Posts by maria1956

    Untervermietung... Ist das nicht auch Einkommen???

    Es ist zweckgebundenes Einkommen.
    s. dazu:


    http://www.berliner-mietervere…ht/infoblaetter/fl136.htm


    Im Kapitel Angemessenheit der Wohnkosten findet man Folgendes:
    Zitat:
    "Sofern zweckgebundene Einnahmen zur Senkung der Miete erzielt werden (z.B. Untermieteinnahmen, Mietausgleich), ist der in der Bedarfsberechnung zu berücksichtigende Betrag für die Wohnung um die zweckgebundene Einnahme zu mindern (vgl. Nr. 11 AV-Wohnen)."


    Ich lese das so:
    a) Wenn meine Wohnung 700,- kostet und ich ein Zimmer für 300,- untervermiete,
    erhalte ich vom JC die restlichen 400,- als KdU.
    Wenn die angemessenen Wohnkosten bei 540,- lägen, hätte das JC also durch meine Untervermietung 140,- gespart.


    b) Würde ich das Zimmer für 100,- vermieten, würde ich vom JC 540,- (angemessene Wohnkosten) erhalten, 100,- zahlt der Mieter für das Zimmer, 60,- EUR müsste ich selbst finanzieren.


    Falls ich mich irre, bitte ich um Richtigstellung!

    [...]Und noch ein Schmackerl kommt auf dich zu. Sie zieht aus. Damit ändert sich die Größe der BG. Ist denn dann deine Wohnung noch als angemessen einzustufen ???

    Meine Wohnung ist schon lange nicht mehr als angemessen einzustufen. Haben wir immer gut geschafft, da wir sehr anspruchslos leben und etwas Geld hinzuverdient wurde, soweit meine Behinderungen das zuließen. Wenn meine Tochter auszieht, bekomme ich etwas mehr Geld. Wenns knapp wird, kann ich monatsweise an in- oder ausländische Studenten vermieten (Austauschstudenten, wohne nahe der FU Berlin).
    Eine Freundin macht das so und hat gute Erfahrungen.

    [...] Davon mal aber abgesehen, wenn ich mir den §11 SGB II anschaue, ist es eh rille. Denn:
    (2) Laufende Einnahmen sind für den Monat zu berücksichtigen, in dem sie zufließen.


    In Falle:
    Das Bafög käme September, wird es also mit der Vorauszahlung September gegengerechnet. So oder so. Egal, wie sich der Anspruch hernach im Detaill darstellt.

    Jetzt bin ich etwas verwirrt...
    Habe ich dich richtig verstanden: Du meinst, das Bafög würde für September angerechnet, auch wenn meine Tochter zu dem Zeitpunkt, an dem das Bafög eintrifft, kein ALG II mehr bezieht?
    Demnach müsste ich dem JC den Eingang des Bafögs melden (obwohl Tochter nicht mehr in BG) und es würde auf die halbe September-ALG II-Leistung meiner Tochter im Nachhinein angerechnet?


    Wahrscheinlich trifft das Bafög sowieso nicht im September ein (ich hab's jedenfalls noch nicht erlebt, dass Bafög gerade bei Studienbeginn so zeitig dagewesen wäre).
    Wie auch immer; ich denke, meine Tochter sollte den Bafögantrag so spät stellen, dass eine Auszahlung im September so gut wie ausgeschlossen ist. Dann hat sie eben ein/zwei Monate, die man irgendwie überbrücken muss (die Nachzahlung kommt ja). Immer noch besser, als wenn das Bafög auf das ALG II angerechnet wird und einfach mal weg ist.

    Danke für die Auskünfte.


    Noch eine Frage zur Krankenkasse: Meine Tochter ist zurzeit nicht familienversichert (war ja die neue Regelung); kommt erst wieder rein, wenn sie immatrikuliert ist.
    Wenn sie Mitte September auszieht, muss sie dann irgendeinen Krankenkassenbeitrag selbst zahlen (für den halben Monat September)?

    Nachfrage:
    Kann ich meine Tochter zu einem früheren Zeitpunkt aus der BG hier in Berlin abmelden, auch wenn sie erst ab 1. Oktober immatrikuliert ist?
    Sie zieht in eine WG und könnte dort ab Mitte September in dem Zimmer ihrer Freundin wohnen, bis ihr eigenes in derselben WG frei wird.
    Sie könnte ihren ersten Wohnsitz also zum 15. September in Süddeutschland anmelden.

    Meine jüngste Tochter und ich bilden eine BG (Berlin).
    Die Tochter (wird jetzt 20 J.) beginnt im Oktober ihr Studium in Süddeutschland.
    Sie hat dort ein Zimmer, in das sie am 1. Oktober einziehen kann.
    Im September ist sie also noch bei mir gemeldet und Teil meiner BG.


    Was passiert, wenn Ende September das Bafög für Oktober auf ihrem Konto eingeht?
    Wird das dann nach dem Zuflussprinzip im September angerechnet?


    [...] Nun zur eigentlichen Frage:


    Ich muss nun noch den "jährlichen Bruttobetrag" angeben. Hier weiß ich nicht weiter. Was genau muss ich dort angeben? Ich wohne bei meinen Eltern, stelle allerdings eine eigene Bedarfsgemeinschaft dar, da Ü25. Ich bekomme also meinen Regelsatz von 409€ und zusätzlich Kosten zur Unterkunft von 211€. Insgesamt also monatlich 620€.


    Kann mir bitte jemand helfen und sagen, was ich nun als Bruttobetrag eintragen muss? Werden die anteiligen Unterkunftskosten mitgerechnet? Muss noch was dazu gerechnet oder abgezogen werden? Oder ist es gar so, dass die Krankenkasse das selbst ausrechnet, wenn ich den Bescheid dazu lege?
    [...]

    Bei meiner Krankenkasse muss ich keine Summen eintragen. Es reicht, im Antrag den ALG II-Bezug anzukreuzen und den Bescheid beizulegen.
    Wie das bei deiner Krankenkasse ist, erfährst du bei deiner Krankenkasse.

    Das heißt "unten" und nicht drüben. Weil Bayern einfach ganz unten liegt.

    Loni: "unten" ist umgangssprachlich, "drüben" ist nicht umgangssprachlich.
    "Drüben" bedeutet einfach nur "auf der anderen Seite", was mit rechts und links, oben und unten nichts zu tun hat.
    Von Bremerhaven aus gesehen liegt Bayern eindeutig "drüben".
    "Unten in Bayern" wird zwar umgangssprachlich benutzt, ist aber aus topografischer Sicht falsch, weil es oben liegt (von Bremerhaven aus gesehen sehr weit oben) :thumbsup:
    (Sorry für OT)

    Immer? Das gilt erst seit 1.8.16. [...] Die beschriebene Rechnung kann also noch nicht so oft zum Erfolg geführt haben. Oder aber, das JC hat gegen geltende höchstrichterliche Rechtsprechung zu Ungunsten der Kommune verstoßen.

    Ich habe doch nur geschildert, was ich mache...


    Anmerkung zum Wort "immer": War etwas verkürzt. Ausführlich formuliert: Immer, seit meine Wohnkosten unangemessen sind (waren sie nicht immer schon) und seit ich Gutschriften bekomme. Früher gabe es bei mir nur Nachzahlungen. Gutschriften erst, seitdem die Heizkosten drastisch gesunken sind, also seit 3 oder 4 Jahren.
    Seitdem erwähne ich immer meine Zuzahlungen aus dem Regelsatz.
    Ich habe noch nie (also seitdem meine Wohnkosten unangemessen sind und ich überhaupt Gutschriften habe) eine Rückforderung seitens des JCs erhalten.


    Ich glaube nicht, dass meine Ausführungen in den Anschreiben zum "Erfolg" geführt haben. Es ging mir nur darum zu erwähnen, dass es nicht schadet, in Anschreiben die jeweilige Sachlage zu schildern.


    Generell habe ich den Eindruck, dass meine Anschreiben wenig Beachtung finden, was vielleicht der Tatsache geschuldet ist, dass sich die Berliner Jobcentermitarbeiter nicht über zu wenig Arbeitsaufkommen beklagen können.
    Das mag auch der Grund sein, weshalb ich keine Rückforderungen seitens des JCs erhalten habe. Arbeitsüberlastung wirkt sich eben manchmal negativ, manchmal positiv für die JC-Kundschaft aus.
    Ich glaube nicht, dass irgendein JC-Mitarbeiter absichtlich Böses oder Gutes tut, sondern denke, dass in der Vergangenheit möglicherweise wg. Arbeitsüberlastung etwas durchgerutscht ist.


    Offtopic: Eine Klassenfahrt einer meiner Töchter war ausnahmsweise preiswerter als beantragt - es blieben ca. 25,- EUR übrig. Die wollte ich dem JC zurückzahlen. Also Anschreiben... keine Reaktion. Nach einem halben Jahr wiederholtes Anschreiben... etc... etc...
    Nach über einem Jahr und diversen Nachfragen beim JC gab es endlich eine Reaktion - es fehlte noch eine Unterlage. Die beizubringen war mit einigem Aufwand (für die Schule) verbunden. Ich habe die Unterlage zum JC geschickt (mit Anschreiben natürlich).
    Einige Zeit später Schreiben vom JC: Unterlage fehlt. Dazu Hinweis auf Mitwirkungspflicht (inkl. Begleiterscheinung Sanktionsgefahr). Wieder Schreiben zum JC, dass Unterlage bereits vor Wochen geschickt wurde - sowohl per Post als auch vorab per Fax (Datum, Uhrzeit) - Kopie d. Unterlage nochmal beigefügt.
    Warten...



    Ende vom Lied: nach ca. anderthalb Jahren konnte ich das Geld endlich zurückzahlen. Ich vermute, dass die Bearbeitung dieser Geschichte bedeutend mehr gekostet hat als durch die 25,- EUR wieder eingespielt wurde...

    [...]Und jetzt meine Frage: wie viel von dem Guthaben muss ich zurückzahlen? Wie berechne ich es? Wie soll ich mich überhaupt verhalten? Die Abrechnung dem JC zukommen lassen, warten wie sie reagieren und dann eventuell ein Wiederspruch einlegen oder direkt die Situation zu klären versuchen?Ich bin mit der Sache etwas überfordert... Kann mir bitte jemand was dazu sagen?[...]

    Ich mache das immer so:
    Abrechnung des Vermieters dem JC zuschicken, Anschreiben dazu. Im Anschreiben führe ich auf, wieviel der Kosten ich aus dem Regelsatz zugezahlt habe (Zuzahlung = Differenz zwischen dem, was das JC übernimmt und den realen Kosten).
    Das JC weiß zwar auch selbst, dass die Heizkosten in deinem Fall nicht vollständig übernommen werden; aber es schadet ja nichts, das noch einmal explizit zu erwähnen.


    Wie Turtle schon schrieb, werden seitens des JC die aus dem Regelsatz zugezahlten Kosten nicht angerechnet. S. SGBII §22 Abs. 3:


    http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/22.html


    "(3) Rückzahlungen und Guthaben, die dem Bedarf für Unterkunft und Heizung zuzuordnen sind, mindern die Aufwendungen für Unterkunft und Heizung nach dem Monat der Rückzahlung oder der Gutschrift; Rückzahlungen, die sich auf die Kosten für Haushaltsenergie oder nicht anerkannte Aufwendungen für Unterkunft und Heizung beziehen, bleiben außer Betracht."

    Siehe:
    "Praxisleitfaden zur Einschaltung des Ärztlichen Dienstes im Bereich des SGB II und SGB III"
    Link:
    https://www.arbeitsagentur.de/….sid=L6019022DSTBAI667172


    Seite 8 unter Punkt 3.2.4.1:
    "Im Beratungsgespräch muss der Kundin/dem Kunden zwingend erläutert werden, dass: [...] ihre/seine Angaben und Unterlagen ausschließlich vom ÄD eingesehen und ausgewertet werden dürfen."


    Und weiter auf Seite 9:
    "Es ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die Abgabe der Unterlagen aus Schutz der persönlichen Daten in einem verschlossenen Umschlag erfolgen soll."

    Vielen Dank für die Antworten.


    Da ich die Anlage EK nur wegen des 1,50-Euro-Jobs ausfüllen und damit eigentlich überflüssigen Papiermüll produzieren würde, habe ich mich jetzt darauf beschränkt, im Anschreiben (das ich dem WBA immer beifüge) den Job und die Einkünfte daraus zu vermerken.

    Danke für den Hinweis, Turtle. Habe da noch weiteren Informationsbedarf:


    1. Was ist mit den Rückmelde-/Semestergebühren, die jeder Studierende zahlen muss?
    Können die dann wenigstens abgesetzt werden (in Berlin an der FU z.B. etwas über 300,- EUR pro Semester)?


    2. Und was ist mit den Büchern/sonst. Materialen, die angeschafft werden müssen?
    Schüler im ALG II-Bezug haben Anspruch auf das Bildungspaket - sollen Studierende das aus dem Regelsatz bezahlen?

    [...]Davon wird das Einkommen (hier 700 Euro, bereinigt um 100 Euro Freibetrag, also 600 Euro) abgezogen.
    [...]

    Wieso 100,- EUR Freibetrag? Bafög ist kein Erwerbseinkommen.


    Der Freibetrag auf Bafög wird wie folgt ausgerechnet:
    1. Beiträge Kranken- u. Pflegeversicherung : ca. 86,- EUR (es wird der tatsächlich gezahlte Betrag berücksichtigt, kann nach Alter oder sonst. Umständen variieren)
    2. Anteil f. Finanz. d. Ausbildung: 20% vom Regelbedarf Bafög (seit WS 16/17 649,- EUR): 129,80 EUR


    Ergebnis Freibetrag: ca. 215,80 EUR - nicht 100,- EUR.


    Der Regelbedarf einer Studierenden wird meiner Meinung nach fiktiv wie folgt berechnet:
    384,- EUR (vollj. Partner) zzgl. 250,- EUR Wohnkosten (Bafög-Pauschalbetrag) = 634,- EUR.


    Ich glaube, da kann auch noch Wohngeld beantragt werden.

    [...]vor einiger Zeit erhielt ich vom Jobcenter das "Angebot" für eine Maßnahme. Ich sollte mich dann beim Träger melden um abklären zu lassen, ob die Maßnahme für mich geeignet ist. [...]

    Hast du dich dann beim Maßnahmeträger vor einiger Zeit gemeldet und abgeklärt, dass die Maßnahme deiner Meinung nach nicht für dich geeignet ist?
    Und hast du das Ergebnis der Abklärung dem Jobcenter gemeldet?

    Der Grund steht bereits oben. Er ist selbständig und da gelten eigene Regeln.[...]

    Im ersten Beitrag steht aber auch:


    "Nun habe ich aber zum 09/2016 einen festen Job angefangen und bin nicht mehr "bedürftig" (VÄM ist raus).
    Desweiteren hätte ich jetzt die Möglichkeit, selbständig einen Auftrag für 1000 Euro anzunehmen und auch gleich abzurechnen."


    In erster Linie scheint der TE nicht mehr selbstständig zu sein, sondern die selbstständige Tätigkeit zusätzlich zum festen Job auszuüben, der wiederum genug einzubringen scheint, dass der TE aus dem Bezug von ALGII herausfällt...

    [...]- Kann vielleicht einer kurz über das Schreiben des JC schauen, ob es irgendwelche Passagen gibt, die man bemängeln könnte in einem Widerspruchsschreiben?
    [...]

    Das Schreiben ist völlig in Ordnung. Einfach hingehen und sich das Ganze mal ansehen/-hören.
    Scheint mir ein gutes Projekt zu sein. Ich kenne Ähnliches aus Berlin in den Bereichen "Theater" und "Bildende Kunst" und finde den Ansatz sehr gut.
    Auch wenn man es sich erstmal nicht vorstellen kann - sich auf der Bühne zu bewegen tut dem Selbstbewusstsein gut, fördert Teamgeist etc.
    Nebenbei bringt so ein Projekt wieder Struktur in den Tag.


    Warum gleich an Widerspruch denken? Das JC ist kein Gegner, sondern will dich durchaus dabei unterstützen, dich für den Arbeits-Alltag fit zu machen.