Posts by MrSippi

    Ich habe den kompletten Sachverhalt nochmal mit einem Bekannten besprochen, und dieser meinte daraufhin,
    dass ich dem Sachbearbeiter bei dem Termin, der bald folgen wird, auf keinen Fall mitteilen darf, dass ich krank
    geschrieben bin, weil sonst das ALG1 sofort eingestellt wird." Ist das so richtig?

    Wenn ich dem Sachbearbeiter der AfA beim Termin nun mitteile, dass ich einen Rentenantrag gestellt habe, muss die AfA ja - folgt man nun Deinen Ausführungen - das Ergebnis dieses Antrages abwarten.
    Muss die AfA bis dahin auf jeden Fall das ALG1 weiter zahlen, OHNE, dass ich mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stelle? Oder muss ich mich dem Arbetismarkt so oder so zur Verfügung stellen?


    Stellst du den Rentenantrag nicht, dann hat dein Bekannter recht. Wenn du für die AfA nicht
    unter die Nahtlosigkeit fällst, musst du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung
    stehen. Wirst du weiter krank geschrieben, stehst du nicht mehr zur
    Verfügung und das ALG1 wird eingestellt.
    Stellst du den Rentenantrag, wirst du sozusagen nur bei der AfA geparkt, bis die Rentenversicherung entschieden hat und musst in der Zeit der Vermittlung nicht zur Verfügung stehen.
    Die AfA muss dann solange weiterzahlen, bis dein ALG1-Anspruch ausgeschöpft ist oder die Rentenversicherung entschieden hat.

    Ob du einen Ablehnungsbescheid bekommst oder warum der nicht gleich dabei war, kann ich dir nicht sagen. Aber es gibt ja nur 2 Möglichkeiten.
    1. sie zahlen weiter, dann musst du dich auch der Vermittlung zur Verfügung stellen. Allerdings wirst du ja auch weiterhin krank geschrieben, von daher denke ich, dass es früher oder später sowieso eingestellt wird.
    oder
    2. sie stellen sofort ein, dann musst du ALG2 beantragen.


    Und sollte ein Ablehnungsbescheid zum ALG1 kommen, hätte ein Widerspruch und somit auch die Anfechtung
    gegen das Gutachten des Ärztlichen Dienstes eine aufschiebende Wirkung (jetzt mal abgesehen vom EMR-Antrag)?

    Weiss ich nicht, glaube aber, dass er keine aufschiebende Wirkung hat. Also müsstest du auch in diesem Falle ALG2 beantragen.


    Um dem Ganzen aus dem Weg zu gehen, musst du also den Rentenantrag stellen. Wie willst du in Ruhe gesund werden, wenn du den finanziellen Druck und die Ungewissheit im Rücken hast, ganz besonders, wenn Baby demnächst kommt?




    Allerdings. Ich habe mir mal einen kompletten Antrag als PDF-Paket herunter geladen. Ich habe dann nach den ersten gefühlten
    237 Seiten meine Adobe Reader geschlossen

    Als meine Erkrankung immer länger dauerte, habe ich mich beim VdK angemeldet. Als dann die Aussteuerung immer näher rückte, habe ich dort mit einem Berater den Rentenantrag gestellt. Er fragte nur einige Daten ab und trug sie ins Formular ein. Das hat max. eine halbe Stunde gedauert. Ich bekam eine Bestätigung in die Hand gedrückt und er schickte das Zeug dann an die Rentenversicherung weiter. Das war's. Später bekam ich dann von der DRV genau die Formulare zugeschickt, die für den Antrag noch fehlten. Also, alles sehr viel einfacher, als wenn man es selber macht.



    Wer sich so etwas ausdenkt, der gehört meiner Meinung nach sowieso auf den Scheiterhaufen.

    Naja, ich denke, das hat schon alles seinen Sinn. Nur, man hat ja keine Ahnung von dem ganzen System. Und wenn man dann so plötzlich drin ist, steht man erstmal wie ein Ochs vorm Berg. Wenn da keiner da ist, der einen ein bisschen führt und Wege aufzeigt, wird es übel.





    Aber ich denke, die KK hilft Dir nur, wenn es darum geht, möglichst wenig Kohle abdrücken zu müssen, das stelle ich leider immer wieder fest. Müssen sie für Dich zahlen, gehen sie mit Dir um wie Scheiße an den Schuhen.

    Wie gesagt, meine Erfahrungen sind da anders. Sie waren hilfbereit und haben mir sehr geholfen. Und gerade, weil sie ja gerne Kohle zurückhaben wollen, fordern sie normalerweise von sich aus zu einem Rentenantrag auf.

    Wir reden jetzt aber beide vom selben Ablehnungsbescheid, oder?! Ich meine in dem Fall den Ablehnungsbescheid bzgl. ALG1, NICHT der EM-Rente. Sind wir da soweit konform?

    Ups, nein, ich meinte die EMR. Diese Nahtlosigkeitssache hatte ich nicht in Anspruch genommen, sondern hab mit reduzierter Arbeitszeit wieder angefangen zu arbeiten.


    Ok, den Antrag auf EM-Rente werde ich dann auf jeden Fall stellen und schnellstmöglich losschicken.

    Das ist ein ziemlicher Stapel Formulare. Evtl. reicht Hauptantrag schon mal losschicken und den Rest nachreichen.



    Mich haben sie auch nicht angerufen. Das lag aber auch eher daran, dass ich denen untersagt habe, bei mir anzurufen, weil
    sie es anfangs auch getan hatten und das ziemlich nervig war.

    Ja, erst fand ich das auch nervig (vor allem, als die mir dann auch noch ein Angebot für eine Sterbeversicherung zuschickten =O ), aber letztendlich haben sie doch geholfen. Wer kennt sich in dem weiten Gebiet schon aus?

    Nunja, ich sehe mich so oder so nicht mehr in der Lage dazu, diesen Job weiter auszuüben, weil genau dieser
    es war, der mich so kaputt und krank gemacht hat.

    Ja dann.... Aber da weiss ich nicht, ob eine Eigenkündigung andere Konsequenzen hätte.


    Wenn du den Antrag, am besten mit einem Berater der Rentenversicherung oder mit dem VdK, gestellt hast, bekommst du eine Bestätigung. Diese kannst du einreichen.




    Oder bis zum Ablehnungsbescheid warten (sollte dieser überhaupt kommen)?

    Der kommt bestimmt, aber das kann dauern. Mein Ablehnungsbescheid kam nach 6 Monaten, dann Widerspruch und nach weiteren satten 22 Monaten kam dann der Bewilligungsbescheid.


    Was du auf keinen Fall machen darfst, ist abwarten und nur reagieren. Du must agieren. Krankheit ist nicht planbar und man muss gewappnet sein. Deshalb verstehe ich auch nicht, dass die Krankenkasse dich hat durchlaufen lassen, bis du ausgesteuert wirst. Als ich in der Situation war, haben die mich sogar zu Hause angerufen und mir Tipps gegeben.

    So ganz steige ich da immer noch nicht durch!

    Ich auch nicht. Hoffentlich gibt es hier noch jemanden, der das besser weiss. Ich weiss aber, dass es mit dieser Nahtlosigkeitsregelung nicht selten Ärger gibt. Vielleicht behandeln sie dich jetzt, als wärst du erwerbsfähig, allerdings nicht in deinem jetzigen Beruf?



    Wäre es denn dann nicht besser für mich - aus finanzieller Sicht - , wenn mein Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis beenden, also nicht fortsetzen würde, mit der Begründung, dass er nicht absehen kann, wie lange ich noch krank geschrieben bin?! Dann wäre ich ja so gesehen wirklich arbeitsuchend und würde dann das ALG1 weiter bekommen, oder?!

    Nein, eine Kündigung ist niemals besser und auch da würde dein ALG1-Anspruch doch irgendwann enden.


    Was genau müsste ich jetzt bestenfalls tun, um das ALG1 weiter zu erhalten?

    Wie ich oben schon schrieb. Schnellstens die Erwerbsminderungsrente beantragen. Dann (während der Bearbeitung) gilt auch wieder die Nahtlosigkeitsregelung.die Füsse

    Und daher erhalte ich auch das ALG1, was ich NICHT erhalten würde, wenn ich ERWERBSunfähig wäre.

    Genau das verstehe ich andersrum. ALG1 über Nahtlosigkeitsregelung bekommt man, wenn für mehr als 6 Monate von einem Leistungsvermögen von unter 15 Stunden wöchentlich auszugehen ist. Der äD aber ist der Meinung, dass du aktuell erwerbsfähig bist, also müsste das ALG1 auch eingestellt und du ans Jobcenter weitergereicht werden .


    Gegen das Gutachten kannst du keinen Widerspruch einlegen. Also musst du nun auf den Aufhebungsbescheid warten und diesem widersprechen.




    Ich habe mir im Grunde selbst als Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres wieder "gesund" zu werden, so dass ich mit Beginn des nächsten Jahres 2017 wieder in Arbeit stehen möchte.

    Würde ich der AfA nicht auf die Nase binden, zumal das ja auch noch ungelegte Eier sind.





    Wenn ich mich mit meinem Arbeitgeber so einigen würde, und er dieses Antwortschreiben entsprechend auch so ausfüllt, dass er mich ab dem 01.01.17 wieder weiter beschäftigen kann,


    M.E. muss er nur eintragen, dass das Arbeitsverhältnis bestehen bleibt.
    Das wie und wann könnt ihr doch gar nicht eintragen aufgrund der Krankschreibungen.


    Normalerweise wird man bei einer länger andauernden Krankschreibung irgendwann von der Krankenkasse aufgefordert, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Ist das bei dir nicht passiert?
    Das solltest du auf alle Fälle jetzt selbst in die Hand nehmen. Die Bearbeitung eines solchen Antrags kann ziemlich lange dauern. Solltest du nächstes Jahr wieder fit sein, kann man den ja wieder zurückziehen. Unterstützung findest du in deiner Situation auch beim VdK. Die haben überall Leute sitzen und es kostet nur einen geringen Jahresbeitrag

    Voraussetzung für diese Nahtlosigkeit ist, dass man wegen einer mehr als 6-monatigen Minderung seiner Leistungsfähigkeit nicht in der Lage ist, versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigungen unter üblichen Arbeitsmarktbedingungen auszuüben = erwerbsunfähig. Laut äD bist du aber aktuell vollschichtig erwerbsfähig, nur eben arbeitsunfähig = vorübergehend krankgeschrieben. Das wird der Knackpunkt sein.
    Dagegen musst du nun angehen. Wie lange geht dein Bewilligungsbescheid?

    Bei dir läuft gerade die sogenannte Nahtlosigkeitsregelung nach Aussteuerung durch die Krankenkasse. Normalerweise bekommt man kein ALG1, wenn man dem Arbeitsmarkt wegen Krankheit nicht zur Verfügung steht. Deshalb wird bei dieser Nahtlosigkeitsregelung, vereinfacht ausgedrückt ein gesundheitliches Leistungsvermögen fingiert, um überhaupt ALG1 beziehen zu können. Normalerweise hättest du längst einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen müssen und über die Nahtlosigkeitsregelung hättest du so die Zeit bis zur Entscheidung der Rentenversicherung überbrücken können.


    Hier mal etwas Lesestoff:
    https://rechtsanwalt-und-sozia…eitsregelung-145-sgb-iii/

    b) gab es dafür gar keinen Grund, da die Person davon ausging, dass das Vorlegen der Unterlagen funktioniert und ausreichend ist.

    Klar, davon muss man ja auch ausgehen, wenn sie damals so gar nichts nichts mehr nach dem angeblichem Einreichen gehört hat, geschweige denn irgendwas verrechnet wurde.

    In einer WG gelten die Angemessenheitsgrenzen für 1 Person, wird dann nur eng, wenn sie euch die WG irgendwann nicht mehr abnehmen.
    Wenn du in einen anderen Landkreis ziehst und keinerlei Kosten für den Umzug brauchst, brauchst du keine Genehmigung. Kostenübernahme für eine neue Wohnung musst du dann beim neuen JC beantragen.


    Das man aber erstmal eine andere Wohnung haben möchte, wird nicht verstanden oder?

    Nein, das wird hier niemand verstehen. Das versteht nur jemand, der den Sinn von ALG2 nicht verstanden und sich im Sozialsystem eingemuggelt hat.
    Wohnst bereits einige Jahre in der Wohnung und diese wurde schon damals vom JC bewilligt. Scheint also kein vorrübergehender Zustand zu sein.


    Wir benötigen unbedingt einen Neuanfang, sodass wir Fuß fassen können und einer
    Arbeit nachgehen können. Hier ist dies leider nicht möglich.

    Blablabla. Ihr hattet lange genug Zeit, euch Jobs an irgendwelchen Wunschorten zu suchen.

    Deine Antwort ist nicht korrekt.
    Die Frau ist nicht leistungsfähig und kann bestimmt auch nicht gezwungen werden, arbeiten zu gehen, um ihrem Ehemann Unterhalt zu zahlen.
    Das ist aber etwas anderes als deine Aussage mit Hinweis auf § 43 Abs. 1 Satz 2 SGB XII und deiner daraus folgenden Interpreation, die Ehefrau sei nicht zu Unterhalt verpflichtet.
    Wie wäre es denn deiner Meinung nach, wenn der Mann Grundsicherung beantragt und die getrennt lebende Gattin einen gut dotierten Job hätte?

    Lass einfach gut sein. Du willst etwas, also halte dich an die Regeln, anstatt weiter durch konsequente Kleinschreibung zu provozieren.
    Duzen ist in Foren normal, PN bedeutet Privatnachricht und das heller geschriebene geht nicht an dich, sondern steht unter jedem Beitrag von Turtle 1972, nennt man Fussnote.

    Kein Wunder, dass Deutschland so asozial geworden ist. Mit so einer Einstellung und Behandlung....

    Tja, das ist so eine Sache mit der Einstellung. Es gab mal Zeiten, da kam kein Mensch auf die Idee, sein Leben mit Sozialleistungen zu planen. Ob es mal hier 3 Monate Urlaub sind oder da die erste eigene Wohnung usw. Da war es ganz normal, dass man seinen Arsch selbst hochkriegen musste und eine Sozialleistung nur in Anspruch nahm, wenn man sie wirklich brauchte. Diese selbstverständliche Abgreifmentalität gibt es m.E. erst seit Hartz4, leider mit stetig steigender Tendenz.

    Du bekommst nicht mal teilweise Bafög, weil dein Vater zuviel verdient. Der speist dich erst mit 150 Euro ab und stellt dann selbst diese noch ein und du möchtest deinen dir zustehenden Unterhalt nicht einklagen? Das muss man nicht verstehen.