Überprüfungsantrag ALG

  • Hallo,

    folgende Situation. Ich bin seit 11/16 ohne Beschäftigung und muss mich nun arbeitslos melden. In 2016 wurde ich zu Ende 09/16 gekündigt, dann nach Widerspruch endgültig zu Ende 10/16. Bei der Arbeitsagentur hatte ich mich Anfang 10/16 für 1t an-/ bzw. abgemeldet, um den max. Anspruch von 4 Jahren auf ALG zu erhalten.
    Der Sachbearbeiter meinte nun, das ich keinen Anspruch auf ALG habe und ALG2 beantragen muss, allerdings laut ihm, weil sich das Enddatum meines Beschäftigungsverhältnis ja um 1 Monat verschoben hätte + ich mich in 11/16 erneut hätte melden müssen, aber nicht gemacht habe...?! Er meint ich könnte jedoch einen Überprüfungsantrag stellen. Ergo ALG Antrag online stellen und gleichzeitig einen Überprüfungsantrag. Beides würde dann wohl zeitgleich von der Leistungsabteilung geprüft. Da ich recherchieren wollte und über die Tage nochmals nachgefragt + abweichende Aussagen von anderen MA erhalten habe, ist das Ganze etwas verwirrend. Ein Formular für sowas scheint nicht zu existieren, eine Vorlage bzw. ähnlich gelagerten Fall konnte ich auch nicht finden. Gleichzeitig soll ich mich für ALG2 melden, was kein Problem wäre + was auch immer rauskommt, das Ganze innerhalb der Beörde untereinander verrechnet würde.

    Für mich klingt das nach "nimm du ihn, wir wollen ihn nicht" bzw. die optional angebotene Überprüfung nach wenig aussichtsreich. Trotzdem will ich natürlich die Möglichkeit nicht aussen vor lassen.
    Hat hier jmd. Erfahrungswerte oder kann weiterhelfen?

    Da ich weder Germanist noch Jurist bin, wie kann ich den Antrag entsprechend erfolgsversprechend formulieren?

    Macht es Sinn, für das Prozedere den Rechtsschutz in Anspruch zu nehmen?

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  • In 10.2016 kannst du gar nicht "ALO" gewesen sein. Denn da warst du ja noch in Lohn und Brot. Hättest du dort ALG bezogen, wäre diese Leistung zu Unrecht bezogen worden. Aber um das beurteilen zu können, bräüchte man den ganzen Vorgang komplett auf den Tisch. Und das schließt den Nachweis mit ein, dass zumindest an dem einen Tag des Leistungsbezuges tatsächlich die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt wurden.


    Da muß schon genau geprüft werden, taggenau. Und den ALG Bescheid und ggf. den Aufhebungsbescheid (sofern der eseparat erging),sind als Nachweis mit zu erbringen.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Hallo Spejbl,

    danke für die Antwort. Prinzipiell geht es mir um den möglichst Erfolgs-aussichtsreichsten Überprüfungsantrag.

    Da mir quasi nicht bewusst war, das ich mich < durch die 1-monatige Weiterbeschäftigung in 10/16 > in 11/16 erneut bei der Agentur hätte melden müssen,
    um den (berechtigten) Anspruch erneut prüfen zu lassen bzw. nicht zu verlieren. Denn dann hätte ich jetzt in 2020 Anspruch auf 12 Monate ALG, so kann ich

    wohl oder übel "nur" auf ALG2 beantragen.


    PS: Ist es nicht seltsam, ausgehend von einem einigermaßen Einkommen, das "man" mit der 60% Regelung aus ALG quasi weniger Geld erhält als aus der Summe der Teile aus ALG2-Bezug?

  • Was soll daran seltsam sein? Alg1 wird nach dem, was eingezahlt wurde, bemessen. Es ist eine Versicherungsleistung. Alg 2 ist dagegen eine steuerfinanzierte Sozialleistung und muss einen bestimmten Bedarf decken.


    Wenn jemand also so wenig Beiträge zur AV gezahlt hat, dass sein Alg geringer ist als ALG2, kann er entweder mit ALG2 aufstocken oder z. B. mit Wohngeld.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.