angeschafft, um die besagten Arbeiten in den Griff zu bekommen.

    Das ist wirklich passiert.

    Viele Grüsse

    Quote from Müsli;154884

    Ich hatte auch nicht vor dem lieben vater staat den vorwurf zu machen das er daran schuld ist das ich in der schule nicht so recht aufgepast habe wie du vieleicht! Damit hat es auch nichts zu tun mir ging es nur darum das ich der Meinung bin das Kinder wo deren Eltern Arbeiten gehen bessere Chancen haben als die wo die Eltern nicht Arbeiten und das kann doch bitte nicht dein ernst sein das du das für gut hälst !



    Aber es kann doch kein Staat etwas dafür, wenn Eltern nicht arbeiten gehen und keine Verantwortung für ihr Leben übernehmen.
    Dieser Staat gibt doch sogar Kindern von Eltern, die nicht arbeiten gehen die Möglichkeit, Abitur zu machen und dann zu studieren.
    Damit gehören sie dann zu einer Bildungselite, die höchstdotierte Jobs ausführen kann.
    Von Seiten des Staates ist das jedem Kind von ALGII-Empfängern möglich.

    Nutzen muß die Möglichkeiten allerdings jeder selbst. Da liegt wohl eher das Problem.

    Viele Grüsse

    Hallo,
    erst einmal möchte ich all denen, meinen Respekt aussprechen, die hier mit Kompetenz denen zur Verfügung stehen, die Hilfe in Arbeitslosigkeits-Fragen benötigen und sie unentgeltlich bekommen. Sie leisten hier mehr, als sich viele von uns erkaufen könnten.

    Nun möchte ich gerne mein Bedauern ausdrücken, dass so viele deutsche nicht mehr stolz auf das sein können, was sie selbst erschaffen haben.
    Es ist in diesem Forum so viel darüber zu lesen, was einzelnen Personen zusteht, ohne das Geleistetes dagegen steht, dass einem Angst und Bange vor der Zukunft wird.

    Wenn ein Kind eine Sandburg baut, einen Turm aus Bauklötzen, oder etwas aus Legosteinen, lobt man doch das Kind für die erbrachte Leistung ?! Selbst dann, wenn die erbrachte Leistung noch nicht perfekt ist, sondern dafür, dass das Kind Engagement zeigt und sich ins Zeug legt. Perfektion kommt später mit der Praxis. Das wissen wir alle.

    Warum geht uns dieses Wissen in unserem eigenen Alltag verloren?
    Niemand ist sicher vor einem tragischen Moment, der das Leben verändert und einen nicht mehr den eigenen Weg gehen lässt. Für diesen Fall haben wir unser (in allen Ländern der Welt anerkanntes) Sozialsystem. Es fängt uns auf und gibt uns die Chance, wieder auf die Füße zu kommen. Sollte das nicht möglich sein, müssen weder wir, noch unsere Familie erfrieren, oder verhungern. Aus einigen Jahren Erfahrung in unterschiedlichen Ländern weiß ich, so etwas gibt es so gut wie nirgendwo.
    Leider wird im TV so viel Unfug verbreitet, der nicht einmal annähernd das Leben in der realen Welt widerspiegelt.

    Kann man es vor sich selbst verantworten, nie gearbeitet zu haben und genau das den eigenen Kindern vorleben, die doch in jungen Jahren zu ihren Eltern aufschauen?
    Ist das die Würde und der Selbstwert, den man sich für die eigenen Kinder wünscht?

    Es kann doch nicht richtig sein, den eigenen Kindern vorzuleben, dass jemand anderes ( der Staat, also die Arbeitenden ) für sie sorgen wird, aber nicht die Eltern. Das muss zu einer Entfremdung führen, sobald die Kinder schlüssig denken können. Es kann doch nicht im Interesse von Eltern liegen, den Kindern Lebensunfähigkeit vorzuleben.
    So viele Firmen beklagen, ihre Ausbildungsplätze nicht mit geeigneten, motivierten Bewerbern besetzen zu können. Es gibt derzeit Chancen ohne Ende. Es gibt Perspektiven, wo man hinschaut.
    Was macht uns zu stolz, sie zu ergreifen?

    Bitte verstehen Sie mich richtig. Ich wende mich nicht an die, die ihren Teil geleistet haben und die Pech im Leben hatten. Ich selbst hatte Pech und bekam die Chance, neu auf einem anderen Spielfeld durchzustarten. Es ist gelungen und ich bin dankbar für die Chance. Ich bin heute trotz Behinderung überaus erfolgreich und seit 20 Jahren auf niemanden angewiesen. Im Gegenteil, ich habe die Kapazitäten, meine Erfahrung und mein Können, anderen zur Verfügung zu stellen, nur wird es leider selten angenommen. Das wäre aber nicht möglich gewesen, wenn ich nicht aufgefangen worden wäre.

    Ich möchte mich an die wenden, die sich noch nicht komplett selbst aufgegeben haben. Der Respekt und die Achtung derjenigen, die nach uns kommen ist es wert, auf ein paar geschenkte Euros zu verzichten und sie selbst zu verdienen. Ich spreche aus Erfahrung.

    Ich wünsche Ihnen allen, dieselbe Erfahrung zu machen.