Mietkaution in bar

  • Hallo,


    ich würde gerne folgenden, hypothetischen Fall gerne diskutieren:


    Wir gehen aus von einem Rentner 53 Jahre alt, betentet wegen voller Erwerbsminderung sowie einem Gdb von 100. Er hat eine neue Wohnung gefunden, da die alte voller Schimmel ist. Die Kosten inkl. Umzugskosten und Kaution wurden bewilligt. Der Rentner stockt lediglich einen kleinen Betrag über das Sozi auf.


    Nun hat der Vermieter aber bekannt gegeben dass er Sozialhilfempfänger nicht akzeptieren würde. Dies würde aber spätestens bei der Zahlung der Kaution auffallen.


    Besteht die Möglichkeit, dass das Sozi die Kaution in bar an den Darlehensnehmer also den Rentner als Leistungsepfänger zahlt und nicht an den Vermieter?


    Der Rentner würde dem Vermieter die Kaution gegen Quittung in bar überreichen.


    Er befürchtet und ich schließe mich nach einem Gespräch mit seinem Vermieter seiner Meinung an, dass der Mietvertrag platzt, wenn der Vermieter Sozialamt liest.


    Vielen Dank für eure Mühe:thumbup:


    Jonas.

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  • Da das Sozialamt sich die Mietkaution sicherlich über eine Abtretungserklärung sichern wird, ist das wohl eher Wunschdenken.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • ... nach einem Gespräch mit seinem Vermieter ...

    Hallo Jonas, für einen hypothetischen Fall sieht das aber ziemlich konkret aus.

    Du schreibst, die Kaution wurde bereits dem Grunde nach bewilligt. Was spricht dagegen, dass dein Rentner seine Bedenken dem Sozialamt schildert und fragt, ob es da eine Möglichkeit gibt? Ich wüsste aber nicht, warum das nötig sein sollte. Die Kaution ist frühestens fällig, wenn der Mietvertrag abgeschlossen ist. Der Vertrag platzt also nicht mehr, wenn das Amt die Kaution überweist.

  • Ich verstehe auch nicht ganz, warum der Vermieter jemanden nicht haben möchte, der im Rahmen der vollen Erwerbsminderung eine Rente bezieht und diese aufstockt, der also dauerhaft im Bereich der GruSi bleiben wird und damit ja die Zahlung der Miete sichergestellt ist. Bei anderen Konstellationen kann ich mir vorstellen, dass es Vorbehalte gibt, hier jedoch nicht wirklich. Möglicherweise kann dies doch noch geklärt werden.


    Auch wenn Jago natürlich recht hat, und die Kaution mitsamt der Abtretung vermutlich erst nach Unterschrift auf dem Vertrag erfolgt, und der Vertrag dann wirksam ist, kann es natürlich zu Problemen kommen. Ich würde es für sinnvoller halten, diese Bedenken im Vorfeld zu klären um das Mietverhältnis nicht gleich zu Beginn zu belasten.


    Die Frage ist natürlich auch, ob man ein Mietverhältnis möchte, bei dem klar ist, dass der Vermieter offensichtlich mit einigen Vorurteilen oder schlechten Erfahrungen belastet ist. Es kann natürlich gut sein, dass diese Erfahrungen auch in anderen Bereichen zu Problemen führen.

    Wenn das Leben Dir in den Allerwertesten tritt - nutze den Schwung um Vorwärts zu kommen

  • Wir haben auch solche Vermieter. Das ist also kein Einzelfall. Die Abtretung ist ja nicht verpflichtend, sondern eine Kannbestimmung. Wenn das Sozialamt also daran interessiert ist, den Betreffenden in eine Wohnung zu bekommen, wäre eine Ermessensentscheidung zu treffen, welche auch dahin gehen kann, dass eben keine Abtretung erfolgt.

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