Wohnrecht verkaufen ohne Grundsicherung zu gefährden?

  • Hallo zusammen,


    Ich habe hier etwas kompliziertes.

    Vielleicht weiss jemand Rat oder kann jemanden empfehlen der sich mit so etwas auskennt.

    Kann auch gerne etwas dafür bezahlen.


    DER FALL:

    Vater (69) bezieht Grundsicherung vom Sozialamt, aber nur für Lebenshaltungskosten, nicht für Wohnen. DENN...Vater hat lebenslanges Wohnrecht bei Onkel wg. des günstigen Verkaufs einer Immobilie von Vater an Onkel vor ca.15 Jahren. Der Deal war, Onkel bekommt Immobilie zum Spotpreis und stellt Vater, und nach dessen Ableben, beiden Söhnen (41 u. 42) das Wohnrecht bis zu deren Lebensende zur Verfügung.



    Aufgrund DIESES Wohnrechts will Sozialamt nicht für Wohnung für Vater zahlen.


    Dieses Wohnrecht wurde notariell geschrieben jedoch für eine neu zu bauende 80qm Wohnung. Dies ist in 15 Jahren jedoch nicht passiert.


    Vater wohnt seitdem in Bruchbude welche durch Onkel widerwillig zu Verfügung gestellt wurde. Vater ist durch jahrzehntelangen Psychoterror von Onkel mittlerweile depressiv und beim Therapeuten und gesundheitlich angeschlagen. Es gab tätliche Angriffe und Gemeinheiten seitens des Onkels gegen Vater. Das Sozialamt interessiert das jedoch nicht. Aussage Sozialamtsmitarbeiter: „Wo Vater wohnt ist egal, aber sie können nicht für Wohnung zahlen, weil es das Wohnrecht gibt“.


    Nun stünde eigentlich Gerichtsverhandlung an um den Bau der 80qm Wohnung einzuklagen, eben wie es im Notarvertrag steht.


    ABER:


    Wir wollen diese Neubau-Wohnung nicht mehr für den Vater, da der Onkel weiter sein direkter Nachbar wäre und der Streit/Terror weiter gehen würde.


    Wir streben Kompromiss an und wollen NUR NOCH GELD vom Onkel und auf das Wohnrecht VOLLSTÄNIDG (Vater (69) und beide Söhne(41 und 42) verzichten.



    FRAGE:


    Wie schaffen wir es eine etwaige Ausgleichszahlung vom Onkel, für den Verzicht des Neubaus der 80qm Wohnung & Verzicht des Wohnrechts aller drei Personen, so zu kanalisieren/gestalten das Vater WEITERHIN Sozialhilfe für Lebenskosten bezieht, und wir das Geld vom Onkel für die Miete einer ANDEREN Wohnung verwenden können, OHNE daß das Sozialamt Sozialbetrug beanstandet oder das Amt große Teile des Geldes bekommt und das Finanzamt große Teile der Zahlung einfordert?


    Wenn man eine Zahlung durch Onkel entsprechend der Lebenserwartungen aller Beteiligter aufteilt ergibt sich grob folgendes Verhältnis: 20% für Vater & 80 % für beide Söhne zusammen.


    Kann man dann dem Sozialamt gegenüber die 20% für den Vater einfach geben und weiter die Grundsicherung erhalten.


    Ist so etwas rechtlich möglich?



    FRAGE:


    Können wir Sozialamt, aufgrund von Selbstmordgedanken des Vaters und schwerer Depression, ausgelöst durch Psychoterror des Onkels inkl. Morddrohungen zwingen eine andere Wohnung zu bezahlen obwohl das Wohnrecht besteht. Atteste vom Therapeuten gibt es dafür genug. Was müssten man dafür tun?

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  • Das könnt ihr so vergessen. Wenn das Wohnrecht ausbezahlt wird, muss er davon erstmal leben. Sozialhilfe ist für Personen, die bedürftig sind, was er dann nicht mehr ist.


    Dass ihr das Wohnrecht mal erben solltet, berechtigt euch auch nicht, irgendwas davon für euch einzufordern.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Danke für die schnelle Antwort.

    Und kann Vater von dem Geld des Onkels leben und nach dem Verbrauch wieder Grundsicherung beantragen falls das Geld nicht bis zu seinem Lebensende reichen sollte? Hintergrund ist einfach der, unser Vater kann unter keinen Umständen noch länger in der Umgebung des Onkels leben. Das wird in mental zugrunde richten. Im Prinzip ist es egal wie der Fall geregelt wird, Hauptsache Vater bekommt woanders eine Wohnung.

    Kann das Sozialamt einem Verkauf des Wohnrechts widersprechen?

  • ...damit keine Missverständnisse auftreten. Alles Geld was aus dem etwaigen Verkauf des Wohnrechts resultieren sollte würde in eine Mietwohnung für den Vater weit entfernt vom Onkel fließen, NICHT in die Tasche meines Bruders und mir.

  • Es hat nicht in die Miete, sondern in den gesamten Lebensunterhalt zu fließen. Ob er danach wieder Grundsicherung erhalten kann, weiß ich nicht, da es durchaus als Eigenverschulden gelten könnte, dass er das Wohnrecht veräußert hat und § 41 Absatz 4 SGB XII lautet nunmal:


    (4) Keinen Anspruch auf Leistungen nach diesem Kapitel hat, wer in den letzten zehn Jahren die Bedürftigkeit vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt hat.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

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  • Vielen Dank für die Info.

    Das heisst wir können wg. unzumutbarer Härte das Wohnrecht verkaufen.

    Der Vater bekommt das ganze Geld. Die Grundsicherung wird eingestellt.

    Der Vater verlebt das Geld, exakt in der monatlichen Höhe der Grundsicherung aber inkl. einer passenden Mietwohnung. Und egal wie lange das Geld langt, danach muss das Amt den Vater wieder in die Grundsicherung nehmen, inkl. der neuen Mietwohnung. Ist das so richtig? Danke Schön

  • Es könnte auch sein, dass er keine Mietzahlungen vom Sozialamt erhält, weil er das lebenslange Wohnrecht aufgegeben hat. Das Gesetz würde es zulassen - Turtle hat es zitiert. Wie es genau kommen würde, kann aber niemand nun mit Sicherheit sagen. Zwischen menschlichem Verständnis und rechtlich sauberem Handeln kann sich durchaus ein Graben auftun.

    Wenn das Leben Dir in den Allerwertesten tritt - nutze den Schwung um Vorwärts zu kommen

  • Danke Dir.

    Das Wohnrecht wird aber nur wg. unzumatbarer Härte veräußert.

    Wir hatten gestern erst die Polizie für eine Stunde da, die haben den Onkel von meinem Vater ferngehalten. Es gibt wg. Gewaltanrdohung bald ein richterliches Kontaktverbot gegen den Onkel. Mein Vater ist seit Jahren in Therapie, ist AntiDepresseiva wie Smarties, hat ein halbes Dutzen chronischer Erkrankungen...UND ALL DAS weil mein Onkel ihm vom Grundstück haben will und Ihne seit Jahren terrorisiert. Wenn mein Vater dort noch länger lebt, wird er daran zu Grunde gehen. Das ist nicht übertrieben alles gut dokumentiert und dem Amt gegenüber belegbar. Es gibt eine "Unzumutbare Härte" Argumentation gegenüber dem Amt. Diese sollte in unserem Fall greifen. Oder?