Grundsicherung Vermögen aufbrauchen?

  • Hallo,

    eine dringende Frage:

    Ich bekomme schon einige Jahre eine kleine Erwerbsminderungsrente. Zusammen mit etwas Wohngeld bin ich bisher damit ausgekommen, weil ich in einem eigenen Haus mehr schlecht als recht gewohnt habe.

    Nach einem schweren Unfall kürzlich bin ich aber nunmehr zusätzlich stark gehbehindert und anderweitig eingeschränkt. Deshalb musste ich in eine barrierefreie Wohnung umziehen. Das Haus und das Grundstück habe ich verkauft zum untersten Verkehrswert.

    Ein Teil des Geldes ging schon für Umzug, Einrichtung, neue Geräte drauf (aus dem alten Haus war vieles nicht mehr brauchbar). Vom Rest will ich Altschulden bezahlen, ua. ein Privatdarlehen für den Kauf des alten Hauses.

    Meine Frage:

    Habe ich so eine Chance auf Grundsicherung? Welchen Zeitraum veranschlagt das Sozialamt zum Aufbrauchen von Vermögen bzw. wieviel darf man monatlich ausgeben, ohne den Vorwurf der Verschwendung?

    (Ein Freund, der bereits in Grundsicherung war, musste nach einem Erbe von 20.000€ für ein halbes Jahr aussteigen. Allerdings auch die Ausgaben im wesentlichen nachweisen.)

    Vorläufig beantrage ich Wohngeld, denn das Restvermögen liegt weit unter dem da gewährten Freibetrag. Zum Lebensunterhalt bleibt mir allerdings viel weniger als bei Hartz4/Grundsicherung.

    Freue mich auf hilfreiche Antworten.

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  • Bis zum 31.12.2021 (mit dem Vorbehalt der Veröffentlichung im Gesetzblatt) ist nur erhebliches Vermögen gem. § 141 Abs. 2 SGB 12 anspruchsvernichtend (was das Vermögen angeht). Die meisten Sozialämter gehen von 60.000, € bei der Definition "erheblich" aus.