Posts by Sven0

    Ungerecht deshalb: wenn ich das Gewerbe während des ALG1 Bezuges komplett abmelde bekommt man das volle ALG1 Geld ausgezahlt.
    Wenn ich das Gewerbe während des ALG1 Bezuges jedoch laufen lasse und EUR 100,- pro Monat als Gewinn einnehme (jedoch aufgrund der ungerechten Berechnung rechnerisch ein Monatsgewinn von EUR 1300,- angenommen wird), erhalte ich 0,- Euro ALG1 ausgezahlt bzw. müsste bereits ausgezahltes komplett zurückgezahlt werden.

    Hallo,


    ich habe einen ziemlich dreisten Fallstrick entdeckt für Personen die neben dem ALG1 ein Nebengewerbe angemeldet haben.


    Schaut euch bitte mal in http://www.arbeitsagentur.de/z…ation/pdf/da-alg-p141.pdf den Punkt 6.3 (Seite 23) an:


    Zitat:"
    (3) Nebeneinkommen aus selbständiger Tätigkeit und Landwirtschaft gilt als über das ganze Jahr hinweg erarbeitet. Der monatlich zu berücksichtigende Nebenverdienst stellt dann den 12. Teil des Verdienstes dar. Berücksichtigungsfähig ist das auf den Leistungszeitraum entfallende Einkommen (s. DA 2 Abs. 2)."


    Dazu gab es auch folgendes Urteil: http://www.fachanwalt-schreibe…SGBIII_Nebeneinkommen.pdf


    Das heißt angenommen jemand hat saisonal bedingt einen Gewerbegewinn von z.b. 15.000,- Euro (insgesamt) von Januar bis Juni und meldet sich von Juli bis Dezember arbeitslos mit 100,- monatlichen Nebengewerbegewinn, dies entspricht einem Jahressteuerbescheid von EUR 15.000,- + EUR 600,- (6x100,- Euro) = 15.600 Euro.


    Von der AfA wird nun einfach der Jahresgewinn 15.600 Euro : 12 Monate = 1300,- Euro gerechnet und diese EUR 1300,- als Monatsgewinn im ALG1 Zeitraum angenommen, obwohl im ALG1 Bezugszeitraum nur EUR 100,- monatlich verdient wurden.


    Kann diese ungerechte Praxishandhabung von jemand bestätigt werden?

    vermutlich habe ich die Anfrage zu unverständlich formuliert, daher hier nochmal detaillierter:


    Hallo,


    ich habe eine Frage um spätere Probleme zu vermeiden.


    Angenommen jemand ist freiwillig arbeitslosenversichert und betreibt eine saisonale Gewerbetätigkeit (als Hauptgewerbe angemeldet) wo die Gewerbeeinnahmen von Januar bis Juni bei insgesamt EUR 20.000,- liegen.
    Von Juli bis Dezember wird nun ALG1 bezogen (Anspruch ist vorhanden) und ein Nebengewerbe angemeldet gelassen wo jedoch 0,- Euro verdient wird mit 0h Arbeitsaufwand. Das Gewerbe wird nur aus steuerlichen Grund nicht komplett abgemeldet (um die laufenden Abschreibungen betrieblicher Güter nicht unterbrechen zu müssen).


    Welchen Einkommensnachweis verlangt die AfA im Nachhinein für das Nebengewerbe welches im ALG1 Zeitraum angemeldet gelassen wurde? Ich frage dies deshalb weil nur die Einnahme-Überschuss-Rechnung bzw. Bilanzierung einen Aufschluß über die monatsgenauen Einnahmen ergeben würde. Ich glaube aber gelesen zu haben das die AfA nur den Einkommenssteuerbescheid als Nachweis akzeptiert und die darauf angegebenen Jahreseinnahmen durch 12 (Monate) dividiert was im oben angegebenen Beispielfall falsche Werte für das Nebeneinkommen im ALG1 Bezugszeitraum ergeben würde. Das heißt anstatt 0,- Euro Einnahmen würde dies bei 20.000,- Euro : 12 Monate = 1666,- Euro Monatseinnahmen ergeben.


    Zweite Frage: Angenommen man gibt ein Nebengewerbe (weniger als 15h pro Woche) beim ALG1 Antrag an, bleibt dann das Bemessungsentgelt bei den vollen 39h, also das man dem Arbeitsmarkt für 39h zur Verfügung steht (und damit in voller Höhe das ALG1 erhält)?


    Viele Grüße

    Angenommen folgender Fall liegt vor:


    Januar - August: selbständiges Hauptgewerbe mit 20.000,- Euro Einkommen (+ freiwillig arbeitslosenversichert)


    September - Dezember: ALG 1 Bezug und Nebengewerbe, dabei im Nebengewerbe 0h Arbeitsaufwand und 0,- Euro Verdienst, das Gewerbe wird nur als steuerlichen Gründen nicht ganz abgemeldet (wegen weiterlaufenden Abschreibungen von Betriebsvermögen). Die Gewerbeeinnahmen wurden nur von Januar-August erzielt da es sich um ein saisonabhängiges Gewerbe handelt.



    Jetzt lese ich das hier: http://www.arbeitsagentur.de/z…ation/pdf/da-alg-p141.pdf



    Punkt 6: (3) Nebeneinkommen aus selbständiger Tätigkeit und Landwirtschaft gilt als über das ganze Jahr hinweg erarbeitet. Der monatlich zu berücksichtigende Nebenverdienst stellt dann den 12. Teil des Verdienstes dar. Berücksichtigungsfähig ist das auf den Leistungszeitraum entfallende Einkommen (s. DA 2 Abs. 2).


    Das bedeutet das einfach der Einkommenssteuerbescheid des ALG1-Bezugjahres genommen wird und durch 12 dividiert wird und dies als Nebengewerbe-Einkommen angesehen wird, obwohl im Beispiel oben im ALG1-Zeitraum überhaupt kein Geld verdient wurde?


    Wenn man den obigen Sachverhalt der AfA erklärt, kann dann auch die Einnahme-Überschuss-Rechnung bzw. Bilanzierung als Nachweis akzeptiert werden?

    Quote from Vegas;165388

    Es kommt auf die Kosten an. Wenn die angemessen sind, dann ist das okay. Das gilt aber auch für Heizkosten, die nur nach angemessenen qm berechnet werden. Und ein 106 qm großes Loft wird vermutlich mehr Heizkosten haben als eine 75 qm normale Wohnung.


    Loft war zu übertrieben gesagt (bezieht sich nicht auf die Räumlichkeiten sondern auf die Möbelausstattung, z.b. teure Küche), die Raumhöhe ist wie normal üblich 2,50m, Wohnraum + Küche sind ohne Zwischenwände.


    Somit kommen die ingesamten Kosten (Warmmiete) schon auf die maximal zulässigen 75 m² hin, bei sind es eben nur geringe Kaltmiete und höhere Nebenkosten.

    Hallo,


    ich wohne mit Frau und Kind in einer 106 m² möblierten Luxuswohnung (Loft) wo sämtliches Möbel meiner Vermieterin (Schwiegermutter) gehört.


    Da meine Schwiegermutter uns nicht soviel Miete aus Verwandtschaftsgründen berechnen möchte brauchen wir nur die Hälfte der Miete in Bar zu bezahlen, so steht es auch im Mietvertrag.


    Die Kaltmiete-Kosten pro m² liegen im üblichen Rahmen unter 5,- Euro pro m².


    Ein Umzug in eine maximal zulässige Wohnung (also rund 75 m²) würde daher keinen Sinn machen da die Miete dann sogar höher wäre.


    Im Prinzip wäre es in diesem Fall möglich in einer Luxuswohnung zu wohnen und Hartz 4 zu erhalten?

    nochmal zum obigen Problem:


    siehe auch http://www.arbeitsagentur.de/zentraler- ... sblatt.pdf
    Zitat: "Das Versicherungspflichtverhältnis ist auch ausgeschlossen, wenn der Antragsteller als Selbständiger bereits versicherungspflichtig war, seine selbständige Tätigkeit zweimal unterbrochen und in den Unterbrechungszeiträumen Arbeitslosengeld I bezogen hat. Der Ausschlussgrund greift allerdings nicht, wenn der Arbeitslosengeldbezug auf einem neuen Anspruch auf Arbeitslosengeld beruht."


    Demnach wäre es möglich als Selbständiger jedes 2. Winterhalbjahr arbeitslos zu machen auf unbegrenzte Zeit. Zwischen den 2 ALG1-Zeiten muss mind. 12 Monate liegen damit man einen neuen Anspruch erreicht.

    Laut diesem Text ist dies möglich: BMWi Existenzgründungsportal | Arbeitslosenversicherung


    Zitat: "Wer ab 2011 zweimal als Selbständiger Arbeitslosengeld bezieht, kann sich nicht mehr als Selbständiger in der Arbeitslosenversicherung freiwillig versichern. Der Ausschlussgrund greift allerdings nur, wenn der Versicherte nach seinem Leistungsbezug nicht bereits wieder mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis zur Bundesagentur für Arbeit (hierzu zählen auch Zeiten der freiwilligen Weiterversicherung) stand und deshalb keinen neuen Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben hat."


    Demnach ist Beispiel B möglich.

    sorry ich habe mich im 1. Beitrag verschrieben, ich meine ob dieses Schema möglich ist:


    Beispiel B:
    13 Monate EInzahlung in freiwillige Arbeitslosenversicherung
    6 Monate arbeitslos
    13 Monate EInzahlung in freiwillige Arbeitslosenversicherung
    6 Monate arbeitslos
    Beitritt in freiwillige Arbeitslosenversicherung möglich


    Im Beispiel B war die Person zwar 2x arbeitslos, jedoch war der Zeitraum bei der 2. Einzahlung mehr als 12 Monate.


    Frage: gilt die die freiwillige Arbeitslosenversicherung als "Versicherungspflichtverhältnis" und ist somit das Beispiel B möglich?

    Zitat: "Wer ab dem 01.01.2011 zweimal als Selbständiger Arbeitslosengeld bezieht, ist von einem weiteren Bezug ausgeschlossen bis er wieder mindestens 12 Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden hat. Ein Aufnahmeantrag hat keine Chancen, wenn ein Gründer nach einem zweimaligen Bezug von Arbeitslosengeld die erneute Absicherung der gleichen selbstständigen Tätigkeit in der Arbeitslosenversicherung beantragt."


    Beispiel A:


    13 Monate EInzahlung in freiwillige Arbeitslosenversicherung
    6 Monate arbeitslos
    8 Monate EInzahlung in freiwillige Arbeitslosenversicherung
    Beitritt in freiwillige Arbeitslosenversicherung nicht mehr möglich


    Beispiel B:
    13 Monate EInzahlung in freiwillige Arbeitslosenversicherung
    6 Monate arbeitslos
    13 Monate EInzahlung in freiwillige Arbeitslosenversicherung
    Beitritt in freiwillige Arbeitslosenversicherung möglich


    Frage: gilt die die freiwillige Arbeitslosenversicherung als "Versicherungspflichtverhältnis" und ist somit das Beispiel B möglich?

    Hallo,


    ich war bisher selbständig, nun arbeitslos und beantrage Gründungszuschuß für eine neue Selbständigkeit (Gründung in einer neuen Branche).
    Die Tätigkeit in der neuen Branche reicht vom Einkommen aus, dennoch würde ich gern als Zusatzeinkommen die Tätigkeit in meiner bisherigen Branche weiterhin ausführen.


    Ist dies für die Bewilligung des Gründungszuschuß verboten das ich im Gewerbeschein auch zusätzlich noch meine alte Branche eintragen lasse?


    Ich beantrage den Gründungszuschuß NUR für die neue Tätigkeit, diese ist vom Einkommen her allein tragbar, das ich die bisherige Tätigkeit weiter machen möchte erwähne ich nicht im Antrag + Business Plan, es steht halt nur im Gewerbeschein...

    Hier noch andere Infos dazu:


    "Wer ab 2011 zweimal als Selbständiger Arbeitslosengeld bezieht, kann sich nicht mehr als Selbständiger in der Arbeitslosenversicherung freiwillig versichern. Der Ausschlussgrund greift allerdings nur, wenn der Versicherte nach seinem Leistungsbezug nicht bereits wieder mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis zur Bundesagentur für Arbeit (hierzu zählen auch Zeiten der freiwilligen Weiterversicherung) stand und deshalb keinen neuen Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben hat."


    Also ist es gar nicht so dramatisch, wenn zwischen den ALG1 Zeiten mindestens 12 Monate eingezahlt wurde, wird man nicht ausgeschlossen.
    Für Saisonselbständige bedeutet das das man nur aller 2 Jahre sich in der Nebensaison arbeitslos melden kann.

    Hallo,


    ab 1.1.2011 gibt es folgende neue Regel: "Wer ab 2011 zweimal als Selbständiger Arbeitslosengeld bezieht, wird in der Regel nicht mehr als Selbständiger in die Arbeitslosenversicherung aufgenommen."


    Dazu folgende 2 Fragen:


    1.) Angenommen jemand hat als Selbständiger bereits vor dem 31.12.2010 2x ALG1 bezogen, ist dann schon die Regel so das man nicht mehr in die freiwill. AL-Versicherung kommt? Oder gilt es erst das man ab 1.1.2011 2x ALG1 bezogen hat und danach nicht mehr hineinkommt?


    Meine Vermutung: nein, der 2x Bezug muss erst ab 1.1.2011 geschehen sein, danach ist Schluß mit der AL-Versicherung.


    2.) Angenommen jemand erhält ab 31.12.2010 Gründungszuschuß. Dafür muss man ja 3 Monate des ALG1-Anspruchs verbrauchen und dieser befindet sich ja im Jahr 2011. Gilt dann für die obenstehende Regel das man bereits 1x Arbeitslosengeld bezogen hat?


    Meine Vermutung: nein, da Gründungszuschuß eine andere Leistung ist als ALG1.

    OK, mit dieser Verfahrensweise wären aber auch teurere Fahrzeuge möglich.

    Beispiel: gebrauchter Audi Q7 Bj. 2006 mit Gebrauchtwert 25.000,- Euro, Kauf mit Finanzierung

    Anzahlung EUR 7.000,-, der Rest mit Ratenzahlung (= Darlehen)

    Ist das so richtig gedacht?