Posts by Verdachtschöpfer

    Uuups, ich war vom Jahresverbrauch ausgegangen. Allerdings haben wir dann immer noch die Frage, ob nicht 90 m² anzusetzen sind, wenn da die Zustimmung erteilt worden ist. M. E. zumindest für einen angemessenen Zeitraum, selbst wenn jetzt (oh Wunder) festgestellt werden sollte, dass die Heizkosten unangemessen hoch sind. Warte aber erstmal den Bescheid ab.

    Das Risiko für den Vermieter bleibt immer dasselbe: jemand, der Sozialleistungen bezieht, kann jederzeit auch aus der Hilfe fliegen (z. B. durch Arbeitsaufnahme [Blocked Image: http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/k010.gif] ). Andererseits kann auch jemand mit 5.000 € Nettoeinkommen der Meinung sein, dass er die Kohle sinnvoller verbraten kann, als sie dem Vermieter in den Hals zu werfen. ;)

    Ganz wichtig für Dich als Vermieter ist aber vor allem: Du hast einen Mietvertrag mit Deinem Mieter, nicht mit dem Sozialamt! Auch wenn die eventuell die Miete von den Leistungen direkt an Dich abzweigen. Aber schon das wird schwierig, wenn man an Fälle denkt, die nur ergänzende Leistungen erhalten, weil sie z. B. noch andere (vielleicht sogar schwankende) Einkünfte haben. Dann reicht der Resthilfeanspruch u. U. gar nicht aus, um den Vermieter komplett zu bedienen.

    Auch wenn man eine angemessenen Wohnfläche von ca. 60 m² für 2 Personen zugrunde legt, dürften 14000 kWh noch angemessen sein. Du solltest den Bescheid erstmal abwarten und hier dann die Einzelheiten schildern, damit man die Sache vernünftig beurteilen kann.
    Grundsätzlich halte ich es aber für problematisch, dass man sehenden Auges in hohe Heizkosten steuert, indem man den Umzug in eine so große Wohnung als erforderlich anerkennt. Allerdings seid Ihr damit erstmal fein raus.

    Ich bin natürlich kein Steuerexperte. Allerdings erzielst Du durch die Vermietung zu versteuernde Einnahmen, von denen Du selbstverständlich die Ausgaben (= Zahlung an den Hauseigentümer) absetzen kannst. Es wäre aber z. B. denkbar, dass Du mehr Untermiete einnimmst, als Du für die Wohnfläche selbst an den Hauseigentümer abdrückst. Und dann ist diese Differenz auch nicht doppelt versteuert. Du solltest das jedenfalls bei der Einkommensteuererklärung angeben. Und auch das Sozialamt sieht dann, dass es nicht nur ein Mietverhältnis auf dem Papier ist.

    Grundsätzlich spricht nix dagegen, an Deine Mutter unterzuvermieten. Du solltest aber nach Möglichkeit darauf achten, dass es sich um eine abgeschlossene Wohnung handelt und nicht unbedingt eine Wuchermiete nehmen. ;)
    Natürlich sind die Mieteinnahmen Einkommen. Du solltest also auch nicht vergessen, sie bei der nächsten Einkommensteuererklärung anzugeben.

    Im Zweifel haben die Gemeinden Obdachlosenunterkünfte, wenn keine andere Unterkunftsmöglichkeit besteht, bis eine eigene Wohnung angemietet werden kann. Wegen des Lebensunterhalts müssen sie schnellstmöglich einen Antrag auf Alg 2 stellen. Wenn die dafür erforderlichen Unterlagen vorliegen, kann die Behörde (in der Regel die ARGE) einen Vorschuss auszahlen, wenns brennt. Sofern Du ihnen Geld leihst, bis ggfs. Leistungen erbracht werden, solltest Du das gegen Quittung machen. Du selbst wirst keine Erstattung erhalten, aber Deine Freunde können Dir das Geld ja zurückzahlen, nachdem sie Leistungen erhalten haben oder eigenes Einkommen haben.

    Meist ist es auch möglich, dass die Bank Dir eine Kontoumsatzaufstellung ausdruckt, die der ARGE sicher auch reicht. Je nachdem, wie genervt die Banker durch die Vielzahl von Leuten mit einem ähnlichen Problem wie Deinem sind, fällt ggfs. eine Gebühr an. Die liegt aber weit unter dem, was die für den Nachdruck von "richtigen" Kontoauszügen nehmen.

    Mit der "Alterssicherung" ist wahrscheinlich Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel SGB XII gemeint. Im Prinzip Sozialhilfe, sie heißt für den Personenkreis nur etwas anders. ;)


    Um beurteilen zu können, ob Deine Eltern einen entsprechenden Anspruch haben, müsstest Du etwas mehr über die Einkünfte und das Vermögen erzählen.
    Offenbar ist Vermögen vorhanden, das die entsprechenden Schongrenzen übersteigt. Vielleicht besteht aber auch jetzt schon ein Anspruch auf Mietzuschuss nach dem Wohngeldgesetz (Wohngeld), da das Vermögen dort keine Rolex spielt. Das kann sie bei der Wohngeldstelle ihrer Gemeinde erfragen.

    Quote from suellen;19796

    Hallo:rolleyes:

    Ich möchte mich informieren wieviel man aus selbständiger oder nichtsebständiger Arbeit zur Sozialhilfe zuverdienen kann.


    Am besten soviel, dass der Lebensunterhalt ganz ohne Sozialhilfe sichergestellt werden kann. ;)
    Einkommen ist in § 82 SGB XII geregelt. Bei Erwerbseinkommen hast Du einen Freibetrag von 30 %, der aber auf maximal 50 % des Eckregelsatzes (also derzeit die Hälfte von 351 €) gedeckelt ist. Du hast also bei 3.000 € keinen Freibetrag von 1.000 €, sondern nur 175,50 €. Außerdem wird in der Regel eine Arbeitsmittelpauschale von 5,20 € berücksichtigt und es können Fahrtkosten abgesetzt werden.

    Jetzt mal im Ernst, wenn Du bei Deinem Vater lebst, ist es für gewöhnlich doch etwas anders als in einer Studenten- WG. Im SGB II kommt es für die Höhe des Regelsatzes darauf an, ob Du mit Deinem Vater zusammen eine Bedarfsgemeinschaft bildest (§ 7 SGB II). In der Sozialhilfe nach dem SGB XII seid Ihr aber eine Haushaltsgemeinschaft. Dabei ist Haushaltsvorstand derjenige, der die Generalunkosten der Haushaltsführung trägt. Und dazu gehören außer dem Strom auch die anderen Ausgaben im Zusammenhang mit der Wohnung. Man denke z. B. an Hausratversicherung o. ä. Unerheblich ist dabei, ob Du durch Deinen Vater irgendwie unterstützt wirst.
    Wenn man nicht einwandfrei feststellen kann, wer der Haushaltsvorstand ist, wird normalerweise ein Mischregelsatz gewährt (ergibt sich aus dem Durchschnitt der beiden RS).

    Vielleicht sollte die Widerspruchsbehörde doch anders entscheiden.