Posts by Idiotenwiese

    Hallo,


    wie du deine Grundsicherung einsetzt, ist erstmal deine Sache (solange du damit über die Runden kommst).

    Mit Blick auf den Vermögensfreibetrag wäre zu klären, ob du Grundsicherung nach dem SGB II oder dem SGB XII bekommst. Der von dir berechnete Vermögensfreibetrag gilt für SGB II-Leistungen (zzgl. eines Freibetrages für notwendige Anschaffungen in Höhe von 750 Euro).


    Lottospielen kannst du ebenfalls. Die Gewinne daraus stellen dann Einkommen dar.

    Ich hoffe, dass ihr ein paar gute Ratschläge habt und bedanke mich schonmal im Voraus!

    Kontakt zum zuständigen Jobcenter suchen und nicht zum Forum.

    Gegebenenfalls auch mit dem Jugendamt sprechen, ob von dort das Gespräch "auf dem kleinen Dienstweg" zwischen den Behörden passieren kann.


    Einen Anspruch auf eine "sofortige" Entscheidung hast du nicht. Die Beschäftigten im Jobcenter müssen sich nicht nur um dein Anliegen kümmern, sondern auch um hunderte andere. Du hast wenige Tage, daher würde ich es auf die sehr freundliche Tour probieren.

    Für die Übernahme der Kosten im Zusammenhang mit einem Wechsel der Wohnung ist zuerst ein entsprechender Umzugsgrund erforderlich. Der Grund kann natürlich in der Behinderung liegen, z. B. die Notwendigkeit zum Wechsel in eine barrierefreie Wohnung. Dies muss ärztlich bestätigt werden. Die ärztliche Bescheinigung sollte dahingehend auch deutlich sein. "Barrierefrei" bedeutet nicht zwingend, dass eine Wohnung auch uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar ist. Sofern also eine rollstuhlgerechte Wohnung erforderlich ist, sollte das auch so bescheinigt werden.


    Die Erforderlichkeit eines Wohnungswechsels bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass auch ein Umzug durch das gesamte Bundesgebiet erforderlich ist. Gibt es also geeignete Wohnungen in der näheren Umgebung, muss das Jobcenter natürlich nicht die Umzugskosten für hunderte Kilometer übernehmen. Sofern es weitere, gewichtige Gründe für einen Umzug in eine bestimmte Stadt gibt (z. B. eine bessere Betreuungssituation durch Verwandte) sollten die auch genannt werden.


    Die aufnehmende Stadt müsste bescheinigen, dass die Kosten für die neue Wohnung angemessen sind. Hierbei ist ggf. auch ein größerer Flächenbedarf für eine rollstuhlgeeignete Wohnung zu betrachten. Sofern eine Kaution anfällt, ist auch die neue Stadt hierfür zuständig.


    Die Behörde deines bisherigen Wohnortes wäre zuständig für die Umzugskosten, die notwendig sind. Hierzu kann auch die Kostenübernahme für ein Umzugsunternehmen zählen, sofern behinderungsbedingt nicht selbst leistbar.


    Was du unter "Krankentransport" verstehst, weiß ich leider nicht. In der Regel bewegen sich Menschen selbstständig von A nach B, auch mit Behinderung. Falls jemand zum Arzt oder ins Krankenhaus muss und dazu gesundheitlich nicht in der Lage ist, übernimmt die Krankenkasse die Finanzierung des Transports.

    Wie kann ich denen begreiflich machen, dass ich mich da nur gezwungenermaßen beworben habe und kein Interesse an einem erneuten Callcenterjob habe, ohne dass mir das als unvorteilhafte Bewerbung ausgelegt werden kann ?

    Weiß die Arbeitsagentur, dass du für die Tätigkeit im Callcenter gesundheitlich nicht geeignet ist? Zum Beispiel belegt durch ein ärztliches Attest?

    Falls die Information dort nicht vorliegt, wäre es unter Umständen hilfreich, dahingehend das Gespräch zu suchen. Kann auch dazu führen, dass die Vermittlungsvorschläge in Zukunft passender sind...


    Jegliche Jobablehnung ggü. dem Zeitarbeitsunternehmen kann als Information bei der Arbeitsagentur landen und eine Sperrzeit auslösen, wenn kein wichtiger Grund nachgewiesen wird.

    Ohne den Berechnungsbogen zu sehen, spekuliere ich einfach mal:
    Der Bedarf des Kindes ist gedeckt und das überschüssige Kindergeld wird deiner Frau (als kindergeldberechtigter Person) zugerechnet.

    Einkommensanrechnung im SGB II:


    Ebenfalls keine Berücksichtigung des Ausbildungsgeld als zweckbestimmte Einnahme im Sinne des § 11a Abs. 3 Satz 1 SGB II.
    Anrechnung des Werkstatteinkommens als Erwerbseinkommen aus nicht selbstständiger Arbeit, dann gilt ein Freibetrag von 128 € (100 € Grundfreibetrag sowie 20% des Diffezentbetrages von 140 € = 28 €), anzurechnen wären 112 €.


    Mehrbedarfe nach § 21 Abs. 4 SGB II (falls Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 49 SGB IX oder Eingliederungshilfe nach § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 SGB XII gewährt wird) in Höhe von 35%
    Mehrbedarf nach § 23 Abs. 4 SGB II (Volle Erwerbsminderung und Merkzeichen G muss vorliegen) in Höhe von 17%


    Bei Fehlern einfach korrigieren :)

    Mögliche Mehrbedarfe für Menschen mit Behinderung im SGB XII (§30 SGB XII):


    a) Beim Anerkennung des Merkzeichens G und dem Vorliegen der Erwerbsunfähigkeit ein Mehrbedarf von 17% (dies aber aufgrund der Rechtsauffassung des Bundesministeriums erst im Arbeitsbereich einer Werkstatt)


    b) Wenn gleichzeitig Eingliederungshilfe nach § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 SGB XII gewährt wird ein Mehrbedarf von 35%

    Starten wir einfach mal mit dem SGB XII. Wir haben hier sicherlich Experten, die mich bei Fehlern korrigieren können ;)


    Ich gehe davon aus, dass ein Ausbildungsgeld nach der Vorschrift des § 122 Abs. 1 Nr. 3 SGB III (i. V. m. § 125 SGB III) gewährt wird.
    Als zweckbestimmte Einnahme i. S. d. § 83 SGB XII ist es damit nicht als Einkommen zu berücksichtigen (BSG, Urteile vom 23. März 2010, B 8 SO 15/08 R und B 8 SO 17/09 R).


    Das Werkstatteinkommen ist um ein Achtel des Betrages der Regelbedarfsstufe zu bereinigen (416 €/8 = 53 €).
    Darüberhinaus sind 50% des übersteigenden Differenzbetrages (240 € - 52 € = 188 €, davon 50% = 94 €) nicht anzurechnen.


    Anzurechnen wären als Einkommen im SGB XII also 93 € (240 € - 53 € - 94 €).

    Zu den offenen Fragen:


    2. Kontrolliert wird, ob Ihr eine Wohngemeinschaft seid (es wird zusammen gewohnt) oder eine Wohn-und Wirtschaftsgemeinschaft/Einstandsgemeinschaft (es wird zusammen gelebt). In der Regel wohnt man in einer WG gemeinsam, hat aber seinen eigenen Lebensbereich.


    3. + 4. Du musst den Außendienst weder in deine Räume, noch in die Räume deines Mitbewohners/deiner Mitbewohnerin lassen (letzteres würde dir auch nicht zustehen). Auch bist du nicht verpflichtet, irgendwelche Schränke zu öffnen. Den Besuch darfst du jederzeit beenden (es ist deine Wohnung).


    5. In einer Wohngemeinschaft hat man in der Regel keinen gemeinsamen Haushalt, sondern Lebensmittel zum Beispiel getrennt. Alternativ kauft jemand für beide ein und man teilt sich die Kosten. Das sollte man aber schon glaubhaft darlegen können. Letztendlich sind die finanziellen Leistungen so knapp bemessen, dass du deinen Mitbewohner/deine Mitbewohnerin nicht versorgen wirst können. Allein deshalb sollte man Einkäufe genau zuordnen können.


    6. Damit wird gemeint sein, ob vereinbart ist, was jeder in die WG eingebracht hat. Eine WG ist "zusammenleben auf Zeit" - wenn jemand die WG verlässt, nimmt diese Person natürlich auch die eigenen Möbel mit.


    Wie schaut denn der Mietvertrag aus? Ist dort eine Wohngemeinschaft zulässig? Steht Ihr beide im Mietvertrag, ist jemand "Untermieter" oder seid Ihr gleichzeitig eingezogen?

    Edit: Ich habe schon von einigen Autisten gehört die in sinnlose Maßnahmen gesteckt wurden oder Werkstätten für behinderte Menschen, die aber wiederum völlig kontraproduktiv bei Autismus sind.


    Da ich nicht davon ausgehen kann dass meine Reha-Beraterin eine Spezialistin für Autismus sein wird, habe ich vor selbst tätig zu werden um solche unnötigen und kontraproduktiven Maßnahmen schon im Vorhinein möglichst auszuschließen und dagegen vorzugehen.


    Wie sinnvoll ist es, Energie in Abwehrstrategien gegen Möglichkeiten zu investieren, von denen du nicht weißt, ob sie überhaupt eintreten?
    Mit den Fragen "Was mache ich gegen sinnlose Maßnahmen?" oder "Was mache ich, wenn man mir den Besuch einer WfbM anrät?" kannst du dich (und uns) auch durchaus beschäftigen, wenn sich diese Fragen konkret (und nicht abstrakt) stellen.


    Zielführender erscheint es mir derzeit, sich damit zu beschäftigen, was du erreichen möchtest. Also welches Berufsfeld, welche Rahmenbedingungen usw...


    Wenn du dich auf dem ersten Arbeitsmarkt siehst und eine IT-Affinität hast, kannst du dir https://auticon.de mal ansehen.
    Das Unternehmen vermittelt IT-Consultants aus dem Autismus Spektrum und gibt lt. eigenen Angaben auch Berufseinsteigern eine Chance.


    Darüberhinaus schätzt der Softwaredienstleister SAP Neurodiversität und hat das Programm "Autism at work" aufgelegt. Unter https://jobs.sap.com kannst du entsprechende Stellenausschreibungen finden. Allerdings setzt SAP in der Regel berufliche Vorerfahrungen voraus.



    Letztendlich hat die Frage, was du im Berufsleben erreichst nicht nur etwas damit zu tun, welche Besonderheiten zu beachten sind und was du brauchst. Es ist nicht zuletzt ausschlaggebend, was du einem möglichen Brötchengeber einbrinst, welche Fähigkeiten und Qualitäten du hast.

    Etwas mehr Struktur (z. B. durch Nummerierung der einzelnen Sachverhalte/Fragen) wäre sehr hilfreich.


    a) Wenn kein Enddatum der angeforderten Kontoauszüge angegeben ist, würde ich davon ausgehen, dass es "bis heute" sein soll. Zur Thematik der Kontoauszüge hat sich das BSG bereits geäußert. Schützenswerte Soll-Buchungen können geschwärzt werde


    b) Die Kopie des Sparvertrages mag im Rahmen der Vermögensprüfung erforderlich sein (Höhe des Freibetrages) oder bei der Klärung der Frage, ob anrechnenbare Zahlungen Dritter geleistet werden (Beispiel: Sparvertrag existiert seit einem Jahr mit einem monatlichen Sparbetrag von 50 €; trotzdem finden sich statt 600 € bereits 1200 € auf dem Konto, weil Omi jeden Monat noch 50 € zusätzlich einzahlt).


    Als Rechtsgrundlage für das Handeln des Jobcenters dienen die §§ 20 f. SGB X.


    Entweder kannst du dich damit beschäftigen, das Verhalten des JC zu hinterfragen und ggf. auch rechtlich dagegen vorzugehen. Ob eine Feststellungsklage dahingehend, dass eine Vorlage der genannten Unterlagen nicht notwendig ist, Aussicht auf Erfolg hat, mag ich nicht beurteilen. Fakt ist, dass dem JC bei der Überprüfung des Leistungsanspruches ein Freiraum zusteht. Lediglich offensichtlich irrelevante Unterlagen, die nichts mit einem Leistungsanspruch zu tun haben können, sind nicht vorzulegen. Das trifft auf die Kontoauszüge sowie den Sparvertrag nicht zu, da u. a. die Bereiche Einkommen und Vermögen tangiert werden.


    Unklar ist mir, ob aktuell bereits Zahlungen an dich erfolgen oder nicht.


    Sofern die Unterlagen aus Sicht der Behörde entscheidungsrelevant sind, werden die begehrten Leistungen irgendwann versagt bzw. die Leistungsgewährung wird eingestellt. Gegen eine solche Entscheidung ist selbstverständlich der Rechtsweg eröffnet (Anfechtungs-/Leistungsklage).


    Ob dich das jetzt weiterbringt, darfst du entscheiden.

    Und ausgleichen tut sich das am Ende der befristeten Tätigkeit auch nicht. Denn, sagen wir mal die Tätigkeit endet Ende Juni, dann kann ich frühestens für den 1. Juli beim Jobcenter Unterstützung beantragen. Die letzte Gehaltsüberweisung (für Juni) war aber bereits Ende Mai. Somit gibt es keine "doppelte" Zahlung (oder zeitlich kurz aufeinander folgend) am Übergang von Tätigkeit zu ALGII.
    Der geforderte Betrag ist also "weg" und muss von mir, trotz Existenzminimum, aufgebracht werden.


    Yamato hatte korrekt auf die Abläufe beim Zuflussprinzip im Falle des Beschäftigungsendes hingewiesen.
    Bei Beendigung zum 30.06. und einem letztmaligen Zufluss zum 31.05. liegt nach dem Zuflussprinzip im Juni kein Einkommen vor.
    Somit besteht trotz Erwerbstätigkeit bereits im Juni ein möglicher Leistungsanspruch und nicht erst ab Juli.

    Der Austausch der Fenster ist zweifellos über die Gemeinschaft zu tragen.


    Anders mag die Frage der Instandhaltung und Reperatur gelagert sein. Die Kostentragungspflicht hierfür kann im Rahmen der Teilungserklärung durchaus auf die einzelnen Eigentümer übergehen. Über die Abgrenzung, bis wann eine Instandhaltung möglich ist und ab wann ein Austausch unumgänglich ist, kann im Zweifel ein Gutachter befinden.

    Also dann ist derzusätzliche Freibetrag von 25% auf 50% erhöht worden bei Arbeit in einer Behindertenwerkstatt.

    Ich kapier das nicht mit der Eingliederungshilfe. Wann genau kommt denn der Freibetrag von 260 Euro zustande ?


    Der Freibetrag wird gewährt, wenn jemand Leistungen der Eingliederungshilfe bezieht und gleichzeitig Erwerbseinkommen hat.


    Die Thematik von Freibeträgen bei steuerfreien Aufwandsentschädigungen hat damit zwingend erstmal nichts zu tun.
    Man kann übrigens aus einem Werkstattplatz für einen Menschen mit Behinderung nicht mal eben ein Ehrenamt machen.