Posts by Casaking

    Typisch ARGE


    Also als meine Mutter 2008 gestorben ist, hatte mir mein Sachbearbeiter verständnisvoll drei Monte Zeit gegeben, um alles in meiner neuen Situation auf die Reihe zu bekommen. Ich musste mich nicht bewerben oder anderen Mist für das Amt tun und selbst wenn, hätte ich es damals nicht getan.
    Ich finde es dreist und unverschähmt zu sagen: Jeder hat sein Säcklein zu tragen, das ist kein Grund sich nicht zu bewerben!
    Solche Aussagen sind glatter Dreck und zeigen einmal mehr, wie bei dieser Behörde über uns Hilfeempfänger gedacht wird.
    Arbeit, Arbeit, Arbeit.... interessierte diese Papiergötter eigentlich nur das eine? Denken die nicht einmal daran, das hinter jeder Kundennummer ein Mensch steht, der ein persönliches Schicksal hat, auf das man vielleicht mal Rücksicht nehmen sollte?

    Mich würde mal interessieren, warum es zusätzliches Geld für die situationsbedingte Ernährung von schwangeren Frauen erst ab der 12 SSW gibt.
    Wenn ich schwanger bin, bin ich schwanger und ich muss so früh wie möglich doch meine Ernährung zu Gunsten meiner Gesundheit und der Gesundheit des Babys ändern.

    Übrigens: Ich bin noch nicht schwanger. Das ist nur eine Frage, die mich interessierte.

    Ja Bildungsgutscheine sind Kannleistungen aber kein Muss von Seite der ARGE. Tut mir leid für dich :( Ich kann deinen Unmut gut verstehen, mir ging es auch schon ähnlich, dass ich in eine bestimmte Maßnahme wollte, weil es mir dort gefallen hat, der Sachfuzzie aber keinen tieferen Sinn für mich darin sah und mir daher die Zuweisung veweigerte.

    Hallo Scheegans,
    ich denke mal du bist das erste Mal ohne Arbeit und wirst jetzt mit dem Prozess knallhart konfrontiert oder?
    Also zu diesem Träger kann ich dir leider nichts sagen, aber ich kann dir nach nun bereis vierjähriger Arbeitslosigkeit einige Ratschläge geben:

    • Merke dir, das Du der Bittsteller bist und der Sachbearbeiterfuzzie das Sagen hat. Klingt hart, aber ist bittere Realität. Also versuche erst garkeine Diskussion mit diesen Menschen über Sinn und Unsinn von irgendwelchen Maßnahmen zu führen, du pisst dir nur ans eigene Bein und riskierst eine SANKTION!!!!!!!
    • Die Eingliederungsvereinbarung wird alle sechs Monate abgeschlossen und ist eine Art von Vertrag. Natürlich ein Vertrag, in dem das JobCenter eindeutig begünstigt wird. Deren einzige Verpflichtung besteht nämlich darin, dir Stellen anzubieten, wenn PASSENDE Stellen verfügbar sind. Du kannst den gängisten Job der Welt haben, aber eine aktive Vermittlungsbemühung in Arbeit findet von der ARGE nur im minimalsten Sinn statt, wenn überhaupt. Du hingegen bist VERPFLICHTET, jeweilig zumutbare Arbeit anzunehmen, die man dir vorschlägt. Die Einschätzung der Zumutbarkeit liegt auch hier allein im Bereich der ARGE. Es ist nicht an dir zu sagen, dass du dich für Das und Jenes nicht berufen fühlst oder nicht für einen Niedriglohn arbeiten möchtest. Traust du dich doch, wird dir das als Unwilligkeit angekreidet und kann mit einer Sanktion bestraft werden.
    • Der Zahn, das du ohne Zeitarbeit, Leiharbeit oder Personalvermittlungen zu einer Beschäftigung kommst, wird dir sehr schnell gezogen werden. Dein Sachbearbeiter wird dir bald mit einen Vermittlungsgutschein in Höhe von 2000€ ankommen, mit denen du dich dann an private Jobvermittler wenden kannst und die verkaufen dich dann eventuell an Zeitarbeitsfirmen und über die wirst du dann zu einen Sklavenlohn angestellt.

    Basisgeld, das ist doch ein Kompliment von der Regierung, denn ich dachte, wir sind die Unterschicht und die liegt ja wohl tiefer als die Basis oder?:D
    Scherz beiseite. Anhand der Tatsache, das sich unserer Politiker damit befassen, einer Sache, die einen Namen hat, einen neuen Namen zu verpassen kann man erkennen, dass sie wohl nicht viel mehr sinnvollere Tätigkeiten haben können. Das ist doch Kinderkacke!
    Sei es drum, dieses Thema hat sich ja wohl eh schon erledigt, da das Kanzleramt den Namen nicht akzeptiert.
    Wohl weil er noch viel zu nett ist und unsereins nicht demütigen tut. Der Name muss so fies und gemein sein, das einen schon beim Gedanken schlecht wird und der kalte Schauer über den Rücken läuft.

    Nach meiner Ausbildung 2006 wurde ich gleich arbeitslos und habe bis Anfang Juli mir mit Weiterbildungen, 1€ Jobs und AGH-E Maßnahmen immer FREIWILLIG Beschäftigungen gesucht um nicht wie blöde in meiner Bude zu hocken und beim TV Programm geistig zu verblöden.
    Meine bewerblichen Anstrengungen beschränkten sich in 90% auf eine Call Center Arbeit, weil ich trotz Ausbildung und Weiterbildungen in Büro und Tourismusbereich keine Chance hätte dort Fuss zufassen.
    Ende Juni dann, trug meine XXXX te Bewerbung Früchte und ein Call Center gab mir eine positive Rückmeldung. Ich könnte ab 2.8.2010 eine Anstellung haben, wenn ich vom 5-30.7.2010 eine Schulung mitmache.

    Ich begann die Schulung, merkte aber spätestens in der 2. Woche, mit Beginn des EDV Moduls, dass ich dieser Arbeit nicht gewachsen sein würde. Weder sah ich mich in der Lage, die kopakten, verschiedenen Programme eingenständig zu bedienen, noch konnte ich mir vorstellen dass meine Psyche, mit der teilweisen, extremen Agressivität und Wut der Kunden am Telefon klarkommt. Ich gab meinen Zweifel auch laut gegenüber den Dozenten und dem Teamleiter kund, in der vegeblichen Hoffnung, sie würden vielleicht so inelligent sein, mich letztlich für untauglich zu befinden und ich würde so ohne Stress nach vier Wochen aufhören können. Nein, ich wurde für tauglich befunden und MUSSTE den AV unterschreiben. Nach Beginn meiner Anstellung am 2.8.2010, trat das ein, was ich bereits geahnt hatte:

    • Ich war absolut und total hilflos und überfordert im Umgang mit der EDV, die es zu bedienen galt. Die Hilfestellung meiner erfahreren Kollegen, bracht rein gar nichts. Wie auch, wenn sich jemand für eine Minute neben dich stellt, dir zwei Sätze sagt und wieder verschwindet um sich um die eigene Arbeit zu kümmern???
    • Wenn ich Kunden am Telefon hatte, die eh schon auf 180 waren, schaffte ich es nicht sie zu beruhigen, indem ich ihnen kompetente Hilfe anbieten konnte, nein, ich machte sie durch meine Inkompetenz noch wütender. Der Wut, hatte ich nichts entgegenzusetzen. Ich besitze nicht die Stärke, den Kunden auf seinen falschen Umgangston hinzuweisen.
    • Neben der Kundenberatung, sollte ich auch noch Produktansprachen machen und wenn möglich verkaufen.... Wenn ich noch nicht mal in der Lage bin die Anfragen der Kunden zu beantworten, wie soll ich dann auch noch das hinbekommen????
    • Zusätzlicher Druck kommt zustande, weil alle Ergbenisse der Gespräche im Computer festgehalten werden und einer persönlichen Auswertung zufließen. Erfüllt man nicht das Mindestmaß, so wird man "gecoacht". Das bedeutet, so hat man mir vertraulich gesagt, dass man deutlich in Worten zu verstehen bekommt, dass wenn man sich nicht mehr Mühe gibt und seine Ergebnisse verbessert, Kosequenzen drohen.

    Warum ich die Schulung nicht abgebrochen habe? Warum ich den AV überhaupt unterschrieben habe? Warum ich nicht einfach kündige?

    Weil der §31SGBII mir in beiden Fällen eine Streichung in Höhe von 30% provezeit.

    • Wer eine Schulung, Eingliederungsmaßnahme, Training... abbricht wird sanktioniert.
    • Wer ein Arbeitsangebot ablehnt (Positives Schulungsergebnis meiner Person wurde ans JobCenter geschickt, eine eigenmächtige Entscheidung die Stelle nicht antreten zu wollen, hätte eine Ablehnung einer Arbeit daher bedeutet) wird sanktioniert.
    • Eingenmächtige Kündigung bzw eine herbeigeführte Küdigung durch fehlhaftes Verhalten wird sanktioniert.

    Wichtige Gründe eine Arbeit, Schulung, Maßnahme.... abzulehnen sind:


    • Betreuung eines Kleinkindes unter 3 Jahren
    • Pflege eines pflegebedürftigen Menschen, wenn Pflege nicht anders gewährleistet werden kann
    • der NACHWEIS über eine psychische oder pysische Ungeeignetheit für die Tätigkeit.

    Jetzt sehe ich klarer und weiss, dass der §31 SGB II praktisch ZWANGSARBEIT möglich macht und man sich nur schwer davor drücken, oder wenn man drinnen steckt, befreien kann. Ich weiss nur eines, dass wenn es mir gelungen ist, mich daraus zu befreien, ich so schnell keinen Arbeitsvertrag mehr unterzeichnen werde!!!

    Ich habe mir gerade das Video angesehen, in dem die zweifache Mutter als geistig behindert eingestuft wird, nachdem sie den Test bei der ARGE gemacht hat und in einer Behindertenwerkstatt arbeiten soll. Wäre das nicht so traurig und wäre nicht das Faktum vorhanden, dass dieses Mittel nur dem Zweck dient die Statistik zu schönen, könnte man sich köstlich amüsiren.
    Ich habe heute einen Brief ans JobCenter Neukölln abgeschickt, wo ich freiwillig zum Psychologischen/Medizinischen Dienst will, weil es wohl der einzige Weg ist, meine psychische Belastung bei der Arbeit im Call Center nachzuweisen und so ohne Sperre die Arbeit zu kündigen.

    Wer weiß, vielleicht gelte ich nach dem Termin als geistig behindert. Ehrlich gesagt, hätte ich damit kein Problem, denn dann bliebe mir das ätzende Bewerbungsprozedere ersparrt. Arbeitsgelegenheiten bei Trägern/Einrichtungen sind aus Erfahrung weitaus angenehmer, weil du zwar was zutun hast, aber kein großer Erwartungsdruck auf dir lastet. Du tust was, leistest deinen Beitrag, bist also nicht faul musst dich aber auch nicht krummbuckeln

    Hallo,
    die Waschmaschien (25 Jahre alte Kiste) von meinen Freund ist letzte Woche in den Elektrohimmel entflohen, hat also den Geist aufgegeben. Er hat jetzt bei der ARGE diese Sache gemeldet und gesagt er braucht eine neue. Dort wies man ihn nur darauf hin, dass das Geld für solche Anschaffungen bereits im Regelsatz vorhanden sein und er sich also selber darum kümmern müsse eine zu besorgen
    Mag sein, dass im Regelsatz 10 oder 15 Euro für Haushaltsgeräte vorgesehen sind, aber wir reden hier nicht über einen Fön oder einen Toaster, sondern über ein Gerät, das locker 200€ selbst im gebrauchten Zustand kostet. Eine Waschmaschiene ist doch wohl ein Gegegenstand, der zur Grundausstattung gehört oder?