Jobcenter Probleme - Mietübernahme

  • Hallo ihr Lieben.

    Ich habe nach 7-monatiger Suche endlich eine Wohnung gefunden. Das Jobcenter weigert sich, die Miete zu übernehmen, da die Heizkosten nicht von den Wasserkosten getrennt werden. Die Vermieterin kann die Heizkosten und Wasserkosten nicht trennen, da sie die Abrechnung genau so von ihrer Hausverwaltung bekommen hat. In der Mietbescheinigung hat sie die Nebenkosten der Nebenkostenabrechnung durch 12 geteilt, aber kein Kaltwasser angegeben, nur Heizungs- und Warmwasserkosten.


    Nebenkostenabrechnung der Vormieterin Jan-Dez 2020:


    Heizung / Wasserkosten: 370,01

    Hausreinigung: 239,21

    Winterdienst: 92,46

    Gartenpflege: 77,10

    Gebäudeversicherung: 67,76

    Haftpflichtversicherung: 4,86

    TV-Kabelgebühr: 116,24

    Strom allgemein: 31,56

    Müllbeseitigung: 35,46

    Niederschlagswassergebühr: 14,84

    Gesamt: 1049,50

    Ihre Vorauszahlung: 1440

    Guthaben: 390,50



    Frage 1: Was ist zu tun?

    Frage 2: Die Vormieterin hat 390,50€ Guthaben ausbezahlt bekommen. Dem zu Folge betragen die realen Nebenkosten 87,41€. Könnte das Jobcenter sich weigern, die 120€ Vorauszahlung zu übernehmen und somit den Umzug verweigern, da die Nebenkostenvorauszahlung in ihren Augen nicht angemessen ist? Da die Nebenkosten von der Grundmiete bis zur Bruttokaltmietegrenze 49€ betragen dürfen. Das Jobcenter würde ja das Guthaben wieder ausbezahlt bekommen. Wäre es klüger, 60€-70€ bei den Heizkosten mit Warmwasserverbrauch einzutragen? Aber die Heizkosten betragen mit Warmwasserkosten laut NK-Abrechnung 30€.

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  • Es ist etwas unsortiert, was Du schreibst.


    Also, das JC kann Dir natürlich nicht verweigern, eine Wohnung anzumieten, allenfalls können die die die Kosten für den Umzug und Kaution, diese als Darlehen, verweigert werden, wenn die Wohnung unangemessen teuer ist. Im Rahmen der Corona-Regelungen sollten die derzeitigen Kosten noch voll übernommen werden können (mit einer eventuellen Senkungsaufforderung im Januar 2022). Das Mietzahlungen komplett verweigert werden, kann ich mir nicht vorstellen.


    Du schreibst nicht, was in Deiner Region angemessen wäre, insofern ist es schlecht zu beurteilen, um wieviel würdest Du denn bei Kaltmiete zuzüglich kalter NK drüber liegen? Ich verstehe es so, dass die Kaltmiete schon so hoch ist, dass für kalte NK im Monat nur noch 49 Euro frei bleiben? Das wäre in der Tat sehr knapp bemessen. 87 Euro für NK ist, je nach Größe der Wohnung, kein sehr hoher Betrag. Aber hier müsstest Du dann von Minimum 40 Euro im Monat ausgehen, die aus eigener Tasche zu bezahlen wären, wenn Deine Ausführungen korrekt sind. Soweit Du also keinen Freibetrag aus einem regelmäßigen Einkommen hast, stelle ich mir das schwierig vor.


    Das kein Kaltwasser ausgewiesen wird, ist in der Tat eigenartig. Da muss die Vermieterin mal Rücksprache mit der Hausverwaltung halten. Eventuell wurde hier auch was falsch verstanden.

    Wenn das Leben Dir in den Allerwertesten tritt - nutze den Schwung um Vorwärts zu kommen

  • Es ist ein großes Familienhaus mit 12 Mietparteien. Ich schätze, dass die Heizkosten und Wasserkosten auf alle Mietparteien umgelegt werden und diese deshalb so gering sind.

    Aber selbst wenn nicht, 30€ im Monat für Heiz- und Wasserkosten erscheinen auch mir zu niedrig und vielleicht hat die Vormieterin nicht ausreichend geheizt. Und die Vermieterin weiß ja nicht, welchen Verbrauch ich haben werde. Deshalb möchte sie eine NK Vorauszahlung von 120€ im Monat. Die Bruttokaltmietegrenze beträgt 629€ und die Gesamtmiete 700€.

    Wenn das Jobcenter die Gesamtangemessenheitsgrenze beachten würde und nicht nur die Bruttokaltmiete, gäbe es weniger Probleme.