Bitte um Hilfe wie es nach der Aussteuerung der Krankenkasse mit Arbeitslosengeld weitergeht.

  • Hallo,


    ich habe ein Anliegen das mich belastet.



    Kurze Chronologie:


    - Seit März 2019 krankgeschrieben
    - im April 2019 Antrag bei der DRV auf medizinische Reha gestellt
    - erst im August 2019 Bewilligung für medizinische Reha
    - erst im Dezember 2019 freier Therapieplatz
    - Ab Anfang Dezember 2019 zweimonatiger stationärer Klinikaufenthalt.
    - Noch vor Entlassung wurde mit Hilfe des Sozialdienst der Klinik Antrag auf LTA (Teilhabe am Arbeitsleben) gestellt.
    - Rentenversicherung lehnte 2 Monate später ab, dagegen wurde Widerspruch erhoben
    - Erst weitere 2 Monate später will die RV Unterlagen meines behandelnden Arztes bzw. man soll erneut Formulare ausfüllen, obwohl sowohl von der Klinik als auch vom Facharzt bereits dieselben Diagnosen ausführlich dargelegt wurden und eine LTA Maßnahme dringend empfohlen wird
    - Jetzt im Juli 2020 verlangte die RV zu einem weiteren Gutachter zu gehen, obwohl mittlerweile von 3 unabhängigen Stellen (Klinik, Facharzt und auch berufliche Trainingseinrichtung) die Maßnahme als notwendig bescheinigt wird. Gutachter Termin hat stattgefunden und auch dieser meinte die berufliche Reha zu empfehlen.


    Durch dieses ewige Hin- und Her komme ich jetzt zum Ende des Krankengeldbezugs und habe Angst wie es weitergehen soll.


    Einerseits lese ich dass die Nahtlosregelung greift wenn ein Antrag bei der RV anhängig ist, andererseits dass die Afa erneut einen Gutachter beauftragen kann und wenn dieser eine Leistungsfähigkeit von mind. 15 Stunden/Woche bescheinigt, ich ein riesen Problem bekomme falls das ALG I nicht oder nur viel weniger gezahlt würde.


    Dann heißt es, man solle die Afa nicht wissen lassen dass man weiter krank geschrieben ist, weil man nur ALG I beziehen kann wenn man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht?


    Das Arbeitsverhältnis besteht derzeit noch, Kündigung oder Beendigung ist momentan nicht gegeben.
    Ist es ein Unterschied ob das Arbeitsverhältnis noch besteht oder nicht? Muss eventuell gar nicht die Afa, sondern hier die RV zahlen?


    Das Ziel war ursprünglich, noch während des Krankengeldbezugs in die LTA Maßnahme überzugehen, um dadurch Übergangsgeld zu erhalten und aus der Maßnahme heraus beruflich wieder Fuß zu fassen.

    Fakt wird sein, dass der Arzt mich nach Ende des Krankengelds aber weiter krankschreiben wird.


    Ich weiß einfach nicht wie ich mich richtig verhalten soll.


    Kann mir jemand helfen?

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  • https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__145.html


    Normalerweise wird sich die Agentur für Arbeit nach dem Urteil des RV-TRägers richten und nur wenn es ein solches noch nicht gibt den eigenen äD beauftragen. Wie Sie im Gesetz lesen können dürfen Sie für die Nahtlosigkeitsregelung gerade nciht arbeitsfähig sein und auch nicht so tun.

    Normales AlG würden Sie schondeswegen nicht bekommen weil Ihr ruhendes Arbeitsverhältnis noch besteht, bleibt also nur nach § 145 SGB III.

    Was ich nicht weiß und was Sie unbedingt klären sollten ob Ihnen irgendwelcher Gelder von der RV zustehen während der Maßnahme.

    Die RV haben Ihre gesamten Weisungen und Regelungen im Netz veröffentlicht, also entweder selber mal suchen oder den örtlichen Rentenältesten (weiß nicht ob die noch so heißen) mal befragen.

  • Normales AlG würden Sie schondeswegen nicht bekommen weil Ihr ruhendes Arbeitsverhältnis noch besteht, bleibt also nur nach § 145 SGB III.


    Das stimmt so nicht. Wenn der ÄD feststellt, dass es kein Nahtlosigkeitsfall ist, weil ein Restleistungsvermögen besteht, der Arbeitgeber aber erklärt, dass er keine entsprechende Beschäftigung anbieten kann und der TE sich mit dem Restleistungsvermögen verfügbar erklärt, bekommt er auch "normales" ALG 1. Denn es kommt auf die Beschäftigungslosigkeit an.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Was heißt das jetzt konkret für die weitere Vorgehensweise?

    Mein Facharzt wird mich auch nach Ende des krankengelds weiter krank schreiben.


    Ich habe nur leider keine Ahnung wann die RV dem Antrag auf Teilhabe zustimmt oder nicht. Deshalb gehe ich davon aus, bis dahin ausgesteuert zu sein. Selbst wenn sie zustimmt, bekomme ich auch nicht über Nacht einen Platz in der beruflichen Einrichtung.


    Was ist also der sinnvollste Weg?

    Was soll ich genau gegenüber der Arbeitsagentur melden/beantragen?

  • Du gehst zur Agentur und gibst an, dass dein Krankengeld ausgesteuert ist und du ALG 1 bei Nahtlosigkeit beantragen willst. Dann wird man dort sicherlich alles weitere einleiten.

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  • Wird eigentlich ALG I bei Nahtlosigkeit einem späteren "normalen" ALG I angerechnet?

    Oder anders gefragt: wie lange kann so eine Nahtlosigkeit gehen, z.B. wenn sich die RV noch ewig Zeit lässt mit dem Antrag?

  • Das ist normales Alg1 nur unter erleichterten Bedingungen. Es gibt es also nur solange, wie du aufgrund Alter und Versicherungszeiten Anspruch hättest

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  • Heißt das konkret, wenn die Rentenversicherung sich mit ihrer Entscheidung noch ewig Zeit lässt, wird quasi das Nahtlosigkeitsgeld wie ALG I behandelt, also es ist keine Überbrückung, so dass erst nach einer Entscheidung bzw. absolvierten Maßnahme das "reguläre" ALG 1 losginge?

  • Das habe ich auch bis heute nicht verstanden:


    ich bin arbeitsunfähig krankgeschrieben, ausgesteuert und der Antrag auf berufliche Reha läuft. Was haben jetzt diese 15 Stunden genau für Auswirkungen? Wenn ich weniger als 15 Stunden arbeiten kann = Kürzung des ALG1 oder Ablehnung?



    Sorry ich versteh das nicht, insbesondere das Beamtendeutsch im Gesetzestext nicht.


    Die Dame bei der Arbeitsagentur hat mich genau danach gefragt mit den 15 Stunden.

    Ich will beim Ausfüllen nacher keinen Fehler machen.

  • Die Dauer des Arbeitslosengeldes ist fest, z. B. 1 Jahr, wenn du noch nicht zu den älteren Semestern gehörst. Es orientiert sich nicht daran, wann über Reha oder Rente entschieden wird.


    Warst du bereits beim Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit? Denn normalerweise ist die Frage nach der Verfügbarkeit (15 h/Woche) dann relevant, wenn der ÄD von einer Leistungsfähigkeit von über 3 h/Tag ausgeht. Also Erwerbsfähigkeit.

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  • Nein war noch nicht dort.


    Es geht ja um die Nahtlosigkeitsregelung (=Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit) nach Aussteuerung der Krankenkasse.



    Dazu steht im Gesetzestext:



    Anspruch auf Arbeitslosengeld hat auch eine Person, die allein deshalb nicht arbeitslos ist, weil sie wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung ihrer Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigungen nicht unter den Bedingungen ausüben kann, die auf dem für sie in Betracht kommenden Arbeitsmarkt ohne Berücksichtigung der Minderung der Leistungsfähigkeit üblich sind, wenn eine verminderte Erwerbsfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung nicht festgestellt worden ist.



    Kann mir das jemand in einem Satz verständlich erklären?


    Was bedeutet das konkret für mich, wenn ich voraussichtlich weiter vom Facharzt krankgeschrieben werde? Wie hängt das mit diesen 15 Stunden zusammen? Ist das nur fiktiv?



    Und bedeutet es, dass ich erstmal bis zum Bescheid über die LTA Maßnahme ohne Probleme ALG1 bekomme?


    Wenn ja, was passiert dann wenn die RV den Antrag z.B. nach 2 Monaten ALG1 ablehnt?



    Fragen über Fragen, aber wenn man auf das Geld angewiesen ist nunmal sehr wichtig.

  • Wenn der ÄD der Agentur oder die Rentenversicherung keine Erwerbsminderung feststellen kann, du also lt. deren Gutachten über 3h/Tag arbeiten könntest, musst du dich mit deinem (Rest)Leistungsvermögen zur Verfügung stellen, damit du ALG 1 bekommen kannst. Und dann eben entsprechend dessen an Maßnahmen teilnehmen und Arbeit suchen.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Habe folgendes gefunden:


    Grundsätzlich können Versicherte ein Arbeitslosengeld nur dann erhalten, wenn sie für die Vermittlung durch die Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen. Dies ist bei einem arbeitsunfähigen Versicherten nicht der Fall, weshalb hier grundsätzlich der Anspruch auf Arbeitslosengeld zu verneinen wäre.

    Durch die Nahtlosigkeitsregelung des § 145 SGB III muss das Arbeitslosengeld trotz fehlender Verfügbarkeit geleistet werden, wenn ein Versicherter nur deshalb nicht arbeitslos ist, weil die Leistungsfähigkeit voraussichtlich mehr als sechs Monate gemindert ist und deshalb keine Beschäftigung mit mindestens 15 Stunden/Woche ausgeübt werden kann.


    Versteht ihr, warum ich mich mit diesen 15 Stunden so schwer tue?


    es heißt:


    Unter 15 Stunden = nicht vermittelbar = kein ALG 1

    Über 15 Stunden = vermittelbar = "normales ALG1"

    Bis 15 Stunden = ????


    andererseits greift die Nathlosregelung ja grade dann wenn ein Versicherter nur deshalb nicht arbeitslos ist, weil die Leistungsfähigkeit voraussichtlich mehr als sechs Monate gemindert ist und deshalb keine Beschäftigung mit mindestens 15 Stunden/Woche ausgeübt werden kann.



    Also warum soll man sich dann mit seinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen?

  • Ein letztes Mal: Das mit dem Restleistungsvermögen greift nur dann, wenn der ÄD feststellt, dass du nicht erwerbsunfähig bist. Erwerbsunfähigkeit bedeutet, dass man nicht mindestens 3h/Tag arbeiten kann.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.