Diverse Fragen zu Antrag auf Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung SGB XII

  • Ich hoffe, mir kann jemand wirklich helfen. Vielleicht jemand, der mit diesen Themen das relevante Fachwissen hat.
    Dieses Thema ist für mich komplett neu und ich bin echt verzweifelt.


    Vorgeschichte:

    • Wurde sehr krank, 60% Schwerbehinderung (COPD und Haut), wurde dadurch arbeitslos, bedingt durch Alter keine neue vernünftige Anstellung erhalten.
    • Danach leider HartzIV, weiter als Aufstockerin tätig gewesen, Zusatzausbildung nochmals als Alltagsbegleiterin gemacht und als Krankheitsvertretung in diesem Bereich gearbeitet.
    • Nach Krankheitsvertretung arge gesundheitliche Probleme. Jobcenter schickt mich zum Gesundheitsamt. Dieses zieht mich für 1/2 Jahr als krank aus dem Verkehr.
    • Erneute Vorstellung Gesundheitsamt nach 1/2 Jahr. Als Alltagsbegleiterin mit der COPD (Arbeitszeit Mundschutzverpflichtung, konstante Desinfektion Haut) im Moment (Covid19) keine Tätigkeit in diesem Bereich ausführbar.
    • Nun kommt es!!!!
      Das erneute Gutachten sagt aus, dass ich "1 Jahr lang weiter gar keine Tätigkeit ausführen kann, selbst nicht in meinem erlernten Beruf im kfm. Bereich"!! Das entspricht aber nicht den Tatsachen!! Ich kann und darf nur nicht mit/bei Menschenmassen arbeiten.


    Meine Fragen:

    • Dieses teilte ich dem Jobcenter auch mit. Die sagen, ich kann gegen das Gutachten nicht angehen und bei einer längeren Krankheit als 1/2 bin ich gezwungen den o. g. Antrag zu stellen.
        Kennt jemand diese Situation und konnte sich erfolgreich dagegen währen? Falls ja, was muss ich machen? Könnte mir meine Hausärztin ein Gegengutachten ausstellen?
    • Besteht eigentlich die Möglichkeit, egal wie es mir gesundheitlich geht, irgend einen Job anzunehmen, so dass ich vom Sozi zurück zum Jobcenter komme? Auch nur wenn ich wieder Aufstockerin bin? Oder können die tatsächlich, wie ich gehört habe, sagen "Für uns sind Sie 1 Jahr lt. Gutachten nicht vermittelbar, deshalb nehmen wir Sie nicht wieder auf."

      Den o. g. Antrag habe ich ausgefüllt. Ein persönlicher Termin beim Sozialamt ist bedingt durch die momentane Situation seitens denen nicht möglich.
      Mir wurde noch nicht einmal mitgeteilt, welche Nachweise sie verlangen. Durch HartzIV habe ich m. E. alle Dokumente mitgesendet. Bekam aber über Nachfolgendes entsprechendes Schreiben. Ich habe noch nicht darauf agiert.

    Nun wollen die noch Folgendes haben und entsprechende Auskünfte, die m. E. nach unter Datenschutz fallen. Muss ich Folgendes bekannt geben?

    • LV die bereits im Jahre 2016 in Höhe von ca. 5.000 € an mich ausgezahlt wurde. Sie wollen wissen was ich mit dem Geld gemacht habe.
      Muss ich das jetzt noch nach 4 Jahren bekannt geben? Das hat die doch aus der Vergangenheit gar nicht zu interessieren! Das Geld ist nicht mehr vorhanden, da ich ein Privatdarlehen damit zurück gezahlt habe. Wie soll ich reagieren?
    • Dez. 2019 habe ich eine Renten/Sterbeversicherung abgeschlossen. Die, sollte ich vorher nicht ableben, 2034 als Rente mit 75 Jahren (Höhe ca. 5.000) ausgezahlt bekomme.
      Den Nutznießer bei Ableben (sorgt für die Beerdigung) habe ich allerdings geschwärzt.
      Mir wurde vom Sozi mitgeteilt, dass ich das nicht machen darf, dieser muss ersichtbar sein.
      Entspricht das den Tatsachen, dass sie dieses verlangen können? Falls ja, warum? Es ist noch nicht mal ein Rückkaufswert möglich, da bis dato gerade 250,00 Euro eingezahlt sind!
    • Laut Rententräger könnte ich durch meine Schwerbehinderung im September mit 10,8% Abschlag (Rente liegt knapp über 1000 €) in Rente gehen. Das möchte ich aber nicht, da ich alleinstehend bin und davon mit Wohnung, etc. nicht leben kann. 2023 hätte ich meine Rente ohne Abschlag.
      Kann mich das Sozialamt dazu zwingen in Rente zu gehen? Denn dauerhaft bin ich lt. Ärztin ja gar nicht erwerbsunfähig!!

    Extrem wichtiger Pkt.: Für mich besteht eine absolute Auskunftssperre die aus Gründen der Lebensgefärdung im familiären Bereich ausgesprochen wurde. Die liegt dort vor. Dennoch habe ich angeblich entsprechende Anschriften dazu bekannt zu geben (Prüfung Unterhaltsanspruch, der gar nicht bestehen würde).
    Kann ich mich unter den gegebenen Umständen weigern diese bekannt zu geben?

    Haben wir eigentlich auch Rechte und falls ja, wo kann ich das erfahren?

    Oder haben wir nur Pflichten und müssen uns weiterhin wie Menschen der letzten Klasse behandeln lassen.


    Danke für evtl. Hilfe, ich weiß wirklich nicht weiter.


  • Besuchen Sie auch unsere Ratgeber zu Hartz 4:

    Hartz 4 Rechner
    Berechen Sie Ihren Anspruch. Ist Ihr Hartz 4 Bescheid korrekt.

    Hartz 4 Antrag
    Wir helfen Ihnen bei Ausfüllen Ihres Hartz 4 Antrages.

    Hartz 4 Regelsatz
    Wie viel Hartz 4 steht Ihnen zu? Ist Ihr Bescheid richtig. Informieren Sie sich.