Posts by Michel-1

    Was Du machen sollst?

    Na, vor allem mit Deinem Fallamanager/Vermittler sprechen! Du hast eine Anhörung bekommen und damit die Möglichkeit, Deine Sicht der Dinge zu erklären.
    Dafür ist eine Anhörung da.

    Die Mitarbeiter des Jobcenters habe ja keine Glaskugel auf dem Schreibtisch stehen...

    Wenn Du ihnen nichts sagst, können sie auch nicht angemessen darauf reagieren.

    Die zentrale Frage, die Du klären musst, ist - ob es Dir zumutbar ist, wieder bei einem Deiner Elternteile zu wohnen oder nicht.


    Da sich dies offenbar schwierig gestaltet, musst Du an entsprechenden schriftlichen Nachweisen von Ärzten, Psychologen, dem Jugendamt etc. arbeiten und dann nachdrücklich Deinen Antrag beim Jobcenter weiterverfolgen.
    Warum darfst Du nicht auf das Grundstück? Gibt es da eine Verfügung?

    Denn nur wenn das Jobcenter feststellt, dass es Dir nicht zumtbar ist, werden Sie Dir ggfls. eine Wohnung und Deinen Lebensunterhalt finanzieren, während Du an der Aufarbeitung Deiner gesundheitlichen Probleme arbeitest.

    Ich glaube, die Fragestellerin hat sich einfach unglücklich ausgedrückt.

    Offensichtlich geht sie davon aus, dass ihr Freund und Kindesvater nicht von zu Hause ausziehen darf aufgrund der entsprechenden U25-Regelungen.


    Das ist hier aber nicht der Fall.

    Und generell finde ich, eine Berufsausbildung macht langfristig mehr Sinn als jetzt irgendeinen Job anzunehmen. Und nach dem Jahrespraktikum soll ja die Ausbildung folgen.

    Ob die ARGE inzwischen etwas unternommen hat, kannst Du nicht wissen. Du hast zwar den Hinweis gegeben, aber die ARGE wird und darf sich dazu nicht bei Dir zurückmelden und Dir den Stand der Dinge mitteilen.
    Vielleicht haben sich längst Beweise ergeben, vielleicht auch nicht. Was die Leute sich untereinander erzählen, muss auch nicht immer stimmen.

    Also, aus meiner Erfahrung bringen diese Kurzqualifikationen sehr wohl oft was; ein Staplerschein ist bei Arbeitgebern ja durchaus gerne gesehen.
    Auch habe ich immer meine Kunden lieber in Maßnahmen mit Praktikum vermittelt als in reine Theoriemaßnahmen.
    Gute Maßnahmebetreuer mit guten Arbeitgeberkontakten sind ja durchaus nicht selten in der Lage, einen Praktikumsbetrieb zu finden, in dem auch Einstellungschancen bestehen, wenn man sich dort im "echten Arbeitsleben" gut anstellt.
    Wenn man während des Praktikums aber krank wird oder die Maßnahme abbricht, ist es mit einer Einstellung ganz sicher Essig.
    Das sind zumindest meine Erfahrungen.

    Du meldest Dich bei Deinem Fallmanager oder Arbeitsvermittler, trägst vor, dass du aus gesundheitlichen Gründen die vorgeschlagene Stelle nicht ausüben kannst und bittest darum, dass der ärztliche Dienst eingeschaltet wird.


    Allerdings solltest Du dort alle vorhandenen Unterlagen vorlegen. Du wirst auch danach befragt, ob Du durch den rentenversicherungsträger bereits untersucht wurdest und ob ein Rentenantrag gestellt wurde.

    Es gibt also keine Prämie und keinen Orden. Aber: Die Freude im Gesicht des Vermittelten sind für mich immer Belohnung genug gewesen.
    Ganz ohne Ironie!

    Als ARGE-Mitarbeiterin habe ich in den letzten Jahren einige SOWI-Stunden an den weiterführenden Schulen zum Thema "Soziale Sicherung" oder speziell zum SGB II gehalten.
    Vielleicht gibt`s ja auch bei Euch die Möglichkeit dazu?!
    Die Lehrer sind mit dem Thema tatsächlich überfordert und werfen die Begrifflichkeiten oft durcheinander. Ob man ihnen das tatsächlich vorwerfen kann, mag ich nicht beurteilen.
    Interessant war auf jeden Fall das sehr unterschiedliche Interesse an der Hauptschule und am Gmynasium.
    Die Hauptschüler waren sehr realistisch und handfest interessiert, weil "Hartz IV" sie oft sehr unmittelbar betrifft.
    Die Gymnasiasten waren an Details nicht sehr interessiert und haben das Thema eher akademisch und sozialpolitisch diskutiert (Existenzminimum, Menschenwürde, Mindestlohn, bedingungsloses Grundeinkommen usw. usw).
    Und bevor alle auf mich einkloppen: Das war nicht wertend; ich fands nur sehr interessant und letztlich auch bedrückend wie die Kinder da in zwei verschiedenen Welten leben.

    Möglicherweise besteht auch die Möglichkeit, dass anstelle der ARGE die Arbeitsagentur die Umschulung weiter fördert.
    Zumindest in unserer ARGE gibt es dazu Vereinbarungen.