Posts by maria1956

    Hallo,
    bin seit kurzem gehbehindert und habe Schwierigkeiten von meinen Sitzmöbeln aufzustehen, weil die so niedrig sind.
    Beim Bett habe ich auch schon Probleme aufzustehen.
    Habe ich da Anspruch auf Möbelgeld?
    Danke für Tipps.

    Man braucht nicht gleich unbedingt neue Möbel - google mal unter dem Stichwort "Möbelerhöhung".
    War bei mir aus med. Sicht nötig und hat die Krankenkasse übernommen.
    Falls der Sessel zu tief ist, hilft ein Keilkissen (kann ebenfalls übernommen werden).
    Es gibt auch Aufstehhilfen (die bei Indikation übernommen werden können).


    Für das WC gibt es eine Toilettensitzerhöhung. Kann ebenfalls verschrieben werden und wird auch von der Krankenkasse bezahlt.

    [...]Ich habe nie trotz höherer Rente ! mehr bekommen als sie. den Rentenunterschied habe ich ja nie bekommen , muss ihn aber jetzt bezahlen ![...]

    Genau da liegt dein Denkfehler, denn:
    Den Rentenunterschied hast du in dem Monat der "Versorgungslücke bekommen.
    Du hast bekommen: volles ALG + 550,- Rente.
    Sie hat bekommen: volles ALG + 350,- Rente.
    Du hast im besagten Monat also insgesamt 200,- mehr bekommen als sie.
    Diese 200,- EUR, die du mehr bekommen hast als deine Bekannte, musst du zurückzahlen.
    Ich kann darin keine Ungerechtigkeit erkennen.

    Ich muss 550€ in Raten zurückzahlen (so 1,4 Jahre lang), sie 350€ (nicht so lange), ich werde also dafür bestraft, daß ich mehr Rente bekomme. Effektiv ist sonst leider alles gleich. Von der höheren Rente in dem besagten Monat werde ich ja niemals profitieren, habe aber den Nachteil der längeren Ratenzahlung ! der Betrag, den das Amt für diesen Monat geleistet hat, war bei beiden gleich !

    Deine Überzahlung war höher als ihre (du hattest in dem betr. Monat 200,- EUR mehr zur Verfügung als sie), also musst du auch mehr zurückzahlen. Das ist keine Bestrafung. Du hast nun mal (leider) nichts von deiner höheren Rente.

    [...] Ich habe da ein "Gerechtigkeitsproblem" . Wer erklärt mir denn dieses ?

    Ich sehe da eher ein Logikproblem.
    Jeder von euch hat für den Monat der "Versorgungslücke" eine Vorausleistung (ALG) erhalten, am Ende des Monats zusätzlich eine Rentenzahlung - du mehr als deine Bekannte.
    Der Gesamtbetrag für den Monat war bei dir also deutlich höher als bei deiner Bekannten, obwohl ihr beide normalerweise auf ungefähr denselben Betrag kommt, wie du schreibst.
    Bei dir gab es demnach eine Überzahlung von 550,- EUR; bei ihr 350,- EUR (da ihre Rente geringer ausfällt). Ihr müsst jeweils den überzahlten Betrag zurückzahlen.
    Wo siehst du da ein Gerechtigkeitsproblem?

    [...]Da wäre ich erst einmel bei meiner Hausbank. Hätte so ein Minidarlehen in Höhe von ca. 5.000 EUR aufgenommen. Damit dann die 3 Monate durchgebracht. Ja und als Sicherheit bekommt die Bank das "Unternehmenskonzept" und die Stellungnahme zur Tragfähigkeit des Konzeptes. Bringst du doch. Nur noch von eine relevanten Stelle unterschreiben lassen und gut ist.
    Bei einem sicheren Jahreseinkommen von ca. 100.000 EUR müßte das ja gehen.

    Minidarlehen - der demnächst das Geld nur so scheffeln werdende Jurist möchte dem dann doch die zinslose Variante des Jobcenters vorziehen :D

    Du kannst allenfalls eine Ortsabwesenheit von 21 Tagen "beanspruchen". Geh aber mal davon aus, dass das in den ersten Wochen des Sozialleistungsbezuges nicht genehmigt wird.Für "in Ruhe lassen" bist Du allerdings im ALG II komplett verkehrt. Als Jurist möchtest Du nun gerne die ersten §§ des SGB II lesen und verstehen.

    Zu der Ortsabwesenheit von 21 Tagen sollte man vielleicht noch eine weiterführende Information verabreichen, nämlich die, dass Wochenenden und Feiertage in diesen 21 Tagen enthalten sind :thumbsup:

    Genau genommen bist du immer noch Teil der Bedarfsgemeinschaft. Du wirst immer noch im Bescheid stehen. Da du aber bedarfsgedeckt bist und Kindergeld wohl nicht mehr bezahlt wird, ergibt sich leistungsrechtlich kein Unterschied gegenüber einem Szenario, in dem du nur Teil der Haushaltsgemeinschaft bist.

    "SGBII §7 (3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören:
    4.die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Nummern 1 bis 3 genannten Personen, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,

    soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können."


    Zitat aus: "https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__7.html" (Markierung in Fett von mir)


    Meinem Verständnis nach gehört der TE demnach nicht mehr zur BG.

    Danke für den Link und die Ausführungen.
    In den unterhaltsrechtlichen Leitlinien 2016 steht unter Punkt 21.3.3 Elternunterhalt und Enkelunterhalt:
    "Gegenüber Eltern und Enkeln beträgt er mindestens 1.800 € wobei die Hälfte (bei Vorteilen des Zusammenlebens mit einem Partner 45%) des diesen Min-destbetrag übersteigenden Einkommens zusätzlich anrechnungsfrei bleiben kann, wenn dies der Angemessenheit entspricht."



    Ich denke, dass damit alle meine Kinder nicht unterhaltsfähig sind. Meine älteste Tochter und ihr Gatte vierdienen zwar ganz gut, aber ihr Einkommen wird ja noch bereinigt (zwei minderjährige Kinder, Versicherungen, Kredite, Tilgungen, Wohnvorteil etc.) - damit dürften sie unter dem Familienselbstbehalt liegen.


    Danke noch einmal!

    Nein; 1,2, und 3 wohnen nicht bei mir. Bei mir wohnt nur meine jüngste Tochter.
    1 und 2 verdienen weit unter 100.00,- jährlich (wobei 1 noch zwei eigene, kleine Kinder hat).


    Ich suche nach Tagen irgendeinen Beschluss, ein Urteil o.ä, das die Situation meiner Mutter ungefähr trifft.
    Also Unterhaltspflicht einer 90-jährige Rentnerin gegenüber 60-jähriger Tochter, die selbst Altersrente bezieht.
    Das, was ich gefunden habe, ist Folgendes:


    https://www.anwalt.de/rechtsti…chsene-kinder_038569.html
    Das trifft es aber nicht so richtig, finde ich...

    Bitte bedenkt bei der Konstellation III. Kapitel SGB XII die Vermutung der Bedarfsdeckung (die hier widerlegt werden müsste und auch könnte, denn die Tochter kann nicht für den Bedarf der Mutter aufkommen) und auch die grundsätzliche Unterhaltsüberprüfung der unterhaltspflichtigen Angehörigen (Ehemann, Eltern, Kinder).

    OK.
    Meine jüngste Tochter ist aus dem Rennen.
    Aber:


    1. Meine älteste Tochter ist Kinderärztin noch in Ausbildung, da sie zwischendurch 2 Kinder bekommen hat. Wie hoch ihr aktuelles Gehalt ist, weiß ich nicht.
    2. Meine mittlere Tochter studiert noch, bezieht Bafög und arbeitet als studentische Hilfskraft für 450,- EUR.
    3. Meine Mutter ist 90, erhält eine kleine Rente zzgl. Witwenrente und Unterhalt von meinem Bruder - alles in allem irgendetwas um die 1.600,- EUR mtl. Außerdem hat sie ein bisschen was auf der hohen Kante, so um die 20.000,- herum. Kein sonstige Vermögen (Haus o.ä.). Mein Vater lebt nicht mehr.


    Bin zu doof/ungeschickt, um aktuelle Unterhaltstabellen o.ä. zu finden - kann mir da jemand weiterhelfen?
    Vielleicht kennt jemand eine Seite, auf der ich Anhaltspunkte finden kann, ab welcher Einkommenshöhe meine Kinder/Mutter unterhaltspflichtig wären?

    [...] In der beschriebenen Situation trifft weder a) noch b) zu, sondern du würdest unter die Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Dritten Kapitel SGB XII fallen.

    Meine jüngste Tochter (18 J.) lebt noch bei mir und macht jetzt nach dem Abi ein FSJ; wird also noch mindestens ein Jahr bei mir wohnen (möglicherweise auch länger, je nach Studienort).
    Wir bilden eine BG - falle ich, wenn ich die Rente bekomme, trotzdem unter SGB XII 3. Kapitel, oder bekomme ich Sozialgeld nach SGB II, solange ich mit meiner erwerbsfähigen Tochter in einer BG lebe?

    Danke für die Auskünfte.
    Wenn ich pAp und Donosi richtig verstanden habe, gibt es in drei Jahren kein Problem, wenn ich jetzt die vorgezogene Altersrente beantrage.
    Ich weiß nicht wieso; aber heute Morgen hatte ich plötzlich die Befürchtung, "das Grundsicherungsamt würde dann eine "Hätte-Wäre-Wenn-Rechnug" aufmachen können" wie WalterWinter mich richtig verstanden hat.
    Meine Arbeitsvermittlerin meinte beim letzten Termin, sie wolle mich nicht zwingen; aber ich könne ja drüber nachdenken, ob ich die vorzeitige Altersrente beantrage.
    Ich wollte mich hier im Forum nur rückversichern, dass mir dadurch in drei Jahren keine finanziellen Nachteile entstehen.
    Danke noch einmal.


    Spejbl: Für mich, schwerbehindert, Jg. 1956, gilt meines Wissens:
    abschlagsfreie Altersrente mit 63 J., vorgezogene Altersrente mit Abschlägen mit 60 J. (jeweils + Anh.), 35 J. Wartezeit

    Meine Frage bezieht sich nicht auf den Jetzt-Zustand, jetzt kann ich ja nur die Rente mit Abschlägen erhalten, also kann bei der Grundsicherung jetzt auch nichts abgezogen werden.


    Aber was passiert, wenn ich 63 bin? Dann erhalte ich ja weiter nur eine Rente mit Abschlägen, weil ich die Rente vorgezogen beantragt habe.
    Könnte es mir also in drei Jahren passieren, dass dann nicht mehr voll auf den Grundsicherungsbetrag aufgestockt wird, sondern nur noch abzgl. der Abschläge mit dem Argument, dass ich ja freiwillig die vorgezogene Altersrente beantragt habe?

    Ich kann ja warten, bis ich mit 63 die vorgezogene Altersrente ohne Abschläge beantragen kann.


    Wenn ich jetzt schon (mit 60) freiwillig die vorgezogene Altersrente mit Abschlägen beantrage, wird dann die Differenz zur Gundsicherung voll ausgezahlt, oder schlägt sich bei der Berechnung des Grundsicherungsbetrages die Tatsache negativ nieder, dass ich die Abschläge freiwillig in Kauf nehme?

    Welche Frage ist nicht beantwortet?

    Ich vermute, Freegirl meint ihre Frage aus Beitrag #3:


    "Wie ist das wenn ich eine Arbeit habe. Bin ich verpflichtet meine Arbeit , sobald meine Tochter inden Kindergarten kommt wieder aufzunehmen? [...]"