Posts by Birgit63

    Ne ich zerreiße dich ganz bestimmt nicht in der Luft. Ich stimme dir voll und ganz zu. Immer heißt es nur wieviel darf ich dazu verdienen, damit ich noch Hartz IV bekomme. Wir sind auch zwei Verdiener, haben eine 25-jährige Tochter, die gerade ihre 2. Ausbildung beendet. Mein Mann arbeitet in der Altenpflege als ungelernte Kraft und bekommt bei Vollzeit knapp 1000,00 Euro ausgezahlt (allerdings hat er die schlechte Lohnsteuerklasse). Er war auch schon oft arbeitslos. Als unsere Tochter geboren wurde, bin ich schnell wieder arbeiten gegangen, weil mein Mann zu wenig verdient hat. Unsere Tochter habe ich tagsüber zur Oma gebracht. Das gibt es bei den Hartz IV Empfängern gar nicht. Da heißt es: "Ja ich habe das Recht auf Staatskosten 3 Jahre zu Hause zu bleiben". Mein Mann war in den 25 Jahren auch 3 x arbeitslos. Trotzdem hat er jeden Job, den er bekommen hat, genommen. Ohne zu fragen, ob er dafür qualifiziert war oder nicht. Egal wie wenig er verdient hat (er hat sogar schon weniger verdient als jetzt). Hauptsache Arbeit und wenn ich dann im Forum lese, dafür habe ich meinen Beruf nicht gelernt. Mein Mann ist gelernter Großhandelskaufmann. Wir haben es auch nicht immer leicht gehabt und trotzdem immer wieder geschafft. Wir haben unserer Tochter gegenüber ein gutes Gewissen.

    Meiner Meinung nach wird es den Hartz IV Empfängern zu leicht gemacht. Die wissen aber auch genau, welche Rechte sie haben. Bei manchen hat man das Gefühl, die haben Hartz IV studiert.

    Es gibt aber auch welche, denen es nicht gut geht dabei. So ist es ja nicht. Die haben ein schlechtes Gewissen. Aber ich gehe davon aus, dass sind nur wenige.

    Wieso sollte sie Geld vom Staat bekommen? Es geht euch doch super gut. Besser als den meisten in eurem Alter und eurer Situation. Du bist ihr gegenüber, auch wenn ihr nicht verheiratet seid, durch die Kinder unterhaltspflichtig. Daher gibt es keinen Cent. Du verdienst doch super gut.

    Nein, dein Mann ist dir ja auch unterhaltspflichtig. Bei 3.000 Euro netto ist er sehr gut in der Lage, dir und den Kindern Unterhalt zu zahlen. Zusammen mit dem Kindergeld reicht das ja wohl aus.

    Das ist ja wohl das Letzte. Man kann ja von dem Verlobten nicht alles erwarten. Was ist das für eine Aussage. Ich gehe trotz Kind seit 30 Jahren fast ununterbrochen (bis auf 8 Monate Erziehungszeit) arbeiten und soll mit meinen Steuergeldern deiner Tochter die Hochzeit finanzieren? Das kann man mir zumuten? Ist ja toll. Wahrscheinlich hat deine Tochter mit ihren 25 Jahren auch noch keine müde Mark an Steuern gezahlt. Feiern muss man sich leisten können. Habe vor 26 Jahren auch meine Hochzeit mit 11 Personen gefeiert, weil ich mir was anderes nicht leisten konnte. Auf die Idee, mir die Hochzeit vom Staat sponsern zu lassen, bin ich gar nicht gekommen. Trotzdem war meine Hochzeit schön.

    Dieses Konstrukt verstehe ich auch nicht und finde es OK, dass das Amt die halbe Miete nicht zahlt. Wenn die Mutter so eine tolle Mutter ist, dann soll sie doch sehen, dass sie eine besser geschnittene Wohnung bekommt, in der die Kinder ihren Freiraum haben. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich die Freundin ihre halbe Wohnung vom Staat bezahlen lassen möchte, weil sie ja eben mal das Kind ihrer Freundin aufgenommen hat. Ich glaube auch kaum, dass das Jugendamt so etwas gut findet. Irgendwas stimmt da nicht.

    Das darf ja wohl nicht wahr sein. Bei 2.250 Euro für 5 Personen überhaupt auf den Gedanken zu kommen, dass man noch was vom Staat dazu bekommt, ist schon dreist. Mit Hartz IV bewegt man sich am Existenzminimum. Das kann man bei euch ja wohl nicht sagen. Mal für 3 Monate den Gürtel etwas enger zu schnallen, muss ja wohl möglich sein. Außerdem weiß man ja, dass in der Baubranche jedes Jahr "Schlechtwetter" ist, da kann man ja wohl die anderen Monate schon mal was auf die Hohe Kante packen, um diese Zeit zu überstehen. Dein Mann verdient wirklich überdurchschnittlich gut. Mein Mann und ich gehen beide Vollzeit arbeiten und haben zusammen netto nicht so viel wie dein Mann als Kurzarbeitergeld bekommt. Wir bekommen auch nix vom Staat und wollen auch nix.

    Super Kanzikatze, endlich mal jemand der meine Meinung teilt. Meine Mama hat 5 Kinder großgezogen und so lange ich denke, nebenbei auch noch gearbeitet. Sie war zwar nicht alleinerziehend. Mein Papa hat auch gearbeitet. Trotzdem hat das Geld, was mein Papa verdient hat nicht gereicht. Auf die Idee zum Amt zu rennen und zusätzlich was zu beantragen, wäre meine Mama nie gekommen. Gut, damals gab es sowas glaube ich auch gar nicht. Aber auch in der heutigen Zeit würde sie sowas niemals tun. Auch ich selbst habe sowas nie getan, obwohl mein Mann auch schon des Öfteren arbeitslos war. Im Gegenteil, wir haben dann, ich arbeite allerdings auch, noch Kataloge, Zeitungen und Prospekte ausgetragen, damit es reichte. Hier liest man immer nur: "Was steht mir zu" und "die 5 Euro können die Politiker gleich behalten". Für mich sind 5 Euro immer noch viel Geld.

    Führungszeugnis


    Also mir ist bekannt, dass man ein Führungszeugnis nur braucht, wenn man eine Arbeit aufnimmt. Bei uns war das so, dass vor Freude über die neue Arbeit, die 13,00 Euro überhaupt nicht erwähnenswert waren bzw. wir sie sehr gerne gezahlt haben. Auf die Idee, dass wir uns diese zurück holen können, sind wir gar nicht gekommen.

    Also ich versteh dich nicht. Meine Schwester hatte 4 Kinder. Mein Schwager war Alleinverdiener. Die konnten sich keine größere Wohnung leisten. Sie leben heute noch (die Kinder sind fast alle aus dem Haus) in der 3-Zimmer-Wohung. Die kamen gar nicht auf die Idee, dass ihnen was anderes "zustehen" könnte. Wie ich das Wort "zustehen" hasse. Unsereiner geht arbeiten und leistet sich nur das, was eben drin ist. Hier heißt es immer wieder, das "steht uns aber zu". Wie heißt das Sprichwort: "Ohne Fleiß kein Preis".

    Oh, dann war meine Schwester mit 5 Kindern immer alleinerziehend. Mein Schwager hat nämlich auch den ganzen Tag gearbeitet und sie hat sich um ihre Kinder gekümmert. Ist doch totaler Schwachsinn. Alleinerziehend bedeutet, dass sich Mutter oder auch Vater TAG UND NACHT und AM WOCHENENDE alleine um die Kinder oder um das Kind kümmern.

    Wieso zieht ihr dann nicht an den Ort, an dem du arbeitest? Dann hast du die Fahrerei nicht mehr, weniger Spritzkosten oder du meldest das Auto ganz ab und deine Freundin kann sich dort auch einen Job suchen. So spart ihr auch eine Menge Geld (Sprit, KFZ-Versicherung usw.) Wenn man sich das Dorfleben nicht leisten kann, weil die Arbeit zu weit weg ist, muss man eben zur Arbeit hinziehen. Es kann nicht sein, dass der Staat alles finanzieren soll. Mein Mann musste auch schon eine Fahrtzeit von täglich fast 4 Std. (insgesamt hin und zurück) in Kauf nehmen. Da dass auf Dauer nicht ging, mussten wir auch umziehen.