Umgang mit wenig Geld

  • Wir bekommen noch nicht lange ALG II aufstockend... aber muss sagen, ich habe früher mal gut verdient u. habe meine liebe Mühe u. Not mit dem Geld zurecht zu kommen. Deshalb möchte ich auch so schnell wieder möglich raus aus dem Hartz IV u. überlege mir trotz Kleinkind eine Vollzeitstelle anzunehmen.
    Nun muss es aber nicht unbedingt sein, dass ich dann viel mehr Geld in der Tasche habe.
    Deshalb meine Frage:
    wie erlernt man den Umgang mit wenig Geld? Wie erlangt man Zufriedenheit ohne sich dies u. jenes leisten zu können, was (fast) jeder hat?
    Führt Ihr evtl. ein Haushaltsbuch? Wie organisiert Ihr Euch?


    Ich muss leider gestehen, dass ich wirklich Probleme habe mit wenig Geld zu leben. Ein Auto brauche ich auch weiterhin u. sei es auch noch so eine Schrottlaube, denn ohne Auto keine Arbeit, an dieser Stelle kann ich also schon mal nicht sparen...


    Danke für Eure Antworten!!

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  • Ich habe auch lange mit wenig Geld auskommen müssen, hat sich inzwischen Gott sei Dank geändert. Am besten machst Du eine Rechnung auf, was an Fixkosten runter geht jeden Monat und wie viel Dir dann noch übrig bleibt.

    Ich gehe z.B. nur einmal in der Woche oder sogar nur alle 2 Wochen groß einkaufen. Das bringt wirklich was. Wenn man öfter geht, kauft man ja doch immer mal was, was man eigentlich nicht kaufen wollte. Außerdem kaufe ich viele Eigenprodukte, es gibt nur realtiv wenig Sachen, wo ich markentreu bin. In den Eigenprodukten ist oft das gleiche drin wie im Markenprodukt, aber um einiges billiger. Die Tip-Milch von Real z.B. kommt aus dem gleichen Hahn wie die Hansano-Milch. Habe ich selbst gesehen, als ich das Hansano-Werk mal besichtigt habe. Ich gebe dadurch nicht viel mehr für Lebensmittel und Kosmetika aus als ein H4-Empfänger im Regelsatz für diese Dinge zur Verfügung hat.

    Die Sache mit dem Haushaltsbuch ist nicht schlecht. Auf die Art und Weise deckst Du unnötige Ausgaben auf, die sich vermeiden lassen. Durchforste auch mal Deine Versicherungen. Eine Lebensversicherung z.B. kann man beitragsfrei stellen lassen, so daß Du dafür nichts zahlen mußt.

    Es ist allerdings, vielleicht auch durch meine Erfahrungen mit wenig Geld auszukommen, mein Naturell, daß ich eher auf dem Geld sitze als es auszugeben.

  • Ich habe eine private Rentenversicherung. Diese könnte ich vielleicht beitragsfrei setzen lassen. Das wäre schon mal ein Anfang.


    Versicherungen habe ich bisher keine gekündigt, aber ich weiss halt nicht, ob ich mir die Halftpflichtversicherung u. Rechtschutzversicherung weiterhin leisten kann, auch dann nicht, wenn ich Vollzeit arbeiten gehe.


    Es ist leider so, dass es heutzutage immer schwieriger wird gut bezahlte Stellen zu finden u. ich mich vermutlich mit einem geringeren Gehalt als früher zufrieden geben muss, selbst wenn ich Arbeit finde.


    Da wir auf dem Land wohnen geht auch jede Menge Geld für Benzin drauf, da für eine Arbeit schon mal Anfahrtswege von 50 km in Kauf genommen werden müssen.


    Ich wusste früher nicht, welches Glück ich hatte, eine Arbeit um die Ecke u. ein eher guter Verdienst! Habe mich nie für "reich" gehalten, aber nun merke ich, ich hatte es wirklich gut damals ...

  • Wir hängen auch so schön auf ALGII Niveau, trotz Job.
    Da wir ja auch noch unser Haus abbezahlen.
    Ohne die Tilgung haben wir ein paar Euros über ALGII........
    da wir die Tilgung aber weiterhin zahlen sind wir im Grunde um den Tilgungsbetrag unter ALGII Niveau. Zum Glück hat mein Mann noch einen selbstständigen Nebenjob mit dem wir die Lücke schließen können.
    So kommen wir auf das Aufstocker Niveau.

    - Ich arbeite seit jahren mit meinen Tabellen ( Excel)
    in der Tabelle alle Fixkosten die monatlich fällig sind notieren.
    alle seltenen Fixkosten auf den Monat umrechnen (z.B: Autoversicherung im Jahr 600 Euro durch 12 Monate heißt jeden Monat 50 Euro sparen)
    Diese seltenen Fixkostenbeträge monatlich auf ein Sparbuch packen und bei Fälligkeit retour holen. So vermeidet man das einen einzelne hohe Fixsummen ein Loch ins Monatsbudget reißt.
    Vom Einkommen die monatlichen Fixkosten und die anteile der Seltenen Fixkosten abziehen. Jetzt hat man erstmal das freie Einkommen.
    Von dem freien Einkommen sollte noch ein kleiner Sparbetrag weggelegt werden.
    Sinnvoll ist auch ein Kleider und Geschenke Budget einzuplanen.
    Den Rest für alles übrige anfallende verwenden.

    - Dazu ein Haushaltsbuch schreiben in dem alle Zahlungen notiert werden, die NICHT als Fixkosten notiert sind.
    Es reicht grob sortiert in LEbensmittel, Getränke, Hygiene/Putzkram,
    Benzin, Gesundheit, Klamotten, Geschenke, Extras.

    So siehst du erstmal wo das Geld hingeht..... kannst gegensteuern wenn dir ein Posten etwas zu hoch erscheint.

    - das nächste ist Essensplan schreiben. Den am besten mit Angeboten die in rentabler Entfernung sind. Es hat keinen Sinn wegen 50 cent 20km zu fahren... Benzin kostet nämlich auch viel Geld.
    Ich habe hier in akzeptabler Entfernung einen Neukauf und einen Pennymarkt. Neukauf hat jede Woche ganz tolle Fleischangebote. Diese geben mein Grundgerüst vom Essensplan. Also ein paarmal Fleisch in der Woche und dazu nach Möglichkeit günstiges Gemüse oder Salat - was halt grad im Angebot ist. Ist nix im Angebot ist Tiefkühlgemüse eine gute Alternative, genauso auch mal Brechbohnensalat aus der Dose selbst angemacht.
    Wichtig dabei wenn du einen Essensplan erstellt, schreibst du deine Einkaufsliste entsprechend. NImmst nicht mehr Geld mit wie den aufgerundeten Betrag und packst die EC KArte gleich mal weit weg.

    - zu den einzelnen Mahlzeiten. Gutes Essen muß nicht teuer sein.
    hier ist irgendwo ein Thread - mal gucken geh - ne nciht find - ich packe mal meine rein. Zurück zum Thema......
    Es ist eine sehr interessante Erfahrung wenn du dir ausrechnest was einzelne Mahlzeiten kosten. Oft ist billig gedachtes viel teuriger wie erwartet und ein Schnitzel nicht teuriger wie ne Fertigpizza. Es ist wirklich wert das man SEINE Gerichte mal durchrechnet. Jeder kocht anders und hat andere Gewohnheiten oder Vorlieben. Außerdem kommt es auch auf die Personenzahl darauf an.

    - ich kaufe z.B. Markenware wenn dann NUR im Angebot. Ansonsten gibt es von jedem und allem eine meist viel günstigere und genauso leckere noname Alternative.

    - noch ein Punkt zu den Fixkosten.
    Ob es von Vorteil ist die Rentenversicherung ruhen zu lassen ..... nun ja würde ich nicht grad sagen. Eher ist es sinnvoll aus dem Einkommen das meiste rauszuholen.
    Deshalb auch ALLE Fixkosten zu überprüfen
    - brauche ich die ?
    - brauche ich die wirkilch ?
    - gibts das vielleicht nicht günstiger ?
    So habe ich z.B. keine Rechtsschutzversicherung mehr........ 20 Jahre umsonst bezahlt und als ich einen Fall hatte - hätte nur eiin schreiben gebraucht - hieß es - ich sollte das erst zur Überprüfung einschicken :eek: danke auf sowas kann ich verzichten. Seitdem geht es ohne.

    Das Vergleichen ist das Ende des Glücks
    und der Anfang der Unzufriedenheit.

  • Denke das Problem dass wir haben sind nicht zu hohe Kosten für Lebensmittel!!
    Wir kaufen alles bei Aldi, Lidl & co u. nur ganz selten frisches Fleisch aus dem Angebot !
    Bei uns ist der Pleitegeier eingezogen seit wir in der Elternzeit umgezogen sind. Ich hatte da auch nur rund 1000 Euro zur Verfügung. Komischerweise kam ich mit dem Geld aus als ich noch in meiner alten Wohnung gewohnt habe! Wir sind dann in eine vermeintl. günstigere Wohnung umgezogen. Aber eigentlich ist nur die Kaltmiete günstiger, die Wohnung ist grösser, wir zahlen hier extrem hohe Nebenkosten für Warmwasser (über Durchlauferhitzer) u. Heizung! (Altbau) Zudem habe ich dann noch die Heizung auf meinen Stromzähler laufen, was zwar 1 x im Jahr mit der Nebenkostenabrechnung verrechnet wird, was wir aber bei Einzug nicht wussten u. erst klar wurde, als wir eine recht hohe Stromnachzahlung bekamen. So, da nun aber ein weiterer Umzug sehr viel Geld kostet u. wir uns im Prinzip diesen Umzug schon nicht leisten konnten, müssen wir erst mal hier wohnen bleiben!
    Ich muss sagen, ich habe mich wirklich mit dem Umzug verkalkuliert u. wäre besser in der kleineren Wohnung mit einer höheren Kaltmiete aber weniger Fixkosten geblieben, Garten hin oder her, den wir vorher nicht hatten. Auch habe ich mich durch den Umzug nicht unbedingt verbessert was Arbeitsmöglichkeiten angeht...
    Ich habe zwar nun die Mama im Dorf u. dachte mir vorher das ist ganz praktisch mit der Kinderbetreuung usw. - aber ich wäre wirklich besser da geblieben wo ich vorher gewohnt habe, auch wenn ich das damals da nicht schön fand, weil ich niemanden da kannte usw. - unterm Strich war die Verkehrsanbindung viel günstiger als hier u. ich habe auch schon mehrere Arbeitsangebote im Internet entdeckt, die dort in der Nähe waren... ich glaube, ich wäre wirklich besser gefahren, ich hätte mir eine Tagesmutter gesucht u. wäre dort wohnen geblieben... naja.. das sieht man leider erst hinterher!!!
    Nur, was machen wir nun?
    Ein weiterer Umzug kostet VIEL Geld, dass wir nicht haben zur Zeit.

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  • ach so... und die Versicherung für mein altes Auto zahle ich ab nächstem Jahr monatlich, damit ich einen besseren Überblick über das Geld habe, was ich zur Verfügung habe.


    Nur das Problem ist wirklich: trotz günstiger Kaltmiete, wir können uns DIESE Wohnung langfristig nicht leisten, wegen der hohen Nebenkosten u. auch wegen der weiten Anfahrtswege für eine evtl. Arbeitsstelle.


    Das ist schade, denn die Wohnung ist gross u. hat einen Garten, was schön ist für unsere Kleine...


    Aber mein Freund hat keinen Führerschein u. ich fahre ne alte Rostlaube. Wir wären vermutlich besser dran, wieder in Stadtnähe zu ziehen bzw. in genau die Gegend wo wir vorher 1 Jahr lang gewohnt haben!!


    Dort könnte mein Freund z.B. öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um zu einer Arbeitsstelle zu gelangen usw.


    Fazit: es war einfach NUR dumm von mir HIERHER umzuziehen. Ich habe halt nur die Nähe zu meinen Eltern gesehen u. zu Freunden u. Bekannten.... u. die günstige Kaltmiete!!

  • Seid ihr im aktuellen ALG2 Bezug?

    Wenn ja besprich die Problematik doch mal mit Deinem SB.
    Vll besteht ja die Chance wenn Du oder Dein Freund Arbeit in Eurem Wunschwohngebiet findet und diese weit genug weg von Eurem jetzigen Wohnort liegt, den kompletten Umzug finanziert zu bekommen.

  • Das Problem ist, es kann sein, dass wir aus ALGII rausfallen, weil meine Freund seine Arbeit gekündigt hat u. wir nur aufstockend ALG II erhielten!


    Andererseits sehe ich es halt auch so, dass ich mir diese Suppe (mit Umzug) selbst eingebrockt habe u. wirklich nicht gut überlegt. Wasserkosten sind nämlich u.a. auch höher hier u. wir zahlen 1/3 mehr bei gleichem Verbrauch!!


    und der Staat kann ja nix für meine Dummheit... ich habe eh jeden Tag schon ein schlechtes Gefühl mit dem ALGII-Bezug... man bekommt nicht unbedingt von allen Menschen dafür Verständnis entgegengebracht u. ich muss auch sagen, es wäre vermeidbar gewesen, wenn ich besser geplant hätte u. mich u. a. schon während der Elternzeit um eine Vollzeitstelle bemüht hätte!!!


    Aber wollte halt Teilzeit arbeiten wegen der Kleinen, was zwar menschlich verständlich ist, aber leider nicht die richtige Lösung, da mein Freund weder Ausbildung noch Führerschein hat u. es sowieso ein reiner Glücksfall war, dass er überhaupt Arbeit hatte die letzten beiden Monate... (wenn auch schlecht bezahlte Arbeit, aber wir hatten 2 Monate wirklich genug Geld mit meinem 400-Euro-Job, ALG u. seinem Job !!!)


    und da hatte ich halt einen groben Denkfehler drin, denn ich wollte wie die meisten Landmamis die ich so kenne, auch nur Teilzeit arbeiten, daheim bleiben bei meinem Kind, ein schönes Heim mit Garten usw.


    Nur LEISTEN kann ich mir diese Einstellung nicht!!!

  • ach so... die letzten beiden Monate haben wir kein ALG II erhalten, weil wir halt genug verdient haben zu zweit + ALG I.
    Davor bekamen wir es kurzfristig aufstockend dazu... da mein Freund von seinem Arbeitgeber aber keine Lohnabrechnungen erhalten hat u. der Arge der Kontoauszug nicht ausgereicht hat, konnte unser Ablehnungsbescheid noch nicht erstellt werden u. wir liefen immer noch offiziell über Arge, obwohl wir wie gesagt 2 Monate lang deutlich drüber verdient haben zu zweit u. kein Geld mehr bekommen haben...


    und es ist zu erwarten, dass wir aufgrund der Dummheit (Kündigung) meines Freundes kein Geld mehr von der Arge dazu bekommen die nächsten 3 Monate...

  • Haftpflichtversicherung würde ich auf keinen Fall kündigen. Das kann u.U. mal richtig teuer werden.

    Auf die Rechtschutzversicherung kannst Du getrost verzichten. Die Prozesse, die wirklich teuer sind bzw. werden können, zahlen die sowieso nicht. Die sind immer ausgeschlossen. Habe gerade selbst und auch meine Eltern die Erfahrung gemacht. Wenn man sie wirklich bräuchte, weil hoher STreitwert, zahlen die nicht.

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  • So, nun haben wir die Lohnabrechnungen vom Bauernverband erhalten.


    Das Problem ist nun: mein Freund hat im Oktober noch 2 Tage à 6 Stunden gearbeitet u. war 2 Tage im Oktober krank geschrieben, wofür der Arbeitgeber nichts zahlen wollte, weil es keinen Vertrag (nur mündl. Vereinbarung) gab u. die gesagt haben, die müssen im Falle der Krankheit nix zahlen ohne Arbeitsvertrag, obwohl er sozialversicherungspflichtig dort gemeldet war !!! ...


    Jetzt haben wir die Abrechnungen so erhalten, als ob mein Freund im Oktober gar nicht mehr gearbeitet hätte u. der September sein letzter Beschäftigungsmonat gewesen wäre...


    was machen wir nun? wir haben bei der Arge den 06.10. korrekt als letzten Arbeitstag angegeben, weil dies auch der letzte Arbeitstag meines Freundes war !!!


    Sein Arbeitgeber hat ihn aber wie es aussieht zum 30.09. abgemeldet...

  • Und bei der Krankenversicherung wurde er auch zum 30.09. von seinem Arbeitgeber abgemeldet, war aber Anfang Oktober beim Arzt, um sich krankschreiben zu lassen.


    Mein Freund hat stark gehustet, weil er mit der Flex arbeiten musste u. dabei reichlich Staub eingeatmet hat. Die Schutzbrille war nach seiner Aussage bereits nach einigen Minuten unbrauchbar u. seiner Ansicht nach hätte man die Arbeit effizienter anders verrichten können, was sein Arbeitgeber aber nicht so sah. Das ist halt der Grund weshalb mein Freund gekündigt hat u. auch weil sein Arbeitgeber für die 2 Tage Krankmeldung keinen Cent zahlen wollte!!


    Was machen wir jetzt? Wir erklären wir das denn bitte schön der Arge??


    Der offizielle Vertrag meines Freundes lautete auf landwirtschaftl. Helfer. Tatsächlich musste er aber Maurerarbeiten verrichten u. sollte beim Umbau für einen Stall helfen. Der Arbeitgeber hat über das Arbeitsamt jemanden gesucht, weil er Geld sparen wollte...

  • ... meine halt nicht Vertrag, denn einen solchen gab es nicht...
    sondern die Bezeichnung in der Stellenbeschreibung vom Arbeitsamt hiess so.. und mein Freund sollte offiziell Tiere füttern u. landwirtschaftl. Helfertätigkeiten ausführen u. wurde vom Tarif auch so bezahlt, obwohl er wie gesagt Maurertätigkeiten übernommen hat!!


    Das alles war uns erst mal egal, denn wir waren froh, dass er überhaupt so schnell Arbeit hatte... aber 2 Tage vom Oktober nicht zahlen wollen u. 2 Tage Krankmeldung nicht übernehmen wollen finde ich von seinem ehem. Arbeitgeber wirklich nicht korrekt.

  • Quote from mystery;61793


    Der offizielle Vertrag meines Freundes lautete auf landwirtschaftl. Helfer. Tatsächlich musste er aber Maurerarbeiten verrichten u. sollte beim Umbau für einen Stall helfen. Der Arbeitgeber hat über das Arbeitsamt jemanden gesucht, weil er Geld sparen wollte...



    Hm, ich weiß aus einen Fall einer Bekannten die auch regelmäßig Helfer/Saisonarbeiter auf ihren Anwesen beschäftigen, das auch Sanierungsarbeiten am Hof zu den "regulären Arbeiten" auf dem Hof gehören.
    Er hat ja für den Bauern gearbeitet und an dessen Hof.
    Die Einsatzstelle war ein Hofgebäude ???
    Wenn ja - dann kann ich dir sagen das dies laut meiner Freundin zulässig ist, ihr Fall ging damals sogar vor Gericht und sie hat gewonnen.
    Man hatte sie angezeigt weil sie ihre Saisonarbeiter, bei Regenwetter eingesetzt hat um das Stallgebäude neu zu streichen und das Mauerwerk auszubessern.
    Sanierungsarbeiten am Hof, Malerarbeiten, Mauer ausbessern und Tätigkeiten in dem Bereich gehören auch zum Aufgabenbereich eines landwirtschaftlichen helfers.
    Vorallem wenn es sich um "Erhaltungsaufgaben" handelt.

    Also in die Richtung gedacht, sind solche Arbeiten nicht so abwegig.
    Eher Arbeitsschutzmaßnahmen, wenn er mit der Flex arbeitet müssen auch die Schutzmaßnahmen eingehalten werden, Schutzkleidung vorhanden sein.

    - der nachtvogel -

    Das Vergleichen ist das Ende des Glücks
    und der Anfang der Unzufriedenheit.

  • Quote from mystery;61780

    Denke das Problem dass wir haben sind nicht zu hohe Kosten für Lebensmittel!!
    Wir kaufen alles bei Aldi, Lidl & co u. nur ganz selten frisches Fleisch aus dem Angebot !



    Ich schaue selbst bei den Läden gut auf die Preise. Es geht ja nicht nur darum die Sachen günstig zu kaufen - sondern auch die frage - brauch ich die Sachen überhaupt ?
    Was ist als Beilage günstiger Kartoffeln oder Nudeln ?
    Jetzt Kartoffeln - im Späten Winter/Frühjahr wieder Nudeln und Reis.
    Deshalb schaun was die Sachen kosten, schon beim Essensplanen darauf achten was man zur Zeit saisonbedingt günstig bekommen kann.
    Da kann man viel Geld sparen und dennoch nix an der Lebensqualität einbüßen.

    Das mit der Wohnung ist blöd gelaufen. Da hilft nur das beste draus zu machen..... ihr seit ja momentan Aufstocker....
    Das beste wäre du oder er bekommt einen Job in der Stadt - dann gibts auch Hilfe vom Amt für einen Umzug zum Job. Wohl momentan die einzige Möglichkeit das finanziell zu schaffen.

    - der nachtvogel -

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  • Quote from mystery;61792


    Das Problem ist nun: mein Freund hat im Oktober noch 2 Tage à 6 Stunden gearbeitet u. war 2 Tage im Oktober krank geschrieben, wofür der Arbeitgeber nichts zahlen wollte, weil es keinen Vertrag (nur mündl. Vereinbarung) gab u. die gesagt haben, die müssen im Falle der Krankheit nix zahlen ohne Arbeitsvertrag, obwohl er sozialversicherungspflichtig dort gemeldet war !!! ...

    .


    Da hat der Arbeitgeber wohl leider Pech gehabt. Krankheitstage sind zu bezahlen. Vor allem wenn es keinen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt, dann gelten nämlich die gesetzlichen Regelungen. Ein AV muß nicht schriftlich sein, dann gelten halt die gesetzlichen Bestimmungen.

  • Quote from nachtvogel;61879

    Es geht ja nicht nur darum die Sachen günstig zu kaufen - sondern auch die frage - brauch ich die Sachen überhaupt ?


    Genau. Nicht nur auf Lebensmittel bezogen, sondern auch in anderen Bereichen. Chem. Putzmittel z.B. (altbewährte Mittel wie Zitrone und Essig-Essenz wirken Wunder) sind zum großen Teil überflüssig. Da lohnt sich z.B. die Investition in Tücher/Sonst., die OHNE Putzmittel reinigen (mache ich seit Jahren - die reinigen auch stark verschmierte Bildschirme und Fenster und beseitigen sogar Fettschmier in der Küche ...).
    Oder Kleidung: Dann kaufen, wenn sie billig ist, nicht dann, wenn sie gebraucht wird. Und soviel wie möglich Second Hand kaufen.
    Geschenke: übers Jahr verteilt kaufen, nicht kurz vor dem Termin. Dann verteilen sich die Kosten besser auf die Monate.
    Falls viele techn. Geräte im Haushalt benutzt werden: Abspecken. Sowohl im Gebrauch als auch bei den Geräten. Mein Trockner z.B. steht nur noch dumm rum (obwohl Energie-Spargerät). Ich trockne die Sachen hängend im Bad und in der Küche; im Winter vor der Heizung.
    Waschmaschine: Man muss nicht immer alles gleich waschen. Nachts aufhängen/durchlüften, ggf. mit Lappen und Wasser Schmutzstellen reinigen: spart ne Menge Strom.
    Duschen/Baden: einschränken. Man muss nicht jeden Tag duschen. Die geruchsanfälligen Stellen einfach zwischendurch am Waschbecken säubern (und dabei nicht permanent das Wasser laufen lassen). Ich dusche 1x die Woche (höchstens). Meine pubertäre Tochter etwas öfter (Haare fetten schneller als sonst, sie schwitzt auch öfter ...)
    Trotz Durchlauferhitzer haben wir durch diese Sparmaßnahmen mtl. nur 50,- EUR Stromkosten (zu dritt).
    (Und gespart haben wir schon immer, das wurde nicht durch den ALG II-Bezug ausgelöst).

  • Quote from maria1956;61910

    Genau. Nicht nur auf Lebensmittel bezogen, sondern auch in anderen Bereichen. Chem. Putzmittel z.B. (altbewährte Mittel wie Zitrone und Essig-Essenz wirken Wunder) sind zum großen Teil überflüssig. Da lohnt sich z.B. die Investition in Tücher/Sonst., die OHNE Putzmittel reinigen (mache ich seit Jahren - die reinigen auch stark verschmierte Bildschirme und Fenster und beseitigen sogar Fettschmier in der Küche ...).


    Oder der alltägliche Sonderartikel Wahn in den Discountern. Da Teelichter, da Dekokram, hier Kinderspielkram, dort Tischdecken, hier Socken und da noch ein Fotoalbum und dieses Schränkchen und jenes und alles ja so superbillig und im Superduperangebot.
    Ok - es gibt da oft Dinge die man wirklich braucht - z.B. mal neue Arbeitssocken, ehrlich gesagt - das meiste ist doch einfach nur Verlockung. Ich schaue schon zuhause ob ich von den angebotenen WIRKLICH was brauche - wenn nicht - dann schau ich die Ständer beim Einkauf garnicht an.

    Quote

    Oder Kleidung: Dann kaufen, wenn sie billig ist, nicht dann, wenn sie gebraucht wird. Und soviel wie möglich Second Hand kaufen.
    Geschenke: übers Jahr verteilt kaufen, nicht kurz vor dem Termin. Dann verteilen sich die Kosten besser auf die Monate.


    Da habe ich es jetzt aber eigentlich andersrum geändert. Ich habe früher gerne im Angebot oder Schlussverkauf "vorgekauft" ....... mit dem Ergebniss ich hatte dann 10 Oberteile und keine Hose - oder irgendwieso..
    Jetzt kaufe ich nur wenn wirklich was fehlt und bisher..... ist es ja nicht so das einer von uns hat derweil nackig laufen müssen............... habe ich das immer noch irgendwo günstig bekommen. Muß ja nicht gleich von heute auf morgen sein. Meist schaue ich nach wenn ich die Saison wechsle. Was ist zu klein, was kann ich von den größeren Kids rüberreichen...... was muß ich nachkaufen - das wird notiert und dann einfach die Augen offen gehalten.

    Quote

    Falls viele techn. Geräte im Haushalt benutzt werden: Abspecken. Sowohl im Gebrauch als auch bei den Geräten. Mein Trockner z.B. steht nur noch dumm rum (obwohl Energie-Spargerät). Ich trockne die Sachen hängend im Bad und in der Küche; im Winter vor der Heizung.
    Waschmaschine: Man muss nicht immer alles gleich waschen. Nachts aufhängen/durchlüften, ggf. mit Lappen und Wasser Schmutzstellen reinigen: spart ne Menge Strom.


    Die Kids brechen sich auch keinen ab wenn ein Oberteil mal 2x getragen wird. Hosen können sie immer länger anhaben..... muß man halt gucken obs noch sauber ist.
    Ich habe schon so einiges im Trockner. Oberbekleidung trockne ich nur kurz an und hänge sie ordentlich auf - so spare ich mir fast das komplette Bügeln. Ein Bügeleisen zieht auch sakrisch Strom - da ist auf den Trockner nicht viel um !

    Quote

    Duschen/Baden: einschränken. Man muss nicht jeden Tag duschen. Die geruchsanfälligen Stellen einfach zwischendurch am Waschbecken säubern (und dabei nicht permanent das Wasser laufen lassen). Ich dusche 1x die Woche (höchstens). Meine pubertäre Tochter etwas öfter (Haare fetten schneller als sonst, sie schwitzt auch öfter ...)


    ja bei den Pupis tut es halt auch not ;) Die jüngeren sind auch nur bei Bedarf in der Dusche oder gemeinsam in der Wanne..... Familienbadetag. :D ihnen gefällt das halt auch noch. Die älteren duschen halt - aber auch hier. Abduschen - wasser aus - einseifen und waschen und wieder wasser an und abduschen. Das spart so einiges gegenüber dem das man das Wasser durchlaufen läßt. Muß man halt auch jeden einzeln lernen....... von selber kommt da kein Pupi drauf.

    Quote


    Trotz Durchlauferhitzer haben wir durch diese Sparmaßnahmen mtl. nur 50,- EUR Stromkosten (zu dritt).
    (Und gespart haben wir schon immer, das wurde nicht durch den ALG II-Bezug ausgelöst).


    Muß ja auch nicht sein das man unnötig Geld verschwendet. Es schadet nicht den Kids nahezubringen - was das Licht eingeschaltet pro Stunde an Strom in Euro kostet. Oder das es Geld kostet wenn Wasser aus dem Hahn läuft. Das man beim kochen die Nudeln aufkocht, Platte aus und Deckel drauf. Das sind so simple sachen. Natürlich sind das nur cent beträge, beim Wasser ein paar Cent, beim Strom hier und da ein paar cent....... ABER im ganzen macht das doch so einiges aus.

    Ich möchte auf nichts verzichten - ich möchte aber erst recht nichts verschwenden.

    - der nachtvogel -

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    und der Anfang der Unzufriedenheit.

  • Hallo Mystery,

    sparen kann man:

    Bier zuhause trinken und nicht in der Kneipe,
    Ziggarettenkonsum einschränken.

    Wenig Fertiggerichte.

    Wenn möglich sich etwas Geld zurücklegen und dann bei Angeboten (Lebensmittel ) auf Vorrat kaufen.
    Glübirnen mit Energysparlampen auswechseln


    Elektrogeräte nicht auf "stand by " laufen lassen,es gibt im Baumarkt für
    ca.10€ Steckdosenleisten mit Fernbedienung mit der man alle eingesteckten Verbraucher mit einem "klick" ausschalten kann.

    Ausserdem:

    Ich bestelle immer bei Necko oder otto und co.im Internet siehe Schnäppchen.

    Hier ist gute Bonität halt Vorraussetzung (also immer bezahlen ).

    Oftmals bis 70% reduziert
    oder einfach mal unter google "wie kann ich sparen" nachsehen.

    Mach dir eine Aufstellung für jeden Monat über Ein/Ausgaben aber über alles, dann kannst du sehen was jeden Monat anfällt,oder überbleibt.

    Übrigends:
    ich habe gutes Geld zur Verfügung,aber durch bestimmte Verhaltensweisen
    kann auch ich mit Familie sparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

    lg
    edy

    Eine freundliche Begrüßung und Verabschiedung , bei jedem Beitrag, ist immer angebracht.

  • Quote from edy;62003


    Elektrogeräte nicht auf "stand by " laufen lassen,es gibt im Baumarkt für
    ca.10€ Steckdosenleisten mit Fernbedienung mit der man alle eingesteckten Verbraucher mit einem "klick" ausschalten kann.


    Oft verbrauchen diese Steckdosenleisten selber viel Strom. Eine einfache mit Schalter verbraucht nix und ist auch noch billiger.

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