Posts by Bürgerin

    Mit allem Respekt, aber was ich hier lese, macht mich einfach wütend. Wer eine allgemeine Angsterkrankung kennt, der fragt nicht mehr nach Beihilfen. Der will nur eines. Hilfe, aber wirkliche Hilfe. Und bei einer starken Angsterkrankung helfen keine einfachen Medikamente (gibt es auch nicht in der Drogerie, dürfen nur Nahrungsergänzungsmittel verkaufen, die unschädlich sind). Wichtig ist ein Arzt, eventuell Therapeut/Therapeutin und ggf. bei ganz krassem Krankheitsbild ein Klinikaufenthalt.

    Ich selbst muss auch Medikamente nehmen, aber nun frage ich mich, wo ich denn dafür eine Beihilfe bekomme??? Ich darf erst mal zahlen, und dann warten, bis ein gewisser Betrag zusammen ist und erst DANN kann ich einen Teil wieder bekommen, den Rest dann noch mal einreichen..dauert wieder. Und dafür muss auch noch kräftig gezahlt werden.

    Die Krankheit ist krass, ja. Aber es gibt Hilfe und nicht noch auf den Knochen anderer. Da kann man ja wirklich platzen.

    Turtle, Fakt ist ganz einfach und kein Wischiwaschigeschwätz. Wenn es mir nach ginge, würde sowieso einiges geändert, aber dies tut hier nichts zur Sache. Ich wollte lediglich einmal denen, die sich ja immer so benachteiligt fühlen, aufzeigen, dass auch arbeitende Menschen nicht immer so können, wie sie wollen, sondern sich danach richten müssen, wo ihre Arbeit bzw. ihr Standort ist. Ist doch einfach zu verstehen, denke ich. Habe zwar selbst das Glück, dass ich in einer sehr schönen Gegend leben darf, aber wenn es vor Jahren geheißen hätte, ab in den Norden, dann hätte ich zähneknirschend packen müssen, denn dort würde ich mich nicht wohlfühlen. Aber es hätte sein müssen. Manchmal muss man eben auch einfach im Leben die Dinge nehmen, wie sie sind.

    Quote from Turtle1972;148346

    Na und? Es wird ja wohl auch niemand an einem Umzug gehindert, also gilt Freizügigkeit auch für ALG 2 Empfänger. Es geht hier ums BEZAHLEN! Wieso soll jemandem teurere Miete bezahlt werden, wenn der Umzug NICHT NÖTIG war? Arbeitende Menschen, die ihr Geld durch Arbeit SELBST verdienen, überlegen da 10 mal, ob sie umziehen und sich eine teurere Wohnung leisten können. Mit geschenktem Geld kann mans ja machen. Oder wie?

    Turtle



    Arbeitende Menschen können wohl oft weniger umziehen, denn der Arbeitsplatz zieht wohl kaum mit um. Andererseits gibt es auch Leute, die einen Arbeitsplatz haben, der so sicher wie das Amen in der Kirche ist und jammern, wenn sie dann umziehen müssen. Fazit ist einfach für mich nur, dass man nicht alles über einen Kamm scheren kann, es gibt so viel unterschiedliche Situationen wie Menschen.

    Quote from maria1956;111428

    Dem schließe ich mich an.
    Art 11 des Grundgesetzes spielt also doch eine Rolle und gilt auch für Hartzis. Warum auch nicht? Ich glaube nicht, dass jetzt die große Umzugswelle losbricht oder der kommunale Geldbeutel betroffener Gemeinden allzu sehr geöffnet werden muss. Die Zeit wird es ja zeigen.
    Na ja - und was die Kosten betrifft ... jetzt gibt es einige Widersprüche, Widerspruchsbearbeitungen und Klagen weniger.



    Ich sehe es auch wie Maria, denn ein Umzug zieht ja noch viele weitere Kosten nach sich. Vielleicht neuer Teppichboden, falls man möchte, weil der alte nicht mehr passt, Gardinen passen hinten und vorne nicht, ein Haken hier, einer dort, neue Namensschilder für die neue Wohnung und und und. Man muss eben weiter als von 12 Uhr bis mittags denken. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass es Empfänger gibt, die in einer größeren Stadt (es gibt ja noch mehr außer Berlin, hat ja wohl den Steuerzahler schon genug gekostet, hier hätte man den Regierungssitz in Bonn belassen können und Berlin zur Hauptstadt ernennen können - als Beispiel könnten hier die Niederlande angeführt werden, und es funktioniert einwandfrei) ziehen, um mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten als vielleicht in ganz kleinen Gemeinden. Solchen Menschen sollte dann auch geholfen werden. Obwohl in meiner Umgebung eine vergleichsweise geringe Arbeitslosigkeit herrscht, würden auch hier Arbeitssuchende mit großen Schwierigkeiten kämpfen müssen. Es ist einfach viel Familienbetrieb, auf Tourismus ausgerichtet...es gibt noch viele andere Gründe, warum hier wenig Arbeitsplätze sind. Wir haben hier dafür viele Staatsdiener und eben Tourismus.

    Und es gibt, wie Maria schon schrieb, ein Grundgesetz. Zum Glück besteht unsere Demokratie noch... Und das Grundgesetz ist die Basis unserer Staatsform. Soooo einfach ist daran nicht zu rütteln und mal eben "fingerschnipp" umändern. Wobei ich erwähnen möchte, ganz gleich um welchen Paragraphen es sich handelt, um welche Sache, die Änderungen in der Bundesrepublik Deutschland betreffen. Da würden sich einige freuen, wenn das so einfach wäre. Und das soll es auch nicht. Unser Staat ist nun einmal auf diesem Grundgesetz aufgebaut, welches uns zu einem demokratischen Staat macht.

    Stimme Turtle voll zu, daher auch mein Tipp mit der Ersparnis. Dieser bezog sich auf Menschen, die fast komplett auf ein Umzugsunternehmen angwiesen sind. Und die gibt es, gerade im Alter. Und ich bin nicht bereit, wenn jemand noch ein dickes Sparbuch (unsere Verwandte) hat, mit die Knochen dumm und dämlich zu schuften (was wir sowieso schon getan haben). Aber sei es drum. Bin eh eine Spartante, aber nicht um alles in der Welt, ich vergleiche Preis- und Leistungsverhältnis. Und alles kann sich kaum jemand leisten. Sollten aber auch manche Leute mal drüber nachdenken, die meinen, dass alle, die Arbeit haben, in D im Schlaraffenland leben. Fast jeder muss mit einem Betrag auskommen, der nicht erlaubt, einfach mal tralala irgendwas zu kaufen oder zu unternehmen. Wenn ich manches lese, dann wird mir schlecht....

    Quote from ubu;147820

    Richtig. Als ich geheiratet habe, hat mich der Umzug meiner Frau zu mir (120 km Entfernung) 320 € Miete für den Sprinter (incl. Versicherung und 600 km) und ca. 60 € für Sprit gekostet. Mehr nicht.
    Man muss halt nur selber mal die Ärmel hochkrempeln und seine Möbel und das sonstige "Gerümpel" in den Wagen tragen.

    Ich kriege jedes mal einen dicken Hals, wenn hier die Übernahme von vierstelligen Beträgen für einen Umzug von der ARGE verlangt werden.



    Sorry, aber wer hat hier einen 4 stelligen Betrag von irgend einer Arge gefordert? Das wäre ja eine Frechheit, Steuerzahler so zu lumpen (werden sie schon genug).

    Hallo,

    ich möchte hier gerne einmal einen Tipp geben (falls noch nicht bekannt, ich wusste es auch nicht), wie man relativ preiswert umziehen kann, wenn es nicht in Eigenregie möglich ist.
    Für uns stand ein Umzug für ein Familienmitglied über mehr als 200 km an. Also ab ins Internet, Angebote angeschaut und eingeholt. Alles lag über 2000,- Euro. Durch Zufall fanden wir eine andere Art und der ganze Umzug kam auf etwas über 1000,- Euro, also die Hälfte.

    Es gibt mittlerweile einige Umzugsunternehmer, die kein festes Büro mehr haben, sondern einfach annoncieren, das Büro ist im LKW, wenn man so sagen soll, und durch ganz Deutschland fahren.

    Wir hatten dann einen Unternehmer ausgesucht (man sollte schon auch hier vergleichen im Internet, es gibt Plattformen, wo diese Firmen auch bewertet werden, doch da mein Mann gerade nicht da ist, weiß ich leider nicht wie diese alle heißen).

    Mein Mann und ich hatten mit Hinfahrt und Rückfahrt in ca. 25 Stunden gepackt und die Möbel abgebaut, kamen morgens wieder zuhause an. Am nächsten Morgen wieder über 200 km gefahren, und pünktlich wie die Maurer kamen die Leute mit 4 Mann. Mittags war eingeladen, am frühen Abend standen alle Möbelbretter, Kartons und sonstige Teile heile in der neuen Wohnung unserer Verwandten, die zu dem Zeitpunkt noch in einer Reha war.

    Nun könnte man sagen, tja, es war ja auch ein großer Umzug, aber ob Umzug für 1000,- Euro oder Kleinumzug, hier kann man wirklich sparen. Und nichts schwarz oder so! Alles offiziell angemeldet und mit Rechnung und Steuernummer. Sparen und das legal. Vielleicht kann es der ein oder andere hier einmal brauchen, den Tipp, ansonsten, sorry für die lange Ausführung.

    Noch einen schönen 3. Advent wünscht
    Bürgerin