Geldgeschenke und Darlehen

  • Hallo zusammen, ich würde mich über Ratschläge zur folgenden hypothetische Situation sehr freuen!


    Jemand bekommt Grundsicherung aufgrund einer vollen Erwerbsminderung. DIe Person tappt in die Falle der gebührenfreien Mastercard und häuft im laufe von knapp fünf Jahren Schulden in Höhe von 4000€ an. Zinsen liegen bei knapp 60€ im Monat. Der Betrag ist mithilfe der Grundsicherung nicht zu begleichen.


    Ein Freund bietet der Person an die Schulden zu begleichen. Darf der Bezieher von Grundsicherung diesen Betrag zum begleichen der Schulden annehmen, oder gilt das vor dem Sozialamt als Einkommen? Wenn dem so ist, welche Möglichkeit gäbe es das Geld dennoch ganz legitim anzunehmen ohne dabei einen Großteil abgeben zu müssen? Im Netz liest man viel über Darlehensverträge, das Ganze scheint aber recht umstritten und unübersichtlich.


    Kennt sich hier jemand damit aus?

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  • Du kannst mit dem Bekannten einen Darlehensvertrag abschließen, aus dem die Rückzahlungsmodalitäten ersichtlich sind. Da bist du dann besser dran. Du zahlst mit kleinen Raten deine Schulden ab, ohne dass Zinsen auflaufen.

  • Auch rein hypothetisch: Wer "leiht" jemandem die Kleinigkeit von 4.000,--EUR, wenn doch klar ist, dass diese Person auf nicht absehbare Zeit Sozialhilfe bezieht und somit für alle Beteiligten unstreitig nicht in der Lage sein wird, diesen Betrag zurückzuzahlen? Und warum muss die verschuldete Person diesen Betrag selbst erhalten? Der Darlehensgeber könnte doch schlicht und einfach eine direkte Überweisung auf das Kreditkartenkonto veranlassen. Dem Kreditkartenanbieter ist völlig egal, woher der Kontenausgleich kommt. Dann sind die dortigen Schulden getilgt ohne dass die leistungsberechtigte Person den Betrag jemals selbst in die Hände bekommt. Das minimiert übrigens auch das Risiko, dass der Betrag für etwas anderes verwendet wird als zur Schuldentilgung.