Posts by maria1956

    Rein rechnerische Unterdeckung, weil: Wohnpauschale 52,- EUR, anerkannte KdU aber 278,30.
    Natürlich (so haben wir es ja auch gerechnet) deckt sie den KdU-Bedarf durch ihr Einkommen.
    Genau darin liegt das Problem. Deshalb hat sie NICHTS von dem Zusammenzug - im Gegenteil, ihr fehlt das Kindergeld.
    Ich habe etwas von ihrem Einzug, weil ich ihr Kindergeld habe.


    Ihr Einkommen jetzt:
    Bafög 649,- + Job: 430,- (netto) + KiGeld: 192,- = 1271,- EUR
    Ausgaben jetzt (eigene Wohnung): 470,- bruttowarm + 100,- sonst. Kosten (Strom, Tel.) = 570,-
    1271,- - 570,- = 701,- EUR


    Rechnung bei Zusammenzug:
    Bafög 451,- + Job: 430,- (netto) = 881,- EUR
    Ausgaben: 320,- Miete (bruttowarm) + 55,- (anteilige sonstige Kosten) = 375,-
    881,- - 375,- = 506,- EUR


    Sie würde bei Zusammenzug 200,- EUR drauflegen, ich habe 192 mehr als ich hätte, wenn ich allein wohnen würde.
    Das rechnet sich nicht.


    Deshalb u.a. die Frage, ob sich an der Berechnung etwas ändert, wenn sie 25,- ist? Z.B. Einstufung als Haushaltsgemeinschaft und dann die tatsächlichen KdU berücksichtigt werden könnten (KiGeld fällt mit 25 weg)...

    An anderer Stelle habe ich bereits geschrieben, das ich, bedingt durch den Auszug meiner jüngsten Tochter, meine Kosten (nicht nur KdU) senken muss. Meine mittlere Tochter (24 J., eigene Wohnung, Bafög + Job) ist nun auf die Idee gekommen, wir könnten ja wieder zusammenziehen und dadurch unsere Kosten senken.
    Am Wochenende haben wir die ganze Sache mal durchgerechnet und sind zu einem deprimierenden Ergebnis gekommen. Nach unserer Rechnung würden wir durch Zusammenzug nichts einsparen; der einzige Effekt wäre, dass sie weniger Geld hätte (ungefähr das Kindergeld, das bei mir angerechnet würde) und dass ich eben dieses Kindergeld mehr hätte. Unsere tatsächlichen Wohnkosten wären nach Zusammenzug zwar deutlich geringer; diese Einsparung wird aber neutralisiert - auch deshalb, weil meine Tochter nur den reduzierten Wohnkostenanteil beim Bafög erhält, wenn sie mit mir zusammenwohnt.

    Ich weiß nur nicht, ob wir richtig gerechnet haben.


    Deshalb hier unsere Rechnung für den Fall, dass wir zusammenziehen würden:
    Wohnung: Tatsächliche Miete: 640,- EUR (bruttowarm); anerkannte KdU bei 2-Pers.-Bedarfsgemeinschaft: 556, 60


    Einkommen Tochter:
    Bafög 451,- + Job: 430,- (netto) + KiGeld: 192,- = 1073,- EUR
    Einkommen nach Bereinigung: Bafög um 20% (90,20 zweckgebunden), Job um 100,- + 20% vom Rest 264,-
    Einkommen = Bafög 360,80 + Job 264,- + KiGeld 192,- = 816,80


    Fiktiver Bedarf Tochter: 278,30 (Hälfte anerkannte KdU) + 327,- RL = 605,30

    Ergebnis: Einkommen 816,80 - Bedarf 605, 30 = 211,50 Überdeckung. Das Kindergeld wird also voll bei mir angerechnet.

    Frage 1: Ist unsere Rechnung ungefähr richtig?
    Frage 1b: Ist es richtig, dass für die Bedarfsberechnung nur die anerkannten KdU berücksichtigt werden? Falls ja - würde sich das ändern, wenn sie 25 ist?
    Frage 2: Das Bafög meiner Tochter beinhaltet nur eine Wohnpauschale von 52,- EUR, da bei Mutter wohnend. Kann sie für die Unterdeckung der anerkannten KdU trotz Job eine andere Leistung erhalten? (Z.B. Mietzuschuss oder Wohngeld). ich habe hier(unter Punkt 3. kein reiner Auszubildenden-/ oder Studentenhaushalt) gelesen, dass ALG II-Bezieher und Bafög-Bezieher jeder für sich vom Wohngeldbezug ausgeschlossen sind, gemeinsam aber u.U. Wohngeld beziehen können...

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort, hilft mir sehr.
    Es wird noch ein Weilchen dauern, bis ich einen Termin bei meiner Leistungsabteilung bekomme. Bis geklärt ist, wie ich das mit der Untervermietung handhaben kann, werde ich den beschriebenen Weg einschlagen und Freundeshilfe in Anspruch nehmen.


    Die Zahlung wird direkt an den Vermieter erfolgen. Schon allein deshalb, weil dieser Zahlungsweg im Urteil des LSG Berlin-Brandenburg explizit erwähnt wird.
    Derjenige, der dabei mehr Aufwand hat, ist der Vermieter, der zwei Zahlungen verwalten muss statt einer.
    Für mich als Mieter ist es schnuppe, ob ich weniger überweisen muss (und dadurch mehr Geld auf meinem Konto verbleibt), oder ob ich den Betrag selbst überwiesen bekomme und dann die volle Miete von meinem Konto runtergeht. Das Ergebnis für mein Konto ist dasselbe.


    Zum Thema, wie das BSG den Zufluss einer Untermiete zuordnet, habe ich Folgendes gefunden:


    BSG Urteil vom 6.8.2014, B 4 AS 37/13 R
    Quelle:
    https://openjur.de/u/743700.html


    Abs. 32: "Untervermietungen von Teilen der angemieteten Unterkunft sind als Kostensenkungsmaßnahmen bei der Bedarfsberechnung der Kosten der Unterkunft zu berücksichtigen. Zahlungen daraus stellen regelmäßig kein Einkommen iS von § 11 SGB II dar. Dies folgt aus Gesetzeswortlaut, Begründung des Gesetzentwurfs, Systematik sowie Sinn und Zweck der Regelung (für eine Berücksichtigung iRd Unterkunftskosten vgl LSG Berlin-Brandenburg Urteil vom 22.2.2008 - L 28 AS 1065/07 - juris; Lauterbach in Gagel, SGB II/SGB III, § 22 SGB II RdNr 18, Stand IV/14; Grube in Grube/Wahrendorf, SGB XII, 5. Aufl 2014, § 35 RdNr 51; Berlit in LPK-SGB II, 5. Aufl 2013, § 22 RdNr 24; ders in LPK-SGB XII, 9. Aufl 2014, § 35 RdNr 17; für eine Berücksichtigung als Einkommen vgl SG Potsdam Urteil vom 26.3.2014 - S 38 AS 1542/13 WA - juris; Luik in Eicher, SGB II, 3. Aufl 2013, § 22 RdNr 50; Krauß in Hauck/Noftz, SGB II, K § 22 RdNr 54, Stand X/12; Nguyen in juris-PK SGB XII, 2. Aufl 2014, § 35 RdNr 100)"

    Das Ganze scheint nicht so einfach zu sein. Ich mache einen Termin mit der Leistungsabteilung.


    Habe hier noch etwas, das ich, wenn möglich, vorab klären würde und ich wäre froh, wenn ihr mir dabei helfen könntet.
    Wie ich eingangs geschrieben habe, gibt es einen Freund, der bereit ist, mir bei der Kostensenkung zu helfen. Ich habe dazu Folgendes gefunden:


    LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 26.01.2011, Aktenzeichen L 28 AS 2276/07
    (also das für mich zuständige LSG)
    http://www.gerichtsentscheidun…mlung.psml&max=true&bs=10


    Zitat daraus:
    Leitsatz 3) Zuwendungen an den Hilfebedürftigen duch einen Familienangehörigen, die nicht darlehensweise erfolgen und von diesem unmittelbar an den Vermieter der vom Hilfebedürftigen genutzten Wohnung überwiesen werden, stellen zwar zweckbestimmte Einnahmen dar, sind aber von der Anrechnung nicht ausgenommen, da sie gerade keinem anderen Zweck als die Leistungen nach den SGB II dienen. Als Einkommen sind diese Einnahmen im Interesse der Würdigung der Zweckbestimmung jedoch vorrangig nicht auf den Bedarf zum Lebensunterhalt, sondern auf den für die Kosten der Unterkunft und Heizung anzurechnen.


    Frage: Verstehe ich das Urteil richtig, dass die Zuwendung auf den tatsächlichen Bedarf / die tatsächlich anfallenden Mietkosten angerechnet wird; nicht den anerkannten Bedarf?
    Und ist das Urteil auch auf Nicht-Familiengehörige anwendbar? (Falls nicht, hätte ich auch einen Familienangehörigen, der mir helfen würde.)


    Ich habe Durchführungshinweise diverser JC (z.B. Leipzig, Rhein-Berg) gefunden, die sich explizit auf das o.g. Urteil des LSG Berlin stützen und diese Art Einkommen bedarfsmindernd auf die tatsächlichen KdU anrechnen.


    Bitte entschuldigt meine überlangen Beiträge.

    Untermiete mindert die KDU. Sie wird also von der tatsächlichen Miete abgezogen und dann geguckt, ob der Rest angemessen ist oder nicht. [...]

    Eingangs stellte ich folgende Frage:


    Frage 1:
    Nach drei Monaten trifft die Komplettüberweisung für drei Monate ein.
    Wie rechnet das JC diese Einnahme? Wird der Geldeingang auf drei Monate
    verteilt (da Miete für drei Monate) oder wird die Einnahme komplett in dem Monat angerechnet, in
    dem sie eingeht?

    Bei deinem Konstrukt kann man aber auch ganz schnell von gewerblicher Vermietung ausgehen und dafür interssiert sich dann nicht nur das Jobcenter.

    Es ist eine ganz normale Art, seine Mietkosten zu senken. Hat mit Zweckentfremdung, Tourismus und Geschäftemacherei nichts zu tun. Es geht um Sprachschüler an internatiuonalen Sprachschulen, die für einen bestimmten Zeitraum (je nach Sprachkurs) in Berlin sind. Die Sprachschule nimmt das Zimmer in ihr Angebot auf und zahlt bis zu 300,- EUR (je nach Unterbringungsart) für die Unterbringung. Das wurde/wird in meinem Bekanntenkreis so gemacht und ich sehe nicht, wieso ich das nicht ebenfalls machen könnte.
    Mein Vermieter ( sehr korrekter Steuerberater) sieht kein Problem und der Mieterverein schlägt u.a. diese Verfahrensweise als Möglichkeit zur Kostensenkung vor.
    Daneben suchen auch ganz normale Schulen immer wieder Zimmer für internationale Gastschüler.

    Wäre es nicht einfacher, wenn du das Zimmer fest an deinen "Jemand" untervermietest und die Sprachschüler einfach über ihn laufen?

    Für mich vielleicht. Aber für ihn? Er hätte dann ja Einnahmen, die er versteuern müsste. Ob die kleinen Summen, um die es geht, für ihn steuerlich überhaupt relevant wären, kann ich natürlich nicht beurteilen. Überhaupt - ich möchte keinen Freund in irgendetwas, positiv ausgedrückt, möglicherweise Merkwürdiges verwickeln.

    An anderer Stelle habe ich bereits geschrieben, dass ich die KdU mittels Untervermietung senken möchte.
    Mein Vermieter ist einverstanden.
    Eine Daueruntervermietung kommt nicht in Betracht weil:
    - ich keine Lust habe, dass mir eine Partnerschaft (mit einer anderen Person egal welchen Geschlechts) unterstellt wird
    - ich keine Lust habe, Mietzahlungen hinterherzurennen etc.


    Ich habe mit diversen Sprachschulen Kontakt aufgenommen - die suchen immer Wohnmöglichkeiten für Sprachschüler aller Altersklassen und bieten die Vorteile, dass es sich um eine überschaubare Untermietdauer (1-3-6 Monate) handelt, man sich Geschlecht und Alter der Mieter aussuchen kann und dass die Mietzahlungen von den Schulen selbst geleistet werden.
    Nachteil: die Schulen zahlen bei mehrmonatiger Mietdauer nicht monatlich sondern in den meisten Fällen in Zyklen von drei Monaten.

    Frage 1:
    Nach drei Monaten trifft die Komplettüberweisung für drei Monate ein. Wie rechnet das JC diese Einnahme? Wird der Geldeingang auf drei Monate verteilt oder wird die Einnahme komplett in dem Monat angerechnet, in dem sie eingeht? Letzteres wäre fatal.
    Dann würde ich ausschließlich jeweils nur für einen Monat untervermieten.


    Frage 2:
    Es ist absehbar, dass nicht jeder Monat durch oben beschriebene Art der Untervermietung abgedeckt werden kann. Ich habe jemanden, der in "Leermonaten" die nicht gedeckten KdU übernehmen würde. Muss ich dafür jedesmal einen Untermietvertrag machen, oder können solche Zahlungen ohne Mietvertrag als zweckbestimmt angesehen werden (da sie ausschließlich zur Senkung der ungedeckten KdU verwendet werden)?


    Frage 3:
    Betrifft WBA. Die demnächstigen Untermieter gehören ja weder zu meiner BG noch zu meinem Haushalt.
    Fülle ich den Antrag korrekt aus, wenn ich bei Punkt 2. "Weitere Person/en in meinem Haushalt" eine "0" eintrage?

    Hallo Maria 1956,


    die Frage ist doch viel mehr, macht die Versicherung heute noch einen Sinn? Vor 40 Jahren sah die Welt noch anders aus. Das ist bei jeder Versicherungsform der Fall.
    Du solltest dich vom Versicherungsunternehmen, damit meine ich nicht den Vertreter, beraten lassen, was heute angesagt ist. Sinnvoll wäre die beiden Frauen in eigene
    Verträge zu geben, da sie diese steuerlich verwerten können.


    LG Lighthouse

    Soviel Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Du hast von einer privaten Krankenhaus-Zusatzversicherung überhaupt keine Ahnung.


    Bitte keine Diskussion um die Versicherung als solche. War weder meine Frage, noch habe ich Interesse an überflüssigen Bemerkungen.

    [...]
    Alternativ sollen die Kinder ihre Beiträge gleich an die Versicherung zahlen. Garnicht über dein Konto. So eion Zirkus...

    Genau das geht leider nicht. Kann man nicht splitten.
    Mein Bruder hat mir schon angeboten, die Beiträge komplett von seinem Konto einziehen zu lassen. Der Versicherung ist es gleichgültig, von welchem Konto die Beiträge eingezogen werden. Ich würde meinem Bruder meinen Teil zahlen, die Kinder ihren.
    Welchen Weg ich wähle, weiß ich noch nicht.


    Sollte ein Ernstfall eintreten, frage ich hier im Forum, aufgrund welches Paragrafen ich einen Widerspruch formulieren kann.


    Vielen Dank erstmal!

    Es ist ja gar kein Einkommen. Das ist der springende Punkt. Es mindert die Ausgaben. Für Ottonormalverbraucher ist das zwar rille, nicht aber dem Gesetz. [...]

    Also das verstehe ich überhaupt nicht.
    Mein Kenntnisstand ist, dass es drei Einkommenarten gibt (1. nicht selbstst. Arbeit,2. selbstst. Arbeit, 3. sonst. Einkommen) und dass alles, was z.B. auf meinem Konto eingeht, auf irgendeine Art Einkommen/Einnahme ist.


    Ich dachte, dass mein "Problem" unter 3. sonst. Einkommen fällt und dass dann entscheidend ist, ob dieses Einkommen ein zu berücksichtigendes oder nicht zu berücksichtigendes Einkommen darstellt. Meinetwegen auch Einnahme oder Zuwendung.


    Das, was ich gefunden habe, ist:
    https://www3.arbeitsagentur.de…ba.sid=EGOV-CONTENT456251


    Ich habe in einem andern Beitrag (#7) bereits geschrieben:
    Darin (in der oben verlinkten PDF) finde ich unter § 11a (nicht zu berücksichtigendes Einkommen):


    "(5) Zuwendungen, die ein anderer erbringt, ohne hierzu eine
    rechtliche oder sittliche Pflicht zu haben, sind nicht als Einkommen zu
    berücksichtigen, soweit

    1. ihre Berücksichtigung für die Leistungsberechtigten grob unbillig wäre oder

    2. sie die Lage der Leistungsberechtigten nicht so günstig beeinflussen,
    dass daneben Leistungen nach diesem Buch nicht gerechtfertigt wären."


    Auf meinen Fall bezogen könnte man das so interpretieren:


    Meine Kinder sind weder rechtlich noch sittlich verpflichtet, mir ihren Teil der privaten Zusatzversicherung zu erstatten.
    Es ist kein Geldgeschenk, es ist kein Geschenk in Geldeswert, es beeinflusst meine Lage nicht günstig, da ich finanziell von der Zusatzversicherung nichts habe. Ich kann sie nicht verwerten.


    Aber wird das vom JC ebenso gesehen???

    [...]Falls doch angerechnet wird: Bei Anrechnung natürlich Widerspruch. Gar keine Frage. Aus Prinzip, weil die Sache ja eindeutig ist. [...]

    Ist die Sache wirklich eindeutig? Ich finde einfach keine betreffende Stelle im Gesetzestext, die für mich eindeutig klingt. Ich finde viel Schwammiges und Auslegungsfähiges, mehr nicht.


    Bitte um Entschuldigung für meine Begriffsstutzigkeit.
    Deine Anmerkung, der beschriebene Geldeingang sei gar kein Einkommen, hat mich völlig verwirrt...

    [...] Ich würde dem JC den Sachverhalt darstellen und um eine Äußerung bitten wie sie beabsichtigen zu entscheiden falls die Kinder ihren Beitrag an dich überweisen.
    Dann bestünde Klarheit.

    Das möchte ich nicht machen. Erstens haben die Mitarbeiter auch ohne "Was-wäre-wenn-Anfragen" schon genug zu tun und zweitens frage ich mich, ob, gesetzt den Fall, ich erhalte eine Antwort, dann wirklich Klarheit bestünde, da ich nicht weiß, wie auslegungsfähig die gesetzlichen Bestimmungen sind und ob Sachbearbeiter*in B genauso entscheidet wie Sachbearbeiter*in A mir geantwortet hat.

    Ich möchte nicht wissen, wie ich eine Anrechnung umgehen kann.


    Mein Interesse besteht darin zu erfahren, anhand welches Paragrafen oder welcher Bestimmung eine Anrechnung stattfinden kann oder nicht resp. ich im Bedarfsfall einen Widerspruch begünden könnte.


    Ich habe die fachlichen Weisungen zu §§ 11-11b SGB II durchforstet:


    https://www3.arbeitsagentur.de…ba.sid=EGOV-CONTENT456251


    Darin finde ich unter § 11a (nicht zu berücksichtigendes Einkommen):


    "(5) Zuwendungen, die ein anderer erbringt, ohne hierzu eine rechtliche oder sittliche Pflicht zu haben, sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen, soweit
    1. ihre Berücksichtigung für die Leistungsberechtigten grob unbillig wäre oder
    2. sie die Lage der Leistungsberechtigten nicht so günstig beeinflussen, dass daneben Leistungen nach diesem Buch nicht gerechtfertigt wären.
    "


    Einerseits finde ich diese Ausführungen irgendwie zutreffend für meinen Fall, andererseits sind die Formulierungen "grob unbillig" (Punkt 1.) und "so günstig" (Punkt 2.) unkonkret und auslegungsfähig - ich finde keinen Hinweis auf irgendeine Grenze (z.B. soundsoviel Prozent vom Regelbedarf o.ä.).
    Außerdem: was ist mit der "sittlichen Pflicht" gemeint?
    Haben meine Kinder eine sittliche Pflicht, mir die Ausgaben, die ich für ihre Mitversicherung habe, zu ersetzen? Wer entscheidet anhand welcher Kriterien darüber, was eine "sittliche Pflicht" ist?


    Zu 2.: Natürlich wird meine Lage sehr günstig beeinflusst, wenn die Kinder mir 50,- EUR überweisen.
    Aber sie ersetzen mir ja zweckgebunden nur Kosten, die ich aus meinem Regelsatz bestreite... und gerade zu diesem Aspekt, der zweckgebundenen Kostenerstattung, finde ich nichts.

    Das würde keinen Sinn machen. [...]

    Na ja - für das JC würde es schon einen Sinn ergeben, mir Einkommen anzurechnen...


    Ich habe im SGB II verschiedene Ausführungen über zweckbestimmte Einnahmen gelesen, vorwiegend etwas gefunden zu einmaligen, zweckbestimmten Einnahmen, aber nichts zu regelmäßigen/dauerhaften zweckbestimmten Einnahmen/Einkommen. Dass ich nichts Passendes finde, liegt wahrscheinlich an mir. Ich kann über erkenntnistheoretische Ansätze in der Philosophie plaudern etc.; aber dieses Gesetzgeberdeutsch zieht mir die Schuhe aus.


    Danke für die Antwort. Hast du einen Paragrafen für mich? Ich bin ja, wie gesagt, zu blöd, den zutreffenden zu finden...

    Ich habe seit 40 Jahren eine private Zusatzversicherung f. Krankenhausaufenthalte. Meine beiden jüngeren Kinder (volljährig) sind seit Geburt mitversichert. Kosten für jedes Kind: ca. 25,- EUR/Monat (alters- u. ausbildungsabhängig).


    Die Kinder würden ihren Teil der Versicherung jetzt gern selbst tragen und mir für diesen Zweck jeweils 25,- EUR im Monat überweisen.


    Frage: Wird mir dieses Einkommen angerechnet oder nicht?

    Dazu wurde ja bereits geschrieben:

    Mit einem Untermietvertrag mit den Eltern sollte die Miete erstmal berücksichtigt werden. [...]

    [...] was für Nachweise usw muss ich dem Amt bei der Untermietverhältnis abgeben?Ich verstehe das alles nicht

    Nachweise:
    1. Untermietvertrag mit den Eltern
    2. Nachweis, dass du die Miete zahlst (z.B. Kontoauszug, auf dem die Mietzahlung steht)


    Es kann sein, dass das Amt zusätzlich eine schriftliche Bestätigung vom Vermieter haben möchte, dass deine Eltern dir die Wohnung untervermieten dürfen. Aber vielleicht geht es auch ohne.
    Falls du die Bestätigung deines Vermieters brauchst, sehe ich da kein Problem. Er hat ja bereits die Meldebescheinigung für das Einwohnermeldeamt unterschrieben und weiß, dass du in der Wohnung wohnst. Außerdem versteht er sich gut mit deinen Eltern, wie du schreibst.

    wie ich im anderen Thread schrieb
    entweder die Eltern sind in der Wohnung gemeldet und zahlen zwei Drittel der Miete,
    dann gäbe es für die Untermieterin ein Drittel der Miete vom Amt.
    Oder sie sind nicht dort gemeldet, dann kann es auch keine Untermieterin geben.

    Das kenne ich anders, nämlich so, dass der Mieter einer Wohnung nicht verpflichtet ist, selbst in der Wohnung zu wohnen. Er muss nur die Pflichten erfüllen, die ihm aus dem Mietvertrag entstehen.
    Wenn der Vermieter einverstanden ist, kann der Mieter die Wohnung komplett untervermieten.
    Ich kenne zig Fälle, in denen das so gehandhabt wird (gerade in Uni- oder uninahen Städten/Orten). Viele Vermieter vermieten an die Eltern, welche ihre Kinder dann in der gemieteten Wohnung wohnen lassen.
    Oft ohne Untermietvertrag (ist eigentlich auch nicht nötig zwischen Eltern und Kindern), aber manchmal auch mit Untermietvertrag, wenn ein Untermietvertrag gebraucht wird.

    Danke, Vegas.


    [...] Die restlichen Mieteinnahmen iHv 140 Euro wären Einkommen, das um 30 Euro bereinigt wird, falls dieser Freibetrag noch nicht bei einem anderen Einkommen zur Geltung gekommen ist. [...]

    Ich weiß nicht, ob du das, was ich in Beitrag #15 zitiert habe, gelesen hast. Da steht, dass "der in der Bedarfsberechnung zu berücksichtigende Betrag für die Wohnung um die zweckgebundene Einnahme zu mindern" ist. Der bei der Berechnung zu berücksichtigende Betrag wären in meinem Beispiel 700,- EUR und ist zu mindern um die zweckgebundene Einnahme, in meinem Beispiel 300,- EUR.


    Außerdem: Wenn ich, in deinem Berechnungsmodell, kein weiteres Einkommen hätte und eine Bereinigung um 30,- stattfinden würde, hätte ich 30,- EUR mehr zur Verfügung, was natürlich schön wäre, aber nicht Sinn der Sache ist.