Grundsicherung - private KV - Minijob Zuverdienst lohnt sich nicht wegen PKV

  • Moin, die Situation ist erklärungsbedürftig: Ich bin Rentnerin bis dato in der Grundsicherung und (zwangsweise) privat versichert.

    Vom Amt erhalte ich einen Zuschuss von ca. 150 € und sie bezahlen meine private Kranken- und Pflegeversicherung von rund 300€.

    Wenn ich nun einen Minijob ausübe falle ich aus der Grundsicherung heraus (meine Rente plus 450 €). Meine private Krankenversicherung

    muss ich jetzt selbst bezahlen. Im Vergleich mit der Grundsicherungssituation verdiene ich mit einem Arbeitsaufwand von ca. 46 Std. und

    Mindestlohn ca. 150€.

    Hätte ich nicht in der privaten KV bleiben müssen, würde sich meine Minijob lohnen, da der Beitrag zur gesetzlichen KV wesentlich

    niedriger ist.

    Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen; vielleicht kennt sich ja jemand mit diesem Problem aus und kann mir sagen, ob ich eine

    Chance habe, eine finanzielle Kompensation zu erhalten, da ich ja 'per Gesetz' in der teuren PKV bleiben muss.

    Vielen Dank für eure Zeit und Tips.

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  • Vielleicht habe ich einen Denkfehler, aber ich weiß nicht wirklich was Du genau wissen möchtest.


    Die Pflicht in der PKV zu verbleiben besteht weiterhin, wenn Du nicht versicherungspflichtig (GKV) bist.


    Ich gehe davon aus, dass Du im Basistarif Deiner PKV versichert bist. Der Bezug von Sozialhilfe führt dazu, dass dieser Basistarif halbiert wird. Das bleibt auch dann bestehen, wenn Du einen Nebenjob annimmst und damit zwar ggfs. aus dem Sozialleistungsbezug rausfällst, aber unter Berücksichtigung des vollen Basistarifes wieder sozialhilfebedürftig werden würdest.


    Ich persönlich finde nichts daran auszusetzen, dass man auch im Alter "per Gesetz in der teuren PKV bleiben muss". Immerhin wurden jahrelang die Privilegien der PKV in Anspruch genommen; dann muss man auch dafür zahlen.
    Einen Wechsel in die Solidargemeinschaft der GKV-Versicherten nur aus finanziellen Fehlplanungen oder Schicksalen finde ich nicht richtig. Aber das ist nur meine höchstpersönliche Meinung :-)

    "Ich hab' hier bloß ein Amt und keine Meinung." (Friedrich Schiller)

  • Ich habe hier nicht geschrieben, um mir das ewige Lied von 'Du hast ja selberschuld' anhören zu müssen, sondern um evtl. einen guten

    Rat zu bekommen, wie ich die ständige Bestrafung für einen frühen Eintritt in die PKV mildern kann. Es gibt Situationen, da kann man sich

    ausschliesslich in der PKV versichern (selbständig mit wenig Einkommen, Auslandsaufenthalt etc.).

    Was für ein Schwachsinn: allein wegen der hohen Beiträge in der PKV werden ganz viele hilfebedürftig und das Sozialamt muss dann

    diese Beiträge übernehmen - zu Recht, da per Gesetz ein Verbleib in der PKV aufgezwungen wurde.

    So auch bei mir...........

    Da ich jetzt (als Rentner) arbeiten könnte und aus der Grundsicherung herausfalle, die Monatsraten der PKV jedoch so hoch sind, dass

    mit statt 450,- lediglich weniger als 100 Euro überbleiben, werde ich wohl nicht arbeiten gehen. Werde also nochmal bestraft und muss weiter

    beim Sozialamt bleiben.

    Da Sie den Besistarif erwähnen - dieser Tarif ist NICHT der gesetzlichen Versicherung gleichgesetzt wie immer behauptet wird.

    Ärzte weigern sich häufig, zu diesem Tarif zu behandeln und wenn sie es doch tun, so bekommen Sie die mieseste Behandlung, die

    es nur geben kann - ich habe mich mit diesem Thema sehr beschäftigt und auch Fernseh- und Radiobeiträge dazu gemacht - die Politik

    ist nicht gewillt, hier etwas zu ändern und bestraft die PKV-Versicherten mit diesem Tarif nochmals.

  • Ich denke da ist nichts mehr zu machen, weil Sie bereits in Altersrente sind. Die letzte Chance wäre vor Rentenbeginn gewesen nochmal eine versicherungspflichtige Tätigkeit aufzunehmen odert AlG1 zu beziehen.

    Jetzt dürfte selbst die versicherungspflichtige Tätigkeit nicht mehr helfen.


    Abgesehen davon mein Vater ist Standardversichert (dem Vorgängertarif der Basisversicherung) und ihm wurde noch nie eine Behandlung verweigert, geschweige denn wurde er schlecht behandelt. Einmal musste er eine Behandlung selbst bezahlen, weil der Standardtarif diese explizit ausschloß.

    Im Basistarif wäre diese aber bezahlt worden. Also so schlecht kann der Tarif nicht sein, sollte eine Arzt tatsächlich verweigern oder schlecht behandeln einfach zu einem anderen gehen.

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  • vielen Dank für eure Beiträge, ich weiss jetzt auch nicht mehr weiter - zum Thema Basistarif könnte ich jetzt noch endlos weiterschreiben -

    wer das noch nicht selbst erlebt hat - (nämlich Arztpatient 3. Klasse zu sein) - zu einem immer noch hochpreisigen Tarif - der sollte sich hier

    nicht weiter äussern. Danke für eure Zeit.

  • Ich glaube, es reicht jetzt. Wer sich hier wie und wann äußert, bestimmst nicht du!


    Dir haben hier Leute geantwortet, die täglich beruflich mit solchen Themen zu tun haben. Du musst also nicht antworten, dass es Situationen gibt, in denen man sich ausschließlich privat versichern kann. Eine freiwillige gesetzliche Versicherung ist auch bei Selbstständigkeit möglich, deine Aussage ist daher falsch.


    Die dir gegebenen Antworten sind vollkommen korrekt. Du hast dich irgendwann für PKV und deren Vergünstigungen entschieden und das fällt dir jetzt zur Last. Daran kann niemand was ändern. Der Gesetzgeber hatte seine Gründe, einen späteren Wechsel zurück in die von der Solidargemeinschaft getragene GKV auszuschließen. Die wurden genannt und sind nicht von der Hand zu weisen.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Turtle1972 Wer hat hier eine PN geschrieben? Ich nicht und ich habe auch kein Interessse daran, in einem Forum zu schreiben, in dem jemand wie

    Du agierst, der kritiklos und unwissend etwas gutheisst, was der Gesetzgeber vorlegt und sich nicht vorstellen kann, wieviel Leid diese 'Vorlage' hervorgerufen hat (das gilt noch nicht einmal für mich).

    Ferner war dies auch nicht das Thema - meine ursprüngliche Frage ist offensichtlich noch nicht einmal verstanden worden.

    Und ja, es reicht..........

  • Du hast dich irgendwann für die schöne PKV entschieden, niemand sonst. Entsprechend hast du die Folgen zu tragen. Eine Kompensation ist nicht vorgesehen.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Ich persönlich finde nichts daran auszusetzen, dass man auch im Alter "per Gesetz in der teuren PKV bleiben muss". Immerhin wurden jahrelang die Privilegien der PKV in Anspruch genommen; dann muss man auch dafür zahlen.
    Einen Wechsel in die Solidargemeinschaft der GKV-Versicherten nur aus finanziellen Fehlplanungen oder Schicksalen finde ich nicht richtig. Aber das ist nur meine höchstpersönliche Meinung :-)

    Genauso ist es. Und, diese Tatsachen sind jedem zugäglich. Ich erinnere nur mal daran... der 55. Geburtstag ist der Stichtag, wo man das ändern kann.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

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